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hei ichen und nähren iegsjahr sehr zu begrüßen. 15 Landkreis Gießen. Wieseck, 19. Juni. Dem Jäger Karl Wißner von
hier, beim Kurhess. Jägerbat. Nr. 11, wurde teitsmedaille verliehen. 1 Kreis Friedberg.
h. Vilbel, 18. Juni. Der zwölfjährige Schüler Georg Filsinger rettete unter höchster eigener Lebensgefahr den achtjährigen Schüler Paul Lehr, der beim Baden in der Nidda unterging und bereits bewußtlos von der Strö⸗ mung dahingetrieben wurde.
2* Hessen⸗Nassau.
m. Kirchhain, 18. Juni. Zum gestrigen Fohlen⸗ markt waren 28 Fohlen aufgetrieben. In der Hauptsache waren es gute Tiere, die der heimischen Zucht und Pflege alle Ehre machten. Die Preise waren außer- ordentlich hoch. Bei der Prämiierung erhielten folgende Besitzer Prämien: Für Saugfohlen: 1. Konrad Rauch- Burgholz. Für 1 jährige Fohlen: 1. H. Röder⸗Langen⸗ stein. Für 2¼ß jährige Fohlen: 1. J. Balzer⸗Erksdorf. Nachmittags fand in der städtischen Festhalle die übliche Ver⸗ losung statt.
h. Frankfurt a. M., 18. Juni. Als eine fette Pleite ungewöhnlicher Art entpuppt sch der Zusammenbruch des bekannten Abzahlungsgeschäftes N. Fuchs. Bei einer Verbindlichkeit von mehr als sieben Millionen Mark strebt der Schuldner einen Zwangsvergleich mit den Gläu⸗ bigern in Höhe von 8— acht— Prozent an. Einem Vergleich auf dieser Grundlage soll jedoch das Gericht seine Zustimmung versagen. Wenn der Konkursverwalter nicht so rasch als möglich die mit in den Riesenkonkurs hinein⸗ ch Lussi Zweiggeschäfte abstößt, liegt die Gefahr vor, daß sich Aussichten für die Gläubiger noch mehr verschlechtern. a h. Siegen, 18. Juni. Vier 20 jährige Burschen fielen über zwei verwundete Soldaten, die ihnen wegen der Mißhandlung eines jungen Mannes Vorhaltungen mach— ten, her und richteten sie mit ihren Stöcken in gemeinster Weise zu. Einem Soldaten, der im Felde schon ein Auge verlor, wurde das andere von den Patronen auch noch aus- geschlagen, so daß er jetzt völlig erblindet ist. Die Buben wurden verhaftet.
E Eschwege a. d. Werra, 18. Juni. Durch das bereits gestern gemeldete Großfeuer in dem eichsfeldi— schen Städtchen Duderstadt sind insgesamt 40 Wohn- häuser und ebensoviel Nebengebäude vollständigein⸗ geäschert. Die prachtvolle evangelische Kirche ist aus⸗ gebrannt, wertvolle Glasfenster und die Orgel— die größte auf dem Eichsfelde— sind vernichtet. An Mobiliar und Vorräten ist fast gar nichts gerettet, etwa 100 Familien sind obdachlos. Der Schaden beträgt nach vorläufiger Schätzung 1½ Millionen Mark und nur ein geringer Teil ist durch Versicherung gedeckt. Ein 10jähriges Mädchen wurde durch einen brennenden abstürzenden Balken er⸗ schlagen. Heute vormittag gegen 9 Uhr gelang es erst, das Feuer einzudämmen. Wassermangel und der heftige Nordwind erschwerten die Löscharbeiten. 2 Jahre 1911 wurde das Städtchen auch durch eine große Feuersbrunst heimgesucht, damals wurden 50 Häuser eingeüschert.
