üütttrt) 3») aesangene En ffTSltbet erschossen worden seien, weis »ei ihnen Dum-Dum-Gcschosse gefunden wurden. Diese Nachricht ist erlogen.
Wilhelm Wundt gegen England.
Leipzig, 10. Sept. (Priv.-Tel.) Wilhelm Wundt, der 82jährige Philosoph, sprach heute abend im Kristallpalast vor viertausend Personen über den „wahrhaften Krieg" im Ficht eschen Sinne des Wortes. Er blieb nicht bei allgemein üblichen Erörterungen stehen, sondern nahm offen zu den Ereignissen Stellung. Mit großer Schärfe bezichtigte er England der Hauptschuld an dem Welt-- brande. Auch vor der Frage, welches der Siegespreis sein müsse, scheute Wundt nicht zurück. Die Versammlung nahm die Ausführungen des Philosophen mit Begeisterung auf. Es war überhaupt die erste Rede, die Wundt in öffentlicher Versammlung hielt.
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Italiens Neutralität.
Ofenpest, 10. Sept. (WTW. Nichtamtlich.) Der römische Korrespondent des „Az-Est", Andreas Andorian, veröffentlicht auf Grund von Mitteilungen leitender Persönlichkeiten der italienischen Politik einen Bericht über die Neutralität Italiens und deren Gründe. In diesem Bericht heißt es: Bestärkt wurde die Absicht der Neutralität durch die Erwägung, daß Italien überzeugt ist, daß auch ohne aktwes Eingreifen, wozu übrigens ein un- mittelbares Bedürfnis seitens der Monarchie und Deutschlands nicht vorliegt, seine Interessen im Falle eines für Deutschland und Oesterreich-Ungarn günstigen Ausganges des Krieges verständnisvolle Berücksichtigung finden werden. Würde Italien aus seiner Neutralität h-erauszntreten genötigt sein, so würde dies — darüber herrscht bei keiner Partei Zweifel — nur zugunsten des Dreibundes geschehen. Größte Beunruhigung verursacht in Italien die griechisch-- türkische Kontroverse. Italien wiirdc es nicht gerne sehen, wenn Griechen oder Epiroten Balona besetzten. Bedenken würde es auch erregen, wenn Euglanb Aegypten annektieren würde.
Eine freundliche Handlung Bulgariens.
Berlin, 10. Sept. (WDB. Mchtamtlich.) Die „B. Z." meldet ans Sofia: Die Regierung hat angeordnet. daß die in ihre Heimat fahrenden deutschen Und österreichischen Reservisten auf den bulgarischen Bahnen nur den halben Fahrpreis zu zahlen brauchen.
Die Haltung Chinas.
Frankfurt a. M., 10. Sept. (WTB.) Nach einem hier vorliegenden Exemplar des „Nieuwe Rotterdamsche Courant" hat die chinesische Regierung, nach einem Bericht des Korrespondenten der „Times" in Peking, die Erklärung abgegeben, daß sic auf den Punkten innerhalb Lunkau. Laitsichau und der Umgebung der Kiautschaubai, welche die kriegführenden Truppen notwendigerweise passieren müßten, nicht die Verantwortung für eine strikte Handhabung der Unparteilichkeit übernehmen könne. Die Regierung weise darauf hin, daß die kriegführenden Mächte die territorialen und administrativen Rechte Chinas und alles Privateigentum in diesen Gebieten achten müßten.
Untergang eines japanischen Zerstörers.
London, 10. Sept. Die japanische Botschaft in London verbreitet die Nachricht, daß der japanische Zerstörer „Sch i- rotaye" infolge Nebels auf einen Felsen gestoßen und untergegangen sei.
Keine russische» Truppen in Frankreich.
L o n d o n 10. Sept. (WTB. Nichtamtlich.) Der russische Botschafter in London dementiert die Meldung, daß russische Truppen in Frankreich an Land gesetzt worden seien.
Belgische Flüchtlinge in Marseille.
Marseille, 10. Sept. (WDB. Mchtamtlich.) Gestern trafen hier zahlreiche belgische Flüchtlinge ein, die durch die Behörden größtenteils bei Privaten untergebracht wurden. Die Subskriptionen haben 300 000 Franks überschritten.
