Ausgabe 
(12.5.1915) 111. Erstes Blatt
Seite
64
 
Einzelbild herunterladen

*

u Der Gießener Anzel Ischeint täglich, außer

Mittwoch, 2. Mai 1015

Bezingspreis: monatl. 75 Pf., viertel-

Erstes Blatt 105. Jahrgang

Gießener Anzeiger

Sonntags. Beilagen: jährl. Mt. 2.20; durch Aer wöchenllich Abhole- u. Zweigstellen Sietzener Familienblätter; monatl. 65 Pf.; durch zweimal wöchentl. Kreis- die Post Mk. 2. viertel

latt für den Kreis Gießen jährl. ausschl. Bestellg.

Zeilenpreis: lokal 15 Pf., ausw. 20 Pi. Haupt- schristleiter: Aug. Goetz. Verantwortlich für den

(Dienstag und Freitag); zweimal monatl. Land⸗ wirtschaftliche eitfragen Fernsprech-Anschlüsse:

für die Schriftleitung 112 W a politischen Teil und das Verl. Veschaltssteleb! 2* Feuilleton: Aug. Goetz; Adresse für Drahtnach- 5 1 für Stadt und Land, richten: Anzeiger Gleßen. 55 N Vermischtes und Ge⸗ Annahme von Anzeigen ö 3 richtssaal: Otto Braun;

für den Anzeigenteil: H.

für die Tagesnumme g r Beck, sämtlich in Gießen.

bis vormittags 9 Uhr. Rotationsdrück und verlag der Brühl'schen Univ.⸗Buch⸗ und Steindruckerei N. Lange. Schriftleitung, Geschäftsstelle u. Druckerei: Schulstr. 7.

Aussicht auf friedliche Haltung Italiens. Weiteres vordringen nstige Lage im Westen.

Großes Hauptquartier, 11. Mai.(WTB. Italiens steuernden derzeitigen Regierung den eigenens. Wien, 11. Mai.(WI Nichtamtlich.) Fast alle Blätter be⸗ 1 Amtlich.) Willen zu stärken, staatsmännische Enkschlüssef fassen sich mit der Haltung Italiens, wobei die volle Erkennt⸗

nis des Ernstes der Lage zum Ausdruck kommt. Die fort⸗ gesetzten Besprechungen der Staatsmänner in Rom und die Empfänge der maßgebenden Persönlichkeiten durch den König werden unter gleichzeitigem Hinweis auf den, bevorstehenden Zusammentritt der italienischen Kammer dahin gedeutet, daß die Entscheidung nahe bevorstehe. Dabei wird es trotz aller auf eine kriegerische Lösung drängenden Bemühungen der Entente mächte und trotz der durch die antiösterreichische Presse in weiten Kreisen der Bevölkerung hervorgerufenen und unausgesetzt geschür⸗ ten leidenschaftlichen Erregung für möglich gehalten, daß die Re⸗ gierung der Bewegung Herr werde. DasNeue Wiener Tagblatt schreibt: Die Entscheidung muß nicht notgedrungen für den Krieg fallen, auch jene können noch Recht behalten, die eine friedliche Wendung erwarten. 5

Rom, 11. Mai.(WTB. Nichtamtlich.) Auf Grund der bereits gemeldeten Verfügung der Regierung an die Präfekten, betreffend den Schutz der Fremden, sind in Italien umfassende Maßsregeln zum Schutz des deutschen Besitzes getroffen worden

.

Rom, 11. Mai.(WTB. Nichtamtlich.) Nach derTribuna.

Westlicher Kriegsschauplatz.

Gestern vormittag wurde vor Westende ein englisches Linienschiff durch unser Feuer vertrieben. Oestlich Npern machten wir weitere Fortschritte und erbeuteten 5 Ma⸗ schinengewehre. Südwestlich Lille setzten die Franzosen ihre Angriffe auf die Lorettohöhe und die Orte Ablain und Carency fort. Sämtliche Angriffe wurden abgeschlagen. Die Zahl der von uns hier gemachten Gefangenen erhöht sich auf 800. Zwischen Carency und Neuville hiel⸗ ten die Franzosen die von ihnen genommenen Gräben noch in Besitz. Der Kampf dauert hier fort. Ein englisches Flugzeug wurde südwestlich Lille heruntergeschossen.