Gerichtssaal. Gattenmord. i
n. Darmstadt, 19. Juni. Das Schwurgericht ver- handelte gestern und vorgestern gegen den 25 Jahre alten Haus- burschen Adam Funk aus Offenbach, der seine hochschwangere Ehefrau auf Anstisten seiner Geliebten Mathilde Scheuermann mit Gift zu beseitigen versucht und, als ihm dies nicht glückte, am 11. November v. J. in den Main gestoßen hat, wo sie er⸗ trunken ist. F. hatte darauf bei der Polizei raffinierterweise au⸗ gegeben, seine Frau sei spurlos verschwunden. Das Schwurgericht verurteilte Funk zum Tode, zehn Jahren Zuchthaus und lebens-
die hessische Tapfer⸗
das länglichem Chrverlust, die Scheuermann trotz ihres Leugnens zu
12 Jahren Zuchthaus. Für Funk wurde trotz der Roheit seiner Tat ein Gnadengesuch unlerzeichnet.
0 Märlte. Gießen, 19. Juni. Marktbericht. Auf den heutigen Wochenmarkte kostete: Butter das Pfund 1,35— 1,50 Mk.; Hühner- eier 1 Stück 14 und 15 Pfg., 2 Stück 00 Pfg.; Enteneier 1 St. 0 Pfg. 2 St. 00 Pfg.; Gänseeier 1 St. 0-0 Pig., 2 St. 00 Pfg.: Käse das Stück 7—8 Pfg., Käsematte 2 Stück 6—0 Pfg.: Tauben das Paar 1,00—1,40 Mk., Hühner das Stück 1,00—2,00 Mk., Hahnen das Stück 1,00— 2,50 Mk., Enten das Stück 2,50—3,00 Mt., Welsche 4—5 Mk.; Ochsenfleisch das Pfund Mk. 1,24—1,28, Rind⸗ fleisch das Pfund 124—128 Pig., Kuhfleisch 124—128 Pfg., Schweine⸗ fleisch das Pfd. 1,56—0,00 Mk., Kalbfleisch das Ud. 108— 112 Pfg., Hammelfleisch das Pfund 96—110 Pfg.; Kartoffeln 100 Kilo 11,00—12,00 Mk., Milch das Liter 24 Pfg.; Aepfel das Pfund 20—30 Pjg.: Nüsse 100 Stück 60 Pig. Spargel 1. Sorte 50—00 Pfg. das Pfund, 2. Sorte 00—00 Pig. das Pld.; Kopfsalat 7 bis 8 Pfg.; Spinat 20 Pig. das Pfd.; Erbsen das Pfd. 30—00 Pig.; Kirschen 30 Pfg. das Pfund., Erdbeeren 60—70 Pfg. das Pfund. Marktzeit von 7 bis 1 Uhr. ch. Bingen, 18. Juni. Marktpreise. Weizen Mk. 00,00, Korn Mk. 00,00, Gerste Mk. 00,00, Hafer Mk. 00,00, Heu Mk. 0,00, Stroh Mk. 0,00, Kartoffeln Mk. 10,50, Erbsen Mk. 00,00, Linsen Mk. 00,00, Bohnen Mt. 00,00, Weißmehl Mk. 50-41, Roggenmehl Mk. 35,00; alles für 100 Algr. Butter 1 Klgr. Mk. 3,00, Milch 1 Liter 23 Pfg., Eier 10 Stück Mk. 1.30.
—— N——
Meteorologische Beobachtungen der Station Gießen. 5 e
m e FS E 3 2
Jun SS. S 88 S S S Wetter 32353 22 88882 S588
1016 f 58„ 5 * 108 80 8 3 282 0
18. 2˙0 922 18,9 5,6 35 N 4 0 Sonnenschein
18. 9 749,2 14,0 6,5 55 NR 2 0
19. 1 749,4 11,5 6,4 63 N 4 0] Sonnenschein 0
Höchste Temperatur am 17. bis 18. Juni 1915= + 19,40. Niedrigste 9„„ I„ iin 89“,
Amtlicher Wetterbericht. Oeffentlicher Wetterdienst, Gießen. Die Wetterlage hat sich seit gestern wenig geändert, so daß wir mit Fortdauer der bestehenden Witterung zu rechnen haben. Wetteraussichten in Hessen am Sonntag, den 20. Juni 1915: Ziemlich heiter, trocken, etwas wärmer, nordöstliche Winde.
