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Der kleine Kreuzer„Dresden“ gesunken. Die neuen
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latt für den kreis Gießen 8 und A zweimal monat
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bis. Rotationsdruct und derlag der Brühl'schen Univ. Buch⸗
165. Jahrgang
2 jährl. Mk. 2.20: durch Abhole- u. Zweigstellen monatl. 65 Pf.; durch die Post Mk. 2.— viertel⸗ jährl. ausschl. Bestellg. Zeilenpreis: lokal 15 Pf., ausw. 20 Pf.— Haupt⸗ schriftleiter: Aug. Goetz.
eiger für Oberhessen
und Steindruckerei n. Lange. Schriftleitung, Geschäftsstelle u. druckerei: Schulstr. 7. Beck, sämtlich in Gießen.
Mittwoch, 17. märz 1915
Bezugspreis: monatl. 75 N., viertel
Verantwortlich für den politischen Teil und das Zeuilleton: Aug. Goetz; für Stadt und Land, Vermischtes und Ge⸗ richtssaal: Otto Braun; für den Anzeigenteil: H.
englischen
Uebergriffe gegenüber den neutralen.
r Croßes Hauptquartier, 16. März.
Westlicher Kriegs schauplatz. 5 ö b bon 0 liche Höhenstellung bei St. Eloi füdlich bon Ppern, um die seit vorgestern gekämpft wurde, inunseren Händen. 0 Am Südhang der Lor ettohöhe nordwestlich von Arras wird um eine vorspringende Bergnase gekümpft. In der Champagne brachen mehrere französsische Teilangriffe in unserem Feuer unter starken Verlusten zu⸗ Nördlich von Beaussjour entrissen unsere Truppen den 1 1 0 mehrere Grüben. u den es zu Gefechten, die noch andauern. In den Vogesen wird an einzelnen Stellen weiter⸗
Qestlicher Kriegsschauplatz. 5 fen die Russen an. Sie wurden überall abgewiesen
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5* Berlin, 16. März.(WTB. Amtlich.) Amtlich wird
von der britischen Admirulität bekanntgegeben, daß die eng⸗ ge⸗
lischen Kreuzer„Kent“, Glas go w“ und der Hilfskreuzer „Orama“ im Stillen Ozean bei der Insel Juan Fer⸗ . ndez auf S. M. kleinen Kreuzer„Dresden“ gestoßen ind. Nuch 5
vlosion einer Munitionskammer in Brand und sank. Die Bef atzung soll von den englischen Kreuzern gerettet worden sein.
Der stellvertretende Chef des Admiralstabes gez. Behncke.
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„ Die Nachricht vom Untergang des kleinen Kreuzers Dresden“ löst ebenso viel Stolz auf deutsche Tapferkeit
unvermeidlichen Verlust. Eben hatten wir noch ein so wackeres Lebenszeichen von der„Dresden“ vernommen, als sie einen französischen Passagierdampfer versenkt hatte, und letzt liegt sie selbst auf dem Meeresboden. Immerhin, es hat si Monate gedauert, bis das zmeerbeherrschende Eng⸗ land“ den vereinzelten Feind im Stillen Ozean mit Ueber⸗ 5 entkommen war, und seit dieser Zeit hat England natürlich keine Mühe gescheut, den verwegenen Feind, der auf steter Jagd nach feindlichen Handelsschiffen war, zu
en“, faßte nur 3650 Tonnen und lief 24,5 Knoten; dagegen hat der Panzerkreuzer„Kent“ einen Rauminhalt von Tonnen und der geschützte Kreuzer„Glasgow“ gehabt, und auch
Jahre zu leisten hatte, überhaupt noch in vollem Umfange seetüchtig war, bleibt dahingestellt; sicherlich litt sie auch
an Munitionsmangel. Es ist hoch erfreulich, daß die helden mütige Besatzung der„Dresden“, 361 Mann, vollständig gerettet sein soll!
