Nr. 2BJ
Zweiter Statt
Erscheint täglich mit Ausnahme des Sonntags.
Die „Siesten« Zamilftvblätt«" werden dem .Anzeiger' viermal wöchentlich beigelegt, das „Nreirdtatt für den Nrei; Sietzen" zweimal wöchentlich. Tie „Landwirtschaftlichen Seitsragen" erscheinen monatlich zweiinal.
M- Jahrgang
icyener Anzeiger
General-Anzeiger für Gderhesjen
Montag, 30. November
Rotationsdruck nnd Verlag der Brühl'fchen UnwersilälS - Buch- und Steindruckerei.
R. Lange, Gießen.
Sch riltleitung, Geschäfts stelle ».Druckerei: Schul-
slraße 7. Geschäftsstelle ».Verlag: sqAöl.Schriil-
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Die zweite Nriegztagung der Reichstags.
Am Mittwoch, fast genau vier Monate nach der am 4. August erfolgten Eröffnung der zweiten Session der 1V.Legislaturperiode des Reichstags, tritt die Vertretung des deutschen Volkes zu einer neuen, kurzen Kriegstag u n g zusammen, die um so zahlreicher besucht sein dürste, da die im Felde stehenden Abgeordneten zur Wiedereröffnung des Reichstags Urlaub erhalten haben, zu der auch der Reichskanzler v. Bethmann .Hollweg aus dem Großen Hauptquar- lier in Berlin erschienen ist. Schon am Dienstag tritt nach vorangegangenen Fraktionssitzungen die aus 36 Abgeord-> neten^bestehende „freie Kommission" unter Vorsitz des Abg. Dr. Spahn zusammen, in der die Sozialdemokraten mit 10, das Zentrum mit 8, die Nationalliberalen, Fortschrittler und Konservativen mit je 4. die Polen mit 2 und die kleineren Gruppen mit je einen« Mitglied« vertreten sind. Zu den Verhandlungen dieses Ausschusses, dessen Aufgabe cs ist, dem Plenum so vorzuarbeiten, daß dieses die ihm obliegenden Aufgaben schnell und glatt erledigen kann, haben alle Mitglieder des Reichstags Zutritt. Tie Tagesordnung der auf den 2. Dezember, nachmittags 4 Uhr, augesetzten Plenarsitzung enthält nur folgenden Punkt: „Erste und eventuell zweite Beratung des Entwurfs eines Gesetzes betreffend die Feststellung eines zweiten Nachtrags zum Reichshaushalts- etnt für das Rechnungsjahr 1914". Ta also iür diese Sitzung entsprechend der Geschäftsordnung die erste und zweite Beratung angesetzt worden ist, so ergibt sich daraus, daß sür die erforderliche dritte Lesung noch eine ziveite Sitzung statt- fiudcn muß, die voraussichtlich nicht schon auf denselben Tag, sondern erst auf den 3. Dezember gelegt werden dürfte.
Die Feststellung dieses Nachtragsei als bildet die Hauptaufgabe der zweiten Kricgstagnng des Reichstags. Dieser hatte am 4. August den Reichskanzler ermächtigt, zur Bestreitung einmaliger außerordentlicher Ausgaben die Summe von 5 Milliarden Mark im Wege des Kredits flüssig zu mache». Der neue Nachtragsetat gibt dem Reichskanzler abermals die gleiche Ermächtigung, also weitere ü Milliarden Mark flüssig zu machen, und zugleich zur vorübergehenden Verstärkung der ordentlichen Betriebsmittel der Reichshauptkasse über den im Etatsgesetz angegebenen Betrag hinaus nach Beoarf Schatzanweisungen biö zur Höhe von 400 Millionen Mark anszugebcn. Fm übrige» handelt cs sich bei deni neu zu bewilligenden Kredit von 5 Milliarden Mark nicht etwa um die alsbaldige Begebung einer neuen Kriegsanleihe, sondern vielmehr lediglich darum, den .Kriegsbedarf bis zum 1. April 1915 bereit zu stellen. Eine neue Anleihe aber dürfte in absehbarer Zeit nicht auSge- geben werden.
