Nr. 255 Zweit« Blatt W- Jahrgang
(jtfrfittnl t<igli$ mit Ansaahore €«nu^6.
Die „«ietzen« Sora ili «Witter" i»erb«i hem ,Sünjei«et‘ viermal wöchentlich beiqckegl, da« „Xreitdlan für de» Kreta »letzen" »wetmal wöchenilnh. Die .^rtwimittschasllich«» ieH trage»" «stcheinen monatlich Mveemal.
Girz^rr Anzeiger
Seneral-Anzeiger für Gberheffen
Zrettag. 30. Gttober
Rotationsdruck und Verlag der Brühl'sche>i Unrversttcsts - Buch- und S>ei»druck«e,
R. Lange, Gießen.
Echckstlcktung,GeschättSsiclle».Druckerei: Schul ftratze 7. Getchättsslelle U. Perlag: ^chöl,Schris>- lenung: fcaS llä. Adresse lür Drahtnachrlchtcn: dlnjerger Gieße».
ver unbezwmgliche deutsche Vormarsch in weMandern.
(WB., Berlin. 29. Ott. Dem JdtsS. tsfet) twti fernem tfT p r » flg » -nullt e ift gtter aus 9t »o |'e it- txuil gemeldet:
(btßoaffnett belgische Soldaten, dte an den Gefechten Müschen Dixnruideu und Nieuport vour 23. bis 2b. Oktober tejlgentanrmen habe», schildern den unbeMingiichen Aornrarsch der deutschen Soldaten in beredten Wörter,. Ms ich eineu der durch Entbehrungen gänzlich herabqek o tir m r- uen Burschen fragte, ob die Verluste der anrückenden deutsche» Trnlchen, die den Übergang des Pserkanals erzwan- gen, bedeutend gewesen seien, erklärte er rundweg: Die TeustckSkerle treiben uns mit ihren Krmonen so gründlich zurüch datz sie wenig Leute xu opfern brauchen. Bei uns ist es leider daS Gegenteil. Uns j«gt man blindlings in die Schacht hinein. Biele nrerner Kameraden sagten: „Unsere Offiziere verstehen nichts Wären wer unter deutscher Führung, so lvnnten wir das Geschäft ebenso gut wie die da deichen " Wic in frühe r e n Gefechten litten auch diesmal die Belgier unter des unwiderjletzlichen deutschen Nacht
angriffen. „Ls ist unbegreifliche, ruft einer der Entwafs- neten aus, „wie die Deutschen imstande find, sich bis auf ganz kurze To stanz anzunähern, ohne da» man sie bemerkt. Ihre Ausnutzung der Oertlichckeft ist sabelhaft und wird von Miseren Offizieren bewundert. Das bringen weder Franzosen noch Engländer zustande. Die deutschen Bataillone habe» einen eisernen Schritt. Das klingt, als kämen gerade zweimal soviel anmarschiert. Unter den entflohenen Belgiern gibt es nur eine Meinung: Di« Deutschen werden siegen." Die Bericht« über den Zustand in der französischen Region, die am Borabend der deutschen Besetzung steht, sind für die Berbünderen sehr ungünstig. Geflüchtete Einwohner des Städtchens Bergues erzählt«! den Belgiern, daß es an der nördlichen Front an Soldaten fehle. Die frischen englischen Soldaten seien so schlecht aus- gebildet, daß man sie nur in geringer Anzahl ins Gefecht schicken kann. Die Artillerie werde nur von Franzosen bedient. Das Durcheinander sei unbeschreiblich. Nichts gehe in Ordnung vor sich.
Vas Rumänentum. Deutschlands Senoffe gegen das Rujjcntum.
