Nen lommen noch Pakete an Heeresangehörige in Garnisonen des
Diese sind— mit Ausnahme der
* Gemeindesteuerrückstä ude. Unter den heuti⸗ gen amtlichen Bekanntmachungen der Stadt Gießen befindet sich auch die Mahnung des sechsten Zieles Gemeinde-
euern und Kanalgebühren vom Rechnungsjahre 1914. Die Zahlung kann noch bis zum 8. Mai 1915 in der be⸗
reits früher bekannt gegebenen Weise erfolgen. Nach Ablauf der festgesetzten Frist erfolgt die Beitreibung, wobei die vor⸗ geschriebenen Pfändungskosten erhoben werden.
t Ausläuoische Schundseifen. In letzter Zeit wird, war die Untersuchungen, aber auch schon der Augenschein dartun, allerlei Schundware zu bloß scheinbar billigeren Preisen in großen Posten vom Ausland, selbst von Amerika, in den deut⸗ schen Konsum bugsiert. Es ist angebracht, auf die Gefahren hin⸗ 55„die das in gegenwärtigen Zeiten mit sich bringt. Die Hausfrau bezahlt erstens solchen Schund gegenüber den soliden, verbürgt rrinen deutschen Seifen viel zu teuer. Zwritens: Deutsches Nationalvermögen wird ins Ausland gezogen. Drit⸗ tens: Deutsche Angestellte und Arbeiter können arbeitslos werden und müßten den Gemeindeunterstützungen anheimfallen. Viertens das gefährlichste: Bei der Seifenfabrikation wird belanntlich Glyzerin gewonnen, das für Sprengstoffe in Kriegs⸗ zeiten eine der wichtigsten Rollen spielt. Nun aber ziehen die Aus⸗ länder das Dynamit⸗Glyzerin aus den nach Deutschland geworfe⸗ nen Seifen, geben es zu jedem geforderten Preise dem feindlichen Frankreich und England für die Sprengstoffherstellung in die Hand und unsere deutschen Soldaten werden hernach damit ver⸗ nichtet. Die, wenn auch noch so kleine Mitschuld daran will und darf kein echter Deutscher auf sich laden.
Pferde Versteigerung. Samstag, den 24. Avril, vormittags 10 Uhr, werden in dem Hofe der Dragoner⸗Kaserne Nr. 24 in Darmstadt 17 ausrangierte Militärpferde, darunter 3 Fohlen, versteigert. Zur Versteigerung werden nur Landwirte zugelassen, die sich verpflichten, die Pierde in ihrem Betriebe zu n und sie während der Kriegszeit nicht zu verkaufen. Die Verstei ng erfolgt nur gegen Barzahlung.
Landkreis Gießen.
Wieseck, 23. April. Dem Unteroffizier d. R. Karl Rohm wurde das Eiserne Kreuz, dem Unteroffizier d. L. Bürgermeister Schomber und Landwehrmann Techniker Adolf Hansult die hessische Tapferkeitsmedaille verliehen.
Weitershain, 22. April. Nachdem bereits zwei Söhne unseres Ortes mit dem Eisernen Kreuz ausgezeichnet wurden, wurde zwei weiteren Kämpfern die Hessische Tapferkeits⸗ Medaille verliehen und zwar Feldwebel-Leutnant Theiß von der Landw.⸗Ersatz⸗Brigade 42 und Befr. Wilh. Theiß von der 11. Koniwagnie des Kaser Wilhelm⸗Regiments 113.
R. Odenhausen, 21. April. Dem Musketier und Krankenträger Wilhelm Wallenfels, Sohn des Wagner⸗ meisters Wallenfels von hier, der seit Beginn des Krieges im Westen kämpft, wurde das Eiserne Kreuz 2. Klasse
verliehen. 5 Kreis Lauterbach.
