: Selbstmord 9,
*
Auf dem Felde der Ehre gefallen.
. e re e e dee Ja x ste r nf.-Regt.„ aus Ke 2 Kriegsfreiw. Gefreiter 2 Kratz aus Bleidenrod.— Schumann Georg Stetzelberg aus Worms.— Gefr. d. Nef. Alfred ner, Inf.⸗Regt. 80, aus Wiesbaden.— Kriegsfreiw. Hans eImann, Pionier⸗Bat. 21, aus Gustavsburg.— Ref. Ays Stolz, Inf.⸗Regt. 117, aus Gonsenheim.— Gefr. Karl Diery, Res.⸗Inf.⸗ 7 221, aus Darmstadt.— Offiz. Stellv. Friedrich Merz, Inf.⸗Regt. 168, aus Friedberg.— Schul⸗ verwalter Theodor Pauly, Inf.⸗Regt. 221, aus Friedberg zu⸗ letzt in Mühlheim a. M.).— Landwehrm. Lorenz From m, Landwehr⸗Inf.⸗Regt. 81, aus Offenbach a. M.— Landwehrm. August Stöpler, Res.⸗Inf.⸗Regt. 116, aus Offenbach a. M. 8. eee 5„ au enbach a. M.— Landwehrm. Friedri tt⸗
lob Kre h, Res.⸗Inf.⸗Regt. 221, aus Offenbach a. M.
Theodor Frenzel,
uf⸗ mann Herman ng aus Heuchelheim, Oberjäger im 24. e Auszeichnun Dem Feldpostsekretär Kammer aus Londarf ist die„Hessische Tapferkeitsmedaille“ ver⸗ liehen worden. 5 ** Die Brotkarten. Unter Hinweis auf die un⸗ mittelbar bevorstehende Einführung der Brotkarten ersucht
der Oberbürgermeister die Bevölkerung, schon von heute
Vizefeldw. im l 222, 1
ab den Brotverbrauch in den Familien so zu bemessen, daß
er den demnächst zur Einführung kommenden Pflichtsatz von 200 Gramm pro Tag und Kopf nicht übersteigt.
Vom Verkehr beiden Postsammelstellen. Bei den 23 Postsammelstellen, die die Feldpostbrief— sendungen aus der Heimat nach den Heeren bearbeiten, sind nach den letzten Feststellungen 13 774 Beamte und Unter- beamte beschäftigt. Die Zahl der Zivilaushelfer beträgt 10045. Wie gewaltig die Flut der ausgehenden Briefe usw. ist, beweist die Tatsache, daß während eines 14tägigen Zeit⸗ raumes im Monat Januar nicht weniger als 412 796 Briefbeutel abgefertigt wurden; das macht täglich durchschnittlich 29 485 Stück. Die meisten Briefbeutel sandte innerhalb 14 Tagen die Sammelstelle Leipzig mit 46 205 Stück ab, dann folgte Berlin mit 38627 Briefposten. In dem glei Zeitraum wurden den Heeresangehörigen 48 727 Postanweisungen aus der Heimat zugeführt.
( kEine wichtige Entscheidung für Land⸗ sturmleute. Die Frage, ob Landsturmleute, die Kriegs⸗ gefan bewachen, zu den Kriegsteilnehmern zu nen sind, wurde nach anderen ähnlichen Vorentschei— dungen vom Oberlandesgericht zu Dresden bejahend be⸗ antwortet. Nach dem Urteil dieses Gerichts zählen die in der Heimat zur Bewachung von Kriegsgefangenen herangezoge⸗ nen Landsturmleute zu den Kriegsteilnehmern, da„sie gegen den 9 verwendet werden“. Denn die Gefangenen bleiben Feinde, und ihre Bewachung tut der feindlichen Streitmacht Abbruch.
Wildschaden, angeblich eine ernste Ge⸗ fahr! Ein alter Jäger sendet uns zu dem in Nr. 51 des „Gießener Anzeiger“ erschienenen Artikel„Eine ernste Gefahr“, der einer mit staatlicher Mithilfe verbreiteten Korrespondenz seine Verbreitung verdankt, folgende Aus⸗
gen: a.
