Ausgabe 
(21.1.1915) 17. Erstes Blatt
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Der Slezener Anzeiger erscheint täglich, außer Sonntags. Beilagen: viermal wöchentlich Gießener Familienblätter; zweimal wöchentl. Kreis- blatt für den Kreis Gießen (Dienstag und Freitag); zweimal monatl. Land⸗ wirtschaftliche eitfragen Fernsprech-Anschlüsse: für die Schristleitung112 Verlag, Geschäftsstelled l Adresse für Drahtnach⸗ richten: Anzeiger Gießen. Annahme von Anzeigen für die Tagesnummer bis vormittags 9 Uhr.

165. Jahrgang l

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Rotationsdruck und verlag der Brühl'schen Univ.⸗Buch⸗ und Steindruckerei R. Lange. Schriftleitung, Seschäftsstelle u. druckerei: Schulstr. 7.

Donnerstag, 21. Januar 1015

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monatl. 75 Pf., viertel⸗ jährl. Mk. 2.20; durch Abhole- u. Zweigstellen monatl 65 Pf.; durch die Post Mk. 2. viertel⸗ jährl. ausschl. Bestellg. Zeilenpreis: lokal 15 Pf., ausw. 20 Pf. Haupt- schriftleiter: Aug. Goetz. Verantwortlich für den politischen Teil und das Feuilleton: Aug. Goetz, für Stadt und Land, Vermischtes und Ge richtssaal: Otto Braun; für den Anzeigenteil: H. Beck, sänitlich in Gießen.

Ein Luftschiffangriff gegen die englische Ostküste.

(WT B.) Berlin, 20. Jan.(Amtl.) In der Nacht vom 19. zum 20. Januar unternahmen unsere Marineluft⸗ schiffe einen Angriff gegen einige befestigte Plätze an der englischen Ostküste. Bei nebligem Wetter und Regen wurden mehrfach mit Erfolg Bomben geworfen. Die Luftschiffe wur⸗ den beschossen, kehrten aber unversehrt zurück.

Der stellvertretende Chef des Admiralstabes Behncke

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WTB.) Großes Hauptquartier, 20. Januar. Amtlich.) Westlicher Kriegsschauplatz. Im Ab⸗ schnitt zwischen Küste und Lus fanden nur Artilleriekämpfe statt. Bei Notre Dame de Lorctte, nordwestlich Arras, wurde dem Feinde ein 200 Meter langer Schützengraben entrissen. Dabei sind 2 Maschinengewehre erbeutet und einige Gefan gene gemacht worden. In den Argannen nahmen unsere Truppen einige feindliche Schützengräben. An einer Stelle betrug unser Geländegewinn der letzten Tage wieder 500 Me⸗ ter. Im Walde nördlich Sennheim schritt unser Angriff gut fort. Der Hirzstein wurde genommen. Zwei Offiziere und 40 Alpenjäger wurden gefangen genommen. f 5

Oestlicher Kriegsschauplatz. Die Lage im Osten ist unverändert. Oberste Heeresleitung.

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Unsere Marineluftschiffe haben befestigte Plätze der englischen Ostküste beschossen! Mit lebhafter Genugtuung lesen wir die zahlreich auch aus englischen Quel⸗ len vorliegenden Berichte, die uns volle Gewähr bieten, daß der neue Angriff auf das Inselreich einen ungetrübten Erfolg für uns bedeutet. Unsere Luftschiffe sind sämtlich unbeschädigt zurückgekehrt. Der Schaden, der in den englischen Städten der Grafschaft Norfolk angerichtet worden ist, wurde sogleich von den geschäftsfindigen Briten mit Geldsummen beziffert; in Narmouth, wo eines der Luftschiffe zehn Minuten verweilt haben soll, soll die englische Einbuße mehrere tausend Pfund betragen. 3 n

