worden Um die Slxvdt, die 1870 vor den alten früheren StatztbefesttgrmstSloren nur ein paar Häuser hatte, breiten sich große Vorstädte unD PiUenvierteV «rns, im Innern auf dein „Freiheits-Platz" sinib schöne Anlagen entstanden, so daß man sich, wenn iin Winker ein wohltätiger Frost die äußeren, vorn Bezirk unterhaltenen Straßen passierbar machte, und ivenn im Sommer ein staubloschender Regen ,has W-asser- saß" unterstützte, in eine moderne Stadt versetzt fühlen tonnte. Sonst imrr es, da das Wasserfaß nur an den aller- heißesten Sagen aus seiner stiuhe aufgeftörk wurde, zwar recht schmutzig und ftaubig, doch darin sinket der Lotlwingcr nicht-?.
Der Wohlstand ist sehr gestiegen. Statt der cinz-igen Bahn Straßburg—Lunövillc sind jetzt sechs Bahnen da. Für viele Millionen ist ein großer Bahnhof entstanden.
Auf Bitten der Einwohnerschaft wurde auch die jetzt Der* witstcte Rcichsbankstelle errichtet Die Zahl der Einwohner ist seit 1870 von 2800 mit dem Mikitä!r auf über 11<'000, also aus das Vierfache gestiegen.
Wodurch hat sich nun Laarburg so herausgemacht?
Außer den vom Deutschen Reich gebauten Bahnen ist da in erster Linie die Garnison zu nennen. Bis 1870 war nur zeitweise eine Batterie (1854, 1856, 1857) und später (1860 bis 1870) eine Eskadron hier, jetzt sind' es 30 Kompagnien! usw,, Eskadrons und Batterien (1 Infanterie*, 2 Kavallerie-, 1 Artillerie-Regiment) geworden, Tazir tritt der Stab von einer Division, von einer Infanterie- und einer Kavallerie Brigade, die Garnisonverwaltung, ein Militärbanamt, das Garnisonlazarett und ein riesiges Proviantamt, Was kommt dadurch für Geld in die Stadt Was kostet die Nnterlmltung einer derartigen Garnison, wie viele häusliche Zulagen und wie viel aus dem Prioatvermögen der Offiziere wird da verzehrt, wie viele Angehörige kommen, wie viele Lieferanten, wie haben die Märkte dadurch eine Vergrößerung erfahren und wie viele sonstige Kanäle sind dadurch eröffnet worden, die Geld in die Stadt führen, wie können zum Beispiel Stadt und Umgegend ihre Produktion und Arbeit besser verwerten! Wie viele altdeutsche Städte hätten um die Erlangung nur eines kleinen Teils dieser Garnison große Opfer gebracht!
Und nun dieser Dank! Daß man überall aus llebel- wollen stieß, trat freilich auch früher schon zutage. Selbst die Behörden unterstützten die Garnison schlecht. So lag ursprünglich das Infanterie-Regiment Nr, 97 in dem Gebiet eines Nachbardorfs, Auf Bitten der Stadt wurde das Regiment eingcmeindet und als Gegenleistung für die höheren Steuern dem Militär eine Oktroirückvergütung vertraglich zugesichert. Diese war für die Kompagnien usw, ein sehr angenehmer Zuschuß, im Manöver, bei anstrengenden Märschen, zu Weihnachten usw. Es tat für jede Kompagnie im Jach über hundert Mark aus, an sich eine bescheidene, für eine Kompagnie mit ihren ungemein knapp bemessenen Mitteln eine große Summe, Wie hielt nun die Stadt diesen Vertrag? Als das Bürgerliche Gesetzbuch erschien, benutzte die Stadt eine darin enthaltene Lücke, welche die Kündigung eines Vertrags zuläßt, die Oktroirllckvergütung zu kündigen. Me Vorstellungen hiergegen waren vergeblich, die armen Soldaten kamen um die geringen, ihnen bei besonderen Gelegenheiten gewährten Zuschüsse, Die Wahl eines dcutsct)eu Bürgermeisters war dabei für die Garnison nur von Nachteil, Während der frühere französisch sprechende und lothringisch denkende Bürgermeister sich bemühte, der Garnison gegenüber entgegenkommend zu sein, bewarb sich der deutsche Bürgermeister um die Gunst der lothringischen Bevölkerung, wie oben ausgeführt, auf Kosten der Garnison, Wie weit er dabei unter deni Druck des Gemeinderats handelte, ist eine offene Frage, Berufen hat er sich nicht darauf.
