3 wno, Olita—, die schwersten Anforderungen an den Belagerer
Ur. 238 Drittes Blatt
Erscheint täglich mit Ausnahme des Sonntags.
Die„Sießener Familienblätter“ werden dem „Anzeiger“ viermal wöchentlich beigelegt, das „Areisblatt für den Ureis Gießen“ zweimal wöchentlich. Die„Landwirtschaftlichen Zeit⸗ fragen“ erscheinen monatlich zweimal.
General⸗Anze
165. Jahrgang 5
Gießener Anzeiger
Samstag, 9. Oktober 1015
Rotationsdruck und Verlag der Brühl'schen Universitäts Buch- und Steindruckerei. R. Lange, Gießen.
Schriftleitung, Geschäftsstelle u. Druckerei: Schul ·
straße 7. Geschäftsstelle u. Verlag: 51, Schrift
leitung: 112. Adresse für Drahtnachrichten: Anzeiger Gießen.
Kriegsbriefe aus dem Osten.
Von unserem zum Ostheere entsandten Kriegsberichterstatter (Unberechtigter Nachdruck, auch auszugsweise, verboten.) Aus eroberten Festungen und Städten.
5 Bialystok, Mitte September. Grodno nach der Einnahme.
Auf einmal— die Kanonade war kaum verstummt— war die Bevölkerung von Grodno wieder auf den Straßen. Von 60 000 Einwohnern sollen 12 000 geblieben sein, es ist schwer festzustellen, aber ganze Straßenzüge, die von Beamten und mit der Regierung in Fühnung stehenden Kreisen bewohnt gewesen waren, blieben auch bei der Belebung der Stadt tot liegen, so daß trotz des Lebens in der Hauptstraße die Zahl stimmen konnte. Ueberall in diesem Viertel um den niedergebrannten Gouverneur⸗Palast sind die Zeichen des Straßenkampfes zu lesen. Zerschossene Fensterscheiben, verbarriladierte Keller, Gewehre, dunkle Flecken, die sich auf dem Steinpflaster eingefressen zur haben scheinen.
Die neue Realschule, ein sehr ordentlicher Bau, der eben erst in Benutzung genommen zu sein scheint, war dazu bestimmt, als
Lazarett eingerichtet zu werden. Man hat russischerseits keinen
Gebrauch mehr davon machen können. Aber die Bänke und Ka⸗ theder sind in ein paar Zimmern zusammengestellt, und in dem modern eingerichteten Physiksaal und dem Laboratorium ist ein wildes Durcheinander von Instrumenten und Chemikalien. In einem großen Glase schwimmt ein großer Lurch und stößt schwer⸗ fällig gegen die Glaswand. N Die Bahnhofsanlagen sind verbrannt. Rauch schwelt überall aus den Trümmerstätten, in denen die russischen Verteidiger be⸗ graben liegen. Auf der anderen Seite der Geleise beginnt die Kasernenstadt. Hier hat der Kampf, Mann gegen Mann, getobt. In den unteren Räumen sind die Kugelspuren zahlreich wie die Fliegen an den Wänden. Auf der Schwelle des einen großen Ge⸗ bäudes, an dem Eingang, der nach rückwärts hinausführt, liegen drei tote Russen, sie wollten mit den andern fort, aber die Schwäche hat sie übermannt, und der Tod hat sie auf der Schwelle der Flucht von allen Flüchten und Leiden erlöst. 1 Leere, öde Vernichtung in all den großen Gebäuden, die eine Stadt für sich ausgemacht haben. Frauen und halbwüchsige Bur⸗ schen schleppen die paar gebliebenen Holzstühle und Matratzen fort. 0 In der Stadt hat das bürgerliche Leben den Atem während 1 99 0 und der Straßenkämpfe nur gerade verhalten. Jetzt sind die Läden wieder offen. Auffallend— gegen Bialystok etwa— ist das große Angebot von gutem, weißem Brot und das freundliche Benehmen der Einwohner. Das offene Restaurant,
liefern. Der Preis ist halb so hoch wie in Bialystok. Mineralwasser ist überall für 20 Pfg. für die Flasche zu haben.