O Schlitz. 22. April. Gestern wurde unter großer Be⸗ teiligung Lehrer Eurich dahier zu Grabe getragen. Ueber 40 Jahre stand er im Dienste der Volksschule. Im Jahre 1910 trat er infolge geschwächter Gesundheit in den Ruhestand. Stadt- pfarrer Boeckner hielt ihm die Grabrede, anschließend an Hebr. 13, V. 7. Zahlreiche Kränze wurden unter ehrenden An- sprachen niedergelegt; so u. a. von Lehrer Gompf im Namen des Bezirks⸗Lehrervereins, von Lehrer Fischer im Auftrage des
Bienenzüchtervereins, von Pfarrer Reith für den Schulvorstand
zu Hemmen. Der Verstorbene hatte namentlich auch im Genossen⸗ schaftswesen des Schlitzerlandes eine führende Stellung einge⸗ nommen. Die militärischen Ehren wurden dem Heimgegangenen, der ein Veteran von 1870/1 war, von einer Abteilung Leicht- vermundeter des hiesigen Lazaretts erwiesen.
15 Kreis Friedberg.
9. Friedberg, 22. April. Das Rentner A. Metzen⸗ dor fsche Ehepaar feierte in voller Frische das goldene Hochzeits fest.
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d. Dillenburg, 22. April. Die jetzt vollendete Bahn- Weidenau ist 33,6 Kilometer lang und, liegt mit 13,1 Kilometer im Dillkreis und 15,5 Kilometer im Kreise Siegen. Die Baukosten sind bei den schwierigen Geländeverhältnissen be- trächtlich. Sie sind einschließlich der vom Staate zu tragenden Grunderwerbskosten auf 19 059 000 Mk. oder rund. 557 000 Mik. für den Kilometer berechnet.
= Niederweidbach, 22. April. Eine größere vorbild⸗ liche Obstpflanzung, verbunden mit einem Muster- Vogelschutzgehölz, legte die hiesige Gemeinde an. Auf einer über 2 Hektar großen Fläche wurden 400 Obstbäume ge- pflanzt. Auch an der Kreisstraße Niederweidbach— Frankenbach— Fellingshausen wurden die alten Ulmen und Eschen abgeholzt und durch Obstbäume ergänzt.
h. Aus dem Taunus April. Bei der Kon⸗ trollversammlung in Königstein wurde beim Namens⸗ aufruf eines Namens aus den Reihen der Mannschaften ge⸗ antwortet:„Längst verstorben.“ Worauf der Feldwebel, lie⸗ ber Gewohnheit folgend, ruft:„Ganz egal, aufschreiben, hat sich nicht abgemeldet!“
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„ 2.
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* Vermischtes. Ein Eisenbahnunfall. Erfurt, 22. April.(WTB. Auntlich.) Bei der Einfahrt des Versonenzuges 413 in den Bahnhof Engweier entgleisten heute in der Einfahrtsweiche 3 Personenwagen, wovon einer um- stürzte. Drei Personen wurden schwer und etwa 15 leichter ver- letzt. Der Verkehr wird eingleisig aufrecht erhalten. Eine Unter— suchung ist eingeleitet.
Märkte.
Je. Wiesbaden, 22. April. Heu- und Strohmarkt. Man notierte: Heu 4,50— 5,50 Mk., Kleehen 0,00 0,00 Mk., Stroh (Richtstroh) 0,00 bis 0,00 Mk., Krummstroh 0,00 0,00 Nik., Haser⸗ stroh 0,00—0,00 Mk. Alles für 50 Kilo.— Am Fruchtmarkt fehlte jealicher Handel.
FC. Wiesbaden. Viehhos⸗ Marktbericht vom 21. April. Auftrieb: Rinder 87(Ochsen 6, Bullen 13, Kühe und Färsen 67), Kälber 278, Schafe 9, Schweine 372.— Bei ziemlich regem Ge⸗ schäft wurde der Austrieb zu den gleichen Preisen wie am 19. d. M. gehandelt und der Markt bis auf einen geringen Ueberstand fast ganz geräumt.
le. Frankfurt a. M. Viehhofmarktbericht vom 22. April. Auftrieb: Rinder 146(Ochsen 11. Bullen 4, Kühe und Färsen 131), Kälber 845, Schafe 130, Schweine 623.
