Ausgabe 
(28.6.1915) 149. Erstes Blatt
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167
 
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Blatt

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wirtschaftliche deitfr Nerusprech · Auschlüße: für die Schriftleitung113 Verlag, Geschafts stelleb l Adresse für Drahtnach⸗ richten: Anzeiger Gießen. von gen für die Tagesnummer bis vormittags 9 Uhr.

die Russen wieder in weiterem Rückzug. Ein italienisches Torpedoboot versenkt.

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(TB.) Großes Hauptquartier, 26. Juni.

(Amtlich.) l g Westlicher Kriegsschauplatz.

Die seit Tagen ununterbrochen geführten Nahkämpfe um die noch in der Hand des Feindes befindlichen Teile unserer Stellungen nördlich von Souchez und halbwegs Shuchez⸗ Neuville sind abgeschlossen. Heute nacht wur⸗ den die letzten Franzosen aus unseren Gräben geworfen. Zu ihrer Unterstützung hatte der Feind noch gestern abend frische Kräfte, sowohl beiderseits des Lorettohöhe, wie südlich Souchez zum Angriff vorgeführt; sie wurden abgeschlagen.

In der Champagne, bei Sougin sprengten wir Teile der feindlichen Stellung. Oestlich Perthes vernich⸗ teten die Franzosen eigene Verteidigungsanlagen durch Fehl⸗ sprengungen. l

Auf den Maashöhen westlich von Combres wurde hart gekämpft. Dort setzte der Gegner beiderseits der Tranchée viermal mit stets neuen Truppen in einer Frontbreite von etwa drei Kilometern zu tiefgegliederten Angriffen an. Diese brachen tagsüber überall schon in unserem Feuer zusammen. Wo der Feind in unsere Gräben drang, wurde er unter großen Verlusten im Handgemenge zurückgeworfen. Im Nachstoß eroberten wir westlich der Tranchse eine vorgescho⸗ bene feindliche Stellung, östlich derselben hält der Feind noch ein kleines Stück des am 20. Juni eroberten Grabens.

Angriffe des Gegners auf unsere Vorposten bei Lein⸗ zrey(östlich von Lunsville) schlugen fehl.

eit Beginn des großen Ringens bei Arras kämpfen dort unsere Flieger mit ihren Gegnern um die Vorherr⸗ schaft in der Luft. Beide Teile hat der Kampf Verluste ge⸗ kostet. Die unseren waren nicht vergeblich. Seit einigen Tagen haben wir sichtlich die Oberhand. Oestlicher Kriegsschauplatz.

Württembergische Regimenter erstürmten südöstlich Oglenda(nördlich Praszuysz), beiderseits des Murawk⸗Baches, russische Stellungen und hielten sie

gegen mehrere, a N trug 636 Gefangene und vier Maschinengewehre. Südöstlicher Kriegsschauplatz.

Die Armee des Generals v. Linsing en ist im fort⸗ schreitenden Angriff auf dem nördlichen Dnjestrufer. Das rechte Ufer wird vom Gegner noch bei Ha lycz ge⸗ halten. Seit Beginn ihrer Angriffe über diesen Fluß am 23. Juni nahm die Armee 3500 Mann gefangen.

Zwischen Du jeste und der Gegend ö stlich von Lem⸗ berg wird weiter verfolgt.

Oberste Heeresleitung.

(WTö.) Großes Hauptquartier, 27. Juni.

(Amtlich) 5 1 Westlicher Kriegsschauplatz. 5

Reben der Kathedrale von Arras stehende feindliche Artillerie wurde von uns beschossen; ein Munitionslager flog in die Luft. 8.

