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MiÄift Zwanzigstes Stück.

DLettst<rss den r 8. Mai 177z-

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Mit Hochfürstl. Hessen Darmstädtischer gnädigster Erlaubnis.

Die altern und neuern Moden in den Kleidungen in Frankreich.

(^Machdem an vierzigtausend Mann von dem französischen Kriegsheere sm 13 auf den Kreuzzügen umgekommen: so brachten die Uebriggebliebe- ncn aus diesen Kriegen eine Menge neuer Moden mit sich zurück, und unter andern auch die langen Röcke. In dem zwölften, breyzehnten und vierzehnten Jahrhunderten, war es gewöhnlich , einen langen Prie- sierrock zu tragen, der bis auf die Erde reichte. Die Edelleute kamen auf den Einfall, wenn dieser lange Rock eine Schleppe hätte, so würde daS tinen guten Vorwand abgeben, daß Jemand sie tragen müßte; und die niedrige Veschafftigung eines solchen Menschen könnte dem Herrn selbst ei­ne Art von Wichtigkeit und ein gewisses Ansehen geben.

Keine andre als Ritter, halten die Freyheit, über diese lange Röck- Mäntel zu tragen. Die Aermel deS Rocks, die sehr groß und weit \w xen, wurden über den Ellenbogen ausgebunden , und hiengen hinten bis an die Kniekehle herab. Die Mantel wann von dem feinsten Stoffe, und mit Hermelinen, Zobel und Grauwerken gefüttert. So gar ein Prinz und seine Gemahlinn konnten kein Gold mf den Kleidern tragen, ehe er zum Ritter war geschlagen worden. r ,

An die drey Jahrhunderte hatten die Franzosen das äußerliche An, sehn guter Patrioten und friedsamer Bürger. Sir trugen keine Degch^