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a 105. Jahrgang Samstag, 12. Juni 1015
0 e. 2 2 Rotationsdruck und Verlag der Brühl'schen 1 f 8 e Universitäts-Buch- und Steindruckerei. Die„Sießener Familienblätter“ werden dem R. Lange, Gießen.
1„Anzeiger“ viermal wöchentlich beigelegt, d 8 55 g
17 A. für den— ene ee g Schriftleitung, Geschäftsstelle u. Druckerei: Schul⸗
12 wöchentlich. Die„randwirtschaftlichen zeit⸗ straße 7. Geschästsstelle u. Verlag: S851, Schrist⸗
1 General⸗Anzeiger für Gberhessen eee eee
fischähnliches erblicken. Jeder weiß, was es ist. Keiner aber] Ba uch, Res.⸗Radf.⸗Komp 76, aus Darmstadt.— Musk. Karl Dom Generalissimus Erzherzog Eugen. wagt es noch auszusprechen. Eine weiße Schaumlinie zeichnet sich[ Habermehl, Ref.⸗Inf.⸗Regt. 224, aus Reibertenrod.— Einj⸗ Mit Jubel ist um ganzen Tiroler Lande die Ernennung des] gleich darauf im Meere ab, die von dem schwarzen Gegenstand Unteroff. Heinrich Reschen, Res⸗Inf.⸗Regt. 221, aus Frieb⸗ Erzherzogs Eugen zum Generalisstmus der gegen Italien fechten⸗ ausgeht. Keiner spricht noch. Als der verdächtige Schaumstreifen] berg⸗Fauerbach.— Musk. Wilhelm E ß, Inf.⸗Regt. 223, cus den Streitkr sterreich-Ungarns begrüßt worden. Der heute bereits die Länge von einigen 30 Metern erreicht hat, sagt schließ⸗ Dorn⸗Assenheim.— Ers.⸗Res. Johs. Michel J. aus. Burgpracht. 5 ährige Ersherkog, der ein Bruder des Oberseldherrn in Polen lich einer aus der Gesellschaft:„Es sieht aus, als wäre das ein— Gefr. Iyhs Bermes, Juf, Regt. 118, aus Worms.— Erz tiedrich, sowie des Tlottenadmirals Erz⸗ Torpedo!“ und der Nächste:„Mein Gott, es ist wirklich eim] Jäger Ludwig Becker, 56. Radfahrerkomp., aus Monsheim.— berzog Stephan und der dünmatter von Spanfen ist, zähkt zu Torpedo!“ Und es kommt gergdenwegs auf das Schiff los. Der] Erf. Ref Ludwig Schmidt, Inf.⸗Regt. 168, aus Münchbolz⸗ den interessantesten Gestalten des Habsburger Kaiserhauses Graf Erzähler sieht es unter der Bordwand verschwinden. Für den] hausen.— Kriegsfreiw. Einj⸗Gefr. Hermann Rö per, Inf. v. Voltoltni entwirft von seiner Persönlichkeit Under Neuen Brachteil einer Setunde taucht in ihm die Hoffnung auf,„Viel⸗ Regt. 88(Primaner der Oberrralschule Gießen), aus Bad⸗Salz⸗ Zürcher Zeitung“ ein fesserndes und lebens volles Bild. Allabend⸗ leicht entlädt es sich nicht?“ Vergebliche Hoffnung. Die Explosion] haufen.— Ers.-Res. Fritz Goffing, Inf.⸗Regt. 116, aus Lauf⸗ lich, wenn die Schatten länger werden und feier Goldstaub schim⸗ erfolgt, ehe er noch zu Ende gedacht hat und vor den herum⸗ dorf.— Unteroff, Georg Hees, Inf⸗Regt. 118, aus Mons⸗ mernd im Glanze des scheidenden Tages stirns über Wiens Häu- fliegenden Trümmern müssen die drei Bekannten im Rauchsalon heim.— Ers.⸗Res. Dietrich Wein kraut, Res.⸗Inf.⸗Regt. 83, sermeer Hegt, steht man einen durch hohe, elegante, fast Schutz suchen. Das Schiff legt sich nach Backbord über, und die aus Marburg.— Gefr. Heinrich Schäfer, Res.⸗Inf.⸗Regt. 118, noch jugendlich erscheimende Gestalt, sein scharfes Profil und sein beraustürmenden, verzweifelten Paffagiere finden, daß die Boote] aus Rudlos.