Ein englischer Kreuzer auf Strand gesetzt.
Lugano, 19. Juni. Der mit der Beaufsichtigung der Schiffahrtsstraße in den Callearen betraute englische Kreu⸗ zer„Eros“ ist auf den Strand aufgelaufen. Das Schiff ist ernstlich gefährdet. Der König von Schweden an den Karlsruher Bürgermeister.
Karlsruhe, 19. Juni. Der Oberbürgermeister von Karlsruhe hat dem König von Schweden zu seinem Geburts⸗ tage namens der Residenzstadt die herzlichsten Glückwünsche übermittelt und dabei dem Gefühle des Dankes gegen Gott für die gnädige Bewahrung der 545 in der Gefahr des feindlichen Ueberfalles Ausdruck gegeben. Von dem König ist darauf folgende Antwort aus Tullgarn an den Ober⸗
bürgermeister eingegangen:
Ich spreche der Residenzstadt meinen herzlichsten Dank für die freundlichen Glückwünsche aus. Ich bin sehr betrübt, daß Ihre Stadt durch den Luftangriff gelitten hat, hoffe aber, daß der Scha⸗ den nicht zu groß ist. Gottlob, daß das Schloß unberührt geblie⸗ ben ist!(gez.) Gustav, König von Schweden.
Das Ergebnis der griechischen Wahlen.
Berlin, 19. Juni. Es steht nunmehr fest, daß die Partei Venizelos 186 von 316 Mandaten gewonnen hat. Venizelos verlangt die sofortige Einberufung der Kammer und den Rück⸗ tritt des Kabinetts Gunaris, der aber infolge der Krankheit des Königs verschoben werden muß. Venizelos wird
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Im Namen der Hinterbliebenen:
Ida Hofmann, geb. Vindschedler.
aldigst die Leitung seiner Partei Abernehmen und später bas Ministerium bilden. Die Absichten Venizelos über die Stellung Griechenlands zum Kriege sind unbekannt, es wird aber ange⸗ nommen, daß Venizelos eine vorsichtigere Haltung als früher
einnehmen wird. Der Papst an Bülow.
Köln, 19. Juni. Der„Kölnischen Volkszeitung“ zufolge hat der Papst aus Anlaß seines Scheidens von dem Botschafter⸗ posten dem Fürsten Bülow ein herzliches Schreiben abgehen lassen, in dem er zum Ausdruck bringt, welche großen Verdienste sich der Fürst in seinem langen amtlichen Leben und besonders in den schweren Monaten seiner römischen Botschafter⸗Tätigkeil um sein Vaterland erworben hat.
Die römischen Sozialisten.
Rom, 19. Juni. Der in Rom vereinigte Vorstand der sozialistischen Partei hat eine Tagesordnung ange⸗ nommen, in der angesichts der durch den Krieg völlig veränderten, Lage, insbesondere der Aufhebung der Bewegungsfreiheit, be⸗ schlossen wird, die Propaganda für die Grundsätze der Partei fest⸗ zusetzen, der steigenden Reaktion entgegenzuarbeiten, die Ent⸗ wickelung der politischen und wirtschaftlichen Organisationen sowie die Interessen der einberufenen Arbeiter zu wahren und vor allem dafür zu sorgen, daß die Lasten und Schäden des Krieges den wohlhabenden Klassen auferlegt werden und daß die Unterstützung der Notleidenden nicht auf dem Wege der Wohltätigkeit, sondern als staatliche Pflicht erfolge, vor allem auch der wahnsinnigen Propaganda des Heeres zwischen den Völkern und Rassen entgegen⸗
zutreten. 1 5 a Revolutionäre Kundgebungen in Reval. Stockholm, 19. Juni. Wie hiesige Blätter melden, kam es vor einigen Tagen zu revolutionären Straßenkundgebungen in Reval gegen den Krieg, wobei es zu blutigen Zusammen⸗ stößen zwischen den Volksmassen und der bewaffneten Macht ge⸗ kommen sein soll. Die Revaler Presse hat ihr Erscheinen eingestellt.