Daß der.Reichstag einmütig den von der Regierung geforderten neuen Kredit bewilligen wird, kann, da es sich lnerbei um nationale Notwendigkeiten handelt, als ebenso selbstverständlich gelten wie die Zustimmung^ zu de» unterdessen von der Regierung erlassenen Notgesetzen, die seitens deS Birndesrats auf E-rutid der ihm am 4. August durch den Reichstag erteilten Generalvollmacht erfolgt ist. Es ist nicht anzunehmen, daß über diese wirtschaftlichen Kriegsmaßnahmen eine Meinnngsverschiedenlieit sich ergeben wird, und wenn sie in irgend einem Punkte vorhanden sein sollte, dürfte sie jedensalls schon in der Plenarsitzung vorangehenden Vorbesprechungen erledigt werden Wenn hie nnd da die Forderung ausgestellt itrnrbc, daß die verbündeten Regierungen schon jetzt mit Steuervorschlägen an den Reichstag heranlretcn sollen zwecks Deckung der bewilligten nnd zu bewilligenden Kredite, so ist dem entgegen- znhalten, daß dieDRegeiung derartiger Fragen selbstver- ständlich erst nach dem Kriege in Angriff genommen werden farm, und es darf deshalb auch als ausgeschlossen gelten, daß sie etwa ans dem $?aufe heraus angeregt werden könnten. Das Gleiche gilt von dem Rcichshaushaltsetat, der dem Hanse ftülwstens bei seinem für die erste .Hälfte des Februar in Aussicht genommenen Wieder,Zusammentritt vorgelegt! loerden soll. Dagegen dürften vom Reichstag einige andere Fragen angeregt weroen, wie die einer Erhöhung der Un- lerstiitzuug sitr die Familien der Kriegsteilnehmer, einer angeniessenen Versorgung der verwundeten, von der Mili-
Lkne 7 jährige Expedition zur Erforschung der Weltnieere.
In New Bork trift't gegenwärtig Kapitän I. Fast« Stack- hause die letzten Vorbereitungen zu der großen britisät-ameri- kanischen Ozeanographischen Expedition, die mit Nnt«stntzung der amerikanischen Regierung und der große» wissenschasltichen Vereine Amerikas ausgerüstet ivird. Das Ervcditionsschiff ist die „Dis- covern", das berühmte Schiss, mit tymt Kapitän Scott den Südpol erreichte. In einer' Unterrednng imi einem Vertreter des World Magazine sprach sich Kapitän Stacthouse über die Veranlassung, den Plan nnd die Ziele seiner Reise aus. Der Gedanke dazu kaiu ihm, als er erneu Bericht der Veriicheruiigsgesellsckmst vou Llonds las Darin war eine Liste der Schiffe ausgestellt, die in den letzten drei Jahren auf den Weltmeeren verschollen waren. 136 000 Tonnen Ladung waren auf diese Weise verloren; der Gesamtwert der Fracht und der Schiffe war dahin berechnet, daß durch ihren Verlust während der drei Fahre jede Stunde 2000 Mark vom Meer verschlungen wurden. Uni solchen llnglückssällen nach Möglichkeit vorzubeugen, wurde die Ozeanogravkisckie Expedition ins^ Leben geruien. und zwar soll in erster Linie ein dreijähriges >wtudium des Stillen Ozeans unternmnmmr werden, der durch die Eröffnung des Panamakanals snr die Schiffahrt noch eine besondere Bedeutung gewonnen hat.
