Nr. 292 Dritter
Gffcheint läßlich mit Ausnahme des Sonntags.
Die „Gletzener Fomiliendlätter" werden dem .Anzeiger' viermal wöchentlich beigelegt, das ..Kreisblatt für den Kreis Sietzen" zweimal wöchentlich. Die „Landwirtschaftlichen Zeitsragen" erscheinen monatlich zweimal.
Blatt 164. Jahrgang
Eichener Anzeiger
General-Anzeiger für Vberhesjen
Samstag, \ 2 . Dezember M4
Rotationsdruck und Verlag der Brühl'schen Universitäts - Buch- und Skeindruckerei.
R. Lange, Gießen.
Schriitleitung.Gcschäitsstelle ».Druckerei: Schulstraße?. Geschäitsstelleu. Verlag: Sch risl-
leitung: ^^112. Adresse sür Drahtnachrichten: Anzeiger Gießen.
Englische Nahrungssorgen.
Daß Kenner der englischen Landwirtschaft nicht ohne große Bedenken in die Zukunft blicken, beweist ein Aussatz des bekannten Nationalokonomen Prof. James Long in der „Daily Mail", in dem der Gelehrte sich mit ernsten Worten an die englischen Landwirte wendet. „Keine Klasse, besitzt größeres' Zutrauen zu Unserer Fähigkeit, unseren Nahrungsbedarf zu decken, als die britischen Landwirte. Sie sind sehr zufrieden, daß die Flotte den Ozean beherrscht, und meinen, daß damit alles getan ist. Wir liegen aber im Krieg mit einem mächtigen Feinde, und die Landwirte könnten jetzt ihrem Lande einen sehr großen Dienst leisten, wenn sie ihre Ernteerträge steigern würden, die für unser tägliches Brot so wesentlich sind. Dies kann durch eine intensivere und bessere Bewirtschaftung geschehen, und deshalb sollten unsere Gutbesitzer all ihre Tatkraft auswenden, um bei der Aussaat, Bestellung und Ernte alles so einzu- rickrten, wie es Wissenschaft und Erfahrung sur notwendig halten. Me Getreidepreise nach der Ernte von 1915 werden so hoch sein, daß allein schon der gute Verdienst, der ihnen ivinkt, sie zu den höchsten Anstrengungen anspornen mußte. England wird jedes Körnchen Per Ernte brauchen, für die Truppen und fiir ihre Pferde ebenso wie für die Ernährung des Landes, mögen nun unsere Krieger schon in Berlin sein oder nicht. (!) Was auch mit Deutschland geschieht, eins ist klar: seine bisherige Ausfuhr an uns fehlt diesmal. Diese Ausfuhr von Deutschland nach England betrug im Jahre 1913: Weizen 1080 656 Cwts. (1 Cwt. - 50,0024 Kg.i, Gerste 356 600 Cwts., Hafer 3 422 300 Cwts., Roggen 68 810 Cwts., Bohnen 49-150 Cwts., Erbsen 313 980 Cwts., Malz 18831 Cwts., Kartoffeln 2309 05? Cwts. und Hafermehl 56195 Cwts. Ohne Aussaat, Früchte. Gemüse und anderes zu rechnen, was ebenfalls in beträchtlichen Werten aus Deutschland bei uns eingcführt wurde, würden schon die angeführten Mengen zu ihrer Produktion in unserem Lande ein Gebiet von gegen 382000 Aeres verlangen, also säst das ganze unangebaute Land, das in England und Wales im Jahre 1913 vorhanden war. Die deutsche Ausfuhr betrug jedoch nur einen verhältnismäßig kleinen Teil der Nahrungseinfuhr aus fremden Ländern. An erster Stelle stand da Rußland, von dem wir 1913 allein 5 014 000 Cwts. Weizen bezogen: aus der Türkei erhielten wir 2 232000 Cwts. Gerste, aus Rumänien 1388000 Cwts. Gerste, usw. Eine Vorstellung von der Größe «dieser Zahlen kann man erhalten, wenn man die gesamte Einfuhr aus den anderen Ländern mit der gesamten Ernte in dem Bereinigten Königreich 1913 vergleicht." Nach einer komplizierten Nech- nung kommt Long zn denr Resultate, daß sich^ der Fehlbetrag der Einfuhr, mit dem für 1915 aus den Staaten der Kriegführenden, der Neutralen und« Verbündeten gerechnet werden muß, zu der gesamten Ernte 1913 in England« folgendermaßen verhält:
Englischer Ernteertrag Wahrscheinlicher Fehlbetrag Weizen 30 372 000 Cwts. 6 90b 090 Cwts.