Die Haltung Rumäniens in dem Weltkriege ist von großer Bedeutung. Darum bemicht sich die sranzöslsche Presse >o eifrig um hie Beeinflussung der össenll-lcheii PLeimrng in dem „lateinischen Schroesierbinde", darum rollt der Rubel so freigebig über den Prutb nach Westen. Zweifellos nicht ohne Äsvlg. Die große Masse des rumänifctien Bokkes, ver- stiinmt über die unkluge RumänenpoKitik Ungarns der testen Jahre, hat den Hetzern an der stienxr uich der Seine willig Gellvr geschenkt, so daß es des ganzen Einflusses >>>:- weis«! und gerechten Königs Karl bedurfte, um wenigstens «ne streng neutrale Haltung des Staates u> d«n an seinen Grenzen tobenden Kampfe durchzusetzen. Mit verdoppellein Eiser sichren aber Franzosen und Russen in ihren Änstr«igpngen sott, seitdem der yrvsre Hobenzoller, dem Rumänien die Vormachtstellung auf dem Balkan verdankt, seine Aug«, znni ewigen Sckilase geschlossen hat. Da ist es von hohem Wert, aus eine Preffestümne hinzuweisen, die ihre Wirkung aus die Rumänen im Königreiche nicht verfehlen wird, kommt sie doch aus der Donau-Dvppelnrvnarltfte, in der angeblich die „unerlosten Brüder" nach Befreiung sci>n>a<t>ten. (Die bedrückten Stanrmesbenossen in d«n von Rußland ,geraubten Bessarabien scheint nuoi zurzeit vergessen zu Itziben.) Die Adilteilnngen des BrreinS für das Deutschtum im Ausland bringen im Nachsteigenden einen Auszug aus einem Aussatz des nationalrumänischen Parteiblattos in der Bukowina, „Viats nova". der hoffentlich ein weithin lallendes Echo von den Karpathen bis zum SchwarztM Meer ivecken wird. Es heißt dort:
„Für uns Rumänen ist unser Dasein und imserr natwiwte Entwicklung bedingungslos gebunden an das Borhandensein und die Borberrschaft des deutschen Elementes m ganz Mitteleuropa. Für Deutschland wird das rumänische Volk zimscl«, den, Dniester und d« Tonou stets ein Gegenstand besonderer Fürsorge sein, denn d>is Rumänentum ist daw !<c'chnnst, chn, «in lückrrg« und irerwoller Genosse im ewigen >tzai»?ge gegen das «lawe.itum zu sein: für den russischen Koloß werden die iliitmaiieii bloß ein
Hindernis in seinem Gange naä, Konstantstwpel bleil>en.....-
Voller Enthusiasmus sind unsere Bukowina« Stamni, sgenossen in den Kampi für Dhron und Vaterland gezogen Die runiänischen Tfrauen^ beten ,et>en Sonntag „für den Kaiser", mit» r>K Eltern, deren Sohne in deir Kckeg gezogen sind, bitten den Geollich'n, in seinem Gebet zu «wähnen: den tkaiser Franz Jose! „ede:> dem in den Kckieg gezogenen Kämpftr" — ttaer eine >,:eui> Begeisterung der Rumänen Südwestrußlands ist bisher trotz aller Red- selrqkeü d« Drewerdandsnrckdung«, nicht» bekannl geworden.
wie die Deutschen in Indien behandelt werden.
Nach Berichten, die ans Kalkutta in die Schweiz gelangten. haben die Engländer nicht nur alle Deutschen in Indien seil Kriegsausbruch unter Polizeiaussichl gestellt, sie zwangen unsere friedlichen und ehrbaren Volksgenossen auch zur Eintragung ins Polizeiregister unter Beifügung des Fingerabdruckes, als ob es sich um gemeingefährliche Verbrecher horchelte. Alle Deutschen im militärpflichtigen Alter sind in das ehemalige Borenlager von Ahmed nagast rin Bombaydistrikt verschickt tvvrden. England ist, wie man sieht, mit Erfolg bemüht, sich von seinem kirulenbewehrten. Bundesgenossen Rußland hinsichtlich der Behandlung der seindncheu Staatsangehörigen nicht in den Schatte» stellen zu lassen.
2fu» Hessen.
r. Darmstadt, 29. Okt. Das Sta at s m i n i ft« rt u m hatte für heute nachmittag die Vorstände und die Finanzausschüsse der beiden Ständekammern zu einer allgemeinen AuS'pnickie über
llen nordwesMiche Kriegschauplahz
England und seine Nachbartüsten.
