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fen lassen, datMen aber ihnen täglich Salz zu lecken gegeben. Merket man aber, oder vermuthet aus den trüben Augen, daß einige Schafe oder ander Vieh schon wmklich Würmer haben, so brauche man folgendes Mittel: Man gieße ihm täglich ein Kärtgen oder Nösel warmgemachten scharfen Bier-oder Weineßig ein, in welchen man vorhero eine Handvoll Küchensalz aufgelöset hat. Denn die Erfahrung hat gelehret, daß in Eßig mit Salz vermischt, diese Würmer so wie auch in Brandwein am ehe­sten sterben und keine Minute leben; und Hanow versichert, daß durch dieses Mittel eine Frau es dahin gebracht, daß die Egcln denen Schafen und Kühen zum Maule und Nasen herausgegangen waren. So viel ist gewiß, daß Eßig und Salz schon in Den alleraltesten Zeiten als bewahrte Mittel wider die Egeln angeprießen worden. Ein in hiesiger Nachbar­schaft sich befindender erfahrner und aufmerksamer Oekonom hat mich ver­sichert, daß folgendes Mittel bey seinen Schafen ihm gute Dienste ge- than. Man nehme ein halb Pfund Enzianwurz, ein Pfund Glaögalle, ein groß Maas Wachholderbeere und etwas Wermuth, mache dieses al­les zu einem Pulper und vermische es alsdann mit Kleyen oder Spreu von Leinknoten. Diese ganze Portion giebt man auf 60 Stück Schafe, und zwar des Nachts, wenn sie schon getranket worden , und laßt sie nichts daraus saufen. Es muß aber dieses Mittel bald in Zeiten gebraucht wer­den , so bald man nur einige Zeichen der Krankheit in den Augen und auf der Haut merket, sonst thut cs nichts. Ueberhaupt werden auch bittere Mittel so viel nicht ausrichten, weil bittere Krauter und selbst die Galle denen Würmern zur Nahrung dienen. Sollte jemand mit diesen vor­geschlagenen Mitteln nicht zufrieden ftyn, dem will ich noch folgendes mit­theilen :-Man muß zwischen denjenigen Schafen , welche wmklich schon anfangen dicke Wasserbäuche zu bekommen , und zwischen solche wo man noch nichts sonderliches-, davon merkt einen kleinen Unterscheid- machen. Den erstem gebe man wöchentlich Dreimal mit ihren guter ft. Salz, lezteren aber nur nnab < ft. jedesmal auf 20 Schafe gerechnet. Sind die Bauche der Schafe schon allzu sehr mit Wasser angefült , so könnte et­wa noch auf diese Weise geholfen werden. Man lasse mit einem spitzi­gen Pfrimen, die ungefehr eines Fingers otrer 4 Zoll lang und welche iit einen Röhrgen verdeckt ist, in Die eine untere Seite des Bauchs ungefehr in die Mitte zwischen den Nabel und Hinterschenkei stechen, ziehe die Pfrie­me heraus, das Röhrgen aber lasse man Darinnen stecken und dadurch das Wasser herauslaufen, jedoch gemach und nicht auf einmal, sondern man stopft