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Erstes Blatt
*64- Jahrgang
Dienstag, ö. Oktober WH
General-Anzeiger für Oberhessen
8ez«a»vrei-i inonatl. 75 Vs., oiertel-
jährl. Mk. 2.20-. durch Abhole- u. Ziveigslellen monall 65 Ps.t durch diePost Mk.2.— viertel- jährl. ausschl. Bestellg. Zeilenpreis: lokal 15Ps., ausw 20 Pi. — Haupt- ichriitleiter: Aug. Goetz. Verantwortlich für den polit. Teil: Aug. Goetz; für .Feuilleton', .Vermischtes' und.Gerichts- saal": Karl Neurath: sür .Stadt und Land": Otto Braun: für den
Rotationsdruck und Verlag der vrühl'schen Unw.vuch- und Steindruckerei R. Lange. Schristleitung, Seschästsstelle u. Druckerei: Schulstr. 7. Anz-iqeme,"' ^Beck!
lleue Fortschritte vor Antwerpen. Erfolge auf dem deutschen
rechten Inge! in Frankreich.
(WTB.) Großes Hauptauartier. ».Olt. abvs. lmktich.) Vor Antwerpen sind die Forts Messel und rochem zum Schweigen gebracht: die Stadt Lierre rd ein Ei scn bahn fort an der Bahn Mccheln—Ant- erpen sind genommen.
Auf dem rechten Flügel in Frankreich wurden die ämpse erfolgreich sortgeseht. In Polen gewannen die «en die Weichsel vorgehenden deutschen Kräfte Fühlung it den russischen Truppen.
Das große Kriegsbild hat sich wenig verändert, trotzen aus russischer Quelle gemeldet wird, 20 russische Armee- j rps seien im Begriffe, auf Krakau zu marschieren. Wir
I iben vorläufig kaum Anlaß, diese Dartarennachricht ernst t nehmen, denn zuerst müßten die Russen doch die ver- rene Stellung in Galizien, wo sie indessen auch nach den utigen neuesten Nachrichten aus dem Abzüge begriffen sind, ieder erobern und ihren Standort in Poleir befestigen. In -arschau aber ist die Angst der Bevölkerung aus das höchste I 'stiegen, so daß der dortige Kommandant sich genötigt sah, einem ösfentlichcn Anschlag das Volk zu beschwichtigen, cm dort her wird also das große russisclze Wort nicht ge-> 'rochen. Und woher sonst? Es wäre ja wirklich ein historisch ndrncksvoll inszeniertes Drama, wenn dort, >vo die drei :oßen Kaiserreiche aneinanderstvßen, auch in einem gewal- szen Völkerringen die Entscheidung über diesen Weltkrieg 'sucht wiirde. Mein hart im Raum stoßen sich die Sachen, cis Phanlasicgcspinst eines zu Hause zurückg'tGliebenen ihriegsberichterstatters" darf die Welt nicht schrecken. Wahr d dagegen, wie wir aus der vorstehenden Meldung aus dem -Nischen Hauptquartier ersehen, daß in Polen die deut- hen Truppen mit dem Feind an der Weichsel Fühlung ge- ommen haben. Wir sind nicht darüber unterrichtet, wie cirk in diesen (Gebieten unsere deutschen Kämpfer sind, allein S ist recht wohl möglich, daß das Gefechtsfeld von Galizien is sick) nach Norden verschoben hat, und so würde sich auch x in Warschau ausgebrochene Panik sehr wohl erklären.
Dom Standort der deutschen Truppen vor Antwerpen mimen ebenfalls frohe Nachrichten. Die Stimmung der dort «geschlossenen Feinde wird von Dag zu Tag düsterer ge- Hilpert, .und die„Times", deren Glaubwürdigkeit in diesen »achcii wir ja nicht in Zweifel zu ziehen haben, erzählt zren Lesern, daß die Lage nicht optimistrsch ausgefaßt waren dürfe. Nun kommt heute hinzu, daß zwei weitere Forts I cm den deutschen Geschützen zum Schweigen gebracht wor- ! en sind, und daß die Stadt L i e r r e, in der Mitte zwischen «iecheln und Antwerpen, nebst einem Eiseichahnsort, in dcut- her Hand sich befindet. Die letzten Stützpunkte der Belgier ußerhalb des Antiverpencr Besestigungskreises sind gefallen Hch der letzte Akt, der den Vorhang auch vor der inneren! s rerteidigungslinie hinwcgreißt, hat wohl schon begonnen.
