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Giesser Wochenblatt.

Zehentes Stück.

Dienstags dett ro. März 1772.

Mit Hochfürstl. Hessen Darmstädtischer gnädigster Erlaubnis.

Wir theilen unfern Lesern nunmehro auch die Gections Berich­te / von denen an der Kriebelkrankheit im Amr Battenberg verstorbenen mit, wie solche der Phylicus Ordinarius emgefchikt.

<NMolzhausen den z?. December 1771. wurde auf Hochfürstl. Regie- rungsbefthl eine ledige Weibsperson von 19. Jahren welche an der sogenannten Kriebelkrankheit in den heftigsten Convulfionibus opifthotonis, ihren Geist Abends zuvor gegen 8 - - Uhr, aufgab, von mir mit Zuziehung des Chirurg! Dennoffen und Sieberts in Beisein deS Vorstehers der Gemeinde, Henrich Klein, und verschiedener Gemeinds- leute besichtigt, geöffnet und wie folget befunden.

<) Aeußerlich an dem ganzen Körper nichts, als eine Sugillarion deS Rückens bis auf die Schulter.

z) Bey Eröfnung des Unterleibs, die Gefäße des Netzes von Blut sehr aufgetrieben, die Substanz aber unverändert. Der Magen und ganze Tra&us der Gedärme gesund und ohne das geringste Merkmal einer Ent­zündung. Der Magen und dicke Gedärme waren von Blähungen auf- getrieben, die dünnen Gedärme aber etwas zusammen gezogen und leer; auch war in dem Gekröße keine wiedernatürliche Veränderung: Leber, Milz, Nieren, nach ihrer Substanz und Farbe natürlich gesund. Der Stamm der grossen Pulsader mit allen seinen Aesten von Blut leer, da­hingegen die Hohlader und Pfortader mit allen ihren Aesten in der Höle