In den Argonnen nordwestlich von Vienne le Chateau wurde ein Grabenstück gestürmt und gegen mehrere franzö sische Gegenaugriffe gehalten. 5

Nachdem wir auf den Maashöhen in den letzten Tagen die Versuche des Feindes, sich in den Besitz des ihm am 24. Juni entrissenen Geländes beiderseits der Tranchee zu setzen, vereitelt hatten, überraschten wir den Gegner gestern mit einem Angriff auf den Höhenrücken hart südwest⸗ lich von Les Eparges; er war nach kurzem Kaupfe in unserer Hand. Der Gegner machte während der ganzen Nacht Anstrengungen, den Rücken wieder zu nehmen; alle seine An⸗ griffe schlugen fehl. 2

Die Angabe in der amtlichen französischen Mitteilung vom 26. Juni über die Fortnahme von vier deutschen Maschinengewehren zbei Ban de Sap ist erfunden. Der Feind ist nach seiner Niederlage dort nirgends bei seinen Gegenuangriffen auch nur bis in die Nähe der von uns er⸗ oberten Stellung gekommen. Hingegen hat sich unsere Beute auf 268 Gefangene, 2 Revolverkanonen, 5 Maschinen⸗ gewehre, 7 größere und kleinere Minenwerfer erhöht.

5 Oestlicher Kriegsschauplatz.

Keine wesentlichen Aenderungen.

Südöstlicher Kriegsschauplatz. 0

Deutsche Truppen haben nach hartem Kampfe die Höhen des nördlichen Dujestr⸗Ufers zwischen Bukaczowcee(nord⸗ westlich von Halycz) und Chodorow gestürmt und in der Verfolgung die Gegend von Hrehorow(halbwegs Zurawno Rohatyn) erreicht..

Feindliche Stellungen nordwestlich von Rawa⸗ ruska wurden von hannoverschen Truppen genommen; wir machten dabei 3300 Gefangene und erbenteten mehrere Maschinengewehre. Auch bei dieser Gelegenheit wandten die Russen ihren Brauch an, unsere Truppen durch Winken mit weißen Tüchern heranzulocken, um sie dann niederzuschießen. Diese russischen Truppenteile wurden vernichtet.

Oberste Heeresleitung. *

Heute ist der Jahrestag des Mordes von Sarajewo, und

unsere Gedanken fliegen zurück in die Zeit der Entzündung

Gießener General⸗Anzeiger für Oberhessen

Rotationsdruck und verlag der Brühl'schen Univ. Buch- und Steindruckerei R. Lange. Schriftleitung, Seschäftsstelle u. Druckerei: Schulstr. 7.

auch nächtliche Gegenangriffe. Die Beute be⸗ schr

105. Jahrgang

des verflossenen Jahres schweifen, weilen sie mit Befrie⸗ digung und Genugtuung auf den bis jetzt erreichten Erfolgen. Wir können heute schon sagen, daß es den Feinden nicht ge⸗ lingt, ihr Ziel zu erreichen. Auch die Habsburgische Mon- archie, die durch die Beseitigung des zielbewußten und tat⸗ kräftigen Erzherzogs Franz Ferdinand in Verwirrung und allmähliche Auflösung gestoßen werden sollte, steht heute fester auf den Füßen als selbst das Zarenreich. Galizien ist beinahe vom Feinde geräumt, und es konnte uns zum Jahrestag von Sarajewo keine willkommenere Kunde zugehen, als diejenige, die uns der neueste öster⸗ reichisch-ungarische Tagesbericht vermittelt: Seit dem gestrigen Sonntag sind die Russen auch wieder östlich von Lemberg auf der ganzen Front im Rückzuge begriffen. Der starke Offensivgeist der verbündeten Truppen ist keines⸗ wegs gedämpft; in den letzten nur scheinbar ruhigeren Tagen haben sie sich an die neue Stellung des Feindes öst⸗