5 Das Gouvernementsgebäude ist bis auf die Grundmauern niedergebrannt. Das Feuer hat einen merkwürdigen Weg ge⸗ nommen: auf einem Flügel ist es hochgesprungen, und dann flammte auch schon der andere Flügel auf, während in der Mitte noch nichts von Flammen zu merken war. Viele meinen deshalb, das Feuer wäre vorbereitet gewesen. Während meiner Anwesen⸗ heit am Vormittag der Beschießung habe ich nichts von Brand⸗ vorrichtungen im Innern gesehen, doch ist es möglich, daß der Boden oder die Kellerräume von den Russen bearbeitet waren.
Merkwürdig sauber und ordentlich gegen das Trümmerfeld stehen die Gartenanlagen. In roten und blauen Reihen blühen die Astern. Aus den Rosenbeeten vor den Treibhäusern schneide ich mir ein paar Herbstrosen.
Der Gouverneur soll sehr freundlich und liebenswürdig ge⸗ wesen sein. Ein Hofmann, der eine englische Frau hatte, die der Einrichtung des Palastes den Stempel gab. Die Regierung hat ihn dann während des Krieges zu Härten gezwungen. Immer⸗ hin hat er der Bürgerschaft in der letzten Audienz vor der Flucht versprochen, daß die Wasserleitung nicht zerstört werden sollte. Ein Versprechen, das der Kommandeur der russischen Nachhut sogar gehalten hat. 5
Es ist ja immer das Gleiche bei diesen Zerstörungen, sie schädigen und quälen die Bevölkerung auf das Aeußerste, während sie unseren Truppen höchstens Unbequemlichkeiten schaffen. Es ist leicht einzusehen, daß die Brunnen von den durchziehenden Truppen in allererster Linie beansprucht werden müssen, und daß dann erst alles audere kommen kann. Wir suchen jede un⸗ nütze Schädigung der Bevölkerung zu vermeiden, aber die Not⸗ wendigkeiten des Krieges ändern kann auch kein guter Wille. Ein guter Wille, den unsere Militärbehörde in allen Dingen zeigt, ohne immer Verständnis zu finden.
Ein hochgebildeter Jude, den ich in meinem Hotel traf, sagte mir zu diesem Thema und einigem andern, was damit zusammen⸗ hängt.„Wir haben es gelernt, in namenlos schweren Zeiten uns auf die Art von Unterdrückten, die klüger als ihre Unterdrücker sind, zu wehren. Wir können nichts ändern in ein paar Tagen. Jeder sieht, wozu er kommt. Man war gewöhnt, keinen guten Willen zu finden, und man kann nicht schnell an Menschlichkeit glauben. So entsteht es, daß meine Volksgenossen suchen aus jedem Entgegenkommen den doppelten Nutzen zu ziehen. Sie legen den guten Willen zu hohen Prozenten an. Soll Sie das 1 Es ist leicht abzulehnen...“„Und schwer zu ver⸗ stehen.“.
Es war dies ein kleines Bruchstück eines Gespräches in dem
großen, dunklen Hotelzimmer, in dem ein langes russisches Stearin⸗ licht brannte. Draußen schlug heftiger Regen nieder. Die Rinn⸗ steine glichen kleinen Sturzbächen. Zeltbahnen auf dem Rücken, müde, durchnäßt, trabte Kavallerie durch die dicken Strähnen von Regen, durch die Herbstkühle der Nacht. ö Fahrt durch Ossowiec. Kowno, Mitte September.
