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scheut, das öiinbcaeOett verstau», nach einiger Zeit wurde cS wieder lauter und so nahm NvosSaett an, der Jaguar sei ausge- bännit oder in ein Dickicht gesprungen, Als die Reiter näher kamen, stellte es sich heraus, das; die erste Vermutung richtig sei: die Katze säst auf einem Tarumau-Baume und fauchte ans die Hunde herunter, Rooseoelt wollte sich auf die Hunde nicht ver­lassen, es ivar immer noch möglich, das; der Jaguar herunter-, sprang und den Hunde» «nikam und so cntschlost er sich, ans litt Meter Abstand zu feuern. Lin einziger Schuh seines kleineil Sprmgsicld-Gewchrs, mit dem er in Afrika Löweu und Elefanten getötet hatte, genügte; das Geschah, eine Spitzkugcl mit Bleispitze holte de» Jaguar vom Banine herunter,

Der Jaguar", so schildert Rovsevelt nun,ist der König der südamerikanischen Jagdtiere, er steht auf einer Stlife mit de» edelsten Jagdticren Nordamerikas, und bleibt nur hinter den ge­waltigen wilden Bestien der Grösstvildjagd in Afrika und Asien zurück. Es Ivar ein erwachsenes Weibchen, das gröstcr und schlverer als ein ausgewachsener asrikanischer Panter oder Leopard war. Es war groß und kräftig gebaut und machte den Eindruck der Kraft, wie ihn ein Tiger oder Löwe, aber kein Leopard oder Pnnia macht, Ucbrigcns stellte cs sich heraus, dah sein Fleisch ein guter Braten war, als wir es abends verzehrten, vbivohl cs nicht so gekocht wurde, wie cs eigentlich hätte gekocht werden sollen. Ich kostete davon, weil ich wuhtc, wie gut Pnmabraten schmeckt, und c? tut mir schon seit langem leid, dah ich in Afrika nicht Löwen- sleisch versucht habe, das sicher gut schmecken must,"

Am nächsten Tage wurde die Jaguarfagd fortgesetzt, denn auch Kermit Roosevelt sollte zum Schüsse auf den Jaguar komineu. Nachdem man lange einer Jaguarfährte gefolgt war, versuchten die Huichc, die gewaltige Katze zu stellen: der Jaguar entkam ihnen aber mehrmals, schließlich bäumte er auf, und so kam Kernrit Rovse­velt leicht zum Schuß, Auch bei ihm genügte eine Kugel, und als inan die Jagdbeute betrachtete, stellte es sich heraus, daß er mehr Glück gehabt hatte, als sein Vater, Der erlegte Jaguar war ein ganz gcivaltigcr Bursch', der etwa doppelt so grob wie ein er­wachsener männlicher afrikanischer Leopard war: er ivog eben­soviel, wie die kleinste erwachsene Löwin, die die Roosevelts in Afrika erlegt hatten. Auch ini Körperbau kam er dem Löwen nahe. Er war durchaus nicht so schlank und lang, sonder» massig und untersetzt gebaut. Die Decke war außerordentlich schon, von seidigem Glan.ze, Es stellte sich übrigens heraus, das; Kermit Roosevelt die Gegend von einem Jaguar befreit hatte, der dort lange als Landplage gegolten hatte. Er hatte zu den tlebcrschwemmnngszeiten die Gewohnheit gehabt, sich in der Nähe von Farmhäusern auf- zuhalte», und hatte dabei eine ganze Anzahl von Kühen und jungen Stieren erschlagen, _

Vermischter.

