Wochenblatt- «m
Und hier, hier soll Er ewig leben- In seiner Unterchanen Brust! Kann keiner würdig Ihn erheben, So sprech Er, wie Er sichs bewußt: „ Ich solle mich von Ihm entfernen, ii Nicht meinem Ludewig mich rveyhn? n Eh werden Himmel leer von Sternen „ Und Sonnen ohne Strahlen seyn.
Einige vorcheilhafte Regeln be^m Ackerbau über winters. *
Der in diesen Blattern durch manche nützlich^ Abhandlung bekannt gewordene 70 jährige Gärtner zu Benkendorff im Stifte Merseburg, Hr. Rammelt, hat uns abermals mit sehr praktischen Anmerkungen über den Ackerbau erfreuet, welche wir jedoch aus Mangel des Raums nur auszugsweise mittheilen können. Nachdem er, gerührt durch den in unfern Fluren ausgebreiteten reichen Segen GotteS , die Ursache des zeithero erlittenen empfindlichen Mangels, ja wirklichen Theurung und Hungersnoth, in der Undankbarkeit des Menschen, und deren Verhärtung in der Sünde und Bosheit gefunden, und überaus beweglich die Busse und Bekehrung seiner Mitbürger wünscht; so ermuntert er dieselben aufs neue, mit dänkbarem Herzen, und frölichem Muthe die Feldarbeit anzugreifen, und schärft ganz besonders folgende $ Regeln ein: r. Man bestelle frühzeitig über Winter, r. Man säe nicht zu dicke z. Man pflüge seinen Acker in der Quere. 4. Man pflüge nicht zu flach. 5. Man wechßle mit dem Saamen.
1. Man bestelle über Winter frühzeitig: 14 Tage auf das allerkürzeste, vor Michaelis, ist die beste Zeit, damit es sich bestocke. Fällt ein harter Wmter ein, und es erfrieren an einer solchen bestockten Staude etliche Keime; so bleibet doch wohl eine gut, die sich im folgenden Frühjahre, wenn der Acker Besserung hat, und gute Witterung erfölget, wieder wie vorhero auf das Neue bestocket, und diejenigen Keimen wieder ansetzet, die im Winter darauf gegangen, dahingegen ein spät gesäetes Korn nur einen Keimen behält, den die harten Fröste auf einmal hinwegnehmen.
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*) Dieses ist als was aemeinnütziges aus dem Leipziger beliebten Intelligenz- Blatt 1772» Nro. 35.