Wenn sich die Engl Luder mit ganz beiondemr Hartnäckigkeit dem Vordringen der deutschen Truppen an der Nordseeküste ent- Pk g en we rsen, io geschieht das. well innen der Gedanke uncrlrägüch ist, daß die DeMichr» lner am Kanal festen Fuß fassen könnteir Ist es doch oielinebr lahrhundettclang ein Leitgedanke.der englischen Polin! gewesen, daß Engtattd selbst sich einen „Brückenkopf" aa seinen Nochbarküstrn irineiis des Kanalcs sicher ballen müsse. Im Mittrlallrr sind die englischen Könige bekanntlich lange Lehns- tentr Ser Könige von Frankreich gewesen, von denen sie hie Normandie. Amon. Poitou und Aquitamen jn Lehen trugen. Damals also beianden sich mckt erwa nur einige Küstruplätzr, sondern vielmehr beinahe dä ganze Seeküstr Frankreichs vom Kap^Grisne, bei Eatais bis .zum ibascogner Meerbusen in englischen Händen und diesem Berhältulür machte erst jener durch Shakespeares er» g r eis ende Sänlderung besonders bekanM gewordene Mord ein Ende, den der haltloie Io bann oh« Land an leinem Ressen Arthur von Bretagne verübte Damals imach der Gerichtshol der französischen Paris den englischen König in seinem Charakter als Palr seiner Leben für verlustig und Philipp August von Frankreich beeilte sich, diesen Gerichtsspruch auszusühren ?>ur Aauilanien. die Mitgift der schönen Königin Etanwee ist damals noä, England verblieben^ Alleru dies« entlegene Besitz ftanzösischeu Landes ent sprach aus die Däner nicht den Interessen Englands. Mehr und mehr rückte mellncbr. wik m einem Aussätze des „Marzorco" .bervvrgehoben wird, iür England die Bedeutung von Flandern in den Vordergrund. wrlches de» Danpnnarti der englischen Wolle und der englischen Läute lnldrie So richtete sich die Aubnerkiamkeil der englischen Könige »eil dem 14. Iahrlnmderr daraus, an der slande rischen Küste sestrn Fuß zu lassen. Dies gelang zuerst Cbuard M. durch den Sieg bei dem ln jüngster Zell oft genannten Orte Slnvs. dessen französischer Name Eclausc laut«, ir» die Engländer am 24. Juni 1340 einen wichtigen Sieg «fochten. Ab« Slups genügte lbneu aus die Dau« nicht: imb darum machte sich Eduard III. im Jab« 1346 an die Belagerung von Calais isnti fortab bildac Calais etwa 200 Jahve lang den englischen Brücken dopt an Frankreichs Küste. Erst im Jahre 1558 gelang es dem Herzog Franz von Gnisc und dem Marschall Pierv Sttozzi. Calais wicd« ru die Lände d« Franzosen zu bringen. Tanials saß au! Englands Thron die .chlnllge" Räiria. und^ cs wirb bekanntlich von ihr beruht«, daß sie, dem Tode nabe, gesagt habe: „Wenn Zbr mir das Herz öffn«. w«dcl Ihr darin den Namen Calais finden." Maria veniand aliv wohl, was d« Verlust von Calais für die engfische FeUandspolüik bedeutete.
Diese selbst ab« hat mrb hiernacki ihren Charakter und ihre Züäe nÄrt «rändert. Unt« Elnabrtb wurde für src da Formel ans^ebüdet, Englands Grerrro bilde das Me« an d« reindlichen Küste. Der neue „Brückenkavst' wurde zunächst Ostende, das die England« in seinem h lbnrmütlgen Kampe gegen die r>van:er nrlt alleni Nachdrucke uuttrstütztcn. Ostend' fick schlieft:ch. und jetzt richttte sich die Aufmrrksanrkett d« Engländer mm Er'a « aut Dünkirchen. Es tvar d« geniale Eromwell, der den 23«i Dün- Irtlr' 1 - als , raren englischen Bxücknrlop scharsblickand erkannte.