Ein holländisches Schiff von den Engländern anfgcbracht.
Amsterdam, 10.Sept. (WTB. Nichtamtlich.) „Handelsblad" meldet: Der Dampfer „Zuiderdßk" von der Hol- land-Amerika-Linie ist auf der Fahrt von Philadelphia nach Rotterdam von Engländern aufgebracht und in einen irischen Hafen geschasst worden.
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Die letzte Niederlage der Montenegriner.
Wien, 10. Sept. (WTB. Nichtamtlich.) Ueber die am 4. September gemeldete vollständige Niederlage der Monte- negriner bei Dileka gegen unsere dritte Gebirgsbrrgade unter Generalmajor Pongracz veröffentlichen die Blätter einen ausführlichen Bericht, in dem es heißt:
Die in der Linie Avvväc-Lionik und südwärts stehende 3. Ge- birgsbrigadc begann am 30. August die Offensive gegen die im Raume von Dileka stehenden feindlichen 1h, Brigaden, die sich zu einem allgemeinen Angriff auf die befestigten Positionen von Bileka anschickten, gegen die die Montenegriner an den drei voran- gegangencn Tagen bereits ein Bombardement aus schwerem Frld- aefchütz mit geringem Erfolg unterhalten hatten. Generalmajor Pongracz befahl einen allgemeinen in Front geführten Angriff. In den ersten Morgenstunden eröffneten unsere Truppen den Kamt» gegen den in Ueberzahl befindlichen Feind, der >ion serbischen und russischen Offizieren geführt wurde. Den Oberbefehl über die Montenegriner führte Brigadier Bukotic, der als einer der besten montenegrinischen Offiziere gilt. Die von unseren Truppen mit großem Schneid eingelcitctcn Gefechte ivarsen zwar die Montenegriner im ersten Ansturm aus den durch Erdbcsestigun- gen geschützten _ Positionen. Es gelang aber dem mit Bravour kämpfenden Feinde, sich wieder zu sammeln und Gegenstöße zu unternehmen. Unsere Truppen warsen jedoch am Abend des zweiten Kampftages den Feind neuerlich im Dajoncitsturm, bei dem unsere Gebirgsartillerie den Montenegrinern sehr schwereBer- l u st c zusügte. Ein am letzten Kampstaae unternommener letzter .Versuch der Montenegriner, unsere vorgehcnden Truppen aus den .neuen Stellungen wieder zu verdrängen, endete mit dem vollständigen Zusammenbruch der Angreifer, die unter Zurücklassung des schweren Geschützes und zweier Gebirgskanrmcn sich zurückzogen, ohne die Verwundeten mituchmen zu können 150 Montenegriner wurden abgeschnitten imd gefangen. Die Zahl der gefallenen Montenegriner ist sehr groß: unsere Verluste sind relativ gering.
DaS Deutschtum in Oseupcst.
Ofen Pest, 10. Sept. (WTB. Nichtamtlich.) Der hauptstädtische Baurat hat in einer unter dem Vorsitz des Stadt- sekretärs im Ministerium des Innern, Namethy von Iljsalu, abgehaltenen Sitzung den Antrag des Bürgermeisters, den Weizener Ring „Kaiser-Wilhelm- Straße" und den vor dem Westbahnhof befindlichen großen Platz „Berliner Platz" zu nennen, einstimmig angenommen.
Auszeichnungen österreichischer Generale.
(WTB.) Wien, 10. Sept. (Nichtamtlich.) Der Kaiser hat den Arince-Konrnvandanten von Auffenberg und Dan kl, welche ilzre heldenmütigen Truppen bei Carmrrow bezw. Krasnik yum Siege führten, das Großkreuz des Leopoldordens mit Kriegsdckoration und dem Generalmajor Pongracz in Anerkennung seines heldenmütigen, erfvlg- rcichen Wirkens gegen Montenegro das Mtterkreuz dä Leopoldordens verliehen.
Aus dem Reiche.
Die Wahlen, die die neue RrichSverficherungsordnung
bis zum Schlüsse des Jahres 1014 oorschreibt, können infolge des Krieges nicht stattfinden. Die Berficherungsämter werden deshalb die Amtsdauer der bisherigen Vertreter bis zum 31. Dezember 1915 verlängern. Tie Wahlen sind also erst im Laufe des nächsten Jahres vorzunehmen.