Tendenz: Kälber und Schafe rege, Schweine ruhig, geräumt. Preise für 100 Pfd. Lebend⸗ Schlacht ⸗
geräumt; Schweine gedrückt. gewicht. Kälber. Mk. Mk. Feinste Mastkäl ber. 65—68 108—113 Mittlere Mast- und beste Saugkälber. 60—64 109-107 Geringere Mast- und gute Saugtälber. 56—60 91—10⁰ Schafe. Stallmastschafe: Mastlämmer und jüngere Masthammel. 50—51 108-110 Schweine. Vollfleischige Schweine von 80 bis i 100 kg Lebendge wicht.. 100.00 105 120.00 125.00 Vollfleischige Schweine unter 80 Ke Lebendge wicht. 95.00—100 115.00 120.00 Voll fleischige Schwetue von 100 bis 100.00—105 120.00—125.00
120 kg Lebendgewicht Briefkasten der Aedaftion. Anonyme Anfragen bleiben unberücksichtigt.)
0. 5. Es handelt sich weder um Meisen noch um Bachstelzen sondern um eine Finken art.
Kirchliche Nachrichten. b Israelitische Religionsgemeinde. Gottesdienst in der Synagoge(Süd⸗ Anlage). Samstag, den 21. April 1915 Vorabend: 7.15 Uhr. Morgens: 8.30 Uhr. Predigt. Nachmittags: 4.00 Uhr. Sabbat ausgang: 8.25 Uhr.
Meteorologische Beobachtungen
——— der Station Gießen.
— 2 23 22 5 S 2 22 213382 April 5 S A 23 3 82 5.—— SSD SS SSA( SEER Wetter 1010[E 88 88 85 23 83 S6 8e . 4 8 8 8— 83 8 5 22 0 f 1 1.1 35 35 NN 2 7 Sonnenschein 8 4% 5 ENE 2 0 5,9 4,5 65 N 48 U 1 Temperatur am 21. bis 22. April 1915 11.5 C. iedrigste„ 1915: 26
AMiederschlag: 0,0 mw.
Amtlicher Wetterbericht. 1 Oeffentlicher Betterdienst, Gießen. 9
ssichten in Hessen am Samstag, den 24. April 2915: 5 Wolkig, meist trocken, kühl, nordöstliche Winde. 2
ketzte Nachrichten.
Zur Haltung Italiens. 77
i. Köln, 23. April. Die„Köln. Volksztg.“ berichtet aus Rom: Der„Corriere d' Italia“ bemerkt in einer Besprechung der Verhandlungen des Ministerrates, daß die Alarmnachricht vom Scheitern der Verhandlungen mit Oesterreich durchaus phantastisch und daß es zum 1 mindesten verfrüht sei, von abgeschlossenen Verhandlun⸗ gen mit dem Dreiverband zu sprechen. 776
Was sagt Italien dazu? 1 i. Köln, 23. April. Die„Köln. Volksztg.“ merder aus Rom: Die„Concordia“ bringt einen Bericht aus Ventimiglia, wonach bei Ausbruch des Krieges die franzö-⸗ sische Regierung den Bürgermeistern der französischen Grenz⸗ orte verschlossene Brie fumschläge zustellte, die nur auf telegraphische Weisung geöffnet werden sollten. Einer dieser Bürgermeister öffnete nun den Umschlag ohne Geheiß und fand darin folgende Verfügung, die Frankreich in der Er⸗ wartung eines italienischen Angriffs getroffen hatte:„Ver. haftet alle wehrfähigen Italiener, bringt die Frauen und 1 Kinder in Konzentrations lager, zerstört alle italienischen Anlagen und Geschäfte.“ 1 Eine italienisch-russische Verbrüderung? 5 Rom, 23. April. Der neue russische Botschafter M. von Giers trifft spätestens am 5. Mai in Rom ein. Er wird auf der Reise 24 Stunden in Bukarest und einige Stunden in Nisch Aufenthalt nehmen. Zu einem italienischen Korre⸗ spondenten äußerte sich Giers von überströmender Freund⸗ schaft, Liebe und Bewunderung für Italien, das sich durch die jüngsten Angriffe gewisser russischer Blätter nicht be⸗ irren lassen möge. Giers malte eine künftige 1 russische Verbrüderung in den schönsten Farben.