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Giesser WoHeilvlatt. Neun und Vierzigstes Stück.

Dienstags den 8. December 1772.

Mit Hochfürsil. Hessen Darmstädtischer gnädigster Erlaubnis.

Aurye Sätze, deren vernünftige Beobachtung bey Linder? blättern/ heilsam befunden worden. *)

ist aus der Erfahrung vieler Zeitalter bekannt, daß nach Artver- schiedener Krankheiten, auch die Blattern, zu gewissen Zeiten sich theils häufiger, theils gefährlicher, als gewöhnlich zu äußern pfle­gen : daher denn auch der große und augenscheinliche Nutzen der Einpfro­pfung derselben darinne besteht, daß diese jetzt fast allgemeine und öfters tödtliche Krankheit, in den am wenigsten bedenklichen Zeiten , und unter den günstigsten Umständen hervorgebracht werden könne Ist diese Vor­sicht verabsäumet worden, so erfordert die Klugheit, daß man, so vielalö menschlicher Weise möglich ist, der bey sich allgemein einschleichenden Blat­tern , näher drohenden Gefahr vorbaue.

Um diesen Endzweck zu erreichen, wird die vernünftige Beobachtung folgender Sätze dienlich seyn. Nämlich;

1. Daß die Nahrung aus wenigem Fleische , und meistens aus Milchspeisen, Feld - und Gartenfrüchten, absonderlich verschiedenem rohen und gekochten Obste bestehe, auch alles fette Backwerk vermieden werde.

Cc c L. Daß

*) Bey denen itzt in vielen kleinen Städten und Dörfern graßirenden Blattern, stehet man sich veranlaßt, diese von einem großen Ärzte in diesem ^ahredurch den Druck bekannt gemachte Anweisung, auch durch diese Plätte?gemetnnü, tziger zu machen.