Ein mathcmatischcs'Genic, An der Universität Cambridge, dem Hort der mathematischen Studien in England, erregt gegenwärtig ein junger Hindu, S, Ramanujan, das leb­hafteste Jirteresse, der ohne jede höhere Schulung bereits hervor­ragende Leistungen in der Mathematik vollbracht hat. Er stammt ans Madras und ist jetzt 26 Jahre alt. Er hat nur die gewöhnliche Schulbildung in Indien genossen und nie mit der Universität von Madras in Verbindung gestanden: bis vor etwa einem Jahre hatte er eine bescheidene Stellung als Schreiber, Seine mathematische Ausbildung ist, wie einer der Professoren der Universität aussührt, geradezu ein Wunder, Vor etwa I V,. Jahren schrieb er au den Pro­fessor in Cambridge, sprach von seinen mathematische» Studien und sandte ihm eine Anzahl von Lösungen mathematischer Pro­bleme ein, die sich besonders auf die Zahlentheorie und die Theorie der elliptischen Funktionen bezog. Viele darunter waren vollkom- nien neu: andere waren schon früher von Mathematikern gesunde», ohne daß der junge Indier je von diesen Arbeiten gehört hätte. Er hat nur eine sehr geringe Kenntnis der modernen Mathematik und der Arbeit, die in den letzten 50 Jahren ans diesem Gebiete geleistet worden ist. Dabei hatte er eine ganze Anzahl von wisse» schastlickien Erkenntnissen, die in den letzten hundert Jahren von den führenden Geistern der Mathematik gesunden worden sind, für sich selbst neu entdeckt. Er ist jetzt nach England gckommeil, um seine geniale Begabung durch systematische Studien zur vollen Entwicklung zu bringen. Während er sich bereits mit den höchsten Problemen beschästigt und selbständig Lösungen gesunden hat, stellt er in manchem elementaren Wissen hinter den Studenten der ersten Semester zurück. Man glaubt daher, daß man von dem jugend­lichen Genie nach einem gründlichen Studium noch die höchsten Dinge erwarten kann,

A u s r o d e u v o n B a u m st ü m p f c u mit H ilse v o u S ii u r e u, Dos Ausroden von älteren Bannrstümpfcn ist eine sehr mühevolle, zeitraubende und kostspielige Arbeit, wenn e» mit Hilfe von Hacke und Spaten geschieht, und picl leichter wird die Arbeit nicht, wenn man die verschiedenen sür diesen Zweck angegebenen Hilssapparatc und Zugtiere zu Hille nimmt. Man ist deshalb in »euerer Zeit dazu übcrgegaugeu, solche Baumstümpse durch Spren­gen zu zertrümmern und aus dein Boden zu entferne» und kommt aus diese Weise auch ziemlich rasch und sicher zum Ziele, Wenn aber Zeit vorhanden ist, erscheint eine andere Art der Beseitigung

von Baumstümpfen sehr einfach' und zweckinästig, die nach dem

Prometheus" (Leipzig,Otto Spaniers darin besteht, das; man mit dcnr Holzbohrer in den Stumpf ein senkrechtes Loch von 25 Zen­timeter Durchmesser und entsprechender Tiefe bohrt und'dieses zur Hälfte viit Salpetersäure füllt, auf'die nian daun noch eine gleiche Menge Schwefel üure gießt. Wenn man daraus das Loch durch einen hölzernen Pfropfen fest verschließt, findet man nach etwa sllns Wochen die grüßten Baunvsti'unpsc aus härtesten! Holze von den Säuren soweit zerstört, daß «Nein sie bequem mit einer Hacke ausein­ander schlagen und entfernen kann,

Sprachccke der Allgemeinen Deutschen SprachvereiNi.