Daß freilich diese lothringische Bevölkerung, die so lange an den Vorteilen der Garnison tcilgerwmmen hatte, so gemein sein konnte, die bestialische Zerstörung von zurückgelassenem Privateigentum von Beamten und Ofsizierfamilien zu veranlchsen, hätte doch niemand für möglich gehalten. Französische Offiziere sollen sich beteiligt haben, wo blieben aber die höheren französischen Offiziere, wo die besseren Teile der Bürgerschaft? Wo blieb der Gemeindcrat? Hatten sie kein Mitleid mit den armen Frauen, die ihr Eingebrachtes, teuere Erinnerungen, alles was sie zu einem geordneten Familienleben brauchen, nun in Trümmern und Fetzen wiedersinden? Möge das schwerste Strafgerrcht über die Täter hereinbrcchcn! Daß außerdem die Stadt Saarburg den gesamten von ihr mitocrschuldeten Schaden voll und ganz bezahlen muß, erscheint selbstverständlich. Die Stadt hat es nicht besser verdient! Denn aus dem ffühercn deutschsprechenden Saarburg ist mit der Zeit ein Ort geworden, in dem mit Vorliebe mit dem Französischen kokettiert wurde Außerdem wiro cs wohltättg wirken, wenn andere französisch-lothringische Städte, wie Luneville, die frühere Residenz der verzöge von Lothringen, wie Ranch (Ranzig) für die Schandtaten dadurch mitbestrast werden, daß sie erhöhte Kriegskontributionen bezahlen.
Die Erwägung liegt nahe, was die altdeutschen Städte und Dörfer zu leiden gehabt hätten, wenn die Franzosen die altdeutsche Grenze überschritten hätten. Möge der Dank für unsere braven, tapferen Soldaten, möge' vor allem der Dank für unser Regiment 116, für alle Gießener, die an diesem größten Krieg teilnehmen, in reichen Beiträgen Ausdruck finden. Das Regimcnl 116 hat besonders stark gelitten. Es liegt die Absicht vor, hier in Gießen für die Opfer des Krieges eine Sammlung einzuleiten. Es kamen dabet in erster Linie die Hinterbliebenen, sowie die Veteranen, die in ihrer Erwerbsfähigkeit beschränkt sind, in Frage, , Kl,
Aus dem Reiche.
.Berlin, 7, Sept, (WTB, Nichtamtlich ,) Der „Reichsanzeiger" enthält zwei Verordnungen betreffend die Ausdehnung des Ausfuhrverbots aui Lechen, Garne und gewisse Beschränkungen des Verbots hinsichtlich der Baunovollgewebe, Pelzwaren und Schuhmachercimaschine»,
Berlin, 7, Sept, Frau Gcheimrat Moritz Becker hatte zur Feier ihres 81. Geburtstages gestern 4000 Personen nach dem Landesausstellungspark geladen. Um 3 Uhr begann das schöne AeburtstagSicsi, das den 4000 Geladenen, unter denen sich viele Frauen und Kinder besairüen, ei» kräftiges Mittags- brot bescherte Diese Form einer- lßcburtstagsferer kann zur Nachahmung empsohlen werden,
Stuttgart, 7, Sept. (W, B,) Ministerpräsident Dr, v, Weizsäcker hat durch den Krieg einen großen Verlust erlitten: Zein ältester Loh» Karl v Weizsäcker, Legationsrat im Auswärtigen Amt in Berlin, Oberleutnant der Reserve im Grenadier- Regiment Nr, 119, ist vor dcni Feinde gefallen: er war 34 Jahre alt, _
Unkversitäts-Nachrkchtei».