Wir kamen von Bialystok über Kyszyn, dessen Kirche glänzte, aus dem hügligen Land hinab in die Bobr⸗Sumpfebene. Es ist die Seite, da Ossowiec verwundbar ist. Wer die Hügel hat, wird auch schließlich die Festung haben. Die Russen haben es ja nicht mehr auf den Versuch ankommen lassen. Die vorhergehenden Erfah⸗ rungen genügten. Das eiserne Tor der Festung ist offen. Die spani⸗ schen Reiter ziehen sich an den Gittern entlang. Die hohen, auf niedrigen Rädern laufenden Stahlwände für den Schutz von In⸗ e sind auf der Chaussee zur Seite geräumt worden. Der niedrige Kiefernwald innerhalb des eisernen Gürtels ist völlig gelb und braun verbrannt. Die Geschoßgase haben sein Grün genommen. Sonst hat die Festung unter dem Hagel, der im letzten Winter auf sie niederging, weniger gelitten, als man annehmen konnte, Ihr Kern ist einfach nicht zu erkennen. Wohl sind hier und dort die großen Trichter zu sehen, ein Kasernenbau ist zusammen⸗ gestürzt, aber die eigentliche Kraft der Festung muß nicht viel berührt worden sein Wenn man an den Brustwehren, den beto⸗ nierten Innenforts, den mächtigen Kieslagern— zur schnellen Auf⸗ frischung etwaiger Schäden— vorbeifährt nach der Nord-West⸗ Seite, erkennt man erst die ganze Ausdehnung und Stärke des Platzes, der mir von den russischen Festungen, die ich gesehen abe— Rozan, Pultusk, Warschau, Nowo-Georgiewsk, Grodno,
zu stellen scheint, an den Belagerer, der von Norden oder Westen kommt. Man kann das eine oder andere Vorwerk zusammenschießen,
das Hotel„Europäischer Hof“, gibt sich große Mühe, Essen zu K
iger für Oberhessen
— was ja auch geschehen ist— dahinter uneinsehbar liegen die Hauptwerke, in die Vertiefungen geschmiegt, mit modernstem Be— helf versehen. 5
Das Geleise an den Militärrampen steht voller Züge, es herrscht eifrigste Tätigkeit im Umladen, Abladen, Verladen, Wei⸗ terziehen nach Bialystok, das schon lange wieder an die Bahn an— geschlossen ist. 1
Bei der Ausfahrt in Richtung Ruda, entlang den Zwischen⸗ werken und Bastionen, muß man wieder das eiserne Sperrgitter passieren, dann geht es auf der einzigen schmalen Straße neben dem Bahndamm durch das Sumpfgelände, das sich rechts und links ausdehnt. Wasserstellen, die farbig aufschimmern, wechseln mit moorigem Wiesengrund, aus dem Erlengebüsch hochwächst. Nach zwei Kilometern Fahrt ist von der Festung Ossowiec nichts mehr zu sehen, sie ist wie versunken und verschwunden in den niedrigen Sen⸗ kungen des Geländes.
Ein paar Kilometer weiter kommen die deutschen Stellungen vor dem Wold von Ruda und dann am Waldrande die Stellen, wo die deutschen Batterien feuerten. Ich blickte mich um; in der grau⸗grünen Sumpfebene, über die die Sonne flimmert, ist ohne Glas nichts zu erkennen. Die schmale Landstraße zieht sich still durch die Exlenbüsche— daß da in kurzer Entfernung eine der stärksten Festungen Rußlands liegt, daß über dieser im Mittags⸗ licht dünstenden und einsamen und melancholischen Moorland⸗ schaft ein großer und erbitterter Artilleriekampf ging, scheint wie ein Traum. Und doch war es harte Wirklichkeit in diesen kalten Wintertagen. Ich exkenne die Tannenreihe, hinter der die Scheren⸗ fernrohre standen, den Platz, wo die österreichische Mörserbatterie feuerte, und sehe den kleinen Soldaten⸗Waldkirchhof wieder, dessen weißes Gitter jetzt durch die jungen Tannen leuchtet. Damals lag der Schnee meterhoch über den Hügeln und lastete auf den Tannen⸗ zweigen. Der Fortschritt des Sommerfeldzuges, der uns diese Linie, diese starke Festungslinie erzwang, kommt mir in seiner ganzen Größe wieder greifbar, fast körperlich deutlich ins Bewußt⸗ sein, da ich vor den Gräbern im Herbstwalde von Ruda stehe.
