Ausgabe 
(25.8.1915) 199. Erstes Blatt
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Nr. 100 Der Sleßener Anzeiger erscheint täglich, außer Sonntags. Beilagen: viermal wöchentlich Gießener Familienblätter; eimal wöchentl. Kreis⸗ latt für den Kreis Gießen (Dienstag und Freitag); zweimal monatl. Land⸗ wirtschaftliche deitfragen Fernsprech-Anschlüsse: für die Schristleitung112 Verlag, Geschäftsstelled 1 Adresse sür Drahtnach⸗ richten: Anzeiger Gießen. Annahme von Anzeigen für die Tagesnummer bis vormittags 9 Uhr.

Die Höhen von

(WTB.) Großes Hauptquartier, 24. August.

(Amtlich.) Westlicher Kriegsschauplatz.

Während ihres gestrigen Besuches vor Zeebrügge gab die englische Flotte etwa 60 bis 70 Schuß auf unsere Küstenbefestigungen ab. Wir hatten durch diese Beschießung den Verlust von einem Toten und sechs Verwundeten zu be⸗ klagen. Außerdem wurden durch weitgehende Geschosse noch drei belgische Einwohner verletzt. Sachschaden ist nicht an⸗ gerichtet. N In den Vogesen nördlich von Münster ruhte tags⸗ über der Kampf. Am Abend griffen die Franzosen abermals unsere Stellungen am Barrenkopf und nördlich davon an. Der Angriff wurde zurückgeschlagen, eingedrungene schwache Teile des Feindes aus unseren Stellungen geworfen. Einige Alpenjäger wurden gefangen genommen. Bei den gestern gemeldeten Kämpfen ist ein Grabenstück am Barrenkopf in Feindeshand geblieben.

Bei Loo(südwestlich von Dirmuiden) wurde vorgestern ein französischer Doppeldecker durch eines unserer Kampf- flugzeuge abgeschossen.

Oestlicher Kriegsschauplatz.

Heeresgruppe des Generalfeldmarschalls v. Hindenburg. Nördlich des Niemen keine Veränderungen. Auf der übrigen Front der Heeresgruppe wurden Fortschritte ge⸗ macht. Bei den Kämpfen östlich und südlich von Kowno nahmen unsere Truppen neun Offiziere und 2600 Manngefangen und erbeuteten acht Maschinengewehre.

Heeresgruppe des Generalfeldmarschalls Prinzen Leopold von Bayern.

Auf den Höhen nordöstlich von Kleszozele und im Waldgebiet südöstlich dieses Ortes wurde der Gegner gestern von unseren Truppen erneut geworfen. Die Verfolgung nähert sich dem Bialowieska⸗Forst. Der Feind verlor über 4500 Mann an Gefangenen und neun

Maschinengewehre..

Heeresgruppe des Generalfeldmarschalls v. Mackensen.

Vor dem Angriff der über die Pulwa und südöstlich der Pulwamündung vorgehenden deutschen und österreichisch⸗ ungarischen Truppen räumte der Feind seine Stellungen. Die Verfolgung ist im Gange. Auf der Südwestfront von Brest⸗Litowsk wurde die Höhe bei Kopytow gestürmt. Unsere durch das Sumpfgebiet nordöstlich von Wlodawa vordringenden Truppen verfolgten den gestern geworfenen

Feind. Oberste Heeresleitung.