Die neuen Plackereien, die auferlegen will, um Deutschland zu treffen, brauchen uns nicht sonderlich zu beunruhigen. Die Hauptsache ist, daß die Engländer in der Aufstellung von Landtruppen, wie sich immer deutlicher zeigt, nicht vorankommen. Die Entschei⸗ dung in diesem ungeheuren Weltkriege wird Zweifellos durch
die Schlachten auf dem Festlande gefällt. Der Geldzufuhr Englands und Frankreichs nach Rußland stehen zwar keine nterseeboote im Wege, aber ob diese„Schraube die Engländer nicht schon heute arg beunruhigt,
Ueberraschung englisch! Welten aufgestanden un fd glischen Mietstafeln die Ziffern und Ansprüche. Ode if einer charakteristi⸗ schen 5 zu sehen ist: der
mit einem Fußtritt in Sturm und allt dem steuerlosen Schiffer die Klage ren. Ein englisches Blatt schildert
die neue V ane wie 1 8 1
ondon, 16. März.(WB. Nichtamtlich Daily Tele⸗ graph“ schreibt aus Peking: In den. 755 1 Jungen mit Japan räumte China Japan das Recht zur Ausbeutung der Südmandschu rei und bis 1917 die Schürf⸗ r für die Bergwerke ein. Dadurch werden Japan außer⸗ iche Rechte zuerkannt, die es in diesem ganzen Gebiet tat⸗
0 4 zu der meistbegünstigten Nation machen. In
Argonnen und am Oftrande derselben kam d
Kampf geriet die„Presden“ durch Ex⸗ daß di
einer Klausel über die Eröffnung des für Bahubauten konzessio⸗ nierten Gebietes und für die Ausbeutung der B das südafrikanische Beispiel befolgt. wisse Vorkaufsrechte über die. 1 g Linien. Bezüglich der Linie Kirin⸗Tschantschun, die eine Verbindung mit der Koreas über die Flüsse Tumen und Sungari schaffen soll, wodurch für Rußland eine neue Lage entstehen würde, berief sich China hartnäckig auf Artikel 7 des Vertrages von Portsmouth, nach welchem weder Rußland noch Japan strategische Bahnen durch die Mandschurei erhalten soll, und auf Artikel 2 und 3. China ist bereit, möglichst viele Plätze
über bestimmt umschriebene Fragen verhandeln, Mandschurei, Schantung
noch zweier Divisionen mit nicht genannter Bestimmung sich ein⸗ geschifft hätte. Juanschikai teilte seinen Freunden mit, daß er die Lage als hoffnungslos ansehe und bezüglich der Verhandlungen mit Japan mutlos sei, da China schon bis aufs äußerste gegangen sei. Wenn der dr
gebrochen werden. Demnächst soll ein direkter Appell an England gerichtet werden, in welchem China vor⸗
* 5*
Von der„Dresden“
Berlin, 16. März.(Priv.⸗Tel.) Die„Voss. Ztg.“ meldet aus Amsterdam: Nach einer Meldung der„Daily Mail“ aus Valparaiso erzählte die dort eingetroffene Be mamung des am 27. Februar an der chilenischen Küste von der„Dresden“ versenkten Londoner Bark„Conway Castle“, die Offiziere der
„Dresden“ hätten erklärt, sie würden sie wie Brüder behandeln.
Auf die Frage des euglischen Kapitäns, was mit ihnen geschehe, falls die„Dresden“ in einen Kampf verwickelt würde, habe der Kapitän der„Dresden“ geuntwortet, dann würden sie in Booten ausgeschifft und könnten zusehen, wie die Dresden“ siegen oder untergehen wird.
Die englische Rekrutierung.
Amsterdam, 16. März.(WTB. Nichtamtlich.)„Nieuws van den Dag“ schreibt in einer Kriegs n bersicht: Es ist besonders bemerkenswert, daß man in der letzten Zeit besonders wenig über die Rekrutierung der neuen Armeen hört. Wir haben beispielsweise nie gehort, daß Kitcheners zweite halbe killion voll ist. Die vorgesehenen drei Millionen dürften ein frommer Wunsch bleiben. Die Sache dürfte sich so verhalten, daß die Schwierigkeiten wirtschaftlicher und sozialer Art so groß geworden sind, daß viele Engländer sich wenig geneigt fühlen, sie durch die Entsendung weiterer Armeen nach dem Kontinent noch zu vergrößern. Sie glauben wohl, daß England o ehin schon genug leistet dadurch, daß es mit setwa einer Million Menschen auf den verschiedenen Kriegsschauplätzen kämpft. Sie verlassen sich
„auf die wirtschaftliche Not Deutschlands und die Kunst der bri⸗
tischen Diplomatie, um den Krieg zu einem guten Ende zu bringen, falls es wirklich unmöglich sein sollte, die Deutschen aus ihren Stellungen in Frankreich und Belgien zu werfen.
Kitcheners Mitteilungen im englischen Oberhause. London, 16. März.(WTB. Nichtamtlich.) Lord Hit⸗ chener gab im Oberhause eine kurze Uebersicht über die gegenwärtige militärische Lage, machte aber keine neuen sachlichen Mitteilungen. Er sagte über die Dardanellen, die Operationen erwiesen die große Stärke der verbün⸗ deten Flotten. Er könne augenblicklich nicht mehr sagen, das Haus könne versichert sein, daß die Sache gut im
Zuge sei. 4 Der Seekrieg.