Im gestrigen„Gießener* wird unter der Ueberschrift„Eine ernste Gefahr“ der Wildschaden behandelt. Dabei wird aber nur Wild genannt, von dem man für Gießen und Umgebung mit Schiller sagen darf:„Es leben viele, die das nicht gesehen“, nämlich Sauen und Hirsche. Uebrigens wird für deren tunlichste Minderung schon ge⸗ . durch die diesmalige Verlängerung ihrer Abschußzeit bis zum 1. Märtz 1915. Der Ueberhandnahme
der übrigen Wildarten beugen schon vor die vielen Schießer, deren überwältigende Anzahl nach einem— Jagd⸗ schriftsteller unseren gesellschaftlichen Verhältnissen großen⸗ 15 8„Heute fällt es 9 Mann, nachdem er i fü zwanzig Jahren ein Vermögen gemacht hat, 8 ae den den esel lte vs o wird 1 2 gewo 1 Verfasser dieser erläuternden Berichtigung ist jahr⸗ zehntelang Jagdpächter gewesen, hat seine Jagden immer in Zustand gehalten, aber im ganzen keine 30 Mk. Wildschaden— 7 müssen, durchschnittlich im Jahre noch nicht eine Mark. Und doch sind die wirte in der Geltend⸗ machung von Wildschaden gerade nicht blöde und es steht ihnen bei verweigerter freiwilliger Zahlung des Jagdpäch⸗ ters ein für sie günstiges Wildschadengesetz zur Seite. Für den Landwirt ist im allgemeinen der Mäuseschaden ungleich viel größer als der Wildschaden. Den Hauptmäusevertilger, den Fuchs, mindestens während der Kriegszeit zu schonen, sind ja die Jäger im Gießener Anzeiger Nr. 37 vom 13. Fe⸗ bruar 1915 bereits gemahnt worden und zur Verfolgung von ackerbauschädlichem Raubzeug, wie Häher, Eichhörnchen,
Dohlen oder usw. Die ungerechtfertigte Meinung, daß der Wilds
„nicht genügend beachtet“ werde, kommt zudem zu spät. 7„ von Ende Januar ab, war der versuchte Abschuß von Schwarzwild angeordnet, die Schonzeit des
Hochwilds und in Preußen sogar der Rehe auf den 1. März 1915 hinausgeschoben worden. Die Regierungen mußten hierbei auch Rücksicht nehmen auf den hohen wirtschaft- C
ungerun n ei durfte Fu 5 der ernährenden Elkern
o darf man fragen: 1. Hat er eine Ahnung von der hohen beurdchalllichen Bedeutung, den 5. dem Ernäh⸗ werte des Wildes? 2. Wo sollen für die Gemeinden
die sei überaus hohen Jagdpachten herkommen bei win⸗ 59 e Hat er bedacht, daß schon seine—
ze die Gemeinden stark schädigen kann, deren Mit⸗
glieder sich oft in wundersamen Gedan en bewegen,
as Laufenlassen von Hunden auf der Jagd, die Geltend⸗
machung ungereimter nichti Jagds. sprüche sich erlauben, deren Abweisung in der„55
benen Form den ter unnötig belästigt, usw.? könnte aus 1 geit ein wo Lerbürgtes 3—
6 0 2 8 5
N Neubildungen Krebs usw.) 37. tödliche Ver⸗heri
Erstrebt der Mahner die völlige Ausrottung des Wildes,
nis erzählen, wo infolge. Machenschaften der seit⸗ 186 8 N N fernblieben, wodurch die Jagdpacht auf knapp die Hälfte des seitherigen Erlöses sank⸗ Den in vorstehen⸗ den drei Fragen berührten Punkten darf man den allgemein ültigen Ausspruch von Schiller entgegenhalten:„Allzu raff gespannt zerreißt der Bogen“. Eine Personenstands aufnahme kin unserer Stadt hat sich als notwendig ergeben, um eine ratio
nelle Brotverteilung vornehmen zu können, wie
solche der Bundesrat vorgeschrieben hat. Man rechnete in Gießen bisher mit 6800 Familien resp. Einzelhaushaltun⸗ gen. Zu der Aufnahme haben 22 Volksschullehrer ihre Dienste zur Verfügung gestellt; ferner ist auch unsere Schutz⸗ mannschaft dabei tätig. Die Zählkarten werden heute und morgen wieder eingesammelt. Derjenige Familien⸗ vorstand, der einen Zettel bisher zur Ausfüllung nicht be⸗ kommen hat, wird gut tun, dies schleunigst bei der Bürgermeisterei zu melden, damit seine Familie bei der Brotzuteilung berücksichtigt wird.