Bevor die „Discoverv", die jetzt in London liegt, nach New Bork kommt und von dort Anfang nächsten Jahres die eigentliche Ausreise antritt. hat sie eine erste besondere Ausgabe zu erfüllen. Der ganze Teil des Meeres, in dem der tragische Untergang der „Titanic" vor sich ging, wird durchforscht und gelotet werden, um ifftzustellen, ob die Ursache der Katastrophe wirklich in dem Gipsel eines unterseeischen Vulkans zu suchen ist, ivic man vielfach annimmt. „Man behauptet," sagte Kapitän Siackbouse, „daß ein großer Eisberg auf den Gipfel dieses vermuteten Vulkans gestoßen ist und hier hängen blieb. Solch ein Eisberg zieht kleinere Mengen van Eis an, und so entsteht eine schtoere (siefahr für die Schifffahrt Jedenfalls ist das Grab der „Titanic" im Umkreis von 60 Klm. iroch nicht genau gelotet worden, und das muß geschehen, um die Ursache des Unfalls genau sestznstellcn."
Nach dieser Ausgabe steht der Expedition eine siebenjährig» Reise bevor, durch die in großzügigster Form die Karlen dev Weltmeere bereichert werden sollen. Dir Expedüion berührt zu-
tärbehörde entlassenen Krieger und vielleicht auch: die einer umfassenderen Arbeitslosenfürsorge.
Auf keinen Fall aber dürfte es bei einer dieser Fragen zu längeren Erörterungen oder gar Redekämpfcn kommen, sondern die zweite Kriegstagnng des Reichstages dürfte ebenso lote die erste schon durch ihre Kürze und die Einmütigkeit der Parteien, die es freilich nach dem schönen Worte des Kaisers in der .Kriegszeit gar nicht mehr gibt, erweisen, daß die Vertretung des Volkes — nachdem sie von einem Unwürdigen, dem Landesverräter Weierle, glücklich befreit worden ist — ebenso wie das deutsche Volk selbst in geschlossener Front hinter unserem siegreichen Heere und unserer nicht ininder siegreichen Flotte steht!
Brief einer Deutschen aus Amerika.
Wie das Deutschtum in Amerika bei Ausbruch des Krieges unter den englischen Lügen zu seufzen und zu leiden hatte, wie sich dort aber allmählich die Lage und die allgemeine Auffassung gebessert hat, geht aus einem Briefe hervor, den ein deutscher Geschäftsmann an einen Gießener Verwandten richtete. Besonders hervvrzuheben ist darin die Feststellung, daß in Amerika das Fehlen deutscher Ware, also die wirtschaftliche Mackst Deutschlands, schon jetzt sehr fühlbar geworden ist. Das Schreiben lautet:
Manche st er 14. HL, 23. Oft. 1914.
Gestern erhielt ich Deinen lieben Brief nnd will ich Dich nun keinen Tag länger auf eine Antwort warteit lassen. Ebenso erhielt ich auch fast regelmäßig die von Dir gesandten Zeitungen. Diese brachten uns öfters Aufklärung über Sachen, welche wir nicht verstehen konnten; da die hiesige englische Presse (d. i. englisch-ameri- kanischei doch gar zu verlogen ist und immer noch die Lügen der wirklich englischen Presse bringt. Ich halte wohl seit Ansang des Krieges die New Hork-Staats-Zeitung, das beste deutsche Blatt hier in Amerika. Dies deckt denn auch die nieisten der so gemeinen Lügen iofort auf und versucht in jeder Weise unsere nichwentsckile Bevölkerung ein Besseres zu lehren. Du kannst Dir gar nicht denken, wie man bei dein Anfang des Krieges hier auf den deutschen Kaiser geschimpft hat, der mußte eben an allem schuld sein. Man nannte ihn gar nicht anders als den „Kriegs Lord", und hatten wir hiesige Deutsche sehr darunter zu leiden; aber es hat sich schon gewaltig geändert. Dadurch, daß ich das hiesige Deutschtum schon seit langen Jahren bei den öffentlichen Behörden vertrete, bin ich in jedem Burequ und bei allen Beamten gut bekannt, und wenn ich jetzt irgendwo hinkonime, so begegnet man mir viel freundlicher und mit viel größerem Respekt. So haben die großen deutschen Siege auch für uns einen großen Wert. Ebenso seben wir erst durch diesen Krieg, wckich großen Handel dieses Land mit Deutschland hatte, denn jetzt schon fehlt in allen Ecken und Enden die deutsche Ware. In den hiesigen Fabriken fehlen die Farbstoffe für tue Baumwolle und wollenen Stoffe. In den Apotheken fehlen die von Merk in Darmstadt an- gesertigten 2300 verschiedenen Medikamente; die besseren Stahl- Schneide-Werkzenge, die Antomobll-Ketteu und die besten elektrischen Werkzeuge und Apparate, und sogar der gewöhnliche BA- der-Wandkalender wurden all von Deutschland importiert, auch auf dem Weihuachtstisch wird es dieses Jahr traurig ausseheu Man fühlt eben den Krieg überall, «s gibt eben keine Geschäfts- Branche, welche nickst davon berührt wird. Wir muffen sogar emo Extra-Kriegssteuer bezahlen; denn dcümrch, daß retzt kerne Waren importiert werden, fällt auch der Zoll weg und dies war eine Haupt-Einnahme für die Regierung. So wird denn auf alle Luxus-Artikel, >vozn auch das Bier gerechnet wird, eine Extrasteuer gelegt, um den Schaden wieder gu zu machen.