Vir haben guten Grund, über die englischen Ziffern ganz hinwegzusehen, denn es war uns nicht um Geldeswerte zu tun, die wir dem Feind nehmen wollten. Viel höher schätzen wir den rein militärischen Erfolg ein, der darin besteht, daß bie Welt wieder ein wundervolles Stück deutscher Leistungs⸗ fähigkeit erschaut hat! Wir haben die Zeppelinluftschiffe gebaut und wissen sie auch zu gebrauchen. Schon viermal haben wir jetzt der englischen Küste, trotz der berühmtenun widerstehlichen feindlichen Flotte, wirksame Besuche abge⸗ stattet. Am J. November haben deutsche Schiffe einen An griff auf Varmouth gemacht, am 16. Dezember sind weiter nordwärts von dem jetzigen Angriffsschauplatz Hartlepool, Scarborough und Whitby beschossen worden, und am 10. Ja⸗ nuar waren deutsche Flieger, die über der englischen Süd küste erschienen und Bomben herabwarfen, die Vorboten kom mender Ereignisse zur Luft. Wir wissen nicht, warum nicht schon früher unsere Luftschiffe hinüber zu dem Feinde ge flogen sind. Die Marineverwaltung wird triftigecßründe dafür gehabt haben. Es ist sicher, daß wir unsere Rüstung zur Luft in den Kriegsmonaten bedeutend ergänzt und vervollständigt haben Auch mußten Erfahrungen gesammelt werden, bevor ein Angriff zur Luft wirksam unternommen werden konnte. Augenscheinlich sind wir dem Zeitpunkt nun nahe gekom⸗ men, wo man mehr als bisher von unseren Zeppelinen reden hören wird. Es ist nicht das letzte Mal, daß die Eng⸗ länder das Summen der Zeppelin-Motore über sich ver⸗ nommen haben. Wie im Feldzug zu Lande zuerst die Ka⸗ vallerie Aufklärungsritte zu unternehmen hat, so wird wohl auch ein größeres Kriegsunternehmen zur Luft durch klei nere Ausfahrten vorbereitet werden, und wir gehen kaum sehl in der Annahme, daß die Ergebnisse und Erfahrungen der neuesten Fahrten an die englische Ostküste jetzt Gegenstand eingehender Beratungen an den maßgebenden deutschen Stellen geworden sind. Auch in England trifft man Vorbereitungen, aber nur zur Abwehr! Darmouth, die schöne Badestadt mit ihren 55000 Einwoh⸗ nern, Cromer, Sheringham, Sandringham(der Landsitz des Königs, der kurz zuvor noch dort geweilt hat), Kings⸗Lynn, sind nacheinander von unseren Schiffen überflogen und be schossen worden, und sie haben sich nicht viel zu helfen gewußt. In England scheint es an Luftfahrzeugen über haupt beträchtlich zu mangeln. Verdunkelungen allein tun doch noch nichts gegen die Gefahr. Da imponieren uns eher die 550 Flugzeuge, die der französische Kriegsminister nach einer unverbürgten Meldung aus Genf als Wache über Paris stationiert haben soll. Es ist sonderbar und für uns Deutsche hocherfreulich, daß wir alle Feinde in die Defensive gedrängt haben. Die Engländer rühmten sich, die machtvollste Flotte zu besitzen, während die Franzosen sich viel auf ihre angebliche Ueberlegenheit in der Luft zugute taten Beide Feinde haben die Ueberraschung erlebt, daß das Deutsche Reich weder zu Land, noch zu Wasser, noch zur Luft sich Blößen gegeben hat. Und dieTimes, eine der geschwätzigsten und boshaftestenguferinnen imStreit, beginnt

reits, 112 Landsleute auf die Unangreifbarteit des deut⸗ schen Feindes aufmerksam zu machen!

London, 20. Jan.(WTB. Nichtamtlich.) Meldung des Reuterschen Bureaus. Gestern abend um 8 Uhr warf ein feindliches Luftschiff über Harmonth fünf Bomben ab. Diese fielen bei dem Exerzierplatz, bei dem Ma⸗ rinedepot und dem Norfolk Square, beim Hause des Majors und im Hotel der Peterroad nieder. Zwei Personen wurden

tötet. Der Schaden 4 mehrere tausend Pfund Das Luftschiff warf zwei Bomben auf Sherring⸗

4 Pam per dem Hause des Manors niedergefallen. Die

ham und über Cromer, somwie vier über Kingslynn. Zwei Häuser wurden zerstört und zwei Personen verschüttet. Das Luftschiff erschien bei Sandringham, dem Land⸗ sitz des Königs, von wo das Königspaar vor wenigen Stun⸗ den nach London gefahren war.