** Kriegskochkurse. Die Alice⸗Schule stellt uns das folgende Verzeichnis der Gerichte zur Verfügung, die in den beiden Kriegskochkursen der ersten Woche her⸗ gestellt worden sind. Im Morgenkurs(für Bemittelte, Ho⸗ norar 6 Mk.) wurden bereitet: Haferflockenfuppe, Pickel⸗ steiner, Hirseauflauf, Rote Apfelspeise, Vanillebeiguß, En⸗ diriensuppe, Fischsuppe, Fische im Wasserbad, Fischküchlein, Himmel und Erde, Apfelbettelmann, Hafersuppe, Reisfleisch, Gerstengemüse, Gold und Silber, Buttermilchpudding, Sta⸗ chelbeerflammerie, Ottiliensuppe, Irisch Kraut, Klöße, Käse⸗ teilchen, Wurzelbrühe, Rote Grütze. Im Abendkurs(für Un⸗ bemittelte, Honorar 1 Mk.) wurden hergestellt: Gedünstete Reissuppe, Kartoffelklöße, Kartoffelpfannkuchen, Salat, Hirseauflauf, Krautfuppe, Fischsuppe, Gebackene Fische, Fisch⸗ küchlein, Petersilienkartoffeln, Lauchsuppe, Heringskartof— feln, Kartoffelnudeln, Saure Lunge, Reisflammerie, Ger⸗ stensuppe, Zusammengekochtes, Himmel und Erde, Wurzel⸗ brühe, Schokoladengries, Vanillebeiguß.— Der 3. und 4. Kurs gehen mit Samstag zu Ende. Am nächsten Dienstag sollen zwei weitere Kurse beginnen, jedoch nur unter der Voraussetzung, daß sie vollzählig besetzt werden. An⸗ meldungen werden Steinstraße 10(Tel. 997) entgegen- genommen.
* Verwundete 116er. Eine Leserin des Gießener An⸗ zeigers teilt uns mit, daß sie durch das Missionshaus für afri⸗ kanische Mission in Keer bei Maastricht(Holland) die Namen folgender Soldaten vom Inf.⸗Regt. 116 erfahren, die in jüngster Zeit noch in Clermont Ferrand im Lazarett gelegen haben: Gutermuth, August, 5 Komp., Heß, Wilhelm, 3. Komp., Barth, Peter, 7. Komp., Hoffmann, Albert, 2. Komp. Viel⸗ leicht dienen diese Namen den Angehörigen in irgend einer Form.
Wohltätigkeits⸗ Konzert. Nach längerem Winter⸗ schlaf scheint unsere Kriegs freiwillige Kapelle“ wieder zu erwachen. Kommenden Sonntag findet im Philosophenwald wiederum ein Konzert statt zum Besten der Hinterbliebenen unserer wackeren Flieger. Das ausgewählte Programm wird eine besondere Ueberraschung e Altmeister Krauße hat wieder einmal einen flammenden Marsch„Unsere Feldgrauen“ kompo⸗ niert. Daß nicht nur der gute Zweck, sondern auch die musikali⸗ schen Leistungen den Besuch des Konzertes empfehlen, braucht wohl in Erinnerung an die früheren Darbielungen nicht besonders er ⸗ wähnt zu werden.
Der Siegeszug der Deutschen durch Belgien. Wie schon gemeldet, veranstaltet der hiesige Bürgerverein am nächsten Sonntag in der Neuen Aula der Universität eine öffent⸗ liche Versammlung, in der Prof, Walz aus Friedberg über den „Siegeszug der Deutschen durch Belgien“ sprechen wird. Das Thema des Vortrags dürfte auf weiteste Kreise unserer Bepölke⸗ rung große Anziehungskraft ausüben, zumal der Vortragende als Redner wie als Kenner des Landes gien allen Ansprüchen auch eines verwöhnten Publikums gerecht zu werden imstande sein dürfte. Wir entnehmen einem icht der„Neuen Friedberger Zeitung“ über eine Versammlung mit dem gleichen Thema in Friedberg u. a. das folgende: Der Vortragende, der überall die eigene Kenntnis des Landes vereint, wußte nach einem kurzen Ueberblick über die Geschichte des Landes und einer Schilderung von Land und Leuten, von Handel und Wandel an einer Reihe gut aus⸗
ewählter Lichtbilder die großen geschichtlichen Ereignisse der letzten
onate vor den Augen Erschienenen lebendig werden zu lassen. Der etwa 800 Personen fassende Saal des Saalbaues zeigte schon vor Beginn des Vortrags eine Ueberfüllung,„die wohl schon über das polizeilich Zulässige hinausging“. Der lebhafte Beifall, der dem Redner zuteil wurde, zeigte, daß„seine Worte eine Stätte gefunden hatten in den Herzen seiner Zuhörer“.— Der Vortrag wird durch etwa 70 Lichtbilder unterstützt.