Ein französischer Kampfbericht.
Paris, 5. Okt. (WTB. Nichtamtlich.) Amtlich wird ekanntgegeben: Seit Sonntag nachmittag ist im Gebiet von klirr a s der Kampf in vollem Gange, ohne daß bisher eine I Entscheidung erreicht wurde. Zwischen dem Oberlauf von I lncre und Somme, zwischen Somme mtb Oise war der j ttampf weniger heftig. Im Gebiet von Soissons rückten I nir vor und nahmen dort feindliche Schützengräben ein. tzast auf der ganzen Front dauert die bereits erwähnte pampscsstille an. In W o e v r e machten wir einige Fort- chritte zwischen Aprcmont und der Maas und längs Rupt I >e Mad.
Eine anscheinend offiziöse Meldung des „Figaro" beugt. man dürfe das Ergebnis der Schlacht er st in >ier bis fünf Tagen erwarten. Wenn auch die Teut- chcn an verschiedenen Stellen erschöpft scheinen, so müsse nan doch bedenken, daß die französischen Führer die Trup- pn schonen wollten.
Lyon, 5. Okt. (W. B. Nichtamtlich.) „Progres" verösfent- icht einen Briet eines französischen Artillerieoffiziers, in ivelchem >ieser erklärt, daß die Franzosen der deutschen schweren Artillerie gegenüber wehrlos seien, da sic keine Geschütze von olcher Tragweite besäßen. Tie d ent s che n, Flu g z en ge leisten«
| .ur Bestimmung der gegnerischen Stellungen die größten Tienstr. Wenn ein deutscher Flieger die französische Artilleriestellung er- I rüttelt habe, bleibe der Artillerie nur ein schneller Stellungs- oechscl übrig, da sie sonst kurz darauf von einem dichten Geschoßbagel überschüttet loerde. Die Deutschen seien Meister in der Verwendung per Maschinengewehre Angreisendc Infanterie werde durch lieihcnseucr zumeist buchstäblich niedergcniacht.
Lyon. 5. Okt. (WTB. Nichtamtl.) „Propres" schreibt: zufolge ungeheurer Verluste an Offizieren mußte vtc französische Heeresleitung die Offiziere anweisen, mehr rls bisher Deckung zu nehmen und waghalsige Angriffe nur Ttt Notsalle zu unternehmen.
Das „Echo de Paris", welches bereits die un hygienische Art der französischen Verwund e t ent ran s- vorte rügte, ninrnrt schärfstens dagegen Stellung, daß alle mir notdürftig geheilten Verwundeten zur völligen Wiederherstellung nach der Heimat geschickt werden müßten, damit in den Spitälern für die neu ein treffenden Verwundeten Platz geschaffen werde. Das „Echo" erklärt, die Re- meruna.müsse diesem unhaltbaren Zustande, welcher eine schwrreLorge für das Land sei, schnellstens abhelsen.
Frankreichs neue Marschälle.
Stockhol ni, 5. Okt. Tic Generäle Jossre, Pan, Castelnau und Gallient werden zu Marschällen von Frankreich ernannt werden.
Eine papierene Anordnung des französischen Oberkommandos.