lich von Lemberg heran earbeitet und die Russen wieder über den Haufen geworfe

en. Auch am Dnjestr geht der deutsch⸗österreichische Vormarsch rüstig weiter, und ebenso hat unser linker Flügel nordwestlich von Rawaruska einen bemerkenswerten Erfolg erzielt. Geduldig und zuversichtlich harren wir der weiteren Zurückdrängung der Russen. Der deutsche Reichskanzler sein Staatssekretär sind in Wien eingetroffen, um mit den dortigen leitenden Persön lichkeiten Rücksprache zu nehmen. So werden vielleicht auch rein politische Gesichtsp e bei den nächsten strategischen Schritten und Zielen zu ihrem Teile mitsprechen. Der neue Feind, Italien, der angeblich nunmehr bei dem Dar⸗ danellen-Abenteuer mitm will, das gestern erst die Times als aussichtslos bezeichnet hat, verhält sich nicht sehr bedrohlich, und seine erfolge sind jetzt wieder durch den Verlust eines Torpedobbotes, das von einem österr. ungar. Unterseeboote torpediert worden ist, vermehrt wor⸗ den* 8 1 Bern, 27. Juni. WTB. Nichtamtlich) ImBerner Bund

eibt Stegemann zur Kriegslage: Die strategische Lage im Osten wird durch den Fall von Lemberg und durch das Festhalten der Russen am Dnjestr bestimmt. Da sie östlich Lemberg auf die Linie KamionkaBuskZloczow zurückgeflutet sind, ist anzunehmen, daß sie noch hoffen, vorwärts von Brody noch Widerstand leisten zu können. Auch das ist nur mehr, um Zeit zu gewinnen, denn eine Offensive können sie jetzt unmittelbar am Feinde nicht mehr in die Wege leiten. Offenbar rückt Tar⸗ nopol nunmehr in den Vordergrund.

Zur Lage im Westen heißt es: Während die Dinge im Osten im Fluß bleiben und der Entscheidung entgegenreifen, die durch die Eroperung Lembergs um eine bedeutungsvolle Etappe nähergerückt ist, bemüht sich die französische Offensive verzwei⸗ felt, den deutschen Kordon zu durchbrechen Die große Kraftan⸗ strengung im Raume von. Arras, welche jetzt beinahe zwei Monate währt, ist bezeichnend für die strategische U nfrucht⸗ barkeit dieser Bemühungen. Der erste Anlauf bringt einen gewissen Erfolg, dann verlangsamen sich die Fortschritte. Schließ⸗ lich quält sich die schwungvoll begonnene Offensive in Graben⸗ kämpfen weiter. Dieser Verlauf ist typisch, seit wir ihn in der Champagne, bei Neuve Chapelle, zwischen Maas und Mosel und jetzt bei Souchez und Neuville beobachten konnten. So opfer⸗ mutig die Franzosen immer neue Divisionen in dichten Schwarm⸗ linien gegen die deutsche Front schleudern, so tapfer sie anlaufen, ein Erfolg ist ihnen bisher nicht beschieden. Wir fürchten, daß in dem Augenblicke, in welchem der Durchbruch in genügender

Breite und Tiefe gelingt, die französische Armee so geschwächt ist, daß sie die Früchte ihres Erfolges nicht mehr zu ernten vermöchte. Sie verblutet sich,

wenn sie noch lange so weiter anläuft. Haben die Engländer ihnen nicht noch eine Million Mann zur Verfügung zu stellen, um an⸗ statt eines Zehntels der Front den ihnen zukommenden Teil der Blutarbeit zu übernehmen, so wird es den Alliierten im Westen schverlich glücken, die deutsche Front mit operationsfähigen Kräften zu durchbrechen, ehe die Teutschen hier im Felde erscheinen. Zum Kampfe im Labyrinth sagt Stegemann: Da die Franzosen bereits am 18. Mai eine ausführliche Schilderung von der Er⸗ oberung des Labyrinths erscheinen ließen, dann aber am 30. Mai selbst wieder von neuen Angriffen darauf gesprochen haben, ver⸗ mögen wir auch ihrer neuesten Darstellung nicht unbedingt Glauben l Sie bezeichnen diese Position ebenfalls als noch um⸗ stritten.