Gerste 29 300 009 „ 10 917 000 „
§afer 57 552 000 „ 7 012 000 „
Kartoffel» 152 0-10000 7 775 000 „
Wie ist nun dieser zu envcrrtmrde Verlust einzubringen? fragt Long, und er meint, daß man sich von der Einfuhr aus Amerika nicht allzu viel versprechen dürfte, denn sie sei schon im Jahre 1913 außerordentlich viel größer gew«esen als in den vorhergehenden Jahren. So schickten 1913 die Bereinigten Staaten 42Hz M«illionen Cwts. nach England. 1912 nur 251/2 Millionen und 1910 nur 18 Millionen Weizen. Mit Gerste verhält es sich ähnlich!, und der Verlust wird hier nur durch die nachdrückliche Hilfe von Kanada und Indien ausgeglichen werden können. Auch von Rußland soff man sich nickt zu viel versprechen. Während man mit dem verwüsteten Belgien und dem schwer darniederliegenden Frankreich gar nicht rechnen kann, wird- aurh die russische Ernte sehr viel geringer ausfallen, da die eigentlichen Besteller des Landes an der Front stehen und die russische Landwirtschaft noch nicht -auf der Höhe ist, um die fehlenden besten -Arbeiter zu ersetzen. Mit einer Ausfuhr über das Schlvarze und das Weiße Meer ist nickst viel zu rechnen, und ob die russischen Getreideschiffe die Ostiee benutzen können, hängt sehr von der Kriegslage ab. Auck, aus dem Balkan ist nicht viel zu erhoffen, denn die rumänische Einfuhr hat bereits nach dem Ausdruck) des Krieges sehr nachgelassen und die bulgarische völlig aufgehört. So bleiben als wichtige Zufuhrländer eigentlich nur die Bereinigten Staaten und die britischen Kolonien, und der große Fehlbetrag wird« nur schwer zu ersetzen sein.
Eine abenteuerliche Rcttung ans Zeindeshanb.
Eine wundersame Errettung vor der sicher drohenden Gefangenschaft wird in einem Feldpostbrief geschüdert, den die bei der Deutschen Verlags-Anstalt in Stuttgart «scheinend« Zeitschrift „lieber Land und SKeer" in ihrer neuesten Nummer veröffentlicht. Zwei Leute einer Landwehrdiviswn waren auf Rädern als Patrouille ausgeschickt worden, um die Stellung der Feinde zu erkunden, und fanden sich plötzlich ringsum von Franzosen eingeschlossen. Ueberall tauchten Rothosen aus, und um die Ohren pfiffen und sausten ihnen die Granaten. Die Feinde hatten die beiden Kühnen »och nicht bemerkt: sie hielten sie wohl für ihresgleichen. Die beiden schlugen sich nun seitwärts in die Getreidefelder und fanden hier einen Schützengraben, dessen steile Ränder durch wechselnde Hitze und starken Regen derart zerrissen waren, daß ansehnliche Erbmafien mit geringem Kraftaufwand eingestürzt werden konnten. Hinter ihnen und zu beiden Seiten tauchten überall Feinde aus, und ein heftiges Kleingewehrfeuer setzte ein. Sie schienen unrettbar verloren. Da kam ihnen plötzlich ein «leuchtender Gedanke: „Wenn wir die lockeren Erdmassen des Schützengrabens üb« uns decken würden — das wäre vielleicht die einzige Möglichkeit dem Feinde M entrinnen. So rasch der Gedanke austauchte, so rastb war « auch ausgeführt. Erst wurden die Räd« vom Schützengraben abseits in das Weizenfeld geschleift : dann sprangen wir zurück, legten uns in die schmale Rinne und lösten mit beiden Händen die lehmigen Ränder des Grabens. Bald waren unsere Körper so weit mit Erde bedeckt, daß imr mehr Hände, Schult« und Gesicht freilagen. Auch diese mußten bedeckt w«den. Es war ein wahnsinniger Gedanke, der in uns aufgetaucht und dessen Ausführung im Falle des Mißlingens einen jämm«lichcn Erstickungstod für uns zeitigen konwe. Wir betteten uns in der Nähe eines Nässenden Erdrisses so, daß unsre Köpfe zusammenstießen. Das Erdreich links und rechts davor war t>«eits über uns b«eingezogen, und der noch stehende mittl«e Erdblock sollte nun, mit vereinter Kraft zum Einsturz ge