Das serbische Vorgehen in Albanien.
Lugano, 19. Juni. Wie der serbische Gesandte in Rom erklärte, beschränke Serbien seine Besetzungen in Albanien auf El Bassan und Tirana. An eine Offensive gegen Oesterreich 8 Serbien nicht denken, so lange sein rechter Flügel gefähr⸗ et bleibe.
Eine Petition der Deutsch⸗Amerikaner an Wilson.
Konstantinopel, 19. Juni. Wie englische Blätter aus New Pork melden, haben die Deutsch⸗ Amerikaner an den Präsidenten eine mit einer großen Anzahl von Unterschristen versehene Advesse gelangen lassen, in der Wilson gebeten wird, eine Konferenz einzuberufen, die zwischen den kriegführenden Mächten vermitteln soll.
* 1 Berlin, 18. Juni.(WTB. Nichtamtlich.) Im Budget⸗ ausschuß des Abgeordnetenhauses sprach nach dem Bericht des Abgeordneten Frhrn. v. Zedlitz über die Tätigkeit der Staats- und Provinzialorgane für den Wiederaufbau Ostpreußens der Minister des Innern, der u. a. mit⸗ teilte, daß an Vorentschädigungen bis zum 1. Juni 125 340 726 Mk. ausgezahlt worden seien. Von den etwa 300 000 bis 400000 Flüchtlingen seien etwa 200 000 bereits zurückgekehrt. Die Rückkehr hätten die Behörden mit Rück⸗ sicht auf die Frühjahrsbestellung gefördert. Die Bautätig⸗ keit werde noch durch militärische Rücksichten und Mangel. an Material und Arbeitskräften eingeschränkt. Der Finanz⸗ minister erklärte, der bisher bewilligte Kredit von 400 Millionen Mark werde nicht ausreichen. Der Staat werde auch über die voraussichtliche Reichsentschädigung hinaus erhebliche Mittel aufwenden müssen. f
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Für Rheumatiker und Neuralgieleidende.
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Herr Heinrich, München, schreibt:„Da ich schon seit mehreren Jahren fürchterliche Schmerzen in meinem Knie hatte und alle ärztliche Hilfe, die ich bis jetzt gebrauchte, vergebens war, wandte ich mich noch in meiner Verzweiflung an Togal⸗Tabletten. Nach dem Gebrauch von ca. 3 Tagen waren die Schmerzen vollständig weg und seit 4 Wochen empfinde ich nicht den geringsten Schmerz und kann jetzt wieder laufen, während ich früher nicht mehr wußte, wie ich vom Platze kommen sollte.“ Aebnliche Erfahrungen und noch überraschendere Erfolge erzielten viele andere, welche Togal nicht nur bei Rheumatis⸗ mus, sondern auch bei Kopfschmerzen, Hexenschuß, Ischias, Schmerzen in den Gelenken, sowie bei Influenza gebrauchten. Togal löst die Harnsäure, das verheerende Selbstgist, wodurch ebenso rasche wie anbaltende Erfolge erzielt werden. Alle Apotheken führen Togal⸗ Tabletten. Best.: Acid. acet. salic. Chinin Mg. Li. 385088.
Wir erfüllen hiermit die traurige Pflicht, 25 5 Mitglieder von dem Ableben des Kame⸗ raden
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geziemend in Kenntnis zu setzen.
Die Beerdigung findet Sonntag, den 20. l. M., nachmittags 5 Uhr, auf dem neuen Friedhof statt.
52060 Der Vorstand.
Evangelischer Arbeiter⸗Verein.
Wir setzen unsere Mitglieder von dem Ab⸗ d leben unseres langjährigen Mitgliedes
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