***

Die neue Siegeskunde unserer Heeresberichte aus dem Osten läßt sich mit einer optimistischen Auffassung der Lage auch im nahen Orient wohl vereinigen. Wichtige Höhen vor Brest⸗Litowsk sind gestürmt, im Gouvernement Grodno sind erhebliche Fortschritte gemacht worden, und im Süden be⸗ deutet die Besetzung von Kowel durch österreichisch-ungarische und deutsche Reiterei die Beherrschung einer weiteren stra⸗ tegisch überaus wichtigen Eisenbahnlinie. Kowel ist Kreu⸗ zungspunkt der Bahnen LublinCholm Kiew und Brest KowelRowno. Kiew, am Dnjepr, ist bekannt als bedeutende militärische Basis der russischen Streitkräfte, und die Ver⸗ bindung mit der etwa 80 Kilometer von der galizischen Grenze entfernten wolhynischen Grenzfestung Rowno war für die Russen wichtig, weil sie die Fühlung zwischen der galizi⸗ schen und polnischen Front vermittelte. Diese ist jetzt nur noch auf weiten Umwegen herzustellen. Von Brest⸗Litowsk aus stehen den Russen jetzt nur noch zwei Linien in das Innere des Reiches, davon eine, die nach Moskau führt, zur Verfügung. Unsere und unsere verbündeten Truppen sind bei ihrem Vormarsch über den Bug bekanntlich von Wladi⸗ mir Wolynsk ausgegangen und haben sich unter fortwähren⸗ den Kämpfen den Weg nach Nordosten gebahnt. Die russi⸗ schen Truppen, die den Verbündeten bei Kowel gegenüber⸗ stehen, haben jetzt nur noch die Möglichkeit, sich auf der ein⸗ zigen, ihnen offen stehenden Straße nach Brest-Litowsk zu⸗ rückzuziehen; denn in ihrem Rücken haben sie das wegelose Gebiet der Pripetsümpfe.

Auch im Norden, bei dem Ringen um Riga, steht es um die Aussichten der Russen schlecht, und ein Bericht der russi⸗ schen Marine, wonach es gelungen sein sollte, deutsche Streitkräfte zur See zum Teil zu vernichten, wird von deutscher Seite klipp und klar widerlegt und als Lüge fest⸗ gestellt. Unsere Feinde siegen immer nur auf dem Papier. Auch die Italiener haben, wie aus einem nachstehenden Be⸗ richt zu entnehmen ist, eine amtliche Darstellung über ihre Siege und Erfolge herausgegeben, wobei wir nur auf die gestern hier wiedergegebene kurze Notiz im e e ungarischen Heeresbericht zu verweisen brauchen:Unsere Truppen halten nach wie vor ihre Stellungen an oder nahe der Grenze.

Das neutrale Ausland läßt sich nicht mit Worten be⸗ rauschen, sondern es studiert auf der Kriegskarte die Fort⸗ schritte der Heere und bemißt danach seine Entschließungen. Wir dürfen von dem Abschluß des türkisch⸗bulgarischen Vertrages erhoffen, daß der Bienenschwarm des Balkans sich nicht gegen die Zentralmächte wendet. Bulgarien hätte

seine heutige Politik nicht führen können, wenn Rußland in

Hopytow erstürmt.

dem großen Ringen des abgelaufenen Jahres Sieger ge⸗ blieben wäre. Man ist in So eilen noch neutral geblieben, und wir dürfen nicht etwa erwarten, daß Bul⸗ arien nun gleich als unser Bundesgenosse auftritt, aber es hat unseren Erfolgen und Aussichten ein gutes Zeugnis ausgestellt. König Ferdinand ung fen Minister Radoslawow 1 bevor sie sich weiter entscheiden, die Entschließun⸗ gen der anderen Balkanländer abwarten müssen. Bul⸗ garien wäre es zweifellos liebsten, wenn es ohne Schwertstreich und Blutverlust seine Ansprüche durchsetzen könnte. Wir vermuten, es wird in den nächsten Wochen keine weitere endgültige Entscheidung der Balkanstgaten geben, es sei denn, daß die Verlegung der Kriegsoperationen nach dem Südosten schnell neue Früchte zur Reife bringen würde. Das Gesetz des Handelns, das die verbündeten Zentralmächte mit so großem Erfolg den Feinden auf⸗ gezwungen haben, wird unter der Mitwirkung der Diplo⸗ matie hoffentlich auch in der Zukunft zu unserem Nutzen ausschlagen! a 85 Der österreichisch⸗ungarische Tagesbericht. Wien, 24. Aug.(WTB. verlautbart: 24. August 1915.

schauplatz.

