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Leistung anfommt, ititb daß alle Heilmittel, welche diese Leistung bei vorhandenen Störungen svtveit wieder erhöhen können, daß das Herz den Krcislani in ausreichendem Maße ansrecht erhält, wirklich älsHeii"mittel gelten können, dass eine solche ärztliche Beeinflussung einer wirklichen Heilung gleichkommt, wenn es durch sie gelingt, das Herz und den Blutkreislaus bis zur natürlichen Grenze des Lebens so aufrecht zu erhalten, daß der Kranke leiskungs - fähig und frei von Beschwerden bleibt. Und das gelingt seht, wo die Herzbehandlung zu einem wichtigen Sondergebiet der ärztlichen .Heilbestrebungen geworden ist, in locitcm Umfange. Eine reiche Zahl von Einwirkungen verfolgen in der Hauptsache hierbei zwei Ziele: einmal der Arbeit des Herzens jedes Hindernis, das der Beseitigung zugänglich ist, tatsäclstich aus dem Wege zu räumen: und andererseits die Kraft des HerzniuSkclS und seine Leistungs­fähigkeit so sehr zu erhöhen, als dies nur möglich ist. Ich baba diese .Dinge in meinen Büchern sür Herzkranke aussührlicher ge­schildert, von diesen zeigt der Band:Wie sollen Herzkranke leben?" (7. Auslage Perlag sür Sozialpolitik, Berlin W. 57?, wie viel nächtige Hilfsmittel der Kranke selbst anzuwenden vermag, um einerseits die Ausgabe der Herzarbeit zu erleichtern, anderer­seits durch zweckmäßiges Verhalten die Kraft des Herzmuskels größer »ocrdeu zu lassen, währeich der andere Band:Wie kann man Herzkranke heilen?" (ebenda) alle die vielen Methoden und Hilismittel schildert, welche dein Herzarzt heute zur Verfügung stehen, um nicht nur den Herzmuskel selbst zu stärken und zu kräftigen, sondern auch auf die Arterien günstigen Einfluß aus­zuüben. Denn heutzutage bat man erkannt, daß solche Heilungen, wie das früher Mode tvar, mit ein paar Lösseln Arznei nicht zuwege zu bringen sind, oder gar dadurch, daß man ein paar Wochen lang in irgend einem Badeorte seinen Körper sür eine Viertelstunde in Seltcrswasser eintaucht, sondern die Wieder­herstellung der verloren gegangenen Kraft eines Herzmuskels erfordert vielfältige direkte Maßnahmen, besonders solche elektrischer Natur: eine große Zohk besonderer elektrischer Apparate und In­strumente dienen dazu, dem Herzen neue Muskelkraft zuzusühreu. Ihre Wirkung ist im kleinen die gleiche, »vie im großen etwa ein Athlet sie an seinen Armmuskcln erzielt, tvcn» er eine Zeit hindurch diese shsteinatisch übt, die vorhandenen Muskelfasern werden um­fangreicher und krästiger, schivache Fasen» entwickeln sich zu starken, ja cs bilden sich sogar neue Muskelfasern zu den schon vorhandenen hinzu und so wächst der Muskel in seiner Kraft und in seinem Um­fange. Beim Herzen ist eine solche willkürilchc Uebnng nicht möglich, da >a die Herztätigkeit der selbständigen Betätigung entzogen ist: aber unter der Hand des sachverständigen Arztes lassen sich ohne alle Gefahr, eben mit Hilfe der mannigfachen elektrischen Äe- einslussungen 5m Herzmuskel, ähnliche Veränderungen durch plan- ncäßige und systematische Behandlung herbeiführen, um den schwache» Muskel in einen leistungsfähigen umzutvcnideln. Und selbst ans die Arterien können wir Einfluß nehmen. Wenn wir älter werde», zeigt sich das Borschreiten der Zeit nicht nur am Aeußeren des Körpers an, nicht »ur die Haare tverden grau und die Wangen runzelig, sondern die gleichen Vorgänge spielen sich auch im Inneren ab: »nd hier ist es das schlimnisie, daß die Arterien, die elastischen Gesäße, welche vom Herzen das Blut in alle Körpcrabschnitte leiten, hart und härter werden, daß sie ihre Elastizität einbüßen, daß sie durch eine Einlagerung po» Salzen in ihre Wändeverkalken". Haben die Arterien früher durch ihre Elastizität dem Herzen geholfen, das Blut ?veiter zu befördern, so können sie das seht nicht nur nicht mehr, sondern sic setzen durch ihre Starrheit und durch ihre Berzerrungen, die sie erleiden, dem Blulstrome »och erheblichen Widerstand entgegen, und es entsteht der nach so vielen Richtungen hin gefährlickie Zustand, daß der Blutslrom innerhalb der Artericnröhren über die Norm hinaus ansteiqt. Auch hier besitzen mir jetzt in den Hochsreguenzströnicn ein Mittel, welches bei richtiger und zweckmäßiger Hinwendung diese Gefahr ivesentlich herabzumindern vermag.

