Nr. 294
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General⸗Anzeiger für Oberhessen
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Dienstag, 14. Dezember 1915
Bezugsvrei⸗ monatl. 85 Pf., viertel⸗ jährl. Mk. 2.50; durch 0 Abhole- u. Zweigstellen monatl 75 Pf.: durch die Post Mk. 2.30 viertel jährl. ausschl. Bestellg. Zeilenpreis: lokal 15 Pf., ausw. 20 Pf.— Haupt- schriftleiter: Aug. Goetz. Verantwortlich für den politischen Teil und das Feuilleton: Aug. Goetz; für Stadt und Land, Vermischtes und Ge⸗ richtssaal: Otto Braun; für den Anzeigenteil: H.
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5 Die bulgarischen Siege. der Wortlaut der Note Amerikas an Gesterreich⸗Angarn.
WTB.) Großes Hauptquartier, 13. Dezember.
(Amtlich.) Westlicher Kriegsschauplatz. Es ist nichts von Bedeutung zu berichten.
Oestlicher Kriegsschauplah. Heeresgruppe des Generalfeldmarschalls von Hindenburg.
An verschiedenen Stellen fanden kleine Gefechte vor⸗ geschobener Posticrungen mit feindlichen Aufklärungsabtei⸗ lungen statt. Dabei gelang es den Russen, einen schwachen deutschen Posten aufzuheben.
Heeresgruppe des Generalfeldmarschalls Prinzen Leopold von Bayern.
Ein vergeblicher Angriff gegen unsere Stellung bei Wulka(südlich des Wygonowskose⸗Sees) kostete den Russen 5 hundert Mann an blutigen Verlusten und an Ge⸗ angenen.
Heeresgruppe des Generals v. Linsingen. Nichts Neues.
Balkan⸗Kriegsschauplatz.
Die Lage ist nicht wesentlich veründert. Bei der Armee des Generals v. Köveß wurden gestern über neunhundert fangene eingebracht. Bei Ipek sind zwölf moderne eschütze erbeutet, die die Serben dort vergraben hatten. Hinter unserer Front wurden in den letzten Tagen über tausend versprengte Serben festgenom⸗ men. In Mazedonien hat die Armee des Generals Todo⸗ row die Orte Doiran und Gewgheli genommen. Kein Engländer und Franzose befindet sich in Freiheit auf mazedonischem Boden. Nahezu zwei senglische Divisionen sind in diesen Kämpfen
aufgerieben worden. Oberste Heeresleitung.
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Die Wage an der griechisch⸗mazedonischen Grenze hält noch die ganze Welt in Spannung. Die bulgarischen Sieger haben auf ihre Schale noch weitere Verfolgungssiege gelegt, wogegen die Engländer und Franzosen alle ihre Gewichte bereits vergeben haben. Es heißt jetzt zwar sehr stolz, Sa⸗ loniki werde unter allen Umständen gehalten werden, da neue englische Truppen gelandet worden seien, aber Sa⸗ loniki ist doch eben nicht Mazedonien. Mazedonien aber ist für immer vom Feinde frei!
Nun ist és möglich, daß Griechenland das Zünglein an der Wage mit dem Finger beeinflussen wird, nach welcher Richtung dies geschehen könnte, ist aus den ängstlichen Mel⸗ dungen zu ersehen, die neuerdings von 1 Seite der Oeffentlichkeit e werden. Danach soll ein ver⸗ antwortlicher griechischer Offizier gesagt haben, Griechen⸗ land werde bei einem Uebertritt des bulgarischen Heeres über die Grenze seine eigenen Truppen zurückziehen, um jedem Zusammenstoß vorzubeugen. Auf der andern Seite sollen die Besprechungen des Vierverbandes mit der Regierung in Athen wieder einmal„fortgeschritten“ sein. Wir vermuten aber, die griechische Sphinx wird nicht eher sich zur Tat er⸗ heben, bis die Entscheidung auch über die Grenze gerollt ist. Und dann wird vermutlich der Bund der Zentralmächte am wenigsten von der Entscheidung überrascht sein.