Nach einer Besprechung der Kämpfe an der österreichisch⸗ italienischen Front stellt der Kritiker fest: Wir sehen den italienischen Feldzug schon zu Beginn den Charakter eines Stel⸗ lungskrieges annehmen, für den das bewegliche Temperament des Italieners wenig geeignet ist. Einen Einfluß auf die allgemeine Kriegslage zeitigte die Intervention Italiens bisher noch nicht, wenigstens nicht in dem Sinne, in dem sie beabsichtigt war. Dre Zentralmächte haben noch die volle Freiheit des Handelns, da Italien nicht auf einen langen Feldzug vorbereitet war. Die lang⸗ same schwerfällige Vorbereitung seiner Operationen ist ein blei⸗ bender Nachteil für seine Kriegsführung, obwohl Italien, wenn es seine strategische Lage nüchtern einschätzte, wissen muß, daß man in der Poebene leicht aufmarschieren und Schlachten schlagen, aber nur schwer aus ihr zur Offeusive vorbrechen kann, und doch wird Cadorna früher oder später den Befehl zum Durchbruch durch die Felsenstellungen geben müssen.

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Die österreichisch⸗ungarischen Tagesberichte. Wien, 26. Juni.(WB. Nichtamtlich.) Amtlich wird verlautbart; 26. Juni 1915 mittags. Russischer Kriegsschauplatz. 5 Die Westgruppe der Armee Pflanzer schlug zwischen Dujestr und Pruth den Ansturm weit überlegener russi⸗ scher Kräfte neuerdings ab. Im Verlauf dieser Kämpfe gelang es dem Feinde, unsere Front an einer Stelle zu durch

der gewaltigen Kriege und andem sie über die Ereignisse

brechen. In mehreren Reihen nachts zum Angriff vor⸗

nzeiger

Montag, 28. Juni 105

Bezugsprei⸗ 5 monatl. 75 Pf., viertel⸗ jährl. Mk. 2.20; durch Abhole- u. Zweigstellen monatl. 65 Pf.; durch die Post Mk. 2. viertel jährl. ausschl. Bestellg. Zeilenpreis: lokal 15 Pf., ausw. 20 Pf. Haupt- schriftleiter: Aug. Goetz. Verantwortlich für den politischen Teil und das Feuilleton: Aug. Goeg; für Stadt und Land, Vermischtes und Ge⸗ richtssaal: Otto Braun; für den Anzeigenteil: H. Beck, sämtlich in Gießen.

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gehend, kam die vorderste feindliche Linie, da sie vollkommen unbewaffnet war, die Hände als Zeichen der Ergebung hoch⸗ erhoben hielt, daher nicht beschossen wurde, bis an unsere Stellungen heran. Unmittelbar vor diesen warfen die Russen die in den Monturtaschen verborgen gehaltenen Hand⸗ granaten gegen unsere Schützengräben, worauf die rückwärti⸗ gen Reihen des Feindes vorstürmten. Eingetroffene Verstär⸗ kungen von uns warfen nach schwerem Kampfe die Russen aus den Stellungen wieder zurück und nahmen mehrere Hundert gefangen. Tagsüber und auch heute nacht wiederholte der Feind die Sturmangriffe an ver⸗ schiedenen Stellen der Front. Alle diese Vorstöße der Russen wurden unter schweren Verlusten des Gegners zurück⸗ geschlagen.

Unsere Gefechtsfront ist vollkommen un⸗ verändert. Das Honved⸗Husaren⸗Regiment Nr. 6 und kroätische Landwehr haben sich in diesen Kämpfen besonders ausgezeichnet. Vor der übrigen Front der Armee Pflanzer herrscht Ruhe. l

Auf den Höhen nordöstlich Zurawno und bei Cho⸗ dorow dauern die Kämpfe fort. Die verbündeten Truppen erstürmten mehrere Ortschaften und wiesen russische Gegenangriffe ab. Die sonstige Lage in Galizien ist unverändert. In Russisch⸗Polen haben sich an der Linie ZawichostSienne⸗Ilza Kämpfe entwickelt. 5

Italienischer Kriegsschauplatz. 5

Das feindliche Artilleriefeuer an der Jsonzofront hält an. Mehrere Angriffe auf unsern Brückenkopf von Görz wurden wieder unter großen Verlusten der Italiener ab⸗ geschlagen. Im Kärntner und Tiroler Grenzgebiet hat sich nichts von Bedeutung ereignet. 1

Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabks v. Höfer, Feldmarschalleutnant. 1

Wien, 27. Juni.(WTB. Nichtamtlich.) Amtlich wird verlautbart: 27. Juni 1915.. 5 Russischer Kriegsschauplatz. 9 Nach der Niederlage bei und südlich Lemberg zogen sich die Russen mit den Hauptkräften in östlicher Naichaung 0 zurück und stellten sich auf den Höhen östlich der Dawi⸗ dowka östlich Miklascow und bei Jariszow Stary neuer⸗ dings mit starken Kräften. An dieser Front haben unsere Truppen in mehrtägigen Kämpfen die Vorstellungen des Feindes genommen, sich bis auf Sturmdistanz au die feind⸗ liche Hauptstellung herangearbeitet und sind schließlich an zahlreichen Stellen in diese eingedrungen, namentlich im Abschnitt bei und südlich Bobrka wurde der Gegner aus einem zusammenhängenden Frontstück geworfen. Seit heute früh sind die Russen wie der auf der ganzen Front im Rückzuge. 0 7 Auch nördlich Zolkiew und nördlich Rawa⸗ ruska weicht der Feind vor verfolgenden verbündeten Truppen.. 3 Amoberen Dnujestr dauern die Kämpfe fort. Deut- sche Truppen haben nach hartem Kampfe die Höhen bei 7 Bukac zowee erstürmt.. 1 Flußabwärts bis Halycz und an der bessarabischen Grenze herrscht im allgemeinen Ruhe. 1 In den Kämpfen der letzten Tage hat die Armee Böhm⸗Ermoll' allein vom 21. bis 25. Juni 71 Offi⸗ ziere und 14100 Mann gefangen und 26 M. schinengewehre erbeutet. 9 Italienischer Kriegsschauplatz. N Am Kanal von Monfalcone wurde gestern ein feind⸗ licher Angriff südlich Zagrado abgeschlagen. 0 Sonst funden am Isonzo wie an den übrigen Fronten 4 nur Geschützkümpfe statt. 3 Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabs v. Höfer, Feldmarschalleutnant. 4 Wien, 27. Juni.(WTB. Nichtamtlich.) Aus dem Kriegspressequartier wird gemeldet: Kaiser Franz Josef richtete an den Kommandanten der zweiten Armee, Böh m⸗ Ermolli nachfolgendes Telegramm: Mit stolzer Freude erfüllt mich Ihre Meldung von der Einnahme Lem⸗ bergs, die Ihr und Ihrer tapferen zweiten Armee glän⸗ zendes Verdienst bleibt. Ich danke aus vollem Herzen meinen heldenmütigen Truppen und verleihe Ihnen, mein lieber General der Kavallerie Böhm-⸗Ermolli, das Militärver⸗ dienstkreuz erster Klasse mit Kriegsdekoration. Meine wärm⸗ 4 sten Grüße und Wünsche sende ich Ihnen und meiner zweiten Armee. Franz Josef. Berlin, 28. Juni. Der rechte Flügel der in Ga⸗ lizien geschlagenen russischen Armee befindet sich nach einem Telegramm desBerliner Tageblattes aus dem K. u. K. Kriegspressequartier seit dem 26. Juni in vollem Rückzuge. Die Ueberlegenheit der deutschen und österreichisch-ungarischen Kräfte zeige sich an dem langsamen Abflauen der russischen An⸗

griffe. 1 Der russische Bericht. 3 Petersburg, 27. Juni.(WB. Nichtamtlich. Bericht der Obersten Heeresleitung. In der Gegend von Szawle e keine wesent liche Veränderung. An der Narewfront kostete ein Angriff

des Feindes am 24. Juni im Tale des Omulew diesem schwerg Verluste. Vor unseren Schützengräben blieben Reihen von Leichen liegen und die Zahl der Gefangenen stieg auf 150. Im Tale

Ofsensise