Absage an England.
Berlin, 6. Sept, WB, Nrcktamttich,) Nachfolgende (H:-
k l ä nrn j wert» Zur allgemeinen Keirutms gebracht
„Harter einem nichtigen Vorwand«, der am wenrgstcn vor der eigenen Geschichte schndhält. und der durch zahlreiche Dokumente in seinem wahren Wesen klargestellt wird, hat En g * land uns den Krieg erklärt. Aus schnödeni Nerdc aus Deutschlands wirtschaftliche Erfolge hat das uns Wirt?* und stammverwandte England fest Fahren die Völker gegen uns aufgcwiegelt und sich besonders mit Rußland und Frankreich verbündet, um imsere Weltmacht zu vernichten und unsere Kultur zu erschüttern. Nur im Vertrauen aus Englands Mitwirkung und Hilse konMen Rußland, Frankreich, Belgien und Japan uns den Fehdehandschuh Hinweisen. England vor allem trifft die moralische Verantwortung sür den Bölkerbrand, der furchtbares Unheil für Millionen von Menschen zur Folge hat und unerhötte Opfer an Gut und Blut fordert. Ter brutale nationale Egoismus Englands hat ihm cmc untilgbare Schuld auigeladcn. Wir sind uns wohl bewußt, daß hochbedeutende englische Gelehrte, mit denen die deutsche Wissenschaft in sruäUbarcr Arbeit jahrelang verbunden war, gegen den ftevelhait begonnenen Krieg gesinnt sind und sich gegen ihn ausgesprochen Koben, Gleichwohl verzichten in deutschem Nationalgesühl diejenigen von uns, ivelchrn Auszeichnungen von englischen Universitäten, Akadenrien und gelehrten Gesellschaften erwrcien worden irnd, hierdurch aut diese Ehrungen und die damit verbundenen Rechte,
Emil v, Behring (Marburg a, 8.', August Bier Berlin!, Moritz Cantor (Heidelberg, Bincenz Czeinn iHeidclbcrg-, Alfred v, Do- maszewski (Heidelberg), Paul Ehrlich Frankfurt a. M.l, Wilhelm Erb (Heidelberg), Rudolf Enäen ,Jcna, Wilhelm Alerandcr Freund Berlin), Max Fürbringer -Heidelberg), Ernst Häckcl (Jena), Engelbert Humverdinck (Berlin), Josef Köhler -Berlin,, Leo Königs- berger (Heidelberg). Willy Kükenthal Breslau,, Paul Loband (Straßburg i. $.), Philipp Lenard Heidelberg, Mar Licbcrmann -Berlin-, Franz, v. Liszt -Berlin,. Hermann Oppenheim (Berlin,, Wilhelm Rein (Jena-, Jakob Ricsser (Berlin-, Fritz Schaper (Berlin), Otto v, Schjerning «Großes Hauptguartier), Gustav Schwalbe (Straßburg i, E,), Rudolf Slurm (Breslau-, Adolf Wagner (Berlin), August Weismanu lFreibura i, Br,-. Anion v, Werner (Berlin), Wilhelm Wundt (Leipzig-, Rudolf Ködert (Rostock'." (Weitere Unterschriften sind zu richten an Professor I. Schwalbe, Charwttenburg 4.)
Kiccbc und Schule.
Kardinalstaatssekretär Ferrata,
Kardinal Ferrata, den Papst Benedikt XV. am Tage nach seiner Wahl für den mit dem Tode Pins' X, v-om Amte zurück- gettetencn Kardinal Merrn del Bai zum Staatssekretär ernannte, hat eine lange und erfolgreiche diplomatische Laufbalm hinter sich. Er wurde von Papst Leo XIII, 1884 in den Kanwn Tessin entsandt. um mit der schweizerischen Regierung eine Konvention zu schließen, die den kirchenpolitischen Schwierigkeiten dieses Kantons und gleichzeitig auch der in deni Bistum Basel seit 187.3 bestehenden Kulturkampssgesetzgebung ein Ende machen sollte.
