Einzelbild herunterladen

Wochenblatt.

2f4

Giesen.

Daselbst ist im Kriegerischen Verlag herauSgekommen, Iah. Christ. &ieB,SS.Theol. Prof. publ. Ext. Definitoris, und SkavrpredrZers, wie auch der Fürst!. Hessischen gelehrten Gestllschaft zu Giesen Mitgliedes / Abhandlung von den Grenzen der körperlichen Welt, iz Bogen. Sie ist in keine grösere Abschnitte zertheilet, sondern laust in Paragraphen fort. Den Anfang macht eine kurze Geschichte von dm Meinungen der Gelehrten iu dieser Materie aus, worüber in alteren und neueren Zeiten vieles ist gestritten worden. Hierauf folgen die Grundsätze des Beweises, undso fort der Beweist selbst. Die Schreibart ist deutlich und fliesend, und die Arr der Abhandlung gründlich. Daher die Starke des Beweises leicht zu fassen ist. Derselbe r|i zweyfach. Der erstere ist auf den Grund des Widerspruchs gebaut. In der körperlichen Welt find oiele Einheiten. Die zusammengesetzte so wohl, als einfache Dinge, find so be­schaffen, dast ein jedes, das grösere sowie das kleinere, eine besondre Ein­heit ausmachet. Die Einheiten der kleineren , bevorab der einfachen Be- siandtheilen, sind weit mehrerer/ als der gröseren, und der zusammen- g^tzten.

Wenn man nun die körperliche Welt in einer unendlichen Ausdeh­nung annimt, so wäre die Menge der zusammengesetzten gröseren und klei­neren , wie auch der einfachen Dingen, an sich betrachtet in ihrem ganzen Jnbegrif ohne Zahl; ja fie könnte, nach der angenommenen Hypothese der Unendlichkeit, nicht einmal eine Zahl haben. Da aber die Menge der kleineren und besonders der einfachen Bestandtheile in Vergleichung mit jenen ohnfehlbar gröser ist: so müste die unendliche Menge dieser, die Men­ge jener weit übersteigen. Folglich hätte die Menge der zusammengesetzten Dinge in der körperlichen Welt einen Schranken ihrer Vielheit, und sie selbst wäre nicht unendlich ausgedehnt. Wollte man es doch als wahröe- haupten, so müste sie unendlich und auch zugleich nicht unmdlkch ausge­dehnt seyn; welches sich selbst widerspricht. Der andere Beweist ist auö dem Satz des hinreichenden Grundes hergeleitet. Weil aus der unendli­chen Ausdehnung der körperlichen Welt ein Fortgang ins Unendliche, so wohl des anfthlreseriden als desthätrgen Grundes folgen müste; die­ser aber der Vernunft gleichsalS widerspricht: so wird daher die Schluß, folge gezogen, daß die körperliche Welt nicht unendlich ausgedehnt seyn könne. Von dem Satz des zureichenden Grundes ausert der Herr Ver­fasser, wie in den Beweisen selbst, verschiedene neue Gedanken, die wegen ihrer