Die Rede unseres Reichskanzlers hat in der Welt ein sehr respektvolles Echo gefunden. Die neutralen Staaten messen daran die Kriegslage ab und wissen nun, daß wir den Vorsprung als Sieger gebührend in Anschlag zu bringen gesonnen sind. Dabei wird von schweizerischen, holländischen und nordischen Blättern den Aussichten des Vierverbandes auf erhebliche Verbesserung seiner Lage zumeist ein sehr melancholisches Lied gesungen. Am entschiedensten und ein⸗ drucksvollsten hat sich wohl s Luzerner„Vaterland“ ge⸗ äußert, indem es schrieb:
Man hat allenthalben die Ueberzeugung gewonnen, daß in so ernster verhängnisvoller Zeit in Berlin der rechte Mann auf dem rechten Posten steht. Die Geradheit im Denken, die Offenheit und Verläßlichkeit in Wort und Tat, die Kunst,
die militärische, politische und wirtschaftliche Lage und ihre Zusammenhänge dem Volke und seinen Vertretern. im Parlament in so einfachen, schlichten, jedem Gepränge
abholden Worten darzustellen, offenbaren uns einen deut⸗ schen Staatsmann, an dem sein Volk selbst seine staats⸗ männischen Fähigkeiten wahrnimmt. Mit aller Aufrichtigkeit sprach der Kanzler von der notwendigen Beschaffenheit des zukünftigen Friedens, ohne Phrasen, aufrichtig gegen das Land und aufrichtig gegen den Feind. Trotz den großen Waffenerfolgen sei von jeder Selbstüberhebung, von jeder ruhmredigen Ueberspannung der Friedensziele in seiner Rede nichts zu merken. Wie ganz an⸗ ders hätte man nach solchen Erfolgen in Rom, Paris und London gesprochen! Die Sitzung des deut⸗ schen Reichstages vom 9. Dezember hat eine geschichtliche Bedeu⸗ tung für alle Zeiten. 1 5
Aber auch in den Ländern unserer eigenen Freunde haben die Worte des Reichsbanzlers froheste Zustimmung gefunden. Die Türkei und Bulgarien, die beide von deutscher Waffenbrüderschaft nun schon ziemliche Erfahrungen ge⸗ sammelt haben, fühlen trotz der großen Feindesmacht an unserer Seite vollauf„den t, sich in die Welt zu wagen, der Erde Weh, der Erde Glück zu tragen“. Die Kriegsminister Deutschlands und Bulgakiens haben sich auf direktem, telephonischem Wege Glück ge⸗ wilnscht zu der neuen Verkehrsannäherun beider Länder, und der Finanzminister Tonts w hat einem Vertreter des Wolff⸗Bureaus gesagt, die aufrichtige ersönlichkeit des Kanzlers habe die Sympathie und das
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Vertrauen des bulgarischen Volkes gewonnen. Das geeinte Bulgarien werde während des Krieges und noch mehr nach dem Kriege politisch und wirtschaftlich nicht nur ein Binde⸗ glied zwischen den Mittelmächten und der Türkei, sondern ein wichtiger Bestandteil des neuen Vierbundes sein.
Unsere Feinde aber in London und Paris versuchen, den Erklärungen unseres Kanzlers nach alter Gepflogenheit den Mantel ihrer eigenen Verdrehung umzulegen. Nur einige englische Blätter bekennen offenherzig, daß etwas Wahres an der Darstellung des deutschen Staatsmannes sei und daß noch viel Anstrengung nötig sei, um die Lage und die Kriegs- aussichten zu bessern. Die französische Presse hilft sich mit den fadesten Mitteln. Nach ihr ist die Einigkeit, die im Reichstag sich so wundervoll geltend gemacht hat, nichts als ein„abgekartetes Spiel“ Die kapitalistisch⸗sozialistische Ver⸗ schwörung habe, so ruft der„Figaro“, Deutschland geeinigt. „Humanité“ hält es für unmöglich, daß der Kanzler, der sich mit einem bescheidenen Frieden begnügen würde, weil er die wahre Lage Deutschlands kenne, einen solchen Frieden bei der öffentlichen Stimmung in Deutschland zu schließen wagen würde. Selbstverständlich drängt in Paris alles vor wie nach darauf, den Krieg„bis zum Siege“ fortzuführen.