Nordwestlich Berry⸗au⸗Bac, in den Waldungen südlich La Ville au Bois, stürmten unsere Trup⸗ pen gestern eine aus zwei hintereinanderliegenden Linien bestehende Stellung in Breite von 400 Metern, machten da⸗ bei eine Anzahl unverwundeter Gefangener und erbeuteten

fassen zu helfen, z man alle Tatsachen übersehen vermag handelt. Der Köni litti und auf der noch eingehende unserer Befriedig mit derEntente troffen haben. D worden. Wir dürfe keit einer fri⸗ Stampa soll wenn die Liste de die dieser Tage wurde(danach Görz und ein? an der Ostküste

nen man nur gelangen kann, wenn nd die bisherigen Verhandlungen zu ld es wird zur Stunde noch ver die Mitglieder des Kabinetts, Gio ern Seite auch Fürst Bülow hatten chungen, und es wird heute zu gestellt, daß die römischen Politiker keine bindende Abmachung ge scheidende Ministerrat ist vertagt en Glauben an die Möglich- sung hegen. Nach der Turiner seinen Freunden erklärt haben, rreichischen Konzessionen, italienischen Presse veröffentlicht r italienische Teil des Trentino, Gradisca sowie einige Juseln ia abgetreten, Triest würde

2 Minenwerfer mit viel Munition. Feindliche Infanterie⸗[freie Stadt dispens vom Militärdienst für die empfing heute Giolitt! einige bolitische Freunde. Er wird

. in 1 5 5 92 1 scheiterten unter 1 n beruhe, würde sie ihm für Italien] Nom für den 7 5 4

erheblichen Verlusten für den Gegner. annehmbar er ind 8 5

5 Oestlicher Kriegsschauplatz. 8 ö Von der russischen Grenze, I. Mai.

Dir Lage ist unverändert. e it r hat au gewaltige Rückwande rung derRietsch undNowoje Wremja stellen fest, daß die Südöstlicher Kriegsschauplatz. italienischen angehörigen qus Deutschland ein⸗s territorialen Ansprüche Italiens über das erwartete

Die Russen versuchten gestern in der Linie Besko Brzozow, an der StobnicaBrzezanka-Abschnitt- Ropczyce, östlich DebicaSzezucin an der Weichfel, die Verfolgung

gesetzt. Hunder e p Berlin, um in Elsaß. Bayern

nnern und Frauen verlassen täglich ische Heimat zurückzukehren. Im, nd um Frankfurt am Main her⸗

der Armeen des Generalobersten von Mackensen zum Stehen zu bringen. Diese Absicht ist völlig gescheitert. Gegen abend waren die russischen Linien an vielen Stellen, insbesondere bei Besko und zwischen Brzozow und Lutcza,

durchbrochen, nachdem am Vormittag bereits ein ver⸗ zweifelter Angriff mehrerer russischer Divisionen von Sa

in Richtung Beslo unter schwersten Verlusten für den Fei a. il Die Ver 0. 1

tung. 420 a

W 105 ***

Während die Lage auf den Kriegsschauplätzen in Ost und West andauernd günstig erscheint, und die Aussichten auf weitere große Erfolge für die deutschen und österreichi⸗ schen Waffen, namentlich in Galizien, die allerbesten sind, richtet man noch immer in spannender Ungewißheit die Augen auf Rom, auf die Haltung Italiens. Der dort um⸗ wölkte Horizont hat eine wahre Völkerwanderung in Be wegung gesetzt. Lugano ist von deutschen Landsleuten über- füllt, meist Angehörigen der wohlhabenderen Kreise, die den Ernst der notwendig gewordenen Ausreise mit einem an genehmen Frühlingsaufenthalt verbinden. Aber auch wegen der Fühlung mit der noch nicht ganz aufgegebenen zweiten Heimat haben viele Deutschitaliener, besonders Kaufleute und Journalisten, die sogenannte italienische Schweiz als Zwi⸗ schenstation gewählt. Auf der Gotthardlinie werden wegen des Andranges der heimreisenden Deutschen die Schnellzüge doppelt geführt und Extrazüge eingelegt. Nach Lugano ist die ganze Mailänder deutsche Schule übergesiedelt, wo Unterrichtskurse für die Kinder derverbannten Deutschen