Wir müssen uns ebenso wie auch Ihr mit dem alten Sprichwort trösten: „Es ist nichts so schlimm, es ist doch für etwas gut."
Erst seit diesem leidigen Kriege erkennt Man erst, auch in den niedrigsten Kreisen, welche Weltmacht Deutschland ist!
Und wenn es wirllich so weiter geht wie angefairgen, dann stehen auch Euch wieder bessere Zellen zuvor imd werden die so ungeheuren großen Opfer nicht umsonst gebracht.
Wirklichen Schaden haben wir noch wenig durch den Krieg gehabt, die Geschäfte und Fabriken gehen ja noch gut. Die hiesigen Schulz-Fabriken haben große Aufträge von der französischen Regierung erhalten und nur die Baumwoll-Fabriken haben keine Farbstoffe. Mir hat es viel Schaden gemacht. Ich habe gestern seit 2 Monaten die erste Schifsskarte verkauft. Dies war für' eine deutsche Frau, welche über Holland fahren muß. In anderen Sachen ging das Geschäft aber gut, so daß ich diesen Verlust wieder nachhvlen konnte.
nächst den Panamakanal und geht durch diesen neuen Wasserweg in den stillen Ozean, dem «in Äanptteil der Arbell gewidmet ist. SD« Panamakanal verliert viel an seinevi Wort, bis ein sicherer Schisfahrtsweg quer durch den Stillen Ozean erkundet ist', erklärte der Führer der Expedition. „Die Schiffahrtswcge, die gegenwärtig offen stehen, führen alle durch den nördlichen Teil, entweder von San Franckseo oder Vancouver direkt nach Japan oder nach Japan nnd Australien über Havai. Die Karte eines sicheren Weges muß erst da sein, bevor der Kanal von den Dainvscrn wirklich ansgenutzt werden kaim. Das Hydrographische Amt in Washington besitzt Berichte über 2500 Felsen, Klippen, llnticfen und Inseln im Stillen Ozean, die Noch ans keiner Karte verzeichnet sind. Diese unbekannten Gefahren des Meeres sind im Lause der Jahre von Seefahrern aller Nationen beobachtet und in Washington gemeldet worden. Es ist leicht begrefflich. daß dieio Dinge eine schwere Brdrrihnng für die Schiffahrt darstkllen. Ob aber die Seeleute alle richtig gesehen haben, ob nicht ein, Wrack oder ein Walffich oder gar ein sftachtgespenst ihre Angen betrog, das ist die große Frage. All diese Berichte müssen also! erst geprüft und ans ihre Wahrheit hin untersuchst werden. Deshalb ist unsere erste Ausgabe, diesen großen Ozean gleichsam mll einem seinzahnigen Srnmii zu durchpilngen und alles genau sestzustellen. Erst dann wlld die Schiffabrt sicher sein und der Handel einen gewaltigen Aufschwung nehmen. Wll werden dabei wahrscheinlich noch ganz nndekaicnte und unbewohnte Jnstln finden und wichtige Entdeckungen ans dem Tier- uni) Pslcmzcnieben machen."
