Messer Kochen.Watt/
Num. XXIII.
Dienstag den 9. Jun. 1750.
IHit Hochfürstl. Hessendarmstädtischer gnädigsten Erlaubniß.
Gedanken ans der Natur - und Sitten - Lehre
über den Donner und Blitz.
an muß den Mangel der Begierde nach Wissenschaften sn eM nem hohen Grade besitzen / wann man an der Erkenntnis der Begebenheiten in der Natur keinen Gefallen findet. Da wir nun dergleichen unfern geehrtesten Lesern zu zutrauer? uns keines Weges entschliessen können; so hoffen wir arr gegenwärtigem ihnen ein solches Blatt in die Hände zu ge
ben / welches sie mit Vergnügen lesen können. Denn es wird einen kurzen Begriff in sich enthalten von einer der Betrachtung ^würdigsten Verändrungen in unsrem Luftkreise/ von dem Donner nämlich und dem Blitze/ die der Naturkündiger mit so vieler Aufmerksamkeit ansiehet / als mit vieler Furcht sie gemeiniglich von den meisten Menschen angeschauet und gehöret werden. Wir haben hier die Ursachen genennet/ die un« bewogen haben / von diesem Vorwurfe unsre Gedanken zu entwerfen und ist uns also nichts übrig / als anzuzeigen- daß wir jenen gemäß zu erst eine nach dem Maas« der bisherigeir Einsicht der Weltweisen abzumeffende deutliche Erklärung von den genannten rufterscheinungen geben / und «lsdenn einige damit verknüpfte Lebmsregeln snhängen wollen.
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