eröffnet werden. Die Zögli des deutschen Priesterseminars in Rom, die wegen ihrer roten von den RömernGamberi cotti(gekochte

Tra 2 9 genannt werden, sind sämtlich geflüchtet, die öster⸗ reichischen nach Wien, die deutschen nach Zürich. Auch die Schüler der Santa Maria dell Anima haben Rom verlassen, nachdem sie erst die Prüfung abgelegt haben. Zurzeit be⸗ finden sich in Italien wahrscheinlich nur diejenigen Deut⸗ schen, die durch amtliche Verrichtungen festgehalten sind, bezw. irgend einen Anspruch auf freien Abzug im Kriegs- falle haben. Etwa hunderttausend Deutsche müssen bereits aus Italien ausgewandert sein. Denn weit über diese Ziffer hinaus geht die Zahl der ständig auf italienischem Boden wuhmenden Deutschen. Von ihnen gehören etwa 80000 dem Laufmannsstande an, und diese waren es, die als Pioniere des deutschen Auslandshandels italienisch deutsche Handelsintexressen einzuleiten und zu pflegen wuß⸗ ten. Fast alle diese Reichsdeutschen in Italien haben es zu Wohlstand und Ansehen gebracht. Trotzdem ist der Reichs⸗ deutsche Reichsdeutscher in Italien geblieben, und zahlreiche öffentliche Justitutionen, aus eigenen Mitteln begründet, legen Zeugnis ab von seiner geistigen Zugehörigkeit zur Heimat. In fast allen deutschen Kolonien Italiens befinden sich vorzüglich geleitete deutsche Schulen, deutsche Kranken häuser, deutsche Wohlfahrtsvereine und gemeinnützige Ein richtungen verschiedener Art. Unsere großen nationalen Ver einigungen, wie der Flottenverein und die Deutsche Kolo⸗ nialgesellschaft sind selbstverständlich in Italien auch ver⸗ treten. Und wenn dem Deutschen Reiche ein Unglück wider⸗ fahren war und Sammlungen veranstaltet wurden, der Reichsdeutsche in Italien hat stets und reichlich beigesteuert. Und trotz aller dieser Vorboten eines Sturms, trotz der vollzogenen Mobilisierung des italienischen Heeres hofft man noch auf die Erhaltung des italienischen Friedens. Was ein Mann bei weltbewegenden Ereignissen in die Wagschale zu werfen vermag, das erfährt man jetzt durch die letzten jährige Staatsmann, ist auf Veranlassung des Königs Ema nuel noch einmal auf dem Plan erschienen, um der im stür⸗

. mischen Fahrwasser der sogenannten öffentlichen Meinung

orgänge in Rom. Giolitti, der bewährte siebzig⸗

um, in Wür

fast überall in dei

lienischer Bevt

Namen des i enrufen,

t Sachsen, Westfalen, im Rheinland, Landen sind ganze Dörfer mit ita⸗ achsen, wo jetzt Ge istliche im nsulats ihre Landsleute zusam⸗ n, daß sie in die Heimat zurück i friedlichen Verkehr beider ö en waren, alle guten

. 0 m blick, in dem sich die Regierung Salandra für die des blutigen Schwertes entschieden hat, wäre alles auf lange Zeit dahin. Der Fluch hunderttausen⸗ der friedlicher, arbeitsamer Menschen hüben und drüben würde die Antwort sein.

2* Italiens Haltung.