Zur Unterstützung der Familien der Wehrpflichtigen wird uns geschrieben: Während in großen leistungsfähigen Städten die Auszahlung der Unterstützungen verhältnismäßig schnell und ohne Schwierigkeiten vor sich geht, werden in kleineren Gemeinden lebhafte Klagen laut. Es muß dringend verlangt werden, daß die Bedürftigkeitsfiage nicht zu eng umschrieben wird. Arbeiterfrauen mit Kindern sollten ohne Umstände Unterstützungen erhalten. In den Kreisen des Kleingewerbes wird darüber geklagt, daß die zurückgebliebenen Frauen kleiner Gewerbetreibender, solange sie versuchen, die Geschäfte ihrer Männer fortzuführen, keine Unterstützungen erhalten, auch wenn nachgewiesen wird, daß die Geschäfte keinen Reingewinn bringen. Zahlreiche kleine Läden sind deshalb geschlossen worden. Durch die Annahme von Kriegsunterstützungen wird übrigens kein Verlust öffentlicher Rechte herbeigesührt.
Zur Verhütung größerer Arbeitslosigkeit im Baugewerbe haben die zuständigen Instanzen Preußens die Gemeinden aufgefordert, ihre Gemcindebauten während des Krieges fortzusetzcn. Auch das Reich und die Einzelstaaten werden in Angriff genommene Bauten, soweit keine Kriegshindernisse entgegenstehen, sortführen.
Der im Felde gefallene Adg. Dr. Frank war, wie uns mitgeteilt wird, kein ungedienter Soldat. Er hat 1894/95 als Einjahrig-Freiwilliger beim 113. Inf.-Regt, in Freiburg i. B. gedient und gehörte bei seinem Wiedereintritt dem Landsturm an.
An» StaSt und Lau-»
Gießen, 11. September 1814. Unsere Kriegsberichte.
Der Herr von Stein, der Herr von Stein.
Schenkt immer ein nur reinen Wein.
Wenn unsre tapfren Helden siegen,
Wohl gar auch, wenn sie unterliegen.
Getreulich er es einberichtet,
Nichts wird von ihm hinzugedichtet.
Der Herr von Stein, der Herr von Stein Hält immer seine Zunge rein,
Macht's nicht wie die Franzosenbrut,
Auch nicht, wie Vetter Grey es tut;
Die beiden lügen wie gedruckt,
Daß es uns in den Wimpern zuckt.
Der Herr von Stein, der Herr von Stein Befleißigt sich, ganz kurz zu sein.
So knapv auch oft ist sein Bericht,
Meist ist's ein Stückchen Weltgeschicht.
Das Ausland tut in Seelenruh Wic's ihm beliebt, nur ab und zu.
Der Herr von Stein, der Herr von Stein Denkt nüchtern nur: was fällt Euch ein?
Tut Euer Volk nur recht belügen Und schwindelt nur von Euren Siege».
Wenn unsere Geschütze sprechen,
Wird sich der Schwindel bitter rächen!
Der Herr von Stein, der Herr von Stein Hat eine Ausgab', gar nicht klein;
Er muß vom Abend bis zum Morgen Das Volk mit „Neuestem" vefiorgen.
Sonst wird es ungeduldig schrei»:
Warum schweigt unser Herr von Stein?
Der Herr von Stein, der Herr von Stein — Was er berichtet, war meist fein.
Von „Lüttich" bis nach „Verdun" jetzt ,Hat er den Weg schon fortgesetzt.
Den Osten hat er nicht vergessen.
Dem Russenvolk schön aufgesessen.
O Herr von Stein, o Herr von Stein,
Was du berichtest, war kein Schein,
's war alles nur nach deutscher Art Und keine welsche Lügenfahrt.
Noch immer hat das Volk vertraut Und jauchzet froh und preiset laut.
O Herr von Stein, o Herr von Stein,
Mög' bald es dir vergönnet sein Dem Volke aus dem hcllgcn Krieg,
Zu melden unfern größten Sieg:
„Paris ist unser!", unverdrossen Wird dann „Viktoria" geschossen.
Gießen. 10. September 1914. Emil Geißler.