Im Januar 1873 hatte sich die sog, Tiözesankouserenz des Bistums Basel versammelt und zog die dem Bischof Eugen Lachat un Jahre 1863 ctreillc Bewilligung zur Besitzergreifung drS bischöflichen Stuhles der Diözese Basel zurück und sprach damit die Amtsniederlegung des Bischofs auS, Die Ursache zu diesem Vorgehen einer staatlichen Vertretung mar das Eintreten des Bischofs von Basel sür das Dogma der Unfehlbarkeit und später seine Haltnna gegenüber den Altkatholikcn, als deren Be- schützer sich die protestantisch m Stände im Bistum Basel auswarsen. Er wurde am 17, April 1873 aus Solothurn ausgewicscn und begab sich in den Kanton Luzern,
Zehn Jahre blieb die Diözese Basel verwaist. Am Ende dieser Zeit erfolgte mit der Regelung der kirchenpolitischen Verhältnisse in Basel auch die in dem Kanton Tessin, Diese Regelung geschah durch die sogenannte Berner Konvention vom 1. September 1884: an ihrem Zustandekommen hatte Prälat Ferrata als Untcrstaats- sekretär sür außerordentliche kirchliche Angelegenheiten hervorragenden Anteil, Viermal besuchte er im Aufträge des Papstes die Schweiz, um mit den Verttcierrr der Staatsregierung im Tessin und rn Bern zu verhandeln. Das Ergebnis war die Trennung des Kantons Tessin vom bisherigen Diözesanverband in Italien und seine kirchliche Vereinigung mit dem Bistum Bafel,
Als Beweis seiner Dankbarkeit für die bei den Verhandlungen mit der Schweizer Regierung geleisteten Dienste übertrug Papst Leo XIII, dem Prälaten Ferrata die Präsidenten- stellc in der adeligen Priesterakadenric zu Rom und verlieh ihm ein Kanonikat in S, Maria Maggiore,
Doch nicht lange währte es, da bedurfte Leo XIII. wiederum der Dienste des mit feinem diplomatischem Takt ausgerüsteten, Prälaten, Es galt die diplomatischen Beziehungen des päpstlichen Stuhles mit Belgien wieder anzuknüpfen, die loenige Jahre vor- r durch das liberale Kabinett Fröre-Orban gelöst worden waren, er Papst, der unter König Leopold I. selbst Nunzius in Belgien gewesen war, sandte Msgr, Ferrata nach Brüssel, Im 19, Llug, 1885 wurde er vom Kardinalstaatssekretär Jacobini in der Kirche San Agostino zum Erzbifchoi von Thessalonich konsekriert und reiste dann sofort nach Brüssel, Auf dieser Reise besuchte er auch Köln und versäumte es nicht, sich auch ein getreues Bild von den kirchlichen Verhältnissen im Deutschen Reiche zu machen, Verttauien Personen im .Vatikan gegenüber hat er sich dahin ausgesprochen, er hege volles Verständnis für das Zusammenleben und das Zusanrmenarbeiten von Katholiken und gläubigen Protestanten in unserem Vaterlande
Im Jahre 1889 wurde Msgr, Ferrata nach Rom zurückberufen, um das Amt eines Sekretärs für außerordentliche kirchliche Angelegenheiten zu übernehmen, deren Leitung damals dem Kardinal Rampolla unterstand. Bereits 1891 erfolgte seine Beförderung zum Nunzius in Paris,
Im Konsistorium vom 22. Juni 1896 wurde Msgr, Ferrata zum Kardinalpriester kreiert! von Paris zurückgekehrt, empfing er im öffentlichen Konsistorium vom 5, Dezember den roten Hut, zugleich mit dem Titel von Santa Prisca auf dem Aventin, Nacheinander ivurde Kardinal Ferrata znm Präfekt der Kon grcgationen sür Ablaß und Reliauien, der Riten und der Bischöfe und Ordensleute ernannt. Nach Einführung der Kurienresorm übertrug ihm Papst Pius X, im Jahre 1908 die Präfeklenstelle in der Kongregation der Sakra,nenfenlehre. Im April 1913 folgte er deni verstorbenen Kardinal Respighi als Erzpriestcr der Lateran- basilika, und Ende desselben Monates reiste er nach Malta, um als Legat des Papstes dem internationalen eucharistischen Kongreß zu präsidieren, woselbst er mit großer Begeisterung empfangen wurde.