Paris, 5. Cft. iWTB. Nichtamtlich.) Das Oberkommando hat in Versailles durch Maueranschlag bekmnt gegeben: Jeder Deutsche, welcher hinter der Front in Zivilkleidung angctrossen wird, wird als Spion betrach- tiet. .Wer Zivil kleidung geliefert hat, oder wer diese Tatsache kannte, ohne die Militärbehörde zu benachrichtigen, wird als Hclsersbelser betrachtet. Jeder Deutiche, welcher nicht aus den ersten Anrus steht, wird erschossen. Jede Truppe von mehr als drei bewassneten Deutsckien hiMer der Front wird als bei Verübung von Räubereien erachtet und erschossen. Jede Zivil- oder Militärperson, welche des Diebstahls ans den Schlachtfeldern überführt wird, wird vor ein Kriegsgericht gestellt.
Wir möchten nur wissen, wie bewatsnete Deutsche hinter der Front erscheinen könnten!
Aus dem Tagebuch eines frauzöfischcu Truppenarztes.
Berlin, 5. Okt. (WDB. Nichtamtlich.) Aus dem in deutscheHändegefallenen Tagebuch eines französischen Truppenarztes der vierten Kompagnie des 6. Pionierregiments sind uns nachstehende Auszeichnungen zur Verfügung gestellt worden.
Ueber den Rückzug der Franzosen bei Paliseul heißt es:
Es gibt keine Ordnung und Disziplin inehr. Die General- stabsvffizierc sind vollständig kopslos. Wir haben nichts vorgesehen, man fühlt den Zusammenbruch. Es ist beinahe ein: Rette sich, wer kann!
Aus dem Quartier bei Maisoncellcs berichtet er: Die Verwundeten sind sämtlich, und das ist bas Empörendste, von zwei oder dvei Kamera >en geleüet, die nutzts mehr und weniger sind als Drückeberger. Es sind Soldaten aus dem Süden: sie ^ind umgekehrt, fast ohne zu fäntrfen, und sind glücklich, einen Verwundeten znrückbrinqen zu können, um einen Vorwand für ihr Ausrcißen zu haben. Nichtsdestoweniger bleiben sie Großmäuler und rühmen sich ihrer schönen Aufführung.
lieber die Auflösung jeglicher Mannestzucht berichtet folgende Stelle: Das Schansviel in Attiany war widerwärtig. Es herrscht die Verrücktheit und außerdem was das Beschämendste ist, die Plünderung. Soldaten erbrechen die Türen, trinken allen Wein und allen Alkohol, den sie finden, und plündern sogar die Inw e l ierl ä den Das sind keine Menschen mehr.'das sindlwikdgewordeneTrere. Ein Infanterist vom'17. Korps, das überall feige floh, ohne zu kämmen, brüstete sich damit, daß er einen.verwundeten Deutschen durch Fußtritte getötet habe.
lieber die Truppen aus dem Süden schreibt der Arzt: Die Truppen des Südens sind hassenswett: und welckie Kopslosig- feit. In einem Augenblick behauptet einer, drei. Ulanen gesehen zu haben: sofort ergreift das ganze Biwak die Flucht, und dabei steht hier fast ein ganzes Armeekorps. Wirklich, wer nicht solche Tage ntttettebt bat, kann sich keinen Begriff inackzen, bis zu welchem Punkte sich Menschen erniedrigen können.
Die Meinung, Verräter für die französischen Mederlagen verantwortlich zu machen, spricht aus soigendeir Zeilen: Während der Nacht hören wir aus allen Seiten Verrätersiguale der Spione, die uns umgeben und alle unsere Bewegungen signalisieren Ter Leutnant Cosson mit einer Patrouille entdeckte einen Deutschen in einem Hanse: der Spion trug 'französische Uniform. Im übrigen sagt man und selbst seine eigenen Stabsoffiziere —, daß Evdoux verrückt oder an Deutschland verkauft sein muffe, um uns so zu führen, wie er es >tut.
Zur Erstürmung des Eamp des Romains.