Rolf Brandt, Kriegsberichterstatter.
Hauptversammlung des deulschen Fröbelverbandes. . Mannheim, 8. Okt. 1915.
Die 17. Hauptversammlung des Deutschen Fröbel verbandes war trotz des Krieges zahlreich besucht. 5
„Der 1. Vormittag brachte Berichte über die Kriegsarbeit der
Mitglieder des Verbandes. Die dem Verband durch seine Vereine
und Anstalten angeschlossenen 132 Volkskindergärten mit ins⸗
gesamt 12 000 Kindern, die sich auf 34 verschiedene Staaten ver⸗
teilen, bildeten nach Ausbruch des Krieges den festen Kern, um
den sich die erweiterte und vermehrte Arbeit dieser Art der Kriegs⸗ fürsorge zusammenschloß. Frl. Sicker, Berlin, betonte, daß der rieg keine neuen Aufgaben für die Kleinkinderfürsorge gebracht habe, wohl aber mußten bestehende Einrichtungen ausgebaut wer⸗ den. So wurden die Kindergärten vielfach in Tagesheime um⸗ gewandelt, die die Kinder der außerhäuslichen erwerbstätigen Mutter aufnehmen und ihnen eine planmäßige Erziehung zu ge⸗ währen suchten. Frl. Moeser, Gießen, berichtete sehr anschau⸗ lich von der Errichtung eines Volks⸗ Kindergartens auf dem Lande, der nur während der Erntezeit. bestehen sollte, aber auf Wunsch der Dorfbevölkerung und mit Hilfe eines schnellgegründeten, Kinder⸗ gartenvereins in dem Dorfe selbst, auch weiter bestehen blieb. Frl. Rosenhagen, Hamburg, machte lehrreiche Mitteilungen über die Arbeit von einfachen Frauen aus dem Volke, die einen Kindergarten gründeten, in dem abwechselnd je zwei Mütter ihre eigenen und 35 fremde Kinder in Aufsicht und Pflege nahmen. Es zeigte sich jedoch nach kurzer Zeit, daß die Frauen nicht ver⸗ standen, die Kinder zu beschäftigen und anzuleiten, da ihnen jede Vorbildung dafür fehlte, so daß sie bald eine geschulte Kraft ein⸗ stellen mußten. Stadtschulrat Sickinger sprach über das Thema: „Was bedeutet das Mannheimer Schulsystem für nicht normal ver⸗
anlagte Kinder“. Frl. Droescher, Berlin, sprach über die Er⸗
fahrungen, die das Pestalozzi⸗Fröbelhaus aus den Vorklassen, die es gemeinsam mit der Stadt Schöneberg eingerichtet hat, um die schulpflichtigen, aber noch nicht schulreifen Kinder zu fördern, und zum Eintritt in die Schule fähig zu machen. Am Nachmittag wurde die Frage besprochen:„Wie verhält sich die Ausbildung der Kindergärtnerin, srauenschülerin und Kinderpflegerin zur weiblichen Dienstpflicht?“ Es konnte sich nicht darum handeln, schon bestimmte Wege als dankbar zu empfehlen. Es wurden die 1 1 von Frl. Helene Lange den Verhandlungen zugrunde gelegt. 4