Für die Ersvrschung dos Stillen Ozeans sind drei Jahre llt Aussicht genommen. Danach hat sich die Expedition folgende Aufgaben vorgesetzt: dem Synthe-Kanal, innen eingeschlossenen Wasserweg von etwa 1000 Kllonietcr an der Küste von Chile von Punta Arenas bis Valparaiso zu erforschen nnd kartographisch ansznnehmen: Kap Horn, das nach den Angaben der argentrni-- schen Regierung in den bisherigen Karten falsch ausgenommen sein soll, genau zu lokalisieren; verschiedene geheimnisvolle Jtzit- sein nnd Untiefen an der Spitze vckir Südamerika zu loteit nnd sestzustellen; ins Ochotzkische Me« zu fahren und dort zu versuche», den zweiten magnetischeil Pol sestzustellen, der in d« Nachbarschaft d« Stadt Ochotzk in Sibirnm vernmtct wird; zahlreiche Inseln in den Me«en Japans und Chinas aufznchichen: die Snndastraße zwischen Sumatra und Java z» dnrchsorschcu; den Indischen Ozean nach Inseln imd Rffsen zu durchsuchen; den
Verlustliste.
Infanterie Regiment „Kaiser Wilhelm" Nr. 116. Gießen.
Gemeldet vom Rcserve-Fnianterie Regiment Nr. 1l6:
Le Quesne vom 20. bis 24. 10. 14.
Res. Friedr. Ulm v. d. 2. Komp., Mendorf a. d. Lahn, Perm.
— Res. Wilh. Eckhardt v. d. 2. Komp., Wicseck, Gießen, uernt. — Res. Friede. Agel v. d. 2. Komp., Tutenhoicn, Wetzlar, lvw. — Res. Heinr. Falk v. d. 6. Komp., Groß-Felda, Alsfeld, low. — Res. Ester, ohne Komp-Angabe, verw. — Res. Heß, ohne Komp- Angabe, verw.
Rrs.-Jnf.-Rcgt. Nr. 116. Gieße», Fricdberg.
Trcmblois am 24., Beaumont und Mouzon am 28. 8.. Bnmrmlle am 15. nnd 16. 9., Warncton und Eommines vom 16. bis 18. und Le Quesne vom 20. bis 30. 10. 14.
I. Bataillon.
1. Ko ni pag nie: Lt. d. R. und Kompagnieführ. Böckniann, lvw. — Vizeseldw. Karl Langsdorf, Lich, Gießen, vernr. — Bize- feldw Christian Müs«, Darmstadt, lvw. — Vizeseldw. Otto Albert Müll« II., Le Chen b. Sorrn, Metz, schvw. — Sorg. Karl Baum- bach, Fulda, Hessen-Nassau, tot. — Unteroff. Johann Bergmann, Sprendlingen, Alzen, schvw. — Unteroff. Philipp Schmidt, Vendersheim, Ovpenheim. lvw. — Unteroff. August Karl Vodenstein, Darmstadt, lvw. — Unteroff. Peter Münster, Langwaden, Bens- Heim, schvw. — Unteroff. Maximilian Beck, Mainaschaff, UM«sr., loiv. — Unteroff. Ludwig Theyson, Pirmasens, Bayern, schvw.