— Musk. Konrad Lippert, Res.⸗Inf.⸗Regt. 223, hohe Intelligenz verratendes klares Auge auffallenden General] der Steuerbordseite infolge der Neigung des Schiffes nach innen aus Wernges.— Lehrer Ludwig Karl Bernet aus Bickenbach. Aber die Ringstraße wandeln, dem jeder Begegnende einen von hängen und nicht ausgeschwungen und zu Wasser gelassen[— Musk. August Kromm, Inf.⸗Regt. 223, aus Rainrod.— Verehrmng und Herzlichkeit mrgleich zeitgenden Gruß widmet, auf werden können Endlich ist das erste Boot zu Wasser gelassen. Es Musk. Hermann Merz, Inf. Regt. 224, aus Schotten.— Kriegs⸗ 5 den ihm ebenso freundlich lächelnd gedankt wird. Dieser General fällt vom Schiffe ab, ohne daß irgend jemand darin säße. sreiw. stud ing. Jos. Nover aus Darmstadt.— Gefr. Reinhard sist Erz Eugen, der Hoch⸗ und Deutschmeister. Der Erzherzog] Schließlich springt im letzten Moment ein Einzelner noch hinunter[ Moos, Pionier⸗Regt. 25, aus Dillenburg.— Musk. Karl Schu ck⸗ lebte die letzten Fahre ohne andere militärische Beschäftigung, als und entfernt sich allein mit dem davontreibenden Boot. Nicht mann, Res.-Inf.⸗Regt. 83, aus Worms.— Musk. Otto Immel, die eines Titulqrarmeeinspektors in Wien. Umsp eifriger widmete alle haben das Glück, in den wenigen Minuten, die noch bleiben, Res.⸗Inf.⸗Regt. 224, aus Herbornseelbach.— Landsturmrekrut Rich. —— während der Zeit seines Ruhestandes der Pflege seiner] die Rettungsgürtel aus den Kabinen holen zu können. Das Haupt⸗Höflich, Res.⸗Inf.⸗Regt. 223, aus Worms.— Musk. Erns⸗ zeichen und weit ausgedehnten Geistesinteressen. Sein Palast am deck ist nur noch ein paar Fuß vom Wasser entsernt, und es gilt, Kipp, Res.⸗Inf. Regt. 223, aus Worms. 7 1 Parkring, dem jetzigen Kaiser⸗Wilhelmring, den er von den Sprung in die kalte Flut zu wagen. Die erste Empfindung 15 i 2 verunglückten Erzherzog Wilhelm ererbt hat, ist von ihm des glücklich wieder Auftauchenden ift die der ungeheuerlichen 3 g J 5 zu einem wahren Kunstmuseum ausgestaltet worden, in dem auch Kälte des Wassers, die denn auch unter den weniger Robusten der Das Eiserne Kreuz erster Klasse erhielt Haupt- die ur alter und neuer Zeit und die edelste Musik Liebevoll Leidensgenossen sofort ihre Opfer fordert Und die meisten, die[ mann Freiensehner im Insanterie-Regiment Rr. 118, ein ge. wird. Als Förderer von Literatur und Kunst, als Be⸗ den Sprung überleben, sind mit ihren erstarrten Gliedern un⸗ borener Gießener. 6 1 und 8 frischer Talente hat sich der Erzherzog fähig, sich einen Platz in einem der Boote zu erobern, die jetzt Konzerte für Verwundete. Sonntag, den 13. Juni, 1 piel Verdien 3 r Er ist unverheiratet, und zwar endlich von dem sinkenden Schiff abstoßen. Schließlich wird auch] findet vormittags von 11—1235 Uhr in der Med. Klinik und nach⸗ 1 infolge seines cbensgelübdes als Rechtsritter des deutschen Ordens, er von einem Boote aufgenommen, aber eist derart überfüllt, mittags von 4—6 Uhr auf dem Windhof Freikonzert für ver⸗ d — er feit langen