So kann man Herzkranke in großem Umfangeheilen". Wer­den aUe Hrileinwirkungen rechtzeitig und in richtiger Weise zur Anwendung gebracht, so gibt es nur wenige Zustände, in denen cs nicht gelingt, den gestörten Betrieb ausreichend wieder her- znstelleu, und dcmrit die Kranken trotz des Fehlers an ihreni Herzen bis zur natürlichen Grenze des Daseins frei von Be­schwerden und bei ausreichender Leistungsfähigkeit zu erhalte».

3mit Schnepseustrich.

Bon Dr. K. Flocrickc. tos. Mit den ersten laue» Frühlingstagen unhi auch wieder die von so manckrem Giüurock sehnsüchtig erwartete Zeit, in der der Weidmann die poctilcbste aller Jagdarlen im deutickren Walse aus- üben kann: den viel besungenen Schnepseustrich. Es ist dies der Morgen- oder Abcndanstand am Woldesrand«, nur die während der Dämmerung streichenden und balzenden Schnepfen abzuickneßen. Auch wenn Diana ihrem unverdrossenen Jünger nicht hold ist, wird dieser sich doch schon durch das iansendsällrg ringsum er­wachende Faühlingslel>eu und »neben in der Natur reich belohnt erachten, sofern er wirklich ein Jäger und nicht bloß ein rnord- Instiger Schießer ist. Eben gehl die Sonne unter und betenchtct

mit ihren letzten Strahlen goldig die fernen Hügelketten, während die naben Fichtenschonungen schon in Dunkel gehüllt erscheinen- Das Wild verläßt das schützende Dickicht, um aus Aesuna aus- zuziehcn, >,nd die gesättigten Bügel stimmen ihre feierlichen Abend» lieber vn, bevor sie sich zur Ruhe begebe». Bon Baum und Strauch schallt ballender Gesang oder süßes Geflüster aus Hunderten von Bogelkehlen, und kein einziges der lieben Strinmchcn inöchten tvir vermissen in diesem herrlichen Waldkonzert. Nur sür Augen­blicke wird dessen Harinonie gehört durch das krächzende Schelten des Hähers und die schrillen Warnungsruse der Amsel, wenn diese aufmerksamen Wächter einen durchs Dickickrt schleichenden Fuchs euldeckt haben und nun dein roten Freibeuter mil lautem Gcsckrer ein uittviilkommencS Geleite geben. Nach und nach verstummen alle diese Stimmen, leise Dämmerung senkt sich hernieder, nächt­liche Schatten unidüstern die Schonung, und am Himmel blitzt der erste Stern ans, als Zeickzen, daß mm das Streichen der Schnepfen alsbald beginnen muß. Bon fernher lönt das feierliche Geläute einer Abendglc>ckk cnift durch den schnxigenden Wald. Hier »nd da zwiischert ein entschlmninerndes Vögliin traumverloren u»ck> eine leise, stcckenbleibende Stroohe. Dann Ivird's ganz still. Tiefe Ruhe ringsum. Do taucht plötzlich ein dunkler Federball über der Schonung ans, läßt seltsam »nnrksende Töne hören und »viegt sich in gemütliche,» Eulenflugc balzend durch die Lust. Er ist's, der ersehnteVogel mit dem langen Gesicht!" Rasch die Flinte hoch. Und >oic er eben die benachbarte Schneiße überfliegen will, ereilen ihn die tödlichen Sckirote, dröhnend hallt der Schuß durch die Abendstillc, und schwer schlägt die getroffene Schnepfe aus dem Boden auf. Rasch ist der brave Hund zur Stelle, und unter freu­digem Schtvanzwedeln überbringt er seinen! Herrn die köstliche Beute. Ja, das ist Jägerlust, ja, das ist Poesie!