* Der hiesige Polizei⸗ und Schutzhunde⸗ verein hielt am letzten Montag im Postkeller seine Jahresversammlung ab. Nach einer Begrüßung durch den Vorsitzenden Rechtsanwalt Homberger er⸗ stattete der Rechner des Vereins Schutzmann Seitz den Kassenbericht. Der Vorsitzende berichtete sodann über die Ausbildung von Sanitätshunden durch den Verein. Trotz der Schwierigkeiten hat der Verein ohne große finan⸗ zielle Mittel bereits 7 Hunde für den Sanitätsdienst aus⸗ 2 wovon 3 der Militärbehörde überwiesen wurden, die übri 4 warten auf ihre Einberufung. sind 2 weitere Hunde zurzeit in Ausbildung. Da dem Verein weitere Mittel nicht zur Verfügung stehen, wurde beschlossen, von der weiteren Ausbildung von Sanitäts- hunden vorläufig Abstand zu nehmen; etwaige Ver⸗ fügung gestellte 9 sollen nebst Führer der Ausbildungs⸗ stelle in Frankfurt überwiesen werden. Die im Felde stehen⸗ den Mitglieder sollen mit Liebesgaben erfreut werden. Für die in Kürze in Darmstadt stattfindende Tagung wurden 2 Vertreter gewählt.
1 Starkenburg und Rheinhessen.
n. Ossenbach, 3. März. Der hiesige Rechts⸗ und Finanz ⸗ ausschuß hat in seiner gestrigen Sitzung beschlossen, der Stadt- verordneten-Versammlung zu empfehlen, aus städtischen Mitteln eine Viertel Million für die neue Kriegsanleihe zu zeichnen. Außerdem hat der Vorstand der städtischen Sparkasse den Beschluß gefaßt, auf die Reichsanleihe eine Million zu
ichnen. 9 Offenbach a. M., 4. März. Eine schwere Gas- explosion ereignete sich gestern nachmittag in dem Hause Wil⸗ helmsplatz 8. In der Küche der dort wohnenden Familie Stein- berg hatte ein Arbeiter eine Reparatur an der Gasleitung vor— genommen, wobei ihm ein auf Urlaub weilender Soldat mithali. Nach Beendig der Reparaturarbeit hatte man aber offenbar
außer acht gelassen, einen Hahn zu schließen, denn als der Soldat 5
der Leitung mit einem Licht zu nahe kam, erfolgte eine heftige Exvlosion. Dabei Fern sich der Soldat sowie die Frau Steinberg so schwere Verletzungen zu, daß sie ins städtische Krankenhaus gebracht werden mußten. g
3 Offenbach a. Tee* 5 5 1 2
gestern mittag gegen r in den im Hinterhause des n stückes Geleitstraße 83 gelegenen iitsräumen der Kartonagen sabrik von Oskar Teichmann aus, das einen gefährlichen Charakter anzunehmen drohte. Das Feuer, das offenbar durch einen überheisten Ofen hervorgerufen worden ist, konnte von der alarmierten bald unterdrückt werden.— Für den Erweiterungsbau des Offenbacher Amtsgerichts werden 128 000 Mk. benötigt, von denen als erste Rate für 1915 insgesamt 252 000 Mk. bewilligt werden sollen. —
h Frankfurt a. P, 4. Marz. Zu Krisgsfürsorge-
z wecken die städtische Rriegskommission aberma hunderttausend Mark.