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Auf dem Felde der Ehre gefalle».
(Aus Hessen und den Nachbargebieten.)
Jäger d. Res. Otto Schröder aus Offenbach a. M. — Reservist Heim. Buckenau aus Udenhausen. — Oberl. Martin Gottschick, Jns.-Regt. 130 aus Gießen. — Dizefcldw. d Res Hermann Happel, Jns.-Regt. 116 aus Gießen. — Einj.-Freiw- Gesrciter Otw Dollega in Dannstadt. — Untcroff. d. Res. Gq Rover in Darmstadt. — Reservist Karl Friedr. Kötter in Nieder-EAenbach. — Lt. Anton Selig, 5. Garde-Grim.-Regt. in Frankfurt a. M. — Hauptmann Eugen Nöller, Gren-Regt 123 aus Wiesbaden. — Major Julius Fälsche, Jns.-Regt. 16 aus Homburg v. d. H. — Dragoner Heinrich Kei s n er, Drag- Regt. 24 aus Rcinheim. — Georg Karl Heinrich Pfeffer ans Bad-Nauheim. — August Dicrbaums, Jns.-Regt. 6b aus Bad-Nauheim. — Christian De 1 l aus Hanau. Hauptmann d Res. Willy Kappeller in Hanau. — Lt. Hermann Hartmann Jns.-Regt. 166 aus Nicder-Jssigheim. — Lt Paul Arnolds. Ulan.-Rcgt. 6 aus Hanau. — Einj -Freiw.-Un teroffizier Lehrer Jak. Bord aus Zornheim. Phil. Lcbn aus .Halmheim. — Reservist Wilhelm Watz in Wetzlar. — Major J-ritz Dunin von Przychowski, Jns.-Regt. 88 in Mainz.
** Militär-Sa nitätskre uz 1914. Die „Darmft. Ztg." veröffentlicht folgenden Erlaß des Großherzogs:
Wir haben Uns, Angesichts des unserem geliebten Batcr- landc ausgcdrungcneu Krieges, gnädigst bewogen gciunoen, das von Unsercnr tu ©ott rubendcn Herrn Großoheim dem Groß- bcrzog Ludwig dein III. am 25. August 1870 gestiftete Militär- Sanitäts-Kreuz wieder auflcben zu lasten. Die Statuten des Großherzogl. Hesiischen Militär-SauitätS-Kreuzes vom 25. Aug. 1870 behalten ihre Gültigkeit, nur nfit der Mänderichg in § 2,
daß die Vorderseite de? Kreuzes die Worte enthält: „Flip Pflege der Soldaten 1914". Inhaber des Militär.
Sanitäts-Krenzes mit der Inschrift: „Für Pfleg« der Soldaten 18 7 0", die sich mich im gegenwärtigem Ktfiye buoQ verdienstliche Leistungen im Sanitätswesen (8 3) luo-wzeichnq haben, erhalten eine OrdenSband-Spange mit der ^chlweszaht „1 9 1 4 " zu dem bereits verliehenen Orden.
** Verlustlisten Das Kriegsministerium gibt bekanntk 1. Die Verlustlisten sind imr durch Postabvnnement monatlich 60 Pfg.t zu beziehen, dagegen nicht beim Zeirtrablachweis- Bureau erhältlich. 2. Auskünfte erteilen: a) das Zeutraätachtveiz, Bureau des Kriegsministeriums, Berlin, Dorvtheenstrcche 48, über Verwundete und Gefallene des Heeres: es kann schriftlich nur An- fragen beantworten, die auf den bei jedem Postamt crbäMchor rosa Antwortkarten gestellt sind; b) .das Zentraluachweiiebureml des Reichsmarineamts, Berlin, Mattheikirchstraße 9, über alle Angehörigen der Marine: c) das Auswärtige Amt über deutsche Staatsangehörige im Ausland, auch soweit möglich über deutsche Kriegsgefangene in Feindesland; d) die Bezirkskr-mmandos an Kriegsfreiwillige.
** Zwecklose Gesuche. Trotz der Bekanntmachung, daß der Bedarf an Beamten für die Zivilverwaltung Belgiens voll gedeckt ist, gehen beim Reichsarnt des Innern täglich noch Hunderte von Gesuchen ein. Es wird daher darauf aufmerksam gemacht, daß derartige Eingaben zwecklos sind und daß die Beant- lvortung der Gesuche bei der gegcnwärttgen Belastung des Reichsamts des Innern nicht stattfinden kann.