London, 20. Jan.(WTB. Nichtamtlich.) Meldung des Reuterschen Bureaus. Gestern abend erschien ein feindliches Luftschiff über Narmouth, das zehn Minuten über der Stadt blieb und fünf Bomben abwarf. Drei Personen wurden ge⸗ tötet. Mehrere Häuser wurden zerstört, viele Fensterscheiben sind Zersprungen. Zwei der abgeworfenen Bomben sielen am Strande nieder. Das Lustschiff konnte wegen der Dunkelheit nicht gesehen werden, aber die Motore waren deutlich zu hören. Auch waren Flammen in der Luft sichtbar. Das Luftschisf fuhr dann nach Scherin g ha m und warf dort zwei Bomben ab, die keinen Schaden an richteten. Auch über Cromer wurden Bomben abgeworfen. Um11 Uhr erschien das Luftschiff über Kings⸗Lynn, wo es vier Bomben abwarf. Hier wurden zwei Häuser zer⸗ stört und ein Haus beschädigt. In einem der Häuser wurde ein junger Mann getötet, während sein Vater unter den Trümmern begraben wurde. Aus dem Geräusch des Motors erkannte man, daß das Luftschiff in östlicher Richtung fuhr. Auch aus Sandringham, dem Landsitz des Königs, wird berichtet, daß das Luftschiff dort erschien.

Amsterdam, 20. Jan.(WTB. Nichtamtlich.)Nieuws van den Dag melden über London aus Jar mo uth, daß eine Bombe des Luftschiffes neben dem Exe rzier⸗ hause, eine andere neben dem Marinedepor niedergefallen sei.

London, 20. Jan.(WTB. Nichtamtlich.) DieTimes melden aus Yarmouth: Die meisten Ein wo hner waren bei der Ankunft des Luftschiffes in den Häusern. An den öffentlichen Gebäuden wurde wahrscheinlich wenig Schaden angerichtet, dagegen sind viele Häuser in der Peters⸗ road beschädigt worden. Eine Bombe ist in der Nähe der Peterskirche, eine andere auf dem Norsolk Square

omben verursachten große Löcher. In She⸗ ringham wurden fünf Bomben geworfen, aber niemand getroffen. In Kings Lynn ist durch sieben Bom bengroßer Schadenentstanden. In London wur⸗ den in der letzten Nacht Hilfsschutzleute einberufen und die Feuerwehr für alle Fälle bereit gehalten.

London, 20. Jan.(WTB. Nichtamtlich.) Der König und die Königin trafen am Montag aus Sandring⸗ ham ein, wenige Stunden bevor ein deutsches Luftschiff über Sandringham erschien.

London, 20. Jan.(WTB. Nichtamtlich.) Der in Har- mouth durch die Bombenwürfe des Luftschiffes angerich tete Schaden wird amtlich auf mehrere tausend Pfund Sterling geschätzt. Der Schaden an Fensterscheiben beträgt allein 100 Pfund. In Harmouth wurden zwei, in Kings⸗Lynn ebenfalls zwei Personen getötet.

London, 20. Jan.(WTB. Nichtamtlich.) Für das Gerücht, daß das Luftschiff bei Hunst anton herabge⸗ schossen worden sei, liegt keine Bestätigung vor.

Amsterdam, 20. Jan.(WTB. Nichtamtlich.) Der Telegraaf meldet: Aus Ymuiden eingetroffene Fisch⸗ dampfer berichten, sie hätten nachts über der Nordsee drei Luftschiffe gesehen.

Londoner Maßnahmen für den Fall eines Luftangriffs.

London, 20. Jan.(WTB. Nichtamtlich.) Die Polizei erhielt für den Fall eines Luftangriffs folgende In⸗ struktionen: Jeder Schutzmann, der Zeuge einer Bomben explosion ist, hat sofort das Alarmzeichen zu geben und wenn nötig, die Feuerwehr zu rufen, sowie möglichst rasch die nächste Polizeistation zu verständigen. Wenn jemand verletzt wurde, hat der Schutzmann sofort ärztliche Hilfe herbeizurufen und selbst Beistand zu leisten. Der Komman- dant der Polizeistation muß alle geeigneten Maßregeln treffen und allen umliegenden Polizeistationen sowie der Hauptstation Meldung machen. Der Kommandant der Hauptstation telephoniert an das Zentralamt, das seiner seits die Admiralität und das Kriegsamt verständigt sowie für weiteste Verbreitung des Alarms sorgt. Im Alarm- falle werden Repetierpistolen an die Schutzleute verteilt.