Die Frucht seines Bündnöfe- mit Frankreich gegen Spanren rm Jahre 1658 war die Abtretung dickes Platzes, d« in euglischem Bckitze geblieben ist, bis Karl Ü. sich von Ludwig XIV. dazu v«- anlassen ließ, ihin Dünkirchen gegen bar al^utreten Drclc Ab- tteniiig kann als das ckgcntlickre Ende i>« Kngüschcn „Brückenkop- Politik" bezeichnet n«deu All in auch de E>el«y.cht.' des 19 Jahrhunderts hat von einem angriN iocisei, Vorgehen d« Engländer gegen die slandcrisäic Nachb.rrküste zu berichten. Das war damals, als Napoleon I. Plifirngen und die ScheDvründ-mrg stcrrl b.fckitgr und eine große Schiachtilotte bei iknvoerven veckanunelt hatte. Gegen sie wurde im Juli des Jahres 1809 eine unginoöhnlich große englisck» Flotte ausgefaudt, die 36 000 M.rmr und Pferde nach dem Festlmw bckorderte Ädmrral war Sir Richard r>trachan, kommaiidnrrende General Lord Ehatham und die Jnstruttion d« Unternehmung ging dabin, alle Schisse in d« Schelde nach Möglich- kckt zu bckckädigen od« zu z«störcn, die dafenanlagen von Ant- w«oeir zu vernichten, die Arsenale non Mssingen, Terneuzcn und Antwerpen zu -«stören und schlickzlich dir Schelde für große Kckegs- sal>«euge unsahrbar zu machen. Zu diesem Zwecke besetzte das englische He« die Inseln W a l ch e r e n und Süd-Bcoerland D« Ausgang diel« vickbeivrockwnen Ilnternehmimg war ab« kläglich, indem ßraaikhntcn und Ficb« das englische He« ans das übelste mitnabmen. Schon am 7. September mußte Lord Chatham den Rückzug antttten: noch ließ « 10000 Mann auf Walch«vi zurück. die ab« im Dez«nb« glckchialls, und zwar säst durchweg fieberkrank, lickmkehtten. Das Mißdkschick dies« Unternehmung «- regle damals in England größte Auiregung und lcbbasten Unwillen. So hat. wie die Gckchichre zckqt. England etwa 600 Jahre lang keine ?!achbarküst«i bedrolit, und cs ist daher wohl zn verstehen, daß es schon in d« bloßen Möglichkell einer Bedrohung von dick« Sale durch eine seindliche Macht die größte Geiahr für seine Zn- druk «dfickt.
— Die New Parker O pornsviel zeit 1914. D« Krie g macht sanc Wirkungen auch in d« New Parker Theaterwelt fühlbar. Die in d« ganzen Wett herrschende Krisis hat bewirkt, daß »«schiedene große Theat« grichlofien bleiben werden. Dagegen wird die wick>rigste d« amerikanischen Bühnen, das Mettopolitan Ov«a Douse in New Pork, s«ne Spietzeü regelmäßig «öffnen und durchführen, wie sie vor dem Ausbruch des Krieges ststgcsetzt worden ist. D« Gen«aldirektor d« Op«, d« Italien« Gatti-Casazza, d« in diesen Tagen leine Ucbcckahtt von Italien aus angttretcn bat, machte vorh« einige bem«kenswerte Mitteilungen über das Zustandekommen und den Plan d« dies» lähriqen Spieltest. Am 16. Novemb« werden die Ausführungen beginnen, du bis zum l.Piar nächsten Jahres dan«n sollckr. Eine Anzabl Künstl« ist lnrests nach Amerika unttrweqs, di« übrigen werden in diesen Tagen folgen. Die Zahl d« Solisten ist sehr groß. 16 Soprane, unt« ihnen die Tarnen Alda, Bori, Tcstinn, Farrar, Garzfi, Lempel, Kutt und Ravvold, 16 Mezzo» Soprane, darunt« die Damen Hwm«, Matzenau«, Ob« uich Telaunors, 15 Tenöre, darmrr« Caruso, Diartstielli, Botta. Urlus, Dlarttn und Sembach, 12 Barstour, d arunter Amtsto, Wlly, Äorzg,
