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welche mehrentheils schwarz von Farbe ist , und von keiner Büchsmkuqel durchdrungen werden kann. Man hat geglaubt, daß er in feinen Füßen keine Gelenke habe; allem man hat sich geirret. Er tfl so schnell, wenn «-r will, daß ihn kein Pferd einholen kann; ob er sich gleich nur selten so sehr angreifet, vermuthlich, well «hm bey seinem großen Körper das Laufe«; zu beschwerlich fallt.
Es ist eine besondere Wohlthat der Vorsehung, daß dieses ungcheu- re Geschöpf zu seiner Nahrung kein Fleisch, sondern bloß Gras und Brat- ter braucht. Hatte er Fleisch nöthig, wie viele Thiere würden nicht erfor, dert werden, feinen Wanst täglich zu füllen, zumal t>d die Elephanten in Asien und Africa in großen Heerven, Vie oft einige hundert stark sind, herumziehen. Gras ist seine vornehmste Nahrung, und wenn er kein GraS hat, Blatter, Rohr, Binsen und allerley Feldsruchte. Im Falle der Noch kann er auch acht bis zehn Tage Hunger leiden. Ein anderes Glück für die Nachbarn der Elephanten ist es, daß sie nicht wild oder grausam sind, indem sie niemanden einigen Schaden thun, wenn man sie mchtvor- her beleidiget. Die Mohren gehen daher ohne Furcht durch ganze Heer- den von Elephanten hinvurch, ohne von ihnen beschädiget zu werden. Doch sind sie ein wenig tölpisch, und wenn ihnen die Mohren nicht sorgfältig aus dem Wege gehen, so werden sie von ihnen zu Boden getreten, so wie wir etwa einen Käfer oder eine Schnecke zu zertreten pflegen. Zuweilen stoßen die Elepbanken auf ihrem Wege des Nachts auf die Dörfer der Mohren, welche aus kleinen elenden Hütten bestehen, und alsdann sind sie so ungeschickt, daß sie alle Hütten, die ihnen unter die Füße kommen, wie Schneckenhausir niedertreten, oder umstoßen.
Der Elephant erreicht gemeiniglich ein Alter von ifo Jahren, und mit dem Alter nimmt auch seine Schönheit zu. Die vorhin gedachten Hundszähne liefern uns das schöne Elfenbein/ und da der Elephant sie alle drey Jahre zu verlieren und neue zu bekommen pfleget, so ist dieß die Ursache, daß das Elfenbem bey uns nicht theurer ist.
Der Elephant ist von Natur still und verträglich. Er beseidigetniemanden ; aber er will auch von niemanden beleidiget scyn. Brinat man ibn in Wuth , io tfl er ein sehr furchtbarer Feind. Wenn er einem Menschen begegnet, um) t stser ihn nicht beleidiget, so setzet er seinen Weg fort,
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