Jahren die höchste Stellung als Hoch⸗ daß mam faum die nötige Bewegungsfreiheit zur Führung der wundete Soldaten statt. Die Kapelle wird von dem hiesigen 1. Segeeref* ist ein wahrer] Riemen findet. Das Steuer ist im Getümmel der Abfahrt verloren Landsturm-Insanterie-Ersatz-⸗Bataillon gestellt. J Reformatv r nur def in rreich heimateten Deutsch⸗ gegangen, und die Insassen müssen sich mühselig mit einem Ruder*Der Feldpaletdien st. Bei der Versendung von J 77... 4„ u. en 18e zeitig zu verlassen. 0 1„als ob auch die 5 912 5 2 80 4 7 aund Burgen des Ordens in neuer Pracht erstehen lassen. Als fleine Nußschelt, in der er gelber sit, von den riesigen Schorn⸗[militärische Einrichtung. Die Beteiltgung der Post⸗ Hberbeselshaber gegen Italien darf Erzherzog Eugen der rechte steinen des überbolenden Schiffen Jerschmettert werden würde. verwaltung beschränkt sich darauf, die Pakete anzunehmen Mann am rechten Platze genannt werden. Schon früh hat ihn Aber noch einmal richtet sich die tötlich verwundete Lusitania inf und den in der Heimat befindlichen Militär⸗Paketdepots seine miilitärische Laufbahn nach Oesterreichs Südmark geführt; die Höhe und fällt auf die entgegengesetzte Seite, um dann erst auszuhändigen. Die bei den heimischen Postanstalten auf⸗ 2— Jarre feine müftnhen e Grenz. plölich zi versinken. b i N gelieferten Pabete dürfen bis 10 Kg. schwer sein. Das 3 W e RA a opesen Ein anderer Passagier saß im Augenblick des Unfalls in der] Porto beträgt 5 Pfg., für das Kilogramm, mindestens jedoch ud ben t Wen 5 5 85 4 1— Rauchkabine und hatte gerade mit Freunden eine Partie Poker 25 Pfg. Größere Glter im Gewicht über 10 Kg. bis 50 Kg. Seite jetzt als ein wütender Feind des ilaltenischen El 5— er beendet— sie stehen gerade auf, um ein Glas Bier zu trinken. sind bei den Eisenbahn⸗Eilgut⸗ und Güterabfertigungen auf⸗ Oesterreichs Südmark geschildert wird so ist das icht richtig. Einer aus der Gesellschaft sagt:„Was wollen wir kun, wenn zuliefern; dabei sind die Frachtkosten(nebst 25 Pfg. Roll⸗ Abgesehen davon, daß 3 8. 7 S5 uns sebt ein Torpedo trifft?“ Er antwortet, wie er behaugtet, geld) im voraus zu entrichten. Mit der Weiterlei der ene der il, zei ber euer. her er wahrend seiger Aisene zent rüßk. Fer ein aner ich wüde eit wen Bier geud en veen Militär⸗Paketdepots nach dem Felde und der ales in Tiwl für die 3 Bestrebne 3 Wels. 8 austrinken.“ Ein paar Sekunden später erfolgt die Explosion.— Zustell die T t die Post nichts zu tun, ss Zauner offenen Siu und B rstindnis 55 3 chtiroler Die Geschichte eines Dritten verdient wiedergegeben zu werden zustellung an die Truppen hat die Post nichts zu tun, dies . b Regterung und den Betsleherben Wegen des feitscmen Netzungsbootes, dus ihm der Zufall ver- liegt vielmehr in den dänden der Hecre sverwak. g. 8 dat n 1 schlich sbehör 1 schaffte Er und seine Mutter wurden in den Strudel gezogen und tung. Hiernach ist es unrichtig, für das Ausbleiben der öhnlichem zu schlichten gewußt. versanken. Wie sie nun zu gleicher Zeit wieder hochlommen, ent⸗ an Heeresangehörige im Felde abgesandten Pakete bis 8. 