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herrschenden Vorurtheile unter die Augen tretten, und seinem stolzen, aber im Grunde oft ohnmächtigen Entscheide die Stirne biethen dürfen , einen wohlverdienten Dank schuldig. Es geschiehst oft, daß rechtschaffene und einsichtsvolle Leute selbst aus einer zu weit getriebenen Vorsicht sich nicht entschließen können selbst ein Exempel zu ftyn, und nichts desto weniger den Fußstapfen anderer nachtretten, und die Bemühungen eines eifrigen entschlossenen Führers unterstützen helfen. So bald der Wille zur Thätig- keit gebracht ist, werden alle auch die dem ersten Anscheine nach unüberwindlichste Hindernisse durch Geduld und Eifer leicht besieget; die Kräfte wachsen , und die Wirkungen verdoppeln sich nach dem Verhältnisse der vielen zu gleichem Endzweck vereinigten Bemühungen die Begriffe und Einsichten werden in der Prüfung immer mehr entwickelt; die Vordersätze und die Schlüsse in einer ordentlichen Folge zusammengeknüpft; die Bemühungen zur Uebereinstimmung gebracht, die Schwierigkeiten aus dem Wege gehoben, und so verschwindet endlich auch die Verwunderung über den un- verhoften Erfolg. Das ist die Geschichte bey nahe aller Gesellschaften die sich nur aus die freywillige Verbindung einiger Mitarbeiter gründen, und nicht von demjenigen Ansehen unterstützt sind, das ihren Fortgang versichern könnte.
Es beruhet oft auf dem patriotischen Eyftr eines einzigen Mannes durch Errichtung solcher öconomischer Gesellschaften seine Mitbürger auf die Aufnahme des Staats nicht nur aufmerksam zu machen, sondern mit vereinigten Bemühungen desselben Bestes werkthätig zu befördern.
Durch einen solchen Anlaß wurde die hochansehnliche Gesellschaft in Bern zu Stande gebracht die nicht nur die Aufnahme desFeldbaues sondern auch der Künste und der Handlung zum vornehmsten Zweck, und zu dessen Erlangung schon wichtige Anstalten vorgekehret hat. Sie erkennet dankbarlich für ihren Stifter den berühmten Herrn Tschrffli Secrecair des obersten Ehegerichts des hochlöblichen Standes. Dieser Herr ließ im Christmonat »758. durch dast'ges Wochenblatt eine Einladung an alle Patrioten überhaupt und alle Freunde der Landwirthschaft insbesondere bekannt machen , daß sie sich durch eine freygebige Unterschrift verbinde möchten eine Summe zusammen zu legen, um daraus die beste Auflösung eines zur Verbesserung des Landbaues abzweckenden Aufgabe mit einer Preißmünze zu belohnen. z
(Dre Fortsetzung folgt.)
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