** Auskunftsstelle über Verwundete. Fm Stadt
haus, Zimmer M. 2, ist eine Auskunstsstelle über die in den hiesigen Lazaretten untergebrachten Verwundeten eingerichtet. Jh,
ein zeitrmlbendcs und beschwerliches Herunffragen bei den einzelnen, z. T. weitauseinandcr liegenden Lazaretten erspart.
370, Hausen 190, Milingen 370.05, Drcris-Horlvff 175.18,
»----
orn-Steinberg 799.50, Langd 660, Garbenteich 300, Utphe 200, Treis a. d. Wa. 6, Mendorf rt. d. Lahn 364.55 Mk.;
weiter aus Leihgestern, Gesellschaft Einigkeit 15 Mk., Gesellschaf i Mäßigkeit 20, Krie<gcrverci» 100, Turnverein 25,
nachmittag hatte die .Freilichtbühne wieder unsere verwundeten tapferen Soldaten zu Gaste geladen. Aber nicht nur die Ver-
belsberger haben beschlossen, ihre durch den Krieg zunäckst ttcrrichtliche Tätigkeit ab 1. Oktober in der seit-
unterbrochene untcrrichtlichc H H
her üblichen Weise wieder aufzunehmen. Ein .Ansängerkurius eil Gabelsbergcrschcr Stenographie beginnt am 2. Oktober (s. Iw ferat). Der Verein 61 stellt dem Herrn Oberbürgermeister zur Lim
derunq der Kriegsnot 100 Mark zur Verfügung, der Damen-Derete 25 Mark. Ferner wurde beschlossen, die Beiträge der im Feld
stehenden Mitglieder auf die Vereinskasse zu übernehmen.
Landkreis Gießen.
—ll. Aus dem Busecker Tal, 10. Sept. Allerorts sind die Bauersleute schon mit der Ernte der Ka rtosseln bv-s schästigt. Getreide und Grummet ist geborgen, die Steter ges^»-, viele auch ausgesät, so paß es jetzt, um etwvs«tun, an dre
S a
Zweck ist, den Angehörigen auf Anfrage mitteilen zu können, ob und wo ein bestimmter Verwundeter sich hier befindet, gegebenenfalls auch, wohin er entlassen worden ist. Nicht möglich ist es leider, allgemeine Anfiagen zu beantworten, z. B. ob sich hier Verwundete aus diesem oder jenem Orte oder Truppenteile befinden. Auch die vielfach verbreitete Meinung, im Stadthaust liege eine allgemeine Verlustliste unserer Truppen auf, ist irrig. Es bandelt sich, wie gesagt, nur um ein Namensverzeickmrs aller in Gießcner Lazaretten verpflegten deutschen Verwundeten, das durch Vermcrkung des Zu- und Abgangs auf dem Lauieiiden ge> halten wird. Den Angehörigen unserer Soldaten wird bierdrirrtz
** Rotes Kreuz und Krje«shilfe. Nach Mitteilung des Kreiskomitees und unter Hinweis auf die Notiz in Nr. 202 dieses Blattes vom R. August 1914 sind in der Zeit vom 15. August bis 10. September d. I. aus folgenden Gemeinden usw. die beistehendeu Beträjgo o», den Kreiskasserechner abgcliefert und von diesem an den Lankesverein vom Roten Kreuz in Darm- stadt überwiesen worden: Gemeinden Rabertshoufe»! 100 Mk., Inheiden 281, Ruttershausen 319.10, Langi-Göut 576.50, Weitershain 300, Klein-Linden 1500, Weickartshain
Stangenrod 231, Großen-Linden 300, Bellersheim 500, Leihestern 1385.20, Alten-Buseck 300, Heuchelheim 1500, Watzen-
Turnverein Frischauf 100, Gesangverein Eintracht 50 Mk.; ferner Bienenzüchtervcrein Nidda 200 Mk.; Iveiter Gabe der Werkmeister und Arbeiter in der Fabrik Rinn u. Cloos- Watzenborn-Sicinberg 136.40 Mk., .Kriegerverein daselbst 50 Mk.; weiter Lehrer-Kegelgesellschaft Weitershain 25.20 Mark; weiter Turnverein Treis a. d. Ldia. 30 Mk..; weiter aus Saasen Gesangverein 50, Biehkäfse 50, Krieger v er edl 80, Spar- und Darlehenskasse 20 Mk. Der Gesamtbetrag bcr vorstehend aufgeführten Gaben beläuft fick, auf I I 659.69 Mk., es ist also zuzüglich der Mitte Slugust abgelieferten 7611.76 Mk. bis jetzt in den Lan dge m eirrden des Kreises Gießen der ansehnliche Betrag von 19 271.45 Mk. an den Landesverein in Darmstadt abgeführt worben.
