Einzelbild herunterladen

Der Krieg steht unmittelbar bevor. Rußland geht zusammen mit den serbischen Fürsten­mördern und will Oesterreich hindern, die für seine innere Ruhe nötigen Zusicherungen von Serbien zu fordern. Getreu seiner Lundespflicht muß auch Deutschland in den Kampf eintreten. Es handelt sich aber auch um eine innere Notwendigkeit, daß wir die Millionen Deutscher Brüder in Oesterreich nicht dem Slaoentum preisgeben. Ein Rassenkamps steht uns bevor gegen die immer inächtiger vorwärts dringenden Slaven, die unser geistig und sittlich höher stehendes Deutschtum vernichten wollen und sich dazu mit unserm Erbfeind, den Franzosen, verbunden haben, gegen die wir auch kämpfen müssen.

Tausende Deutscher Brüder werden auf den Schlachtfeldern bluten und es ist die Aufgabe des Roten Kreuzes, den Heeressanitätsdienst zu unterstützen und zu verstärken. Helfer und Helferinnen vom Roten Kreuz gehen in großer Anzahl hinaus, um Verwundete und Kranke in den Kriegslazaretten zu pflegen und in die Heimat zurückzubringen. Auch an uns in Gießen tritt die Aufgabe heran, die durchkommenden Verwundeten und Kranken auf der am Bahnhof zu errichtenden Verband- und Erfrischungsstelle zu beköfttgen und zu erquicken, wie wir auch die in den hiesigen Reservelazaretten unterzubringenden Verwundeten in jeder Weise unterstützen wollen.

Große Anstrengungen und Ausgaben stehen uns bevor, für die unsere Ersparnisse nicht ausreichen. Wir bitten daher um reichliche Geldspenden entsprechend der gewalttgen Krast- anstrengung, die unser ganzes Volk machen muß. Darum lasse niemand unsere Sammlerinnen vergeblich an seine Türe Klopsen.

Der Geschäftsraum des Roten Kreuzes befindet sich zunächst in der Bürgermeisterei Zimmer Nr. 12 und wird nach Räumung der Ausstellung in die alle Klinik, Liebigsttaße, verlegt, wo wir auch ein Depot für Liebesgaben eröffnen werden. Wir wollen auch unsere draußen kämpfen­den Truppen mit Gaben der Liebe aus der Heimat erfreuen.

In dem Geschäftsraum wollen sich alle diejenigen melden, welche ihre Dienste dem Roten Kreuz zur Verfügung stellen. Männer und Frauen sind für den Dienst bei der Derband- und Erfrischungsstelle noch erforderlich.

Die Vorsitzende des