5 decken sie in ihrer Nähe treibend das große Piano des Salons. 10 Kg. stets die Postverwaltung verantwortlich zu machen. In der Codesstunde der„Lusitania“. Es gelingt im sauer Mutter auf das massive Möbel hinauf Diese hat nur die Beförderung bon der Aufgabe Postanstalt Uedem eim gerhrten der, Lusitania haben zum Teil eee dez dip eine Fach oben danghem dahin kretbt. Pann zum Milttärpaketdepot zu vertreten, wobel Ver oder ihre Eindrücke aus der Todesstunde des stolzen Schiffes veröffent⸗ klettert er selbst hinauf. 4 sie sche ie. 8 ein große 2 erungen nahezu ausgeschlossen sind. Die licht. Eine ziemlich eingehende Schilderung entwirft ein Reisender 85 5 Fahrzeug ise*. Schwierigkeit liegt in der Beförderung der Pakete in Fei in der„New Pork Tribune“ Sg deen be naß coe Var Schlebper sig eich e Operattonen
2 a desland, namentlich wenn militärische Faß wen heberfabrt in der Nabe der Irsschen Küste sicher seine Aus Stadt und Cand. Pakete an den Empfänger ist keineswegs so Kiche ausgehe Bahn. Nichts hat die Reise des Kolosses bislang gestört. Keiner ö 5 1 bli iel. 6
derjenigen, die an seinem Bord sind, ist sich in di iedlichen Gießen, 12. Juni 1915.[bar, wie das Publikum vielfach annimmt. Viele n u Ider Absender don Feldpaleten darilher, daß diese wicht ange. n Vater nier engt, Necchte Bech“ etuf dem Felde der Ehre gefallen. sbonmen seien, erweisen sich als nicht zutreffend, well sie tiges ist bislang vorgekommen. Am Morgen freilich hat der(Aus Hessen und den Nachbargebieten.) zu früh erhoben waren.— Außer den vorstehend erwähnten
dumpfe Ton der Dampfstrene die Passagiere in den Betten ge⸗ Musk. Philipp Saut ier, Res.⸗Inf.⸗Regt. 168, aus Darm⸗ Feldpaketen an mobile Truppen kommen noch Pakete an weckt, da Nebel ringsum den Ausblick verschleierte. Kopfschüttelnd stadt.— Stud. chem. Hans Guyot aus Darmstadt.— Ers.⸗Res. a in Garnisonen des Sertchen Reichs hatte man sich gefragt, ob der Schiffsführer darauf ausginge, Georg Schlierbach, Inf.⸗Regt. 118, aus Offenbach.— Musk. in Betracht. Diese sind— mit Ausnahme der Standorte in noch besonders die Unterseeboote auf seine Anwesenheit aufmerk-] Christian Rücker, Res.⸗Inf.⸗Regt 81, aus Hainhausen.— Musk. den elsässischen Kreisen Altkirch Mülhausen Gebweiler, am zu machen. Um 9 Uhr schwenkte das Schiff plötzlich in einem Adam Peter, Inf.⸗Regt. 168, Gefr. Chr. Pieler, Inf.⸗Regt. Thann und Colmar— jederzeit l elasse und terliegen 1 Bogen nordwärts, der derart energisch gewesen war, daß 168, Musk. Georg Pieler, Res.⸗Inf.⸗Regt 83, aus Bickenbach. en e d 2 J 4 9 n und unterliegen Belich weit nach Baabord überlegte Aber das war auch das einzig— Res. Ludwig Stock, dies⸗Inf⸗Regt. 83, ds Worms. den Vorschriften und Taxen des Iriedensdienstes Jedoch Verurubigende gewesen. Jett ist es 2 Uhr nachmittags. Der Er⸗] Leutn. d. Nef. Referendar Otto Petry, Inf-Regt 60, aus Jg⸗lönnen Pakete mit Aus rüstungs⸗ und Bekleidungsstücken für zähler steht mit ein paar Freunden an der Steuerbordbrüstung, stadt bei Wiesbaden.— Kriegsfreiw. ud ing. Georg Schu⸗ Militärpersonen in festen Standorten auch in diesen elsässi⸗ als sie in der Entfernung einer dreiviertel Meile etwas Wal⸗lmann, Garde⸗Pionier⸗Bat., aus Darmstadt.— Jäger Franz! schen Kreisen wie bisher mit der Post abgesandt werden,