Am Abend sprach Frl. Dr. Gertrud Bäumer über das Thema:„Deutsches Kind— Deutsche Kultur“. Die Rednerin führte aus: Es muß uns bewußt bleiben, daß in der kommenden Zeit die technische Leistungsfähigkeit der Masse in den Vordergrund treten wird. Doch dürfen wir darüber 8 vergessen, daß das Ziel der Er⸗ ziehung die Formung des Menschen sein muß. Die uns eine andere Einstellung unserer Erziehungsarbeit aufdrängen wollen, vergessen, daß der Lebenswille und die Arbeitskraft von innerem Wohlsein bedingt ist, davon abhängt, ob der Mensch aus dem Kern seines Menschentums leben kann und darf. Diese Zeit hat uns gelehrt, daß es eine Brücke gibt, zwischen dem Bedürfnis Mensch zu sein, und den Forderungen, die die Gesamtheit an uns stellt. Der große Irrtum des Auslandes beruht darauf, daß es sich unter deutscher Organisation ein System vorstellt, nach dem ein paar geniale Menschen da sind, die befehlen, denen die anderen widerspruchslos gehorchen. Die Organisation beruht aber vielmehr grauf, daß wir ein gebildetes Volk haben, in der der Einzelmensch seine lebendige Kraft in die Gemeinschaft einstellt, und sich doch seine persönliche Initiative bewahrt. Das Wieder⸗ aufleben der Fröbelschen Ideen, durch unsere Arbeit zur Kultur zu kommen, das Wesen persönlicher Bildung zu finden, das sie ihm zu vermitteln vermag, ist zugleich ein Erzeugnis der praktischen Anforderungen unserer Zeit. Die gewisse Geringschätzung der zünf⸗
tigen Pädagogik der Kleinkindererziehung gegenüber bringt sehr!.
deutlich und entschieden zum Ausdruck, wie wenig die deutsche Bil⸗ dungsarbeit von den kleinen pädagogischen Beziehungen durch⸗ drungen ist. Die Größe Fröbels liegt darin, daß für ihn die Arbeit am Menschen immer getragen ist von der festen und klaren An⸗ schauung letzter Ziele. 1
Am Dienstag fand die Mitgliederversammlung des Verbandes statt. Zunächst wurde der Geschäftsbericht von Fräulein von Mumm erstattet. Er bezieht sich im wesentlichen auf innere Angelegenheiten des Verbandes, auf Eingaben und andere Schritte im Interesse der im Verband zusammengeschlossenen Berufe. Vom Vorstand wird darauf hingewiesen, daß es eine Pflicht des Ver⸗ bandes ist, sich an der Sammlung„Frauendank 1915“ lebhaft zu beteiligen, umsomehr, als der Ertrag für Erziehungszwecke Ver⸗ wendung finden soll. Ein Antrag, daß nach Friedensschluß Mittel und Wege gesucht würden, die ärztliche Beaufsichtigung der Kinder⸗ gärten auszugestalten, fand lebhafte Zustimmung. Dann schloß Herr Professor Keller die 17. Hauptversammlung des N
Kirchliche Nachrichten. Evangelische Gemeinde. Sonntag, den 10. Oktober, 19. nach Trinitatis. Gottesdienst. In der Stadtkirche. Vormittags 9 Uhr: Pfarrer Mahr. Feierlichn Eröffnung des Konfirmandenunterrichts für die
Kinder aus der Matthäusgemeinde. Die Eltern und Angehörigen der Kinder werden hierzu eingeladen. 5 5 Vormittags 11 Uhr: Kinderkirche für die Matthäusgemeinde. Pfarrer Mahr. Abends 6 Uhr: Pfarrer Schwabe. 