Wir haben nichts anderes erwartet. Die Umwälzung der Anschauungen bei unseren Feinden wird langsam kom⸗ men, aber eines Tages wird sie da sein. Dann wird viel⸗ leicht auch Präsident Wilson seine gefärbte Brille ab⸗ legen, mit der er jetzt wieder die Vorgänge bei der Ver⸗ senkung der„Ancona“ angeschaut hat. Oesterreich-Ungarn wird sich nicht verblüffen lassen und ihm erwidern, daß der Vorgang sich umgekehrt abgespielt hat, daß die Ancona zuerst, flüchtet und das U-Boot dann erst geschossen habe.
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Der österreichisch⸗ungarische Tagesbericht.
Wien, 13. Dez.(TB. Nichtamtlich.) Amtlich wird verlautbart: 13. Dezember 1915.
Russischer Kriegsschauplatz.
Keine besonderen Ereignisse.
Italienischer Kriegsschauplatz.
In Tirol beschießt italienische Artillerie den befestig⸗ ten Raum von Lard iro, sowie unsere Stellungen bei Riva, Rovereto und am Col di Lana.
In Judicarien arbeitet sich die feindliche Infan⸗ terie näher heran; auf den Berghöhen östlich des Tales griff sie an und wurde abgeschlagen.
Am Görzer Brückenkopf fanden Geschütz⸗ und Minenwerferkämpfe statt. Ein feindlicher Angriffsversuch auf die Kuppe nordöstlich von Oslavija war bald zum Stehen gebracht.
f Südöstlicher Kriegsschauplatz.
Die Verfolgung kämpfe in Nordost⸗ Montenegro nehmen ihren Fortgang.
Bei Korito wurden 800 Gefangene bei Ipek neuer⸗ lich zwölf serbische Geschütze eingebracht.
Unsere Flieger bewarfen das Lager bei Berane er⸗ folgreich mit Bomben.
Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabs 0 v. Höfer, Feldmarschalleutnant. **
Von der Balkanfront.
Der bulgarische Bericht.
Sofia, 13. Dez.(WTB. Nichtamtlich.) Bulgarischer Heeresbericht vom 13. Dezem zer. Wir setzten heute die Ver⸗ folgung der englisch-französischen Truppen auf beiden Ufern des Vardar in der Richtung auf Gewgheli und Doiran fort. Diejenigen Teile unserer Streitkräfte, welche auf dem rechten Vardar⸗Ufer vorrücken, griffendie Fran⸗ zosen auf der ganzen Front an und nahmen deren Stellungen bei den Dörfern Miletkowo und Smoka⸗ witza bei der Höhe 720 westlich Kowanetz im Sturm. Die 122. französische Division, die aus den Regimentern 45, 34, 148 und 284 zusammengesetzt ist und an diesem Abschnitt operierte, erlitt große Verluste an Verwundeten, Toten und Gefangenen. Ineinemeinzigen Schützen⸗ graben bei Miletkowo wurden 100 Leichen gefunden. Die Kavallerie, die die Flanke unserer Armee deckte, griff bei dem Dorfe Negortzki ein französisches Bataillon an, das 2 wobei sie dessen Kommandanten gefangen nahm. 15
Unsere auf dem linken Ufer des Vardar operie⸗ renden Abteilungen warfen mittels eines kräftigen Angriffes die englisch⸗französischen Truppen auf der von ihnen auf der Linie Baba⸗Berg, Cote 51, Dorf Dedeli, Cote 670 und Cote 610 ausgebauten Stellung, die sie be⸗ setzten. Die Engländer zogen sich nach Südosten in der Rich⸗ tung des Dorfes Koranglarlar, die Franzosen nach Süd⸗ westen in der Richtung des Dorfes Bogdantzi zurück. Die englisch⸗französische Stellung bei dem Dorfe Furka wurde mittels eines Basonettangriffes erobert. Eine mazedonische Division, welche dem Feind in diesem Abschnitt nachsetzte. durchbrach im Laufe der Verfolgung die Front der englisch⸗ französischen Trunpen und nahm das Dorf Bogdantzi und schnitt auf diese Weise die französischen Abteilungen, welche zwischen dem Kozludere⸗Fluß und dem Vardar operierten, von den Engländern ab, die sich südlich von Furka an den Doiran⸗See zurückzogen. Wir machten zahlreiche Gefangene, darunter fünf Offiziere. Die genaue Anzahl der Siegesbeute
ehren zumeistderenglischen Armee und der Divi⸗ 25 des Generals Baillond an, welche die französischen Ju⸗ fanterie-Regimenter 175 und 176 sowie zwei Zuaven⸗Regit menter umfaßt. Gegen 2 Uhr nachmittags stand Gewgheli in Flammen. Die Verfolgung dauert fort und bezweckt die Einnahme der Städte Gewgheli und Doiran.