Der nordwestlich Brest⸗Litowsk Widerstand leistende Feind wurde gestern in der Gegend von Wiercho⸗ wice und Riasno neuerlich geworfen und zum Weichen r Armee des Erzherzogs mpfen eingebrachten Ge⸗ Offiziere und 1300 Mann. Nordöstlich von Wlodawa haben unsere Verbündeten den Gegner abermals zurückgedrängt und Raum gewonnen.

Oesterreichische, ungarische und deutsche Reiterei der Armee des Feldzeugmeisters Puhallo zog in der Verfolgung des Feindes in Kowel ein un weiter nordwärts vor.

In Ostgalizien herrscht R

lenischer⸗ Am Südflügel der sche 8 kämpfte gestern unsere schwere Artillerie feindliche Geschütze an der Sdobba⸗Mündung nieder. Weiter wurde eine italie⸗ nische Strandbatterie bei Golametto in einen Trümmer⸗ haufen verwandelt. Gegnerische Infanterie, die sich gegen⸗ über unserer Stellung auf der Höhe östlich Monfalcone festgesetzt hatte, rüumte ihre Gräben fluchtartig vor unserem Geschützfeuer. Oestlich Polazzo wiesen unsere Truppen zwei schwache Vorstöße, bei San Martino drei bis nahe an unsere Kampffront herangetragene Angriffe blutig ab: ebenso scheiterte abends ein Vorstoß stärkerer feindlicher Kräfte gegen den Tolmeiner Brückenkopf. Im befestigten Raum von Flitsch und Raibl schiebt sich nun die gegne⸗ rische Infanterie stellenweise näher an unsere Linien heran. Unsere Werke auf der Hochfläche von Lavarone und Fol⸗ gar ia standen gestern wieder unter lebhaftem Geschützfeuer. Auch auf unsere Stellungen am Stilfser Joch beginnt die feindliche Artillerie zu schießen.

Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabs v. Höfer, Feldmarschalleutnant.

Die Lage im Often.

Berlin, 25. Aug. Ueber die Bedeutung von Kowel heißt es in einem Telegramm desBerliner Tageblatts aus dem k. und k. Kriegspressequartier: Die Sensation des heutigen Tages und gleichzeitig ein bedeutender Fortschritt in der Offensive gegen Brest⸗Litowsk ist, daß k. und k. und deutsche Kavallerie der Armee Puhallo den Bahnknotenpunkt Kowel erreichten. Dies bedeutet die Trennung der direkten Verbindung der russischen Armee zwischen ihrer nördlichen und südlichen Gruppe. Vor der Westfront der Festung Brest-Litowsk haben sich die Belagerungstruppen stellenweise etwas näher herangearbeitet. Längs der Kobriner Straße und zwischen dieser und dem Bug hat der rechte F.. Mackensens nicht unbedeutenden Vorsprung bekommen. Trotz der raschen Offensive und des schwierigsten Vormarsches ist die Ver⸗ pflegung der Truppen und die Stimmung der verbündeten Truppen ausgezeichnet und voll Zuversicht.

Berlin, 25. Aug. DasBerliner Tageblatt meldet über Kopenhagen:Rußkij Invalid bestätigt die Pariser Meldungen von einer gewaltigen Schlacht am Bobr. Der Peters⸗ burger Korrespondent desDaily Chronicle telegraphiert, daß aus Brest⸗Litowsk das Kriegsmaterial bereits nach rückwärts ab⸗ transportiert werde.

Die Räumung von Petersburg.

London, 24. Aug.(WTB. Nichtamtlich.) DieTimes meldet aus Petersburg: Die Gerüchte von einer Räu⸗ mung von Petersburg, die von Panikmachern ver⸗ breitet werden, sind insofern unbegründet, als sie in Ver⸗ bindung mit den jüngsten Ereignissen erwähnt werden. An⸗ gesichts der Möglichkeit von Angriffen auf dem Luft⸗ wege ist es allerdings möglich und sogar ratsam, daß sich der Hof und die Regierung anderswohin be⸗ geben.

Die Veröffentlichung der Reichskanzlerrede in Rußland.