bracht, unsere noch bloßliegenden Körp«telle decken. Wir hofften die lehmige spröde Erbmasse so über uns zu bringen, daß sie gleich einer Platte unseren Oberkörper überdache. Gelang dies Kunststück nicht, brach und zerbröckelte die Lehmmasse, dann hatten wir eventuell zu erwarten, daß zum mindesten die Bewegungs- sreiheit unserer Arnie vollständig gehemmt oder wir gar, unt« der Erdmasse begraben, ersficken mußten. Zu langem Zaudern hatten wir nicht Zeit, und! so griffen denn unsere Hände in den klassendcn Erdsvalt. Ein gewaltiger Ruck, und zu unser« Freude lagerte über uns das Lchmstück gleich ein« Platte. Nahe der Grabenwand, dort wo die Erdmafie abgerissen, blieben zwei winzige Loch«, welche genügend Lust in unsre Grust eindringen ließen. Es war höchste Zeit!" Das Gewehrseuer ^us dem Torfe läm unterdessen rnnner näher: die feindlichen Schützen suchten ganz in der Nähe ihres Vefftecks Deckung und «öffneten ein mörderliches Feuer. „Deutlich hörten wir die Kommandos des auf dem uns überdachenden Block liegenden Kapitäns. Die leeren Patronenhülsen fielen in den Graben, Füße trampelten auf den unsrigen herum, stiegen auf unsere Unt«körper, daß mein Freund laut aufstöhnte, während ich ein ums cmd«emrl die Zähne zusammenknirschte, um nicht ebenfalls vor Schm«z laut cruszu- schreien. Die Gedanken, welche uns in jenen schrecklichen Augenblicken beherrschten, mochten anfangs grausig sein, aber als die Schießerei ungefähr eine halbe Stunde lang gedauert hatte, konnte ich gar nichts mehr denken, außer wenn nicht bald die ffnsrigen kommen, dann müssen wir beide uns verloren geben. Wäre es nicht Nacht gewesen, so hätten uns die feindlichen Schützen bald entdecken müssen, denn uns«e Füße mußten längst stellenweise bloßgelegt sein. Ich verspürte beispielsweise ganz deutlich die auf meine Knie herabgeworsencn Erbstücke und leeren Patronen und jede geringfügige Bewegung des auf meinen Füßen placierten feindlichen Schützen. Doch damit nicht genug, auf einmal gab das üb« unsere Oberkörper gelag«te Lehmstück nach, brach mitten entzwei, und die untere Hälfte lagerte, durch das Gewicht des feindlichen Anführers beschwert, aus unseren Armen wie ein Schraubstock. So blieb uns nichts and«es übrig, als die in Mnnd- und Nasenössnung koll«nden Erbstücke pustend zu enffernen. . . . Neuerlich brach eine größ«e Erbmasse von dem uns noch etwas Luft und Raum gewährenden, üb« uns gelagerten Lehmstück. Mein Kamerad stieß einen nrarkdurchdrlngenden Schrei aus. Verloren! Nun wird man nach uns suchen, wird der Gegner uns finden. So rasch dies« Gedanke auch in meinem Hirn auftauchte, so rasch wurde er durch das vernommene kräsfige „.Hurra!" uns«« stürmenden Landsmärmer wieder v«drängt. Die Füße auf uns hörten auf zu trampeln, der Feind stob davon, und nun patsch — patsch --„Hilfe! — Hilfe!" gellte es aus dem Munde meines Freundes, und „Kameraden, Vorsicht! .— Herrgott, mein Magen!" ries ick aus Leibeskräften. Es waren wirffich die Unsrigen, welche in dm halbz«sallcnen Graben h«eingesprungm kämm und dmr fliehenden Feind von da aus ein mörderisches Feuer nachsmdetm."