Briefkasten Ser Bedaktion.
(Auouyinc Rnsragcu bleibe» unberücksichtigt.)
A. w., Lollar. Bei Ihrem Aller kommen Sic als nicht gedienter Landsturminann 2. Anfgebots voraussichtlich nicht zur Em- stellimg. Einer solchen müßte auch eine ärziliche Untersuchung voranKgehen.
Märkte.
Gießen, 8. Sept Al a r k t b e r i ch t, Ank dein heutigen Wochenmarkte kostete, Butter das Vlund 1,10—1,20 Mk.; Hühnereier 1 Stück 10 Psg., 2 Stück 00 Pig.; Enteneier 1 St. 10 Psg., 2 St. 00 PIg.! Gnnseeicr I St. 0-0 Plg„ 2 Sl. 00 Big.: Käse das Stück 10—12 Big., Kälemalte 2 Stück 5—6 Psg.: Tauben das Paar 1,00—1.40 Mk., Hühner bas Stück 1,50—3,00 Mk„ Hahnen das stück 1,50 — 3,00 Mk., Ente» das Stück 3,00—4,00 Mk., Gänse das P!d.00—00 Pig,: Weliche4—5'Ulf.; Ochlenfteiich das Psd. 88—96 Big Rindfieiich das Psnnd 90—04 Bsg,, Kuhfleisch 80 Psg., Schweinefleisch das Psiind 70-86—08 Psg,, Kalbfleisch das Pid. 70-75 Pig., Hnnnnelsteisch I Pid. 70—98 Psg,; Kartosseln imZentner 4—4,50 Mk., im Psmid 0 Psg., Weißkrant das Stück 8—I5Psg.; Zwiebeln der Ztr.
12.00- 15.00 Alk.; Milch das Liter 22 Psg.; Aepsel der Zentner 8—15 Alk.; Birnen das Psnnd 8—15 Psg., Nüsse 100 Stück 60 Pig., Zwetschen der Zentner 8—10 Mk., Gurken 100 Stück
2.00— 3,00 Mk., Bohnen 1 Pfund 10 bis 15 Psg. — Marktzeit von 7 bis 1 Uhr.
lc Franksurt a.M. Biehhos Marktbericht vom 7. Sept. Austrieb: Rinder 941, Ochsen 256, Bulle» 41, Kühe und Färse» 64t, Kälber 432, Schale 125, Schweine 2519.
Tendenz, Kälber lebhait, Schale ruhig, bei Schiveinen bleibt Ueberstand, das übrige geräumt. Preise gedrückt.
Preis sür 100 Psh, Lebend- Schlacht
gewicht
Ochsen. Mk. Psg.
Vollfleischige, ausgemästete, höchsten Schlachtwertes, 4—7 Jahre alt........50-55 94-98
die noch nicht gezogen haben lungejochte) . . 44—47 80—85
Junge fleischige, nicht ausgemästcte una ältere
oiisgcmästete ............ 40—43 74—79
Bullen.
Vollfleüchige, ausgewachsen«. höchsten Schlachtw. 45-48 75—80
Vollfleischige, jüngere.......... 40—44 70—76
Fürs e n. Kühe.