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Dez.(WTB. Nichtamtlich.) Das Bureau
diplomatischer Quelle, daß die Ver, bündeten fest entschlossen sind, Saloniki nicht zu. räumen.. i Saloniki, 13. Dez.(WTB. Nichtamtlich) Meldung des Reuterschen Bureaus. Bericht vom Samstag: Die Bulgaren behinderten gestern den Rückzug nach der neuen Front nicht. Ge⸗ neral Mahon beratschlagte gestern mit General Barllod. Es herrschte vollständige Uebereinstimmung unter den Generalen der 5 Verbündeten Über die bezüglich des Rückzuges zu ergreifenden Maßregeln. Heute war wieder eine Konferenz zwischen den Vertretern des griechischen Generalstabs und dem General Sarrail; 8 die Besprechungen werden geheim gehalten. 155 N Reuters Sonderberichterstatter ber den französischen Truppen m Mazedonien meldet vom Freitag aus Salonik, daß sich die s Franzosen in völliger Ordnung auf Gradetz zurückzogen, sie zerstörten dabei die Tunnels und Brücken, um den Aufmarsch der Bulgaren aufzuhalten. In Gradetz wurde ein neuer Brücken⸗ kopf angelegt. So war die Lage der französischen Armee vor zwei Tagen. Griechische Stabsoffiziere verhandelten mit Sarrail über den Zustand in Mazedonien. Nach einer Mitteilung aus französi⸗ scher Quelle soll Oberst Pallis gestern dem General Sar rail namens der griechischen Regierung erklärt haben, daß, wenn die bulgarische Armee bei der Verfolgung der Truppen der Verbün⸗ deten die griechische Grenze überschreiten sollte, Griechenland seine Truppen vor den Bulgaren zurückzrehen würde, um jeden Zusammenstoß zu vermeiden. Athen, 13. Dez. WTB Nichtamtlich.) Meldung der Agence Havas:„Wie aus amtlichen Kreisen verlautet, stößt die endgültige Regelung der zwischen Griechenland und dem Vierver⸗ 85 5 band schwebenden Fragen nicht mehr auf ernste Schwierigkeiten. 3 Im Laufe der Zusammenkunft zwischen Skuludis und den Ge⸗ sandten der Entente am Freitag wurde die Gemeinsamkeit der Auf⸗ fassungen in den Hauptzügen festgestellt.— General Pal lis telegraphierte aus Salonik, daß die Besprechungen fortschr„ und rasch einer befriedigenden Lösung entgegengehen.“. Saloniki, 13. Dez(WTB. Nichtamtlich.) Meldung der Agende Hapas. Auf der Front der Alliierten, wo die Bulgaren in tiefen Massen angreifen, dauert die lebhafte Tätigkeit an. Der Rückzug der Alliierten wird methodisch fortgesetzt. Die Lage der Engländer nördlich von Doiran hat sich dank der Ankunft von Verstärkungen aus Saloniki merklich gebessert. Ne ue englische Truppen landen täglich. Die Alliierten bringen zahlreiche Serben, die aus der Gegend von Gewgheli geflüchtet sind, in der Umgegend von Saloniki unter. 5 London, 13. Dez.(WTB. Nichtamtlich.) Das Kriegs⸗ ministerium berichtet: Nach heftigen Angriffen durch den sehr 1 überlegenen Feind gelang es der zehnten Division, mit Hilfe von Verstärkungen vom Doiran-See in westlicher Richtung nach dem Mardar⸗Tal zurückzugehen und im An⸗ schluß an die Verbündeten eine starke Stellung zu besetzen. Da die Strecke sehr gebirgig ist, wurde es notwendig, acht Ge⸗ schütze an einer Stelle aufzustellen, von der sie beim Rückzuge nicht wieder geholt werden konnten. Unsere Verluste betragen ungefähr 1500 Mann.