Berlin, 11. Mai. DieVoss. Ztg. meldet aus Rom: Die Voraussagen lauten günstig. 200 Ab⸗ geordnete, Anhänger Giolittis, erwarten in Rom gespannt und kritisch die entscheidende Lösung. Man erhebt Vor würfe gegen Salandra, weil er wie der Goethesche Zauberlehrling den Strom entfesselt hat, der vielleicht nicht mehr einzudämmen ist. Die Kriegshetzer, von ihm zu einem Drucke auf Oesterreich ermutigt, drücken jetzt auf die schwan kend gewordene Regierung. Bis jetzt widersteht Salandra noch dem Drucke, wie die fortdauernden Besprechungen zeigen. Die Giolittianer bekunden ihre Zuversicht auf die Erhaltung der Neutralität, doch sind alle angeblichen ge flügelten Worte Giolittis apofkryph.Giornale F schpeibt, Giolitti werde nach Kenntnisnahme aller Schritte und Beweggründe der Regierung sein Urteil dem ihrigen anpassen.Man dürfe auf Eintracht des Par- laments rechnen und mit Vertrauen der Erfüllung der vaterländischen Geschicke entgegensehen, während das Blatt Sonninos von derPflicht der lebenden Generation spricht, den kommenden Geschlechtern ein Land mit völlig sicheren Grenzen zu hinterlassen, wozu die gegenwärtige Stunde eine vielleicht in hundert Jahren nicht wiederkehrende Ge legenheit biete. Andere offiziöse Stimmen deuten die noch nicht geschwundene 3 einer unblutigen Er reichung des Zieles unter der Voraussetzung der vollen Einigkeit aller Parteien an.

Rom, 11. Mai.(WTB. Nichtamtlich.) WieGiornale d'Italia meldet, hat Salandra heute vormittag mit dem König und darauf mit Sonnino beraten, der später den Fürsten Bülow empfing.Giornale d'Italia warnt das Publitum vor den umlaufenden Gerüchten, die einander aufs stärkste widersprächen und setzte hinzu: Es ist nicht wahr, daß der Minister rat heute vormittag zusammentreten sollte, jedoch vertagt wurde. Daher sind auch die Meldungen über Entschlüsse ernster Natur, über die der Ministerrat angeblich hätte beraten sollen, völlig unwahr⸗ scheinlich.

Berlin, 12. Mai. Zu Giolittis Audienz beim Könige meldet dasBerliner Tageblatt nach derStampa: Was Giolitti dem König gesagt hat, ist nicht authentisch bekannt geworden. Miolitti hat aber zu politischen Freunden geäußert, daß ihm ein Abtretungsprogram m, wie es von einer Oesterreich nahestehenden Seite vor einigen Tagen in der italie nischen Presse veröffentlicht wurde, durchaus annehmbar erscheine.

Desgleichen dementiert die giolittanische Presse alle Gerüchte und Nachrichten über einen angeblichen Uebertritt Giolittis zur Kriegs⸗

partei. Alle Gerüchte, daß Italien sich bereits mit den Entente-Mächten festgelegt habe, seien Erfindungen von interessierter Seite. Krieg oder Frieden wählen.

Berlin, 12. Mai. Der Züricher Mitarbeiter derKöln. Zeitung drahtet nach verschiedenen Morgenblättern aus Rom:

Zeit gestern ist die Stimmung in Italien wieder etwas

hoffnungsvoller. Die Möglichkeit einer friedlichen Lösung habe sich etwas gestärkt. Die Hoffnung der Freunde der Neu-

tralität ruhe förmlich auf Giolitti.