Spfelplmt des Gietzener Stadttheaterr.
Direktion: Hermann Steingvett«.
Sonntag, den >3. Tezeniber, nachmittags 37, Uhr, bei Dolks- vreisen: »Zoo! »nd Schwert" Ende 6 Uhr. Abends 7'/, Uhr, bei kl. Pr. <Guticheine haben Gültigkeit): „Tie Schmetterlingsschlacht." Komödie in 4 Akten von Sudermann. Ende 10 '4 Uhr. Dienstag, den 15. Dezember) abends 3 Uhr ( 8 . Tienstag-Abonnements-Vo» ttellnng, bei gewöhnlichen Preisen (ermäßigt): .Hasemanns Töchter." Ende 10'/, Uhr. Freitag, den 18. Dezember, abends 8 Uhr ( 6 . Freitag - Abonnements - Vorstellung), bei gewöhnlichen Preisen (ermäßigt): „Als ich noch im Flügelkleide". Ende nach 10ü Uhr. Sonntag, de» 20. Dezember, nachmittags 3 >6 Uhr, bei Volks- prellen: „Hasemanns Töchter." Ende 6 Uhr. Abends 7'/, Uhr, bei kleinen Preisen: „Als ich noch im Flügelkleide." Ende nach 10 X Uhr.
«trcyttcye -rtacyrteyren
Evangelische Gemeinde.
Sonntag, den 13. Dezember, 3. Advent.
Gottesdienst.
In der Stadtkirche.
Vormittags 9'/, Uhr: Professor 1). Schian.
Vormittags II Uhr: Kinderkirche sür die Matthäusgemeinde.
„ . . Pfarrer v. Schlosser.
Abends 5 Uhr: Pfarrer Schwabe.
Beichte und heiliges Abendmahl für die Markusgemeinde, wozu besonders auch die konfirmierte Jugend eingeladen wird. Anmeldung vorher bei dem Pfarrer der'Gemeinde erbeten.
Mittwoch, den 16. Dezember, abends 8 Uhr: Kriegsbetstunde.
_ Pfarrer Schwabe.
In der Johanneskirche.
Vormittags 9'/, Uhr: Piarrassislent Hossmann.
Vormittags 11 Uhr: Kinderkirche iür die Lukasgemeinde.
m Pfarrer Bechtolsheim« r.
Abends 5 Uhr: Psarrer A u s! e l d.
Beiwte und heiliges Abendmahl sür die Johannesgemeinde, wozu besonders auch die konfirmierte Jugend eingeladen wird. Anmeldung vorher ini Psarrhausc Süd-Anlage 8 erbeten.
Abends 7>/, Uhr: Vereinigung der konfirmierten weiblichen Jugend der Lukasgemeiude im Lukasiaal, sowie der konfirmierten männlichen Jugend der Johannesgemeinde im Johannessaal.