Vollllcüchige ansgem. Färsen höchst. Schlachtw. 42—48 78—86
Vollfleischige ausgemästete Kühe höchsten Schlach- wertes bis zu 7 Jahren. . . ..... 40—45 74—80
wenig gut entwickelte Färsen....... 38—41 73—79
altere ausgemästete Kühe........ 38—39 65—72
Mäßig genährte Kühe »nd Färsen..... 30—34 60—68
Gering genährte Kühe und Färsen .... 22—27 50—56
Kälber.
oeinkte Mastkälber .......... 50 -54 83-90
Mittlere Mast» imd beste Saugkälber. . . . 46 -50 78-85
Geringere Mast- und gute Saugkätbii > . . 40 -44 63—75
Schale.
Etallmastschai«,
Mostlämmer und jüngere Masthrmmel . 4t—00 95 -- 00
Schwein!.
Vollflcischige Schweine von 80 —100 c*
Lebendgewicht........ 46.01—49,0) 59.00—61.0)
Vollfleischige Schweine unter 80 kg
Lebendgewicht........ 4501—47.00 58,00—60.01
Vollfleischige-Schweine von 100—120 k;
Vvllfletschigs Schwein: von 120—150 c;
Lebendgewicht ........ 46 00—49.00 58.00—60.00
(c. Franksurt a. M., 7. Sept, tOrig,-Teleqr, des »Gteg. Anz."i Amtliche Notierungen der hentigei, Fruchtmarktpreise. Weizen thicsiqer) Mk, 21.50—25,00, Kiirbesstscher Mk. 00 00—00.00, Welterauer Mk. 00.00 - 00.00, Roggen (hiesiger) Mk, 21,00—21.25, Gerste lWetterauer) Mk. 21.00 — 22.00. Gerste, Franke», Pfälzer, Ried Mk. 21.00—22.00. Haler Mk. 23.00-23.50, Mais Alk. 20.00-21.00, Weizenmehl 0 Mk. 00.00—00.00, Weizenmehl I Mk. 00.00 —00.00, Weizenmehl III Mk. 00,00 - 00,00, Roggcnmehl 0 Mk. 00.00—00.00, Rogqemnehl 0/1 Mk. 00.00—00.00, Roggeninehl I Mk. 00.00—00.00, Weizenkleie Mk. 0.00 — 0.00, Weizenschalen Mk. 0.00—0.00, Roggen» llcie Mk. 00.00 - 00.00. Malzkeime Mk. 00.00—00.00. Biertreber 00.00 - 00.00, Futtcrqerste Mk. 00.00 - 00.00. Alles per 100 kg ab hier.
fc. Franksurt a. M., 7. Sept. (Orig.-Telegr. des .Gießener Anzeigers".) Kartoffelniarkt. Mau notierte: Kartoffeln
in Wag ons Mk. 5,50-0,00, im Kleinhandel Mk. 6,50—0,00 für je 100 ki.
1^0. Wiesbaden. Vieh Hot-Marktbericht vom 7. Sept. Austrieb, Rinder 2t? «Ochsen 6*, Bullen 12, Kühe und Färsen 117), Kälber 310, Schaf« 9 , Schweine 1074.
Marktverlaus: Bei elwas lebhailerem Gclchäst Großviel, geringer Ueberstand, Schweine »nd Kleinvieh schlevveud geräumt.
Preise sür 100Pid.
Lebend» Schlacht- Ork,! rn. gewicht
Vvllflesschlge, ausgemästete. höchsten Schlacht» Mk, Mk.
_ wertes im Alter von 4—7 Jahren .... 50—55 92—101
Tie noch nicht gezogen haben lungejochie) . . 48—52 89—98
Junge, fleischige, nicht ausgemästete und älter«
ausgemästete....... 43—47 80—88
Bntlen.