* Gaukler» u u d S e i l t ä » z e r k ü n I l c. Wer «»»er­künstelt ist und a»> dem festen Boden der Muttersprache bleibt, der hat wohl bisweilen, wenn er de» Fremdivörtlcrn zuhört, ähnliche Einpiindmigcii ivie einst in Ingeudtngcii, als er beklommenen Herzens den Künsten der Seiltänzer znschautc: wen» die Kerle sich bloß nicht den Hals, ich ivollte sagen: die Zunge brechenI Aber es geschieht tatiächlich nicht, denn, wie die Gaukler i»>d Scillänzer von Jugend ans ihren Körper geübt und zu den schwierigste» Verrenkungen fällig gemacht l>abcn, so wird der Deutsche schon früh z» geschickter Aussprache der Iiemdartiaste» Wörter nngeleilet, und wenn er das nur später mit Eifer fort cht, dann dars er seiner Zunge getrost die gewagieste» Lantveibnidiingcn ziiiimlen, er wird iiiemals stolpern ii»d ist des Beualls der Menge stets gewiß. Was sind ihm Wörter w e Reinlineration lind Rektifikation, ivie Origüiali- tät Mid Proportionalität, wie charakterisiereil Niid modifizieren, die bringt ja jeder, der über eme i leidlichen Zungenschlag verfügt, über die Lippe»: etwas anderes ist cs schon mit Zeitwörter», ivie kremplisiziere» lind iiidividlialiüerc», mit Houptivörtern ivie Natnralisalion >i»d Dezcntra isalion, ivie Reziprozität lind Exter­ritorialität, ivie Jnkonivatibilität »iid Jdeciiasjoziatio». Was loürdcu ivohl die Frcindwortsreund« sage», lucim wir ihnen auch nur an­nähernd so schivierige Z»»gcnübi,i>ge>i ii, deutscher Sprache ziimlitcll wollten! ülber srcilichivärc der deutsche AnSdrnck solcher Mühe wert? R. PalleSke (Landeshut t. Schl.)

vttchertisch.

De u t schc 2 ichtcr Gedächtnis - 2 tistung, Zu den reichlich 50 Namen, die man zu den Klassikern der deutschen Litcratlir rechnet, ist letzt durch den Tod Paul Hchses ein neuer hinzugekonrnien. Der Anspruch dieses Dichters aus klassische Geltung dürfte kaum bestritten werden, da ec in der Herr­schaft über die Form in der 2, Halste des 19, Jahrhunderts kaum Seinesgleichen hat. Als Novellist und Romanschriststeller als Dramatiker und Lyriker zeigte' Heyse eine erstaunliche Frucht­barkeit, Seine bei Evita erschienenen Werke umfassen nicht we< »iger als 86 Bände, In einer billigen Ausgabe ist jüngst die NovelleAndrea Delfin", die packende Geschichte einer veneiiani- schcn Verschwörung, von der Deutschen Dichter-Gedächtnis-Stistiiiig in Hamburg-Großborstel heransgegeben (geh, 30 Pfennig, geb, 60 Pfennig).

Al t - Fr a ii kf u r t. Tic Gartenlaube bringt in ilfrer Nr. 1t eine Seite Originalradiernngen von Henna»n A, Webster, von denen eine Anzahl einen Artikel de» Dr, Julius Ziehen illustriert. Wer mit den Plätzcheii und Gassen, den Brücken und Tünnen der alten Reichsstadt ani Main vertraut ist, der wird bcini Betrachten der Radierungen mit Erstaunen sehen, tvieviel verborgene Schönheit das alte Frankfurt birgt, lind wer nur die neueren Teile der Stadt kennt, der wird sicher bei seinem iiäch- sten Besuch auch mal eiuen Gang durch das äußerst malerische Alt-Frankfurt nutcruehmen, durch die ehrwürdige Kaiscrstadt, wie sie Goethe in seiner Jugend schon sah.

Sitatenrätsrl.

Aus jcdeni der kolgeiideu Zitate ist'einWort z>, nehiiieii, so daß sich ein neues Zitat ergibt:

1. Wer ivollte sich mit Krillen plage»,

Co laug imS Lenz n»d Jugend bliih'n ?

2. Es ist Arznei, nicht Gi<t, ivnS ich dir reiche.

8. Rastlos vorwärts mußt du streben.

4. Tie Zeit gebt anircchl unter Ihrer Last.

5. Es ist der Geist, der sich den Körper baut.

6. Nie koniiut ein Unglück ohne lei» Gefolge.

7. Tie Stunde ist vorbei, znrürke geht cs ulmmer.

Auflösuiig in nächster Nummer.

Auslösung des magische n Zahlenouadtat s in übriger Nummerz " 31 j268j017|613

r>l3|!)17|258j 81

?68|81 |M3'917

317 643; 81 '258

Redaktion : R. 91 * n r o t h. Rotationsdruck und Perlaa der Brühl'schen llniversitäts-Buck- und Tteindruckerei, R. Lange, Gienen,