Wartburg, evangelischer Jünglings- und Männer-vereia.
Sonntag, den 13. Dezember, abends 8 Uhr: Bortraa und Besprechung.
Dienstag, den 15. Dezember, abends 8 '/, Uhr: Bibelttunde.
Donnerstag, den 17. Dezember, abends 8 '/, Uhr: Leseabend. Samstag, den 19. Dez., abends 8 '/, Uhr: Aellere Abteilung
vermischte».
' Der zerstreute Maestro. Von der unglaublichen Zerstreutheit, durch die sich die in ihre Künstlerträume versenkten Musiker oft berühmt machen, erzählt die italienische Theater zeitschrllt „II Tirso" ei» neues Beispiel. Der Komponist Alberto Franchelti kam nach Mailand, um seinem Verleger die Partitur seiner neuen Oper „Rotte di legaenda" auszuhändigen. Als er jedoch in das Arbeitszimmer Soncognos trat, mußte er sehr verlegen bekennen: „Ich war so sicher, die Partitur mitgenommen zu haben, aber ich habe alles in meinem Zimmer durchsucht und ich habe sie nicht gesunden!" Alle waren sehr bestürzt, in erster Linie der Komponist selbst; aber auch die anderen, die natürlich sehr begierig waren, das neue Werk kennen zu lernen, waren im höchsten Grade enttäuscht. Der Maestro stürzte also zum Tele grapbenamt und sandte nach Florenz ein Telegramm von etwa 200 Worten an seine Familie, in dem er jede nur denkbare Stelle angab, an der er die Partitur hätte liegen lassen können. Am Abend aber erüielt Soncogno von Franchelti ein Brieschen mit iolgenden Worten: „Ich habe die Partitur gesunden! Ich hatte nur vergessen, in meinem Koffer nachzusehen!"
fiaitdcL
Paris, 11 . Dez. Nach dem „Temps" betrug die Pariser Kohleneinfuhr in der zweiten Novemberhälfte 8000) Tonnen anstatt der notwendigen 300 000 Tonnen. Infolge des Steiqens der Seefrachten ist der Preis für englische Kohlen um 11,25 Francs sür die Tonne gestiegen.
Märkte.
FC. Wiesbaden. Vieh hos-Marktbericht vom 1l. Dez. Austrieb: Rinder 53 lOchsen 9, Bullen 7, Kühe und Färsen 37 )
Kälber 72, Schase II, Schweine 267. Preise für 100 Psd.
Geschäft lebhaft, geräumt. Lebend- Schlacht
gewicht.
Ochsen. Mk. Mk.
Vollfleischige, ausgemästete, höchsten Schlachtwertes im Alter von 4—7 Jahren . . . 51—55 93—102
Junge, fleischige, nicht ausgemästele und ältere
ansgemästete............ 48—50 88—93
Mäßig genährte junge und gut genährte ältere 43—47 81—87
Bullen.
Dollsteiichige, ausgcw. höchsten Schlachtw. . 42—46 75—82
Vollfleischige, jüngere......... 38—42 66—75
Färsen. K ü h e.
Vollsieischige, ansgemästete Färsen höchsten
Schlachtwertes........... 48—54 88—98
Vollsieischige ansgemästete Kühe höchsten Schlachtwertes bis zu 7 Jahren .... 37 —45 68—86
Wenig gut entwickelte Färsen...... 40—46 74—86
Kälber.
Feinste Mastkälber.......... 60—00 100—00
Mittlere Man- und beste Saugkälber . . . 50—54 83—90
Geringe Saugkälber.......... 38—46 66 —74
Schafe.
Weidemastfchase:
Mastlämmer und Masthammel.... 41,00—00,00 88-00
Geringere Mastbammel und Schase . . . 34—00 75—00
Schweine.