— Tamü. Karl Zeller, .Heiligen, Mosbach, tot. — Res. Andreas Beiderbeck, Back, Bayern, schvw. — Res. Karl Nothack«, Nenenstadt, lvw. — Res. Lorenz Schlctt, Zellkausen, Offenbach, low. — Res. Georg Peter Einig, Roßdors, Darmstadt, lmv. — Res. Heinrich Burg«, Ober-Ramstadt, Darmstadt, lvw. — Gest. Adolf Ruckels- bausen, Psungstadt, Darmstadt, verm. — Res. Jakob Schmidt, Kl. Krotzenburg, Ossenbach, lvw. — Res. Jakob Hyronimus, Pfungstadt, Darmstadl, tot. — Gesr. Wilhelm Bau«, Heiligeustadt, Bayer», schvw.^ — Gefr. Robert Glaser, Nordkeim, Bensheim, lvw. — Res. Simon Eduard Kriegsmann, Kassel, lvw. — Res. Paul Artur Unbchann. Möbisburg, Erfurt, v«m. — Res. Heine. Lau«, Langen, Offenbach, schvw. — Res. Erwin Frühwein, Münster, Dieburg, schvw. — Res. Heinrich Rapp I., Groß-Zinnern, Dieburg, verm. — Res. Joh. Josef Hiemens, Dieburg, v«m. — Gesr. Leonhard Fleckenstein, Michelstadt, Erbach, tot. — Res. Ludwig Spengler, Jugenheim, Seeheim, lvw. — Res. Leonhard Straub, .Habitzheim, Ticburg, tot. — Res. Josef Web«, Tölz, Bayern, verm. — Krregssreiw. Friedrich Karl Decker, Darmstadt,, tot. — Res. Joh. Andreas Schlemm, Offenbach, lmv. — Res. Karl, Schmidt II., Ober-Ramstadt, Darmstadt, lvw. — Res. Gregor Stets, Ossenbach, v«m. — Gesr. Adam Bretsch. Weiterstadt, Darmstadt, verm. — Gesr. Johann Löffler, Erlcnbach, schvw. —, Res. Joh. Jakob Milius, Nordheim, Srnsheini, tot. — Res. FakiKr Viniol, Obermossau, Erbach, verm. — Res. Karl August Wendel, Bissingen a. E., Württemberg, low. — Res. Adalbert Adaup Rickert I., Kll-Wolzheim, .Hessen, lvw. — Res. Philipp Jung IIT.„ Rüsselsheim, Gr.-Gerau, lvw. — Res. Friedrich .Hermann Kern^ Kitzingen, Unierftaiiken, lvw. — Res. Philipp Kraft, Hahn, Darm- stadt, lvw. — Gesr. Friedrich Heck III., Fechenheim i. Pr., lvw-
— Res. Thomas Vätb, Obttiidorf, Bayern, lvw. — Rff. Peter. Aull. Kais«slautern, Pfalz, lvw. — Res. Karl Franz Johannes! Siedler, Offenbach, lvw. — Res. Jakob Eckert, Darmstadt, lvw. —' Res. Johann SparrenberI«, Wendelsheim, Alzey, verm. — Rest Franz Herbert, Äirb«, Offenbach, lvw. — Res. Christian Beck« II., Darmstadt, lvw. — Res. Johannes Kropp, Treysa, Darmstadt, lvw.
■— Res. Jakob Jost, Deltlingen, Württemb«g, lvw. — Res. Andreas Boretti, Offenbach, lvw. — 'Res. Michael Orth, Seckmauern,. Erbach, verw. — Res. Jakob Heinrich Krug, Ossenbach, kvw. — ■ Gefr. Heinrich Ball Hardt, Engelsbach, Ossenbach, lvw. — Gesr. Heinrich Reuter, Darmstadt, lvw. — Res. Georg Emil Friedrich Richard Din keimet«, Treuchtlingcn, Baynn, verm. — Res. Martin Bauer, Hausenstamm, Offenbach, low. — Res. Friedrich Neidhardt, Langenselbold, Hanau, tot. — Res. Henri Spanier, Pr.-Oldendorf, Lübeckrn-W., toi. — Res. Franz Anton Bianzano, Ossenburg, Baden, low. — Res. Hartmann Heinrich, Wernges, Lauterbach, lvw. — Res. Friedrich Kramer, Ober-Ramstadt, Darmstadt, tot..
— Res. Jakob Wolf, Darmstadt, lvw. — Res. Georg Johann Ran, Darmstadt, verm. — Res. Karl Wilhelm Leopold, Dankerode, Mansfeld, lvw. — Res. Wilhelm Pritsch, Eberstadt, Darmstadt, tot.