Petersburg, 24. Aug.(WTB Nichtamtlich) Die Peters⸗ burger Telegraphenagentur veröffentlicht die Rede des Reichs⸗

inzeiger

General⸗Anzeiger für Oberhessen

Rotationsdruck und verlag der Brühl'schen Univ. Buch- und steindruckerei R. Lange. Schriftleitung, Seschäftsstelle u. druckerei: Schulstr. 7. Bech sämtlich in Gießen.

Mittwoch, 25. Auguft 1015

Bezugspreis monatl. 75 Pf., viertel⸗ jährl. Mk. 2.20; durch Abhole- u. Zweigstellen monatl. 65 Pf.; durch die Post Mk. 2. viertel jährl. ausschl. Bestellg. Zeilenpreis: lokal 15 Pf., ausw. 20 Pf. Haupt- schriftleiter: Aug. Goetz. Verantwortlich für den politischen Teil und das Feuilleton: Aug. Goetz; für Stadt und Land, Vermischtes und Ge⸗ richtssaal: Otto Braun;

rden Anzeigenteil: H.

Kowel erreicht.

kanzlers bei Eröffnung des Reichstages und fügt folgenden Kommentar hinzu: Der Kanzler enthüllte mit vollkommener Offen⸗ herzigkeit vor der ganzen Welt die wirklichen Ziele der deutschen Politik. Die Rede ergänzt die Erklärung des Reichskanzlers beim Kriegsanfang, daß internationale Verträge nicht mehr Wert besitzen als ein Papierfetzen. Damals gab der Reichskanzler zu, daß Deutschland alle moralischen Rücksichten in den inter⸗ nationalen Beziehungen zurückweist. Jetzt erklärt er feierlich, daß Deutschland nach der Weltherrschaft strebt, die das veraltete System der Balance of Power ersetzen würde. Deutschlands Gegner können solche Erklärungen begrüßen, die den besten Aufruf, für ihren Kampf zugunsten des Rechtes und der Freiheit bilden. Mittlerweile haben die deutschen Heere weiterhin aufklärend im Osten gewirkt..

Eine Betrachtung derMorning Post.

Mitarbeiter derMorning Post schreibt: Durch die Ein⸗ nahme von Nowo⸗Georgiewsk haben die Deutschen die Eroberung der Weichsellinie vollendet, einschließlich von Osso⸗ wiec wird sie sie bald zu Herren der Narew⸗Bobr⸗Linie machen. Es wäre nutzlos, zu leugnen, daß die Deutschen Herren der Lage sind. Es ist notwendig, der Tatsache ins Auge zu sehen, daß der Verlauf der Ereignisse für geraume Zeit von ihrer Initiative abhängen wird, solange die Allüerten unfähig sind, frische Streit⸗ kräfte zu mobilisieren, die Verluste an Gewehren und anderem Kriegsmaterial zu ersetzen und ihre Artillerie und Munition auf den gleichen Stand wie den der Gegner zu bringen. Diese Tat⸗ sachen sind jetzt allgemein anerkannt. Die Deutschen sind der Unüberwindlichkeit ihrer Westfront sicher. Der militärische Mit⸗ arbeiter erklärte es für bedauerlich, daß in Rußland der Eindruck zu bestehen scheine, daß die Alliierten im Westen nicht den ge⸗ bührenden Anteil an den Lasten der Kriegführung auf sich nehmen und zählt auf, was die Alliierten im Westen und an der italienischen Grenze geleistet hätten. 5

Ein Bruder des Königs von Serbien schwer verwundet. Basel, 24. Aug.(WTB. Nichtamtlich.) DieNatio⸗ nalzeitung meldet aus Petersburg: Ein Bruder des Königs von Serbien, Prinz Arsen Karageorgewitsch, ist

bei den Kämpfen zwischen Narew und Bug schwer verwundet

worden. Er ist nach Kiew gebracht worden. Nach einer Meldung desselben Blattes stellt ein Sonderbericht von den

mangel leiden. Die Heftigkeit ihres Feuers nehme vielmehr von Woche zu Woche zu. Die Landungsstelle am Kap Hellas und bei Sedd⸗-ül⸗Bahr seien fortwährend unter dem Kreuz⸗ feuer der asiatischen und der europäischen Batterien, so daß die Alliierten außerordentlich hohe Verluste erleiden.