In neuerer Zeit sind mehrfach gewichtige Stiinincn gegen die altgewohnte Ausübung des Schnepsenauslaudes laut gcivorden, und swar sowohl aus weidmännischen wie aus vogelschühcriscben Gründen. Man behaupe'e nämlich, daß bei dieser Jagdart un- inittclbar vor Beginn des Fortpslanzungsgeschästes zahlreiche Weib­chen milgeschossen und so am Brüten in den deutichcn Wälder» verhindert toürden, »vodurch unser Schnepfenbestand eine schivere Schädigung erfahren müsse. Denkende und ausmcrlsainc Jäger haben deshalb dieser Frage in den letzten Jahren besondere Aus- merksainleit 'zugewende!, und des von ihnen dabei zuiagc geför­derte Ergebnis ist glücklichertveisc derart, daß auch der weidgerech- teste Jäger nicht auf die Freuden des Schnevsenstrichs zu ver­zichten braucht. Es hat sich nämlich hcrausgestcllt. daß die balzen­den Schnepfen fast durchgängig Mänirchen sind, die sich ohnehin in der Ueberzahl befinden, so daß ihre Dezimierung dem Bestände der Art nicht ernstlich zu schaden verinag. Auch be» ant einander stechende»» Schnepfen handelt es sich um eifersüchtig raufende Männchen, nicht etwa um ein bas auserkorene Weibchen ver­folgendes, tvie inan früher »vohl annahm. Wer ganz sicher gehen will, der braucht nur ans die Slim»nlaute der langsckinäblrgen Vögel zu achten, da sich danach die Geschlechter mit Sicherheit unterscheiden lassen, während sie int Gesleder allerdings völlig übeieinstimmen. Tiepuitzenden" Laute lassen nämlich sowohl Mäinichen wie Weibchen hören. >vährend diemurksenden" und auarrenden" als eigentlicherBalzgesang" nur von jenen hervor- gebracht werden. Während die Männchen ihr lustiges Turnei be­treiben, liegen die Weibchen still in den Schoirungen und unter­nehmen höchstens kurze, rasche Flüge, um zu einein anderen Aesungsplatz zu gelangen. So erklärt cs sich auch, daß beim Bu- schieren mit dem Vorstehhund meist wübliche Schnepfen hoch- geinacht tverden, demnach die Suche int Frühiahr den Schncpfeu- bcstand tatsächlich arg schädigt. Die Ergebnisse des Schnepscn- strichs sind außerordentlich schwankend, »veil sie eben ganz vom Verlaus des Zuges abhängen und dieser »weder von Wind und Weller. Wer Erfolg haben »vill, der muß nicht nur sei» Revier sehr gut kennen, sondern auch die Lebensweise der Waldschnepfe und den Einfluß, den die Witterung aut de» Vogelzug auszu­üben pflegt. An günstigen Oerllichkeite» werden beim Zusanimen- tresscn verschiedener Umstände nicht selten sabelhaite Strecken er« zielt. So hat das kleine Helgoland an guten Zugtagen schon bis zu 1100 Stück der schinackhasten Vögel gAiefert, und aus Grie­chenland sind Fälle bekannt, wo z. B. 3 schicßwütige Nimrods in 3 Tagen über 1000 Schnepfen erlegten. Im allgemeinen ist leider bei uns eine Abnahme der von Feinschmeckern mil Recht so geschctz eit Vögel unverkennbar, aber daran ist »richt der weid- mänuisch betriebene Schnepseustrich scknild. soirdern unsere gegen früher so wesentlich veränderte Forstkultur.

Rätsel.

Ich bin für holde Mädchen Als Name dir bekannt,

Mil andere»» Kopie ais Städtchen t In» irftöiic» Welualenland.

Auslösung in nächster Nummer.

Auslösung des Versteckrätsels in voriger Nummer: Eine närriihe Zunge kan» viel Böles «»riclite«.

Redaktion: A. Neurath. Rotationsdruck und Vertag der Brühl'jchen llniversiräts-Bnch- und Steindruckerei, R. Lauge, Vietze«^