Vovklcücblge, ausqew, höchsten Schlachtw. - . 43—48 72—81
Vollfleischige, jüngere.......... 37—42 63—71
Färsen. Kü he.
Vollsteischiqe ausgemästete Färsen höchsten
Schlachtwertes........... 46—52 85—95
Vollfleischige nusgemästet; Kühe höchsten
Schlachtwertes bis zu 7 Jahren..... 37—44 70—80
Wenig gut entwickelte Färsen....... 40—45 77—85
Aeitere ausgemästete Kühe..... . 33—35 63—68
Kälbsc.
Mittlere Mast» und beste SaugkAber . . , 52—56 87—94
Geringere Mast- und gute Saugkälbec . . . 46—49 77—82
Gering- Saugkälber.......... 40-45 67-76
Schar:.
Weidemastlchas« s Mastlämmer und MasthanrmK.... 44,50—00.00 92—00
Schweine Vollfleischige Schweins von 80—100 k# Lebendgewicht ..............48K-49 62-63
Vollfleischige Schweine unter 80 Irx Lebendqewicht 47 >4-48 61-62
Vollfleischige Schweine von 100—120 Ire Lebendgewicht .............. 49 1 /. 51 62—63
Dollfleischige Schweine von 120—150 kg Lebendgewicht .............. 48 00 60-00
Fetlschweme über 150 kg Lebendgewicht . . 43-45 54—56
Verantwortlich sür den gesamten redaktionellen Teil: Aug. Go«^
Ilmenau, Am Technikum Ilmenau werden die Vorlesungen und Uebungen zu dem am 1ö, Oktober beginnenden Wirrtersemcster in normaler Weise in allen Wterlungcn ausgenommen, ssV»
Amtlicher Teil.
B e r r,: Berpslrchtung zur Uebernahmc usw, schwerkrauker An» gehöriger der Heeresverwaltung aus dem Marsche,
An die Großki, Bürgermkistrreien der Landffemeinden des Kreises.
Um etwaige Unsicherheiten über die Bcrprlichtiing zur Ueber» nahme und Verpflegung schwerkrauker Angehöriger der .Heeresverwaltung auf dem Marsche zu zerstreuen, leiten wir Ihnen folgendes mit,
Sosern Schwerkrankc nach Ziffer 60 der Äriegssanttätsvrd- nung der Ortsbehörde überwiffen werden, ist diese letztere gemäß 8 21,1 der Friedenssanitätsordnung zur Fürsorge für die Kranken bis zuni Eintritt der Transvortsähigkeit verpflichtet; alsdann! erfolgt die Uebcrweisung der transportfähigen Verletzten in das nächste Militärlazarctt, Für die Kriegsverhälpiifsc ist zu beachten, daß die Ortsbehörde von jeder Uebernahme solcher Kranken der nächsten Etappenbchörde sorott Mitteilung zu machen hat, Gießen, den 6, September 1914,
Großherzogliches Kreisamt Gießen,
_ Dr. Usingcr,
Bekanntmachung.
Tie nach 8 6 des Reichsgesetzes vom 21, Juni 1887 über die Naturalleisttrng der bewaffneten Macht im Frieden ermittelten Turchschnittsmarktpreisc betragen für den Lieicrungsverband, einschließlich eines Auffchlages von 5 vom Hundert, für den Akonat August 1911 für 100 Kilogramm Haser 28,35 Mk„ Heu 8,40 Mk, und Stroh 4,20 Mk,
Gießen, den 3, September 1911,
Großherzogliches Kreisamt Gießen,
_
Bete, Die Feier des Geburtstages Ihrer Königlichen Hoheit der Großherzogin.
An die Schulvorstände des Kreises.
Ans oben bezeichnetem Anlaß fällt der, Schulunterricht am 17, September d, I, aus. Die Lehrer sind hiernach zu l>edeuten. Gießen, den ü. September 1911,
Großh. Kreisschullominissron Gießen.
^-1. , Dr. tLCln-a-cr. , , ^ ■/