München, 5.Okt. Der Kommandeur der 6. bayerischen Division hat aus Anlaß der Erstürmung des Forts Camp des Romains folgenden Tagesbefehl erlassen:
Tie 6. bayerische JnsaMericdivision mit zugeteilter preußischer Fußarttllerie und Pionieren hat heute das Sperrfort Camp des Romains bei St. Mihiel im Sturm gemmrmen. Die Fußarttllerie und ein Teil der Feldartillette haben in 30 ständigen Kämpfen vorgearbeitet. Die l2. Jnfanteriebttgade miß den Pionieren Nr. 16 hat in dreistündigem Kampfe Stein um Stein, Wall um Wall des Forts erobert. Die 11. Jnfantettebrigade mit dem Reste der Feldartillette hat in langen, schweren Kämpfen feindliche Entsatzvcrsuche abaewieien. 5 Offiziere, 453 unverwundete und etwa 50 verwundete Mannschaften wurden gefangen: der Rest der Besatzung liegt tot unter den Trümmern und in den Kasematten des Sverrsotts. Dank euch allen, Offizieren und Mannschaften, für diese glänzende Waffentat, die keiner in der Kriegsgeschichte nach st eh t. Ehre auch dem Gedenken der Ovscr, die wir bttngen mußten. Was wir und diese taten, geschah fürs Baicrland, geschah sür unserer Kinder und Kindeskinder Glück. Gez. v. Höhn.
Roch ein französischer Ministersohn gefangen.
Genf, 5. Okt. (WTB. Nichtamtlich.) Der „Berliner Lokal-Anz." meldet aus Genf: Der Sohn des Ministerpräsidenten B i v i a n i, der als Fnfcrntenst bei Arras mitkämpfte, wird vermißt. Vernrutlich ist er gefangen genommen worden.
Bekanntlich ist «mch der Sohn Delcassos in deutscher Obhut
Unsere Brummer vor Antwerpen-
Ein .aqis Belgien zurückgekehrter norwegischer Ingenieur berichtet in der in Bergen erscheinenden „Annonce Tidende" über seine Eindrücke von der deutschen Mtlllerie in Belgien wie folgt:
,Lch habe in Billevorde gewohnt. Tie Stadt war von deuttckien Truppen besetzt, und aus den umliegenden Höhen waren deuffche Batterien mit der Front nördlich gegen Antwerpen, auf- gcsahren. Zwei bis drei Kilometer außerhalb der Stadt standen einige der „pikanten" Zweinndvierzig-Zentrmeter- Mörser. Es war verboten, sich den Geschützen mehr als auf einen Kilometer zu nähern. Das unangenehnffle während meines Aujenthalls in Billevordc war der gewaltige Kanonendonner, besonders wenn in Llbftänden von einer halben Stunde die Zwer- undvierzig-Zentimeter-Kanonen ihre mächtigen ProjektUe aussandten. Es war wie der .Ausbruch eines Vulkans: die ganze Stadt erbebte in ihren Grundfesten. Achtunddreißig Kilomtter btträgt die Schußweite dieser Geschütze. Tas Feuer wurde mit Hilse von Fesselballons geleitet, die an Automobilen besesligt waren und unaufhörlich ihren Platz wechselten."
Amsterdam, 5. Okt. (WTB. Nichtamtlich.) „Tele- graaf" meldet aus Antwerpen, 3. Oktober: Die Lage ist hier äu st er st kritisch. Amtlich wird gemeldet, daß die äußerste Fortslinie gefallen ist. Die Stim- imrng in der Stadt ist sehr gedrückt. Eine heute erlassene Proklamation ermahnt die Einwohner zur Ruhe. Man be- fürchtet, daß die Wasserzufuhr abgeschnitten wird.
London, 5. Okt. (WTB. Nichtamtlich.) Die hiesige belgische Gesandtschaft hat folgendes Telegramm! aus Antwerpen erhalten: Oestlich der Senne ist unsere Verteidigungslinie gezwungen worden, sich vor dem lfeftigen Angriff l,er deutschen Artillerie aus den Nethefluß zurückzuziehen, nachdem sie fünf Tage lang heftigen Widerstand geleistet hatte. Unsere Stellung an dem Nethe- flnß ist sehr stark, die Armee wird mit äußerster Energie Widerstand leisten.
Englische Lügenbilder.
