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844 Wochenblatt.

Ein trockner und brennender Sand hat gemeiniglich keine oder we- nige Theile in sich, welche dem Wachsthum der Früchte beförderlich ftyn könnten. Die Feuchtigkeiten so vom Regen oder Schnee darin stecken, verlieren sich bcy der Sonnenhitze gar zu schnell.

Der leimigteoder Kleygrund ist eben so ungeschickt zum Wachsthum der Pflanzen. Er enthalt zwar genügsame Theile dazu, und hat oftmals Salze im Ueberfluß , allein der Acker ist nicht allein schwer zu bearbeiten, sondern er wird durch den Regen noch mehr zusammen gepreßt, und von der Sonnenhitze bey einer anhaltenden trocknen Witterung sehr verhärtet, und drückt gleichsam die vorher geschossenen Pflanzen zusammen, und ver­hindert also deren WachSthum. Die jungen Keime so noch in| der Erde stecken, sind nicht stark genug, durch die so sehr gehärtete Oberrinde deS Erdbodens durchzubrechen, und müssen daher in der Geburt ersticken und verfaulen, wozu denn die bey dem Keime befindlichen Feuchtigkeiten das ihrige beytragen. Falls auch der Keim durchdringet, so können doch des­sen Wurzeln in dem festen Boden sich nicht auöbreiten und den ersoderli- chen Nahrungssaft an sich ziehen.

Die Mischung der Kleyerde mit Sande oder Kieß giebt einen guten lockern Boden; die jungen Keime können leichter hervorkommen und ihre Wurzeln ausbreiten. Der Sand und Kieß zertrennet den klebrichten Theil des Leimen, oder Kleybodens, macht ihn locker, daß die Feuchtig­keit besser eindringen kann. Wie denn auch die Sonnenwärme auf solche Art den mürben Boden besser erhitzt, und die darin befindlichen Safte zum Wachsthum in gehörige Gährung setzet. Ein auf solche Weise ver­mischtes Erdreich laßt sich auch hernach ungleich leichter bearbeiten als vorhin.

Wenn man es haben kann, so ist es sehr gut, daß Moor, oder Torferde auf die Sandfelder gebracht werde: denn die Moorerde, wenn ste mit dem Sande vermischt ist, thut gleich einem Dünger gute Dienste.

Der Moorgrund wird mit Sande gebessert. Da aber die Moorer- -e, im Winter durch den Frost locker wird, und vermittelst ihrer innerli­chen Feuchtigkeit sich ausdehnt, so fällt der beygemischte Sand gar leicht durch, also, daß in wenig Jahren nicht viel von einer solchen Verbesse­rung