London, 13. Reuter erfährt aus
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„* 0 Eine neue Vertrauenskundgebung der italienischen
präsident Salandra erklärte, daß die außergewöhnlichen Voll⸗
Kammer für die Regierung. Rom, 13. Dez.(Zens. Frkft.) Agenzia Stefani meldet: Die Kammer besprach die provisorischen Budgetzwölf⸗ tel. Mehrere Tagesordnungen wurden eingebracht. Der Minister⸗ 5
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machten der Regierung durch die Notwendigkeiten des Krieges be⸗ schränkt seien. Er könne die Reduktion des Provisoriums auf drei Monate nicht annehmen, um Ferri, der sie vorschlug, nicht den Schmerz zu bereiten, für die Regierung stimmen zu müssen. 1 Rom 13. Dez.(WTB. Nichtamtlich.) In seiner Rede in den Kammer erklärte Salandra weiter: Der Justizminister habe schon auf die Beschuldigung geantwortet, daß der italienische Staa auf der vatikanischen Front seine Fahnen zusammen⸗ gefaltet habe. Der Ministerpräsident fuhr dann fort: Bei seinen pflichtgemäßen Reisen durch das Land habe er die Eintracht der Italiener feststellen können.(Sehr lebhafter Beifall) Das Herz der Nation schlage mit dem Herzen ihres Heeres und Königs zu⸗ sammen.(Sehr lebhafter Beifall. Rufe: Es lebe der König und die Königin!) Salandra betonte dann, welche hohe Bedeutung die Er⸗ nennung des Ministers Barzilai für Italien habe.(Sehr lebhafte Beifall. Rufe: Es lebe Triest!) Ja, sagte Salandra, das ist der Ruf der italienischen Seele, der Ruf, der von Mailand bis Palermo widerhallt.(Sehr lebhafter Beifall. Wiederholte Rufe: Es lebe Triest!) Der Redner ssellte fest, daß die Notwendigkeit des Krieges außerhalb jeder Frage sei, ebenso wie die nationale Eintracht. Er erkannte an, daß das Ministerium nicht das Vaterland sei; die Minister vergingen, das Vaterland allein sei unsterblich. Die Pflicht der Kammer sei, für eine bestmögliche Regierung zu im- men. Diejenigen, die glauben, daß die gegenwärtige Regierung 3 nicht die beste sei, die Italien haben könnte, hätten die Pflicht, 1 gegen sie zu stimmen. Um von den ihr übertragenen Vollmachten f
den besten Gebrauch machen zu können, müßte die Regierung von dem klaren, unzweideutigen und bedingungslosen Vertrauen des Parlaments gestützt sein.(Beifall.) Er bitte demnach die Kammer, die Tagesordnung Rava anzunehmen. Wenn die Abstimmung eine Minderung des Vertrauens anzeigen sollte, würden wir mit reinem Herzen und mit ruhigem Gewissen auf unsere Plätze als Depu⸗ tierte zurückkehren und ergebene Anhänger eines in, der den Ruhm haben wird, das heilige Unternehmen zu lücklichen Ende zu führen, das durch den Akt des Glaubens— der im Heer und im Lande nicht Lügen gestraft werden wird— begonnen zu haben, unser Stolz bleiben wird.(Sehr lebhafte Zustimmung. Beifall. Wiederholte Rufe: Es lebe das Heer!)
Die Kammer stimmte darauf über das Vertrauensvotum ab.
ist noch nicht festgestellt. Die Gefangenen und Toten
Sie nahm unter Namensaufruf mit 391 gegen 40 Stimmen dis
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