abgeschnitten zu werden und

Italien könne noch nach seinem Ermessen

Maß erheblich hinausgingen, und daß dies auf starke slawische Interessen stoße. Italien verlange nicht nur die österreichische Nordküste mit Triest, sondern auch Istrien

mit Fiume und die dalmatische Küste bis Spalato. Die ge⸗

nannten Blätter weisen darauf hin, daß besonders in Dal⸗

matien die slawische Bevölkerungsziffer in gar keinem Verhältnis zu der italienischen kehe. So leben hier 510000 Slawen und nur 4170 Italiener. Kroatien gerate in Gefahr, durch die italienischen Ansprüche ganz vom Meere au unter italienische Herrschaft zu ö s berge für die Zukunft die chwersten Gefahren in sich. Ohne Zweifel würde hier ein starker Zündstoff gesammelt werden. Der Dreiverband. könne die Ansprüche Italiens auf Dalmatien nicht mit gutem Gewissen unterstützen, da er sonst einen Verrat an den serbisch-kroatischen Interessen begehen würde. Es sei denn doch nicht gut denkbar, daß die Ita⸗ liener, die in Dalmatien nur 0,8 Prozent der gesamten Be⸗ völkerung ausmachen, die Herrschaft über diese fast rein slawischen Gebiete erhalten sollen. Dieselben Blätter melden aus Nisch, daß in Serbien die Erregung über die Verhand⸗ lungen zwischen Italien und dem Dreiverband zwecks Rege⸗ lung der Adriafrage sehr groß ist. Das serbische Volk fühle sich durch seine Verbündeten in dieser für Serbien außerordentlich wichtigen Frage übergangen. Jedenfalls

1 gelang

seien die Verhandlungen geführt worden, ohne daß die ser⸗

bischen Ansprüche die genügende Bexücksichtigung gefunden hätten. Ministerpräsident Pasitsch befinde sich auf der Reise nach Petersburg, um hier Beschwerde zu führen. In Pe⸗ tersburg werde in den nächsten Tagen eine wichtige Konferenz, die in der Adriafrage weitgehende Be schlüsse fassen wird, stattfinden. An dieser Konferenz werden der russische Minister des Auswärtigen, Pasitsch und die diplomatischen Vertreter Frankreichs, Englands, Italiens und Montenegros teilnehmen.(Nat.-3.) 1

* 3*

Die Schlacht von Gorlice⸗Tarnow.

Berlin, 11. Mai.(WTB. Nichtamtlich.) Aus dem Großen Hauptquartier erhalten wir über den Fort⸗ gang der Durchbruchsschlacht in Westgalizien, die den Na⸗ menSchlacht von Gorlice-Tarnow tragen wird, folgende weitere telegraphische Mitteilung: Am Abend des 4. Mai war der taltische Durchbruch vollendet. Trotz des Einsatzes namhafter Reserven und trotz aller Vorbereitungen der zweiten, dritten und vierten Linien war der Feind geschlagen und im vollen Rückzug über die Wisloka. Wie der offizielle russische Bericht selbst zugibt, war die Truppe vor allem durch die außerordentliche Wirkung der schweren Ar⸗ tillerie der Verbündeten stark erschüttert. Am Morgen des 5. Mai meldeten die Flieger, die durch ihre Un⸗ ermüdlichkeit und ausgezeichneten Meldungen die Führung außerordentlich unterstützten, und deren Tätigkeit dur die warme, unverwüstliche Maiensonne ganz wesent- lich begünstigt wurde, den Rückzug des Feindes auf allen von Jaslo nach Osten und Norden führenden Straßen. Sie waren sämtlich von in großer Unordnung abziehenden Ko- lonnen gedeckt. Die Straßenbrücken Jaslos brann⸗

auf

ten, die Eisenbahnbrücken über die Ropa und Wis⸗ lola waren gesprengt. Nun war kein Zweifel mehr, daß der Feind nicht mehr die Kraft besaß. die Wisloka-Linie zu verteidigen. Der Verzicht

die Behauptung dieser Linie mußte aber von der weittragendsten Bedeutung für die russische Nachbararmee werden, deren Stellungen im nördlichsten

Zipfel Ungarns nunmehr unhaltbar wurden. Die strategische Wirkung des Durchbruches mußte sich jetzt fühlbar machen und die Aufrollung der russischen Karpathenfront bis zum Lupkowsattel als Frucht des gelungenen Durchbruches dem Sieger in den Schoß fallen. Zögerte der Feind mit dem Abzuge, dann wurden ihm die rückwärtigen Verbindungen verlegt und seine im Gebirge stehenden Truppen abgeschnit⸗