London, 20. Jan.(WTB. Nichtamtlich.) Nachts wer den Hilfsschutzleute und Feuerwehr bereit gehalten.

Deutsche Pressestimmen.

Berlin, 21. Jan. Zu dem ersten deutschen Luftangriff egen England schreibt diePost: Wann unsere Luftschiffe 5 einen Besuch abstatten würden, war lediglich eine Frage der Zeit. Daß es eines Tages geschehen würde, hat man im ganzen deutschen Volke erwartet.

In derDeutschen Tageszeitung heißt es: Die⸗ ser Anfang deutscher Luftangriffe gegen Großbritanniens Inseln muß mit aller Genugtuung begrüßt werden. Wir hoffen zuver⸗ sichtlich, annehmen zu dürfen, daß diese Unternehmungen an⸗ dauernd und energisch fortgesetzt werden. Mit dem Erfolg dieser ersten Unternehmung kann man umsomehr zufrie⸗ den sein, als Nebel und Regen die Bedingungen für den Erfolg sehr ungünstig machten. Wir erblicken in der ersten England⸗ reise der Luftschiffe einen Anfang und zwar einen erfreulichen und vielversprechenden.

asBerliner Tageblatt führt aus: Alle an der Fahrt beteiligten Fahrzeuge sind, obwohl durch die Engländer heftig beschossen, unversehrt in ihren Heimatshafen zurückgekehrt. Damit gestaltet sich die kühne Expedition zu einem vollen und ungetrübten Erfolge. Eins steht schon jetzt fest: Daß die Nord⸗

englische Furcht por den deutschen Angriffen aus der Luft sehr wohl begründet ist.

In derBerliner Morgenpost liest man: Deutsche Luftschiffe sind über der englischen Küste erschienen und haben englische Städte beschossen. Was hilft den Briten die See, die ihre Insel von allen Seiten umgibt, was nützen die Kriegs⸗ schiffe, die ihnen die Küste beschützen sollen, wenn die deutschen Luftschiffe in kühnem Fluge die trennende Wasserfläche über⸗ fliegen und plötzlich ihre Bomben herabwerfen! Die englische Angst vor einer deutschen Invasion wird eine starke Steigerung erfahren. Deutsche Tatkraft und deutscher Unternehmungsgeist haben auch die Angeschlossenheit des britischen Inselreiches er⸗ folgreich zu überwinden gewußt. Den kühnen Luftschiffern aber, die diesen erfolgreichen Flug ausgeführt haben, rufen wir ein donnerndes Hurra zu.

ImBerliner Tageblatt heißt es weiter: Außer den be⸗ reits bekannten Städten wurden die Zeppeline auch über Ips⸗ wich und bis ganz herunter nach Grevenens am Eingang der Themse gesichtet

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Der zunehmende Druck auf die französische Front.

Berlin, 21. Jan. Die LondonerTimes räumen ein, daß der Druck der Deutschen auf die französische Front zunehme. England müsse der Gefahr ins Auge schauen. Der Feind behaupte seine Stellungen so fest wie jemals zuvor. Ferner bedauern die Times, daß den Behauptungen über einen englischen Erfolg bei La Bassce nicht früher widersprochen worden sei. DieDeutsche Tageszeitung meint dazu: Dies Bedauern ist sehr verständlich, denn die englische Kriegsberichterstattung hat sich dadurch, daß sie es fertig brachte, täglich mit allen möglichen farbigen Einzelheiten über den heroischen und erfolgreichen Sturm⸗ angriff zu berichten, der in Wirklichkeit nie stattgefunden hat, in der ganzen Welt um ein Beträchtliches ihres früheren Ansehens gebracht.

