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Wochenblatt nf

ter den ostindischen Inseln gegen den Südpol und nach Amerika zu, noch viele Lander theilS würklich liegen, theils liegen können. Man hat bereits verschiedne Küsten entdeckt und sie mit Nahmen belegt, und auch sogar Einwohner darauf bemerkt. Da diese Lander zum Theil nur etliche hun­dert Meilen von Batavia ost-und südwärts abliegen, so hatte man von daraus längstens gewissere Nachrichten einziehen können, wenn der Kauf­mannsgeist eine Reise vornehmen ließ , von der man des Gewinns nicht voraus versichert wäre, wiewohl einige behaupten, daß die Hollander würklich mehr Nachrichten hatten, die sie aber aus Handlungsabsichten geheim hielten- Seit einiger Zeit fangen die Engländer an, auch auf die­ser Seite auf Entdeckungen auszugehen, welches von -Ostindien aus, wo sie schon ansehnliche Besatzungen haben, nicht so weitläufig ist, als wenn man allemahl von Europa aus, von einem Ende der Welt biß zum an­dern fahren soll. Es ist möglich, daß zwischen Asien und Amerika nach dem Südpol zu ein Land lieget, das größer als Europa ist. Man ist noch nicht sonderlich weit gegen Süden gekommen: und wie wenn sich das feste Land oder auch einige große Inseln nach und nach biß in die Gegend von dem sogenannten Feuerland erstreckten ? Denn daß dort so wohl als in der stillen See noch manche unbekannte und doch bewohnte Inseln lie­gen können ist nichts wiedcrsprechendes. Der Commodor Biron hat ih­rer ohnehin schon viele entdeckt, und sollten die Engländer eine tüchtige Co- lonie auf Falkland erhalten, so wird man sicher auf noch mehrere Entde- kungen Rechnung machen können. Es hat keine Schwierigkeiten , diese Südländer von Asien auszubevölkern , wie sie denn so viel man weiß, würklich bevölkert sind. Und von daraus wäre hernach der Weg nach Amerika so weit nicht mehr, wenigstens näher als von Afrika oder Euro­pa. Da nun allem Ansehn nach in den Südländern Nationen wohnen, Vie von den asiatischen sehr verschieden sind , so wäre zugleich daraus be­greiflich, warum die Völker in Amerika so sehr von allen übrigen Natio­nen in der Sprache verschieden , und vielleicht den Einwohnern in den Südländern ähnlicher wärm. Denn ob diese gleich auch zuletzt aus Asien abstammen müssen, so ist doch keine Folge, daß ihre Sprachen auch den Asiatischen ähnlich seyn mästen. Denn es können ganze Völker, die ihre eigne von allen bekannten Sprachen unterschiedne Sprachen besessm ha­ben, nach den Südländern abgegangen seyn, oder ihre Sprachen können durch Zeit und Vermischung mit andern ausgegangen seyn, oder es kann sich mit der Zeit auch m diesem Stück mehrere Aehnlichkeit offenbahrey.

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