Die Londoner Zeitung „Daily Sketch" bttngt eine Rtthe von Bildern vom Tage. .UnZer ihnen befinden sich verschiedene, die augenscheinlich imr eine .Wiedergabe von photographischen Aufnahmen in Bettin sind. Zwei dbvon zeigen am llarsten. wie drüben Stimmung gemacht wird. Eine Photographie des Borbn- marsches der Landsturmahteilnng mit der russischen Fahne Unter den Linden vor dem Zeughaus trägt dir llntttschrist: „Diese russische Fahne wurde in Parade durch die Straßen Bttlins getragen, um die Bevölkerung die vernichtenden Siege der Armeen des Zaren vergessen zu machen, — wenn sie sie je er fallen haben." Die andere Ausnalyne ist ein Bild von einer Paradoaufftellung deutscher Jungen mit Fahne, Säbeln und Gewehren. Taruntei setzt das englische Blatt: „Die Väter dieser armen Kinder sind wic Schafe zur Schlachtbank getrieben worden. Eines Tages werden sie die schreckliche Wahrheit erfahren."
Angst in Warschau.
Petersburg, 5. Okt. (WTB. Nichtcrnttlich.) Mek- dung der „Petersburger Telegraphenagentur": Der Militärgouverneur von Warschau hat durch Anschlag folgendes bekannt gemacht: Jü der letzten Zeit ist die Bevölkerung durch absurde Gerüchte von einer möglichen Besetzung der Stadt aufgeregt worden. Auf Befehl des Armeekommandanten bringe ich zur öffentlichen Kenntnis, daß Warschau und seine Umgebung wie bisher von seiten des Feindes außerhalb aller Gefahr ist. Ich bitte daher auch die Einwohner, ruhig zu bleiben und ihren Geschäften wie im Frieden nachzugehen.
Die nahe Schlacht im Osten.
Rom. 5. Okt. Dem „Giornale d'Jtalia" wird aus Petersburg gemeldet, in der Gegend von Krakau stehe angeblickf eine große Schlacht zwischen Russen und O e sie r r e i ch e r n bevor. Tie Russen seien l Million Mann stark mit einer mächtigeti Artillerie.
Nach Petersburger Meldungen der „Times" glauben die russischen Regierungskreise, daß Deutschlands Schicksal an dem Punkt entschieden werde, wo die drei Kaiserreiche zusammenstoßen. Dort rücken angeblich 20 russische Armeekorps auf zwei Linien vorwärts. Wenn es den Deutschen nicht glückt, hier die russische Sturmslut aufzuhalten, würden die Russen hinter den Berteidigungsiverken an der Oder nach Deutschland eindringen.
Ter Eindruck von Hindcnburgs Siegen in Petersburg.
Kristiania. 5. Okt. (WTB. Mchtamtlich.) Im „Mor- genbladett^ erzählt ein Norweger, der ans Petersburg lfeinrkehrte, daß der Sieg Hindenburgs in Ostpreußen und die Mederlage der Russen in Petersburg einen lähmenden Eindruck machten. Mcht weniger groß sei die Trauer darüber, daß zwei Generale, auf die man die größten Hoffnungen setzte, gefallen seien. Das Publikum wurde vorbehaltlos über die Mederlage unterrichtet Man gab zwar keine Einzelheiten, erkannte aber den Umfang und die Bedeutung der Katastrophe an. Bon dem Augenblick ab , hat sich die Kriegsbegeisterung in Petersburg stark abgekuhlt. Die späteren Erfolge gegen Oesteitreich verrrwchten rncht, vies ganz auszngleichen. Man sehe jevoch der Zukinfft vertrauen^ voll entgegen uaw hoffe ans den Sieg, fürchte aber, daß das Heer zu wenig Offiziere habe.
Der russische Vorstoß in den Karpathen mißglückt.
Ofenpest. 5. Okt. (WDB. Mchtamtlich.) Der Ober- gespan des Marmaroser Komitats sandte an die Szat. marer Behörden ein Telegramm, worrn er nntteilt, daß die russischen Truppen sich im Rückzug he-


