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Wochenblatt, 387

(feit bey Kindern, oder bey verhinderten Schlingen, und Mann-und der­gleichen in Klyjiiren bewirket werden müssen.

7. Je bedenklicher die Umstande der Krankheit sind, desto nöthiger rst der allezeit anzurachende Genuß einer öfters erneuerten Luft, welcher über dieses nicht genug mit Dünsten von Eßig kann erfüllet werden. Wie auch em mit vieler Bedeckung des Körpers erzwungener Schweiß höchst schäd­lich ist, so wird dre öftere behutsame Veränderung der Wasche und selbst des Lagers dem schmachtenden Kranken eine angenehme und ungemein zu­trägliche Erleichterung verschaffen. In Entzündung des Halses wird fiei- ßlges Gurgeln, mir Wasserund Milch, oder Eßighonig, Hollundermus, Veilgensaft, Quittenschkeim, unter beliebiger Form, Linderung verschaf­fen. Bey dringendern Umständen, sind äußerliche erweichende Bähun­gen und Umschläge nicht zu verabsäumen. Die geschwollenen und mit Ei­ter geschlossenen Augenlieder sind bloß mit lauer Milch und Wasser zu bä­hen, und die manchmal bis in Schlund verstopfte Nase damit behutsam auszusprützen. Eben diese Bähungen werden die nach Abtrocknung der Blattern sich nicht selten ereignende weiße Flecken , auf der durchsichtigen Hornhaut, theils öfters verhüten, theils wenn sie sich schon zu zeigen an­fangen, mit Verbindung einer Salbe von Butter, Zucker und Tutien, dieselben zertheilen und heilen.

8. Es ist beständig von Nutzen, di-reifen Blattern zu öffnen, damit das schon von den lebenden Saften abgesonderte Eiter nicht zurück in6 Blut gehen, und das ohnedem in diesem Zeitpunkte der Krankheit fast vom neuen entstandene Fieber vermehren könne: bey häufigem und bösartigen ist es höchst nothwendig, da denn die kleinen Geschwüre mit einem mit lauer Milch angcfeuchketen weichen Schwamm müssen gebähet und gereiniget werden. Bey einer in diesem Zeitpunke sich insonderheit um die Gelenke äußernden Geschwulst, welche daselbst abgesetzkes wahres Eiter enthält, und ohne merkliche Entzündung entsteht, ist solche unverzüglich , ohne auf mehrere Reifung zu warten, zu eröffnen, indem das Eiter in weniger Zeit scharf wird, und die Knochen anfrißt, wovon viele Erfahrungen die trau­rigsten Zeugnisse ablegen.

9- Um eben dichs nur erwähnten Fiebers willen, muß man bey der Reifung und dem Abtrocknen der Blattern mehr als jemals die No. 4. vorgelchlagenen Mittel gebrauchen. .

Cc c z io. Auch