Aufbewahrung von Schweinen im gefrorenen Zustand, 50 000 Ml. A Einsalzen von Schweinen, 10 000 Mk. zu Liebesgaben für die
Felde stehenden Truppen und 10 000 Mek. für die Einrichtung von Volksküchen. Ferner beabsichtigt man die Errichtung einer Zentrale für Lebensmittelversorgung, die Absendung eines Gesuches an die Behörde um Beschlagnahme der Kartoffel- vorräte und Herabsetzung der Kartoffelhöchstpreise. Dagegen sollen für Schlachtvieh Höchstpreise sestgesetzt werden. Die Stadt⸗ verwaltung wird demnächst größere Mehlvorräte ankausen und diese den Verbrauchern zu angemessenen Preisen wieder zuführen.
u. Usingen, 4. März. Zur Sicherstellung der Frühjahrs- aussaat sand unter dem Vorsitz des stellvertretenden Landrats Dr. v. Hensinger eine Beratung des Kreisausschusses in Gemein schaft mit vielen Kreis eingesessenen statt. Es wurde beschlossen, daß jeder Landwirt angehalten werden soll, allen in der Bestellung zurückbleibenden Kreisbewohnern sofort helsend zur Seite zu stehen, so daß auch die kleinste Fläche bestellt wird. Ferner will das Landratsamt versuchen, allen einberusenen garnisondienst⸗ fähigen Landwirten und Arbeitern einen Urlaub vom 8. März bis 30. April zu erwirken.
+ Eschwege da. d. Werra, 3. März. In dem benachbarten Dorse Altengottern brannte das Haus eines Landwirtes nieder. Der Besitzer wurde bei den Rettungsarbeiten durch einen herabstürzenden Balken erschlagen.— Während der ver⸗
angenen Nacht wurde dem Gemeindeeinnehmer des Dorses 3 die Gemeindekasse in Höhe von 25000 Mark
22 stohlen. e großer Brand in Kopenhagen.
Kopenhagen, 4. März.(W. B. Nichtamtlich.) Im hiesigen Hotel d' Angleterre brach in der letzten Nacht Feuer aus, das schnell einen großen Umfang annahm. Ein großes Löschaufgebot mit mehreren Dampfspritzen und Militär war bald zur Stelle. Die Gäste und das Personal konnten im letzten Au ge⸗ rettet werden. Das Hotel ist teilweise niedergebrannt. Schaden beträgt 1½ Millionen Kronen.
Eingesandt.
(Für Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.)
Mehr Verständnis für die Volksernährung!
In dem Artikel„Kriegsküche“ in Nr. 52 des„Gieß. Anz.“ heißt es:„Unsere Bevölkerung hatzum großen Teil noch nicht das richtige Verständnis für den Ern st der Nahrungsmittelfrage.“ Leider ist das nur zu wahr! Hier ein Beleg dafür!* 1.
Am letzten Sonntag gab es auf einem beliebten Ausflugsort in
—
der Nähe unserer Stadt— Kreppeln in Hülle und Fülle, und
Gießener Honoratioren, darunter höhere Beamte, ließen sich die Kreppeln fröhlich munden. Wenn ich recht weiß, ist doch die Her⸗ stellung dieses Gebäcks überbaupt verboten, sogar im Privathaus⸗ halt. Ist das richtig, so würde es sich doch hier um eine grobe Ver⸗
letzung amtlicher Anordnungen handeln! 3 Märkte. 16, Frankfurt a. M., 5. März. Heu- und Strohmarkt.
Mau notierte peu 4,70— 5,00 Mk., Stroh(Kornlangstroh) 0.00 bis 0.00 Mk., Wirrstroh 0,0—0,00 Mark. Alles je 50 Kilo. Ge⸗ schäst schleppend. Die Zufuhren waren aus Oberhessen und aug den Kreisen Hanau und Dieburg.
. Amtlicher Wetterbericht.
Oeffentlicher Wetterdienst, Gießen. in am Samstag, den 6. 1915: Unbesändig, Regenschauer, mild, westliche Winde. ————
Letzte Nachrichten.
Die Rückkehr der erften deutschen Kriegsinvaliden aus 8 Frankreich.