Die Folgen der Schlacht bei Soissons⸗

London, 20. Jan.(WTB. Nichtamtlich.) DieTimes melden aus Paris unter dem 18. Januar: Der Feind ver⸗ suchte nicht bei Spissons über die Ais ne vorzugehen, machte aber einen krästigen Angriff auf das westlich davon gelegene Autreches und auf Troy on. Das berechtigt zu dem Schluß, daß der Erfolg bei Soissons für die Deut⸗ schen keinen Wert hat, wenn sie nicht auch in den benach⸗ barten Teilen der Front entsprechend Gebiet gewinnen. Die Deutschen bemühen sich ofsenbar, den Keil, den sie in die feindliche Linie getrieben haben, auszuweiten, um dann ohne Gefahr für ihren Flügel eine Forcierung des Flusses zu versuchen. 5

Die türkischen Blätter über die deutschen Erfolge.

Konstantinopel, 20. Jan. WTB. Nichtamtlich.) Die türkischen Blätter schätzen den deutschen Sieg bei Sois⸗ sons sehr hoch ein. In Betrachtungen über die allgemeine Kriegslage, im besonderen über die Teilnahme der Türkei am Kriege, stellen die Blätter fest, daß der Sieg bis jetzt auf Seite der Verbündeten: Deutschland, Oesterreich-Ungarn und der Türkei, gewesen sei; sie drücken die Ueberzeugung aus, daß es auch in Zukunft so sein werde.Tanin betont, daß die türkische Armee, obgleich sie im Kautasus noch keine endgültigen Siege davontrug, dennoch bewirkte, daß die Rus⸗ sen Teile ihrer Truppen aus Polen nach dem Kaukasus schaf⸗ fen mußten, was der Entscheidung sehr zu statten komme. Wir sind sicher, sagt derTanin, daß wir diesem e wigen Feind den Schlag versetzen werden, den er von unserer Seite verdient. Es ist die größte Ehre für das heilige Os⸗ manentum, unseren Verbündeten die Vernichtung des Fein⸗ des zu erleichtern.

Der Prinz von Wales in Belfort.

Belfort, 20. Jan.(WTB. Nichtamtlich.) Der Prinz von Wales ist am Freitag inkognito in Belfort eingetroffen. Er besichtigte die militärischen Anlagen und die hauptsächlichsten Bau⸗ werke und begab sich dann zur Front in Ober-Elsaß.

* 18* Der österreichisch-ungarische Tagesbericht.

Wien, 20. Jan.(WTB. Nichtamtlich.) Amtlich wird verlautbart: 20. Jan. 1915. Die allgemeine Lage ist unverändert. An der Front in Polen fanden, abgesehen von Patrouillengefechten, nur Artilleriekämpfe statt.

Am Dunajec beschoß unsere Artillerie mit Erfolg Abschnitte der feindlichen Infanterielinien und erzwang dle Räumung eines stark besetzten Meierhofes. Eine eigene Ab⸗ teilung drang bis an den Fluß vor, brachte dem Gegnen mehrere hundert Mann Verluste bei und zerstärte noch die vom Feinde eingebaute Kriegsbrücke über den Dunafec.

In den Karpathen nur unbedeutende Gefechte.

Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabs: v. Höfer, Feldmasschalleutnant.

Der österreichische Thronfolger in Berlin.

Berlin, 21. Jan. Der österreichische Thronfol⸗ ger begibt sich heute nach seiner Antunft auf dem Anhalter Bahn⸗ hof zu dem österreichischen Botschafter und dann in das Schloß Bellevue, um von der Kaiserin empfangen zu werden. Um ein Uhr reist er in das deutsche Hauptquartier ab. Der Besuch des Barons Burian.

Wien, 20. Jan.(WTB Nichtamtlich.)Neuen Freien Presse zufolge reist der Minister des Aeußern, Baron Burian, am Freitag nach Berlin zum Besuche des Reichskanzlers und des Staatssekretärs v. Jagow kab.

Die Getreidevorräte in Oesterreich.

Wien, 20. Jan.(W. B. Nichtamtlich.) Wie dasFremden⸗

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see für die deutschen Luftschiffe kein Hindernis ist und daß die

blatt erfährt, hat die gestern abgehaltene Ministerkonferenz die