Scotti, Tegani und Weil, und 12 Bässe, darunl« Braun, 7 starr, Rofii, Rothi« und Segurola. Die Aufführiingsleilnng liegt in den Händen ToScaninis, und Dirigenten sind Polacco und Hertz. D« Svielvlan umfaßt «wa 35 Opern all« großen Mein« „nh all« Schulen. Unt« d«i Nniaufiührungen erreg! die grösüe Aus- merflamkeit „Madame Sans Glne", die neueste Over von Umberto Giordano, mit cknem Librttto von Renato Simoiii. die in d« New Pork« Ov« ihre Tauie «leben wird. Toscainni setzt große .Hoffnungen aus da» neue Werk, das in den ersten Tagen des Januar zur Uraufiübrung gebracht w«den ivird Ferner wi-d die russische Ov« „Prinz Igor" von Bvrvdinr und.jL'O.acolo , «ne cknakfige Ov« des nock» ivenig bekannten Italiener- Franco "eoni, gegeben. Webers „Eurhanthe", Betthovens „Fu>?lio" ,md 'lliztts „Carmen" sollen die wichfigsten Nttieinsludierungei, sein. Aus di« Frage, ob es denn lttcht war, „ist« den gegenwärfigen schwierigen B«hältnissen alle bttnliiften Künstl« aus Enroi« hrraus- zubckommen, antworittc der Direktor d« Mttiovolitan Oper mst cknem Seufz« und schlld«te dann ausiührlich die umständlichen P«handlungen und Bemühungen, durch die es in monatelang« Arbckt endlich gttungtti war, die Künstler zusainmenzubrii, ,en und die schwieckgr Uebeckahrt durch die gcsährdtten Meere nach Ainerila sicher; ustellen.
— Kleines vlämisch-sranzösisches Ortsleri- kon zum Kriegsgcbrauchc. Nicht wttiige Leser d« Be- ckchte vom belgisch-sranz»sischen Kckegsichauvlatze sind durch die Tovvckiorm d« Städtenamcn dickes Gebietes mehr als ckirmal in Verwirrung gcketzt worden. Die Zwckstämmigkcit, die der Re- siedelungsgcklhichle des Landes den Charaller auigcprägi igt. hat cs auch mit fich gcbrackst. daß «ne groi;e Anzahl von Otten vl„ nistz- germLillsche und sranll-sisch-romanische Namen Hcbmrnouuet tragen, in baten es oft Xhw« hält, dickelbe Stadt wstderznerkennen. W« könnte %. B daraus kommen, daß die rechts o« «helde nordöstlich von Tonrrrai belegene Stadl Rousse dickelbe ist, h? die Wallonen und Franzosen Renast ncimen! Dagegen sind die ftanzösischen Namen für Gent, Mecheln. Löwen, ült Brüg x Dand, Malincs, Louvarn, Liögr und Brnge- wohl al - a'lgemckn bekannt vorauszusetzen. Nanrur h«ßt germaniich Namen. Was den Tckl des Kckcgsschauplatzes berriist der jetzt im Bord«grunde des Iistercki'es steht, so ist die alle germanische Beze.chnunq äv Lille Rtzssck: die Holland« brauchen dicken Namen noch dcnt. imr ftc ülnwhaiwt <nt den germanischen Formen d« bel-fischen eia.n .ameil fckthalten und dah« nach wie vor Tournai Doornik und Eonchn Kortrhk benennen Das vick umkämvstc A«as hckßt aul vlämisch Atrecht. Den Namen Pvern haben sich die Franiosrn linder Form Pvrcs mundg«echt gemacht: Thorhout ist in ihr« Sprache zu Thourout und Beurne zu Fourncs geworden, e-ehr ichwer nned«zu«kennen ist der germanische Namen Roussckaire in d« Form Roulers Dünkirchen kann fich gar dicker verschrcden« Namensformen rühmen: denn neben den von uns gebraucht«! Namen tritt die vlämische Form Dusttk«ke und endlich die ftanzö- ficrte Bezeichnung Dunftrgue.