Karlsruhe, 5. März. Auf dem in Konstunz traf der schweizerische Sanitätszug mit dem ersten Teil der aus⸗ getauschten deutschen Kriegsin val ein. Es waren 250 Sol⸗ daten. Auf dem Bahnhof hatten sich u. a. zur Begrüßung ein⸗ gefunden Prinz Max von Baden und der O ster von
Konstanz. Die Verwundeten erzählten über ihre isse ungefähr folgendes: Die Behandlung in den Lazaretten war sehr unter⸗
schiedlich. In manchen Lasaretten war die Ernäbrung seifweise mangelhaft. Ueber die Vorgänge in Deutschland wurden den Ver⸗
wundeten die unglaublichsten Dinge erzählt, die Berlin, die Franzosen ständen jenseits des 9 Volk sei am Verhungern. Ganz besonderen Haß zeigten die Fran⸗
zosen bc den deutschen Kaiser und den Kronprinzen, von denen i
ungla⸗ s gesagt und geschrieben wurde. Auf der Rückreise war der Lazarettzug von der Bevölkerung in der von Lyon beschimpft und die Verwundeten beleidigt worden. Volk hatte
nicht übel Lust, sich auf den Zug zu stürzen und die Fenster ein⸗ zuschlagen. Aeußerst lobend sprachen sich die Verwundeten über die Behandlung in der i
Kent der Heimat entbot.
Großherzogs paar besuchte die Invaliden in den Lazaretten. Amtlicher englischer Bericht über die Schlacht in der Nordsee. Mailand, 5. März Nach dem„Corriere della Sera“ ver⸗ öffentlicht die englische Admiralität die Berichte der Admirale 1 HR 8 bei den Falk⸗ andsinseln in ordsee. Bericht Beattys sagt, der Kreuzer„Lion“ sei um 8,20 Uhr ins 5 kommen mit einem ersten Schuß auf eine Entfernung von 20 000 Metern. Um 11,05 Uhr erhielt er infolge einer Beschädigung, die nicht sogleich ausgebessert werden konnte, den Befehl, sich aus der Gefechtslinie zurückzuziehen. Der Admiral schiffte sich auf der „Princeß Royal“ ein und hißte auf dieser die Admiralitätsflagge. Um 2 Uhr nachmittags, als die Maschinen des„Lion“ auf Steuer⸗ bordseite bedenklich waren, beschloß der Admiral, das Schiff durch den„Indomitable“ ins Schlepptau nehmen zu lassen. Die Opera⸗ tion gelang trotz der schwierigen Umstände vollständig. Das einzige
sonst noch getroffene englische Schiff sei der„Tiger“ g 0.
Amerikas Haltung zu der englischen Erklärung. Kopenhagen, 5. März.„Daily Telegraph“ wird aus Washington telegraphiert: Präsident Wil son erklärte, daß er die englische Note als eine Blockadeerklärung, ein Anzeichen dahin auffasse, daß amerikanische Schiffe, die sich in die Kriegszone bineinwagen, das auf ihr eigenes Risiko tun, ohne die Neutralität zu verletzen. Wilson sagte ferner, Amerika werde sich vorläufig abwartend verhalten. Die Bedingungen, unter denen ein moderner Krieg geführt werde, seien jetzt andere als früher. Die völker⸗ rechtlichen Gesetze für den Krieg seien geändert, und wenn ein
Protest erhoben werden sollte, so wird er gegen diese Aen der Kriegsgesetze erhoben werden müssen. Der Präsident gab sei⸗ ner Beunruhigung über die englische Note Ausdruck und machte darauf aufmerksam, daß ihn die Verhältnisse gezwungen hätten, ie Kot erien auf unbestimmte Zeit zu verschieben. Er 4 2 aber hinzu, daß keine Aussicht auf irgendeine Aenderung des Ge⸗ setzes vorhanden sei, nach der die Ausfuhr von Waffen verboten
würde. Die Beschießung des Golfs von Saros.
Genf, 5. März. Ueber London wird berichtet: Die Ergeb⸗ nisse des von der Seedivision des französischen Ad⸗ mirals unternommene Beschießung der Forts am Golr von Saros sind gering. Die Sultan und Napoleon sind f a st unbeschädigt. Der an einer einzigen Stelle getroffenen Ka⸗ wadl⸗Brücke droht keinesfalls der Einsturz.
Die japanischen 21 Forderungen. N
Amsterdam, 5. März.„Daily Telegraph“ meldet aus Peking, daß Japan am vorigen Donnerstag den
is einiges gen Text de⸗ 0 l Hiervon bestimmte man 150 000 Mk. zur! Note an China vom 18. Januar enthalten sind.
en in London, Paris und rsburg den völli⸗ der 21 mitgeteilt habe, die in der
der Schweiz aus. Während des Aufenthaltes des Zuges in Konstanz traf ein Telegramm des Groß herzogs ein, der den Verwundeten den Willkom m⸗ arlsruhe weiter, wo sie in Lazarette gebracht wurden. Das
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