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hasten ein riebt geringes Vergnügen; denn von demjenigen , den sie zuvor bewundern mußten, glaube» sie , daß er ihnen nunmehr selbst ähnlicher worden, so bald fein Verdienst unter andere vertheiit worden. Ich erin­nere mich, daß vor einiger Zeit, eine Schrift ohne den Namen ihres Vct- faffers herauskam. Die Halbgelekrttn, weiche nicht im Stande waren solche zu verfertigen , jungen an in verschiedenen Piecen den angegebenen Vcrfuffer anzuzapfen. Da dies nicht gelingen wollte, so gaben sie sich viele Mühe du Meinung zu unterdrücken, daß derselbe der Verfasser da» von sey. Aber auch dies schlug ihnen fehl. Die nächste Zuflucht war also, daß man vorgab, em Mann hätte die Schrift zur Durchsicht gehabt, und ganze Passagen wären von andern. - Ein rechtschasner Mann , ter sich gerade in einer Gesellschaft besand, darin man über diesen Punkt stritt, sagte. Meine Herren/ wenn Sieüberzeugt sind/ dass Sie nicht daran gearbeitet baden/ so bleiben Sie/ wer Sie sind / der ,, Verfasser von dem Buch mag styn/ wer er will." Die gewöhn­liche Hülfe des Neidischen ist, m solchen Fällen, wo von namelofen Ver­diensten die Rede ist, seine Gksichtszüae, wo möglich nicht zu verändern, und dadurch zu verhindern, daß der Ruhm davon nicht aus eine besondere Person falle.

Wenn wir das Glück des Neidischen betrachten, so ist gerade, als wenn wir die Beschreibung eines Riesenschlosses in der Romane lesen. Du Pracht desselben besteht in den mancherlei) Gliedern von denjenigen Men­schen, welche dessen Besitzer erwürgt hat. Wenn einige # die sich einen guten Fo tgang bet) seltnen Unternehmungen versprachen, in ihren Verla­chen unalükiich waren, oder wenn demjenigen, der nach nüzlichen und rühmlichen Dingen strebte, Verachtung und Spott zu ther! wird , so kann der Neidische mit Der Miene, als haßte er die Ruhmsucht, mit einem leichtfertigen Herzen über die üble Wmkung lächeln , Die künftig auf die rühmliche Ehrbegierde haben möchte. A.

Vov einem Vorschläge zur Beförderung des Ackerbaues.

Man ruft uns von allen Enden zuehret den Ackerbau! AVarum denn eben ehren? - weil er auch nützlich ist - Gut! war­um denn eben ehren! (Abbt vom Verdienste, S. 196.)

~ Aller-