Vollsieischige Schweine von 80 bis 100 kg
Lebendgewicht........... 54'/,—56 70—72
Vollsieischige Schweine unter 80 kg Lebendgew. 54 —54'/, 69-70 Vollsieischige Schweine von 100 bis 120 kg
Lebenogewicht........... 56—57'/, 70—72
Vollsieischige Schweine von 120 bis 150 kg
Lebendgewicht ............ 54—55 68—69
ic Wiesbaden» 10. Dez. Heu- »nd Strohmarkt. Angesahren waren 27 Wagen mit Heu und Stroh. Man notierte: He» 3,60-4,20 Mk., Siroh (Richtstroh) 2,40—3,00 Mk., Stumm- stroh 2,30—2,40 Mk. — Frachtmarkt. Haser 11,20-11,60 Mk., Alles je 50 Kilo.
ob. Bingen, 11. Dez. Marktpreise. Weizen Mk. 27,25, Korn Mk. 23,50, Gerste Alk. 26,25, Haser Mk. 22 , 00 , Heu Mk. 0,00, Stroh Mk. 0 , 00 , Kartoffel» Alk. 7,50, Erbsen Mk. 00,00, Linsen Alk. 00 , 00 , Bohnen Mk. 00 , 00 , Weißmehl Pik. 46,00, Roggenmehl Alk. 35,00; alles sür 100 Klgr. Butter 1 Klgr. Mk. 2,90, Diilch 1 Liter 21 Rlq., Eier 10 Stück Mk. 1,10.
juikii |ut ju/uitt gvgcrer regranpairil».
Für die jüngere Abteilung jeden Mittwoch von 6—7 Uhr, sür die altere Abteilung jeden Samstag von 6—7 Uhr im Johannessaal.
vibelkränzchen für Mädchen ans der Zobannesgemeinde.
Jeden Dienstag von 6-7 Uhr im Johannessaal.
Sonntags-Verein für Mädchen.
Jeden Sonntagnachmittag von 2 Uhr ab Diezstr. 15 v (Ansprache, Gesang, Spiele, Bib liothek). 4 P '
Evangelischer Gottesdienst.
Kirchberg: Sonntag, den 13. Dezember, vormittags 10 Uhr. Lollar: Sonntag, den 13. Dez., nachmtttags IX Uhr.
Kirchberg: Mittwoch, ben 16. Dezember, nachmittags 6 Uhr: Kriegsbetstunde. Dekan Gußmann.
j Katholische Gemeinde.
Gottesdienst.
Samstag, den 12 . Dezember:
Nachmittag? um 5 Uhr und abends um 8 Uhr: Gelegenheit zur beil. Beichte.
Sonntag, den 13. Dez„ 3. Advents-Sonntag. Fest der unbefleckten Empfängnis.
Vormittags von 6 '/, Uhr an: Gelegenheit zur hl. Beichte.
, um 7 Uhr: Tie effte hl. Messe.
„ um 8 Uhr: Austeilung der hl. Kommunion.
, um 9 Uhr: Hochamt mit Predigt.
, um 11 Uhr: Hl. Messe mit Predigt.
Nachmitags um i'A Uhr: Jungsrauen-Kongregation. Nachmittags um 5'/, Uhr: Christenlehre: daraus Mutter-
gottes-Andacht mit Segen.
Dienstag und Freitag abend um 7'/, Uhr ist KriegÄnttandacht.
viaspora-Gottesdienst.
In Hungen um 9'/, Uhr.
In Grünberg um 9X Uhr.
Meteorolog
ische Beobachtungen der Station Gietzen.
Dez.
1914
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2
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Regen
Höchste Temperatur am 10. bis 11. Dez. 1914 -- -j- 8,5 ° c. Niedrigste „ „ 10. „ 11 . , 1914 — -f- 1,0* „
Niederschlag: 2,2 mm.
Verantwortlich sür „Feuilleton", „Gerichtssaal" u. „Vernaschtes" I. V.: A u g u st G 0 e tz.
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