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4L w-chettblätt.

die erste Kranke gestorben. Im Frühling 1*770. ließe die Krank­heit zu Eyffa zwar in etwas nach, so daß viele unter, denen Kran­ken den Sommer über, obgleich nicht vollkommen ihren Haushaltungen nachkommen konnten. Allein im Herbst gedachten Jahres (leite sich das Hebel wieder aufs neue in beiden Gemeinden ein, und dauerte biß in Früh­ling a. c. da es wieder gelinder wurde, biß. es endlich vor ohngcfehr fünf biß ftchs Wochen sich wieder mit der alten Macht einstellets, so daß der­malen zu Eyffa, welches ohngefehr27 Häuser stark ist fr. und in Holz- Hausen welches z6. Hauser stark ist, $o Kranke befindlich sind. Ich re­de nur von denjenigen Kranken welche bekannt sind , dann viele, wel­che das liebet im geringem Grad haben , suchen die Krankheit verbor­gen zu halten, biß sie endlich mit ihrer völligen Wuth ausbricht, und ist dahero sehr zu vermuthen, daß auch jetzo noch sehr viele ihre Krankheit verhelen. Von Anfang der Krankheit biß hierher sind zu Eyffa 20. und zu Holzhausen 21. Personen an diesem Uebel gestorben.

Die Krankheit greift ohne Unterschied alle Gattungen von Leuten, alte sowohl alö junge, Mannspersonen sowohl als Weibspersonen an, nur hat man kein Exempel daß Säuglinge wären angegriffen worden, obgleich deren einige an ir,fickten Müttern getrunken haben. Das Uebel pflegt gemei­niglich gelind, mit einer Düsternheit des Kopfs, Mattigkcit, und Träg­heit auch bei) einigen mit Schauder anzufangen, und die Kranke besorgen da­her ihre häusliche Angelegenheiten nur halb, biß sie dieselbe endlich bey zunehmenden Uebel gänzlich liegen lassen. Eben gedachte Zufälle nehmen hierauf nach und nach zu, die Kranken sehen starr aus denen Augen, ge­hen taumelnd wie betrunkene Menschen, und sind beständig schläfrig hie- bey stelt sich das sogenante Kriebeln ein, da die Kranke klagen , es seye ihnen als ob alles in ihrem Cörper lebendig wäre, oder aber daß ihnen die Glieder eingeschlafen seyen. Diefes Kriebeln ist zwar ohne Schmer­zen , allein es ist der Vorbothe von weit fürchterlicheren Zufällen, deren Anblick einen Stein erbarmen mögte, denn es pflegt sich hierauf meistentheils ein Kramps einzustellen, welcher unter denen entsetzlichsten Schmerzen, bald die Arme bald die Füße mit der grösten Gewalt zusammen ziehet. Bald ziehet dieser Krampf den Unterleib an einen Ort auf das grausamste zusam­men , da indessen an einem andern Ort eine erhabene harte Geschwulst ent­steht, welche sich mit dem Krampfe wieder verliehret. Bald werden die Pläcordia und die Brust angegriffen wodurch die arme Kranke in eine solche