Für Familienunterstützung der zum Heere
eingezogenen Mannschaften haben sich bisher in unsere» Stadt 600 Frauen gemeldet. Das Reich zahlt als monatliche Unterstützung für die Frau 9 Mk., für jedes Kind 6 Mk., wozu der Kreis, wenn es unbedingt nötig ist, einen Zuschlag von 25 Proz. gewährt. Die Stadt Gießen hat sich bekanntlich bei Ausbruch des Krieges entschlossen, den Baterlandsverteidigern die Sorge für ihre Familien ab- zunehmen. Unabhängig von der Unterstützung des Reiches und des Kreises unterstützt die Stadt die Familien unsere» Krieger. Die Reichsnnterstützung für Gießen wird pro Monat rund 10000 Mk., der Kreiszuschuß etwa 2000 Mk. betragen, wozu seitens der Stadt noch eine monatliche Aufwendung von 5—10 000 Mk. komint.
" Die Freilichtbühne in K rr e g s zetten. Gestern
wundeten, sondern auch einige .Hundert Gießcner Bürger und Bürgerinnen, groß und Nein, waren erschienen, um unsere tapferen Jungen mit Speise und Trank zu laben und andächtig den künst^ lerischen Darbietungen zu lauschen. Es ist ein eigenartiges Bild. Wir sitzen im deutschen Wälde, über uns der Httnmel, neben im? unsere tapferen Krieger, und wir hören von der Bühne gute Wortei über unser herrliches Vaterland, sehen die Begeisterung.in all« Augen blitzen, dazu der Gesang der Vögel und das Rauschen bei. Windes in den Baumkronen, das Herz wird uns im Busen hell und' warm. Darum wollen wir all derer nicht vergessen, die uns düse schönen Stunden schassen. Im Namen der Freilichtbühne begrüßte Profeffor Dr. Aernbeck die Verwundeten, seine Rede llan« mit einem begeisterten Hoch auf unser tapferes Heer und auf den' allerhöchsten Kriegsherrn aus. Ferner danken wir Frau Lcvch für den schönen Gesang, Frl. Sirack, Frl Such Dnnbar und den Herren Dwvrkowski. Wallan, Göttig für ihre trefflichen Darbietungen. Gleichfalls sei der Firma Förster für das irneche»» nützigc Leihen des Klaviers gedankt. Hoffentlich auf baldiges! Wiedersehen!
** Gefundenes Fahrrad. In der hiesigen Zeughauskaserne wurde 1 Fahrrad Marke „Opel" mit der Fabnl- uummer l 133(2 pder 11308 äufgesundcn, lies fätm' seit Wvchtmkch«»; renlos brt gooftanben h.it u. offenbir von einem Diebsiahl herrühtt, da die Fabriknummer bis zur Unlescrlichkeii verbeult ist. Das Rad hat schwarzen Rahmenbau, ebensolche Felgen, Torpedosreilaus und sehr große Uebcfietznng. Ter Eigentümer kann fick), bei der Kriminalpolizei, Großh. Polizeiamt dahier, melden.
** Entsprungen. Wir werden ersucht, die Notiz in der vorigen Nr. d. Bl., betreffend den entsprungenen Kellner Ludwig Waldschmidt dahin, zu ergänzen, daß Wakdschnrcht nicht aus der Gießcner Heil- und Pflegeanstalt entwichen ist.
** Stenographie. Der Gabelsberger Steno- graphen-Verein 1861 und der Damen-Verein Ga-