London, 16. März.(WTB. Nichtamtlich.) Meldung des Reuterschen Bureaus. In Verbindung mit der Un ter⸗ seeblockade Englands wird darauf hingewiesen, daß die Handelsmarine in der ersten Blockadewoche zehn Schiffe verlor, deren Tonnage nur 26941 Tonnen betrug, während in einer Septemberwoche ein einziger deutscher Kreuzer acht Schiffe mit 41136 Tonnen zum Sinken brachte. Notiz des Wolffbureaus“ Diese Zahlen beweisen natür⸗ lich gar nichts. Inzwischen versenkte ein einziges Untersee⸗ boot in zwei Tagen vier Dampfer mit 14 600 Tonnen. London, 16. März.(WTB. Nichtamtlich.)„Mornin Post“ meldet: Dem Unterseebvot, das den britischen Dampfer„Hartdale“ am Samstag in den Grund bohrte, gelang es erst nach einer Stunde, in eine solche Lage zu ommen, daß es ein Torpedo abzufeuern vermochte. Zwei Mann des britischen Dampfers, die beim hastigen Besteigen i dem Unterseeboot ihren Kameraden übergeben— Der schwe⸗
nahm, wurde von demselben Unterseeboot angehalten, ver⸗
mochte aber auf Grund der Schiffspapiere na weisen, daß er ein neutrales Schiff sei. 9 22 5
Berlin, 16. März.(Priv.⸗Tel.) Das„Berl. Dagebl.“ meldet aus Kopenhagen: Der Kap 0 f Dampfers„August Leffler“, der den angeblich torpedierten schwedischen Kohlendampfer„Hanna“ begleitete und die Mannschaft größtenteils rettete, sagt aus, er ein U-Boot noch ein Torpedo gesehen, obwohl sichtig und klar war. Der Dampfer sei offenbar auf eine 9 „Hanna“ in Helsingborg erklärt, der Kapitän der werde sich zu verantworten haben, weil er gegen seine In⸗ struktion Scarborough passiert habe, anstatt nördlich an
Schottland vorbeizufahren.
Helsingfors, 16. März.( Nichtamtlich.) Der Dampfer„Gloria“ aus Helsi g ist chen schiffen zur Untersuchung nach Swinemün de worden. Das Schiff war mit einer Ladung Mais von La Plata nach Stockholm unterwegs.
Die neuen englischen Uebergriffe gegenüber
den Neutralen.
London, 16. März.(WDB. Nichtamtlich.) Mel dung des Reuterschen Bureaus. Die„London Gazette veröffent⸗ licht amtlich Einzelheiten über die Maßregeln, die ergriffen werden sollen, um zu verhindern, daß Güter Deutschland verlassen oder erreichen. Es wird bestimmt: Kein Schiff, das nach dem 1. März nach Deutschland abreiste, darf die Reise nach Deutschland fortsetzen; wenn es nicht einen Paß erhält, der ihm gestattet, einen neutralen oder in einem verbündeten Lande gelegenen Hafen aufzusuchen, muß die Ladung in einem britischen Hafen Löschen. Gitter, die nicht Konterbande sind, sollen, wenn sie nicht von der
erung requtriert werden, unter den Bedin⸗ gungen, die der Prisengerichtshof feststellt, zurückerstuttet werden. Schiffe aus Deutschland o i i
adung unter ähnlichen Bedi in britischen oder verbündeten Ländern gehörenden Hasen
Ein Jinanzabkommen unserer Feinde.
Hamburg, 16. März. „Hamb. Nachr.“ melden: Nach Pariser Berichten enthält das neue Finanzabkommen zwischen Frankreich, England und Rußland folgende stimmungen:
bestreiten für die ganze weitere Kriegsdauer aus eigenen Mitteln alle in Paris, London und Nem
2. Rußland verpflichtet sich, alle ausgelegten Gelder lang- stens ein Jahr nach der Unterzeichnung des Fri ebenso wie alle aufgelaufenen Zinsen und Kosten 3. Als Spezialpfand bestellt Rußland die in Odessa lagernden Getreidevorräte, i i i — und London in Form bon Konnossementen önnen. 5 4. Unter den gleichen Bedingungen werden Frankreich und England der russischen Regierung auch den auf letztere fallenden Anteil an der finanziellen Unterstützung Belgiens, Ser⸗ biens und Montenegros sowie etwaiger anderer Länder vorschießen, die im Verlaufe des Weltkrieges an die Seite des Dreiverbandes treten sollten. a 4 2 2
Der österreichisch⸗ungarische Tages bericht.
Wien, 16. März.(WB. Nichtamtlich.) Amtlich wird verlautbart, 16. März 1915:
Angriffe stürkerer feindlicher Infanterie auf Stellungen östlich Sulejow und bei Lopuszno an der Front in Polen wurden abgewiesen. Ebenso scheiterten mehrere Nachtangriffe, die die Russen im Raume bei Gor⸗ lice durchführten. Bei Abwehr dieser Angriffe brachte die eigene Artillerie durch flankierendes Feuer auf nächste Distanz dem Feinde schwere Verluste bei.
In den Ka rpathen hielt gestern an dem größten Teil der Front nur Geschützkampf an. Auch in den Stellun⸗
1
Mann gefangen und 3 Maschinengewehre er⸗ beutet. In der Gegend nordwestlich Wyszkow eroberten
9 seigene Abteilungen eine Höhe, nalnnen 380 Mann gefungen
und hielten trotz wiederholter russischer Gegenangriffe die
Die Schlacht südlich des Dujeste dauert an. Der ren russischen Kräften auf die Höhen öftlich Otty⸗
in mehrtägigen erbitterten Kämpfen unter großen Verlusten des Feindes zurück geschlagen. Nach Eintreffen weiterer Verstärkungen ging der Gegner ubermals auf dieseüöhen vor. griff in dichten Massen im Laufe des Nachmittags dreimal
den Kräfte an und erlitt wieder schwere Verluste. Das Infanterieregiment General der Kavallerie
(WD Nichtamtlich) Die
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