5 5 Feierliche Eröffnung des Konfirmandenunterrichts für die Kinder aus der Markus- und Militärgemeinde. Die Eltern und Angehörigen der Kinder werden hierzu eingeladen. Mittwoch, den 13. Oktober, abends 8 Uhr: Kriegsbetstunde. Pfarrer Schwabe. Dienstag, den 12. Oktober, abends 8 Uhr: Vereinigung der konfirmierten weiblichen Jugend der Markus gemeinde. Die Neukonfirmierten wie die Konfirmierten früherer Jahre werden hierzu eingeladen. Dienstag, den 12. Oktober, nachmittags 4 Uhr, beginnen die Versammlungen des Frauenmissionsvereins im Matthäussaale. In der Johanneskirche. Vormittags 9¾ Uhr: Pfarrer Bechtolsheimer. Feierliche Eröffnung des Konfirmandenunterrichts für die Kinder aus der Lukasgemeinde. Die Eltern und Angehörigen der Kinder werden hierzu eingeladen. Hormittags 11 Uhr: Kinderkirche für die Lukasgemeinde. Pfarrer Bechtols heimer. Abends 6 Uhr: Pfarrer Aus feld. a l Feierliche Eröffnung des Konfirmandenuaterrichts für die Kinder aus der Johannesgemeinde. Die Eltern und Angehörigen der Kinder werden hierzu eingeladen. 5 Abends ½8 Uhr: Vereinigung der konfirmierten männlichen Jugend der Lukasgemeinde. Die Neukonfirmierten, sowie die Kon⸗ firmierten früherer Jahrgänge werden hierzu eingeladen. Abends /½8 3 ½ 10 Vereinigung der konfirmierten männlichen Jugend der Johannesgemeinde im Johannessaal. Freitag, den 15. Oktober, abends ½6— 8 Vereinigung der konfirmierten Mädchen der Johannesgemeinde im Johannessaal. Am nächsten Sonntag, den 17. Oktober(Feier des Ernte⸗ dankfestes), wird nach allen Gottesdiensten in beiden Kirchen eine Kollekte für die evangelischen Gemeinden in Oesterreich erhoben.
Wartburg, evangel. Jünglings⸗ und Männer⸗berein. (Diezstraße 15.) Sonntag, den 10. Oktober: Vortrag. Dienstag, den 12. Oktober, abends 8½ Uhr: Bibelstunde. Donnerstag, den 14. Oktober, abends 8% Uhr: Leseabend. Samstag, den 16. Oktober, abends 8 ¼ Uhr: Aeltere Abteilung. Gäste stets willkommen.* Bibelkränzchen für Schüler höherer Lehranstalten. Für die jüngere Abteilung jeden Mitthoch von 6—7 Uhr, für die ältere Abteilung jeden Samstag von 6—7 Uhr im Johannessaal. Bibelkränzchen für mädchen aus der Johannesgemeinde. Jeden Dienstag von 6—7 Uhr im Johannessaal.
Evangelischer Gottesdienst. Kirchberg: Sonntag, den 10. Oktober, vormittags 10 Uhr. (Heil. Abendmahl für Lollar.) Mainzlar: Mittwoch, den 13. Oktober, abends 8 Uhr: Kriegs- betstunde. Dekan Gußmann. ——
Katholische Gemeinde. Gottesdienst. Samstag, den 9. Oktober:
Nachmittags um 5 Uhr und abends um 8 Uhr: Gelegenheit zur heil. Beichte. Sonntag, den 10. Okt., 20. Sonntag nach Pfingsten: Vormittags 6½, Uhr: Gelegenheit zur hl. Beichte.
um 7 Uhr: Heil. Messe.
5 um 8 Uhr: Austeilung der hl. Kommunion.
5 um 9 Uhr: Hochamt mit Predigt.
5 um 11 Uhr: Hl. Messe mit Predigt.
Nachmittags um 6 Uhr: Christenlehre; Andacht mit Segen.
Sonntag, Montag, Dienstag, Mittwoch, Donnerstag, Freitag und Samstag, abends 8 Uhr, ist Rosenkranz-Andacht mit Segen.
darauf Rosenkranz⸗
Diaspora⸗Gottesdienst. Sonntag, den 10. Oktober: In Grünberg um 923 Uhr. In Hungen um 9½ Uhr. In Lich um 8 Uhr.
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