(Ob's helfen wird? D. Red.) 7 Die Einberufung der letzten Reserven in Frankreich. Genf, 23. April. Ein Erlaß des französischen Kriegs mini- 2 steriums ordnet an, daß alle untauglich Ausgemuster⸗ ten oder Befreiten aus den Jahresklassen 1887 bis 1914 einschließlich der aus den vom Feinde besetzten Ge⸗ bieten Fortgeschafften, die bei ihrem Bürgermeisteramt nicht die im Erlaß vom 15. September 1914 vorgesehene Erklärung abgegeben haben und infolgedessen nicht von den Revisionsräten der Klasse 5 1915 nochmals gemustert werden konnten, als für den Militär⸗ dienst tauglich zu betrachten sind und ihnen sofort die Ein⸗ berufungsordre zugestellt werden wird. a Die Englünder auf Lemnos. N Wien, 23. April. Das„Deutsche Volksblatt“ meldet aus Athen: Das gewalttätige Auftreten der englischen Behörden auf den griechischen Inseln nimmt immer peinlichere Formen an. Die Engländer gebärden sich in jeder Hinsicht als vollständige Herren der Inseln. Alle griechischen Kaufleute, die mit Waren nach Lemnos lommen, werden ausgewiesen. Die Waren werden mit Beschlag belegt, ohne daß den Händlern eine Bescheinigung darüber gegeben worden wärr. Auf ihren Einspruch wurden sie angewiesen, sich an die englische Gesandtschaft in Athen zu wenden. Nientand darf ohne Exlaubnis der englischen Polizei die Inseln verlassen. Englische Offiziere untersuchen jedes von Nudros abgehende griechische Schiff und gestatten nur jenen Passagieren die Mitfahrt, die über einen Erlaubnisschein der eng⸗ lischen Polizei auf Lemnos verfügen. Die Zensut wird sehr 2 1 gehandhabt, nicht nur bezüglich der Telegramme, sondern auch 8 brieflichen Mitteilungen über Truppen und Schiffsbewegungen sind verboten. J Das erfolglose Bomhardement von Smyrna.
Rom, 23. April. Der„Corriere della Sera“ enthielt einen ausführlichen Bericht über das Bombardement von Smyrna, wo⸗ nach die Schiffeder Verbündeten wahrhaft jammer⸗ voll schossen. Schon der Beginn des Bombardements durch einen Kreuzer war ganz erfolglos und als tags darauf drei Schiffe das Bombardement fortsetzten, schossen sie beständig an den tür⸗ kischen Befestigungen vorbei. Zwei Tage später setzte ein allge⸗ meines Bombardement ein, aber nur mit dem Erfolg, daß ein großer Kreuzer, durch vier Schüsse der Türken schwer beschädigt, abfahren mußte und ein Kriegsschiff in den Grund gebohrt wurde. Zwei Tage später wurde das Bombardement wieder aufgenommen, aber die Türken schossen so präzise und energisch, daß ein englischen Kreuzer beschädigt wurde und die Flotte die Beschießung einstellte⸗
Amtlicher Teil.
Betr.: Die Sicherung der Acerbestellung.. An die Großh. Bürgermeistereien der Landgemeinden des Kreises. 2 Die Rückständigen werden hiermit au alsbaldige Erledigung unserer Verfügung vom 12. April 1915, Kreisblatt Nr. 33, er- innert. 5 Gießen, den 21. April 1915. 0 Großherzogliches Kreisamt Gießen. J. V.: Hemmerde.
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Fitz Movack-Ausstafüngsges chat und Waschefabfl
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Beginn: Montag. den 26. April