2 so erhält man 9 und 11 oder anders ausgedrückt, den 9. 11., heute fehlen darf. Die Verbündeten ziehen in Köln ein, und die Französische Kriegspropheten. Fussel nden 9 Norember, das Datum des Fariser Vertrages franzosischen und belgischen Generäle unterhanbeln net dem eng⸗ Keins der am Kri Dasselbe muß man mit dem nächsten Kriege machen: 1870 1871 lischen Oberbefehlshaber, der sich in seiner angeborenen edlen Ge⸗ ö sch 3741, Zählt man wieder die ersten beiden Zahlen und die zweiten] finnung gegen einen Rachefeldzug sträubt. Die Nachricht von dem 58 5 Kri beiden Zahlen diefer Summe zusammen, so hat man 10 und 5, Tode seines Sohnes und der Verstümmelung seines Leichnams „Journ den 10. 5., also den 10. Mai, das ist das Datum des Vertrages scheint ihn umzustimmen, aber da erscheint noch zur rechten Zeit zu Frankfurt. Führt man diese Berechnung für den jetzigen Krieg der Geist der Jeanne d'Arc, und die uns auch neiterdings aus aus 1914. 1915, erhält man 3829. Nach dem bisherigen System den Straßenszenen in Liverpool so wohlbekannte englische Ge⸗ zählt man 3 18 zusammen und 29, also wird der 11. Nop. sittung siegt! Zum Schluß berichtet Attila in der Hölle über die das Datum des jetzigen Friedensvertrages werden. Da nun ein Geschehnisse des Krieges, aber es scheint, daß der Sieg der eng⸗ Friedensvertrag nicht in einem Tage unterzeichnet werden kann und lischen Moral alle Schreckenstaten des Krieges überwindet, denn bei den anderen beiden Kriegen die Verha ungen vorher länger] Satan, der Verderber des Menschengeschlechts, kauert gebrochen als drei Monate gedauert haben, kommen nun die französischen und besiegt am Boden ie wissen Ta Mathematiker zu dem Resultat, daß der Krieg im August zu Ein Veteran der Kriegsberichterstattung. Ende sein wird. Ihre. sind genau, aber ihre geschicht⸗[ Man schreibt uns: Mit Arnold Weller, der in Blanken⸗ lichen Erinnerungen schwach. Wenn der Vertrag zu Frankfurt burg a. H., im Alter von 79 gestorben ist, ist ein Veteran auch am 10. Mai unterzeichnet wurde, so unterschrieb man den der Kriegsberichterstattung dahingegangen. Als Beauftragter der Pariser Vertrag aber nicht am 9. November, son am 20.„Neuen Freien Presse“ zog er in den deutschen Krieg von 1870 Doch wenn sich diese Propheten nur um 11 Tage irren, sind wir rit nach Frankreich und schrieb zündende und schriftstellerisch ge⸗ auch schon zufrieden 3— ungewöhnlich gewandte Artikel, die ihn schnell bekannt machten 5 N 4 und ihm ein kleines Vermögen eintrugen. Später er sich Eine Londoner„Kriegsrepue“. Daß der Ge- in Blankenburg a. H. ein Heim, in dem er den ten Teil seines schmack des Londoner Theaterpublfkums nicht gerade hoch ent⸗ Lebens verbracht hat Weiteren Kreisen wurde Wellmer in den wickelt ist, ist nicht neu, aber