*

Der russische Bericht.

Petersburg, 24. Aug.(Zens. Frkft.) Mitteilung des Großen Generalstabes vom 23. August:

Im Verlaufe der letzten Operationen in der Bucht von Riga verlor die deutsche Flotte nach den eingegangenen Nachrichten ein Linienschiff, zwer leichte Kreuzer und nicht we⸗ niger als acht Torpedoboote, die außer Kampf gesetzt oder zum Teil versenkt wurden. 85

Zu Lande in der Gegend von Riga, Richtung von Jakob⸗ stadt und Dwinsk gegen Westen ist die Lage ohne Veränderung. An der Swenta, sowie zwischen Wil ia und dem Niemen hielten unsere Truppen am 21. und 22. der feindlichen Offen⸗ sive auf der Front Kowarsk-Wilkomir⸗Coschdany⸗Drzunischch stand. Weiter südlich gingen einige unserer Einheiten vom linken Ufer

zwischen Bobr und der Gegend don Brest fahren wir fort, unsere Stellungen Schritt für Schritt zu verteidigen. Am 21. und 22. August unternahm der Feind seine hartnäckigen Angriffe am unteren Bobr in der Gegend von Chafranka, von der Gegend von Bielsk aus in östlicher Richtung, und auf der Front Klesze⸗ zeli⸗Wiseko⸗Litowsk. Rechts des Bug im Osten von Wlodawa dauerten die Hauptangriffe des Feindes in der Gegend der Seen bei Piaszeza fort. Am Abend des 22. machte der Feind in der Richtung von Kowel ebenfalls einen Versuch, zur Offensive überzugehen. In Galizien keine Veränderung..

Der Kampf im Rigaischen Meerbusen.

Berlin, 24. Aug.(WTB. Nichtamtlich.) Aus zuständiger Quelle erfahren wir: In den letzten Tagen werden von russischer und englischer Seite über die Vorgänge im Rigaischen Meerbusen vom 16. bis 21. August, die mit der Vertreibung der russischen Streitkräfte ihren Abschluß fanden, wahrheitswidrige Nachrichten veröffentlicht. Es ist von einer großen Schlacht die Rede und es wird behauptet, die Russen hätten einen großen glänzenden Seekrieg erfochten und die Deutschen vertrieben, nach⸗ dem sie ihnen schwere Verluste beigebracht hätten. Ohne auf alle Einzelheiten der russischen Lügen einzugehen, sei folgendes ausdrücklich nochmals festgestellt: 1. Die in den Rigaischen Meer⸗ busen vorgedrungenen deutschen Seestreitkräfte fanden dort nur leichte russische Kräfte vor, die teils vernichtet, teils vertrieben wurden. Von einer großen Seeschlacht kann somit gar keine Rede sein. 2. Deutsche Verluste sind außer dem in dem amtlichen Be⸗ richten veröffentlichten nicht eingetreten. Kein größeres Schiff, kein Kreuzer ist gesunken oder ernstlich beschädigt. Alle russischen Meldungen, die an⸗ deres berichten, sind erfunden. 3. Von dem Abschlagen eines Landungsversuches bei Pernau kann nicht die Rede sein, ein solcher aber ist weder begonnen worden, noch war er beab⸗ sichtigt. Die Torpedobootsflotille, welche hier erschien, hatte den

Hafenbatterie zum Schweigen gebracht, die Feldbatterien mit gutem

Segelschiffe wurden außerdem aufgebracht und versenkt. 4. D

London, 24. Aug.(WTB. Nichtamtlich.) Der militärische

Dardanellen fest, daß die Türken nicht an Munitions⸗

des mittleren Niemen auf das rechte Ufer über. Auf der Front f

Zweck, die Sperrung des Hafens zu wecken. Hierbei entwickelte sich 3 ein Geschützkampf mit den Hafen- und Feldbatterien, bei dem eine

Erfolg beschossen wurden. Ein russischer Dampfer und sechs russische ie

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