— Res. Georg Merkel, Eberstadt, Darmstadt, lvw. — Res. Karl Philipp Josef Koschmieder, Ossenbach, lvw. — Res. Joh. Nikol. Ritzert, Fchlheim, Bensheim, txxm. — Res. Heinrich ischerer, Auerbach, Bensheim, lvw. — Res. Andreas Leible, Nesselried, Baden, lvw. — Res. Johann Peter Göckel, Ober-Ramstadt, Darm- stadt, venu. — Res. Peter Sch«« I., Ob«tshansen, Ottenbach, lvw. — Res. Peter Lang, Neu-Isenburg, Offenbach, lvw. — Res. Artur Schneider, Ronneburg, 2.-A., lvw. — Gest. John. Alsted Kretschmar, Leisnig, Leipzig, lmv. — Gefr. Aug. Ludwig Breitwiescr, Ober-Ramstadt, Darmstadt, tot. — Res. Nikolaus
Antarktischen Ozean zu nfoffchen, um einen HandelÄveg voll Anskralien nach Südosrika nnd Indien zu srndän; kartographisch zu arbeiten von den Sandwichiiiselir bis .4um südatlailllschen Ozean. Nach «wo 7jährig« Ülckbckit lwfst die „Discov«y" dann ihre Reise an d« Güdspitzc von Südamerika zu beenden und von da nach Nserws Astes M sahr«l.
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— „Originalzeichnungen" vom Kriege. Bsterzn nllmnl Karl Lcrbs im zweiten Novemb«hest des KtlirstwariS wie iolgt Stellung: Gegen die läpprichcir und widerlichen Auswüchse des „Kriegshnmois", namentlich auf Postkarten, setzt «- srenlichttweise jetzt eine starke Sttömung ein. Ab« schon wächst eine neue Gefahr empor: die „Originalzeichnungen" von Schlacht- seldern in all den imzähligen Kricgschronikcn und -geschichten sletzt«c sind an sich schon uirmögtich!), deren H«ansgabe für den: d«itsehen Verleg« bald zum guten Ton gehört. Das vorliegende Tatsachenmaterial an Photographien ist spärlich, mll gutem Grund: die Zeichner im Felde sind dünn gesät und — kostspielig. Da hilft denn, um d« Schau- und Sensationslust d« Massen entgegenzn - kommen, der „Schlachtenzeichner" daheim. Das ist ein Mann mit meist^recht mäßigen zeichnerischen Fähigkeiten, der schw«lich je eine Schlacht gesehen hat. Daß er sic infolgedZscii und d« Wirkung halb« technisch unrichtig, als ein Durckwinander und Dranf- losschlagen darstellt, ist kn sich schon eine Gefahr: denn so entsteht vom heutigen Krstg ein falsches Bild, dir Vorstellung mcht von langsamem, zähem Kampfe meist aus große Entfernungen Inn, sondern von einem Galoppsiegcn; nnd die mühsam «l«nte Geduld weicht d« unlwrechtigten llngeduld, wenn die Depeschen einmal ausblciben. ?lb« mehr noch: duräi alle diese wüsten Darstellungen von Bastncttkämpfen, Eroberungen feindlich« Batterien. Zeppelin - bombardemenls, Seegefechten usw., aus denen seltsamerweise säst nie Deutsche sollen, wird die Vorstellung ein« v«logenen Romanist erzeugt, die dem Kriege von beitte sehr french ist. Die Fotzge ff« wohl auch eine bcdenlliche Unterschätzung des Gegn«s nnd der eigenen Verluste, nnd für spät« - einc verstärkte He«schast von ikino und Schundkittwatnr. D,rs ist die Hauvlgesabr; die Geschmacksv«roknmg. W« in digser Zeit seine >p'tsliqe A'ahrung ans Kolportagehi'ftcn bezieht, wird sich auch Nach d»n Friedenl d« echten Kunst twrschllehen.