die Kriegszeit scheint den auch in siebziger Jahren durch die Herausgabe der Lebenserinnerungen der Friedenszeiten nicht ungewöhnlichen läppischen Theateraufführun⸗ berühmten Schauspielerin Karoline Bauer bekannt, die großes gen noch einen weiteren Spielraum zu geben. Wie die„Times“ Auffehen erregten; nach ihrem Tode kam es soger infolge der berichtet, fand kürzlich im New Thoatre die Erstaufführung eines Wellmerschen Publikation„Aus dem Leben einer Verstorbenen“ Stückes von Philipp„Armageddon“ statt, das in seinem tollen zu einem langwierigen Prozeß mit dem Gatten der Künstlerin, dem Durcheinander lofe aneinander gereihter Kriegsszenen trotz seiner] Grafen von Brvel. later, und Arnold Wellmer, dessen verdienst⸗ nicht mehr zu überbietenden Albernheit von enen gefüllten Hause volles Werk aber dadurch nur noch mehr in wei Kreise drang. beifältig aufgenommen wurde. Es lohnt sich, um den erreichten] Von seinen Novellen wurde ehemals die„Studenten⸗Cläre“ viel Tiesstand zu bennzeichmen, den Inhalt des Machwerkes etwas ge- gelesen; ferner verdienen die„Fröhlichen Feste“ und die„Rose nanter mitzuteilen. Zunächst beschwört Satan, eine sast nackte Ge⸗ von Jericho“ Ermährang.— Wellmer war ein Eigenbrödler, der stalt mit schwarzen Flügeln, in der Hölle den Geift des Attila sich still von der Welt zurückzog und zufrieden war, wenn man
f di unendlich viel gesagt. Wer den man den„
Auf
lkerung vermerkt und die deutsche
man über jeden Soldaten, der an die 5 5 die Verteilung Gesbonche 5* 8
Berlins Andere] Tod verursacht, gibt dieser Szene den üblichen effektvollen Ab⸗ Leidenschaft einst in Konflikt mit einem Staatsanwalt, und der
schluß. Wir treten mum in einen friedlichen englischen Obstgarten, Befreier ward nun selbst für einige Wochen der Freiheit beraubt.
Schrecken des Krieges: in reimlosen Versen beklagt eine Mutter] Gäste annahm. Die Vergrößerung der Villa zur Aufnahme von den Tod ihres gefallenen Sohnes. Auf diese poetischen Präludien Sommergästen— die sich aber nur spärlich einstellten— hatten folgt die wahre Kriegsprosa: der Dfrektor eines deutschen Presse⸗ leider den Wohltäter schließlich in Schulden gestürzt. Durch den Bureaus diktiert feinen Angestellten phantastische Lügen über den] Krieg scheint nun der seltsame, fast bedürfnislose Mann, der sich elenden Zustund Englands. Unglücklicherweise fäßt er in seinen niemandem offenbarte, wirtschaftlich inrmer mehr zurückgetommen chen Bericht ein wahres Wort einfließen, ein Verbrechen, das seine zu sein: man fand ihn tot in seinem Hause auf, ohne daß jemand sofortige Entlassung durch den Kaiser zur Folge hat. Die nächste] sein trauriges Ende auch nur hätte ahnen können. Er, der so vielen Szene ist eine glanzvolle Apotheose des künftigen Sieges, die] geholsen, konnte sich selbst nicht helfen und starb allein und verlaffen. ebenfowenig wie die Gasbombe in einem englischen Kriegsstück von. N—
iege aufstellen. Jeder hat sich i m 1814 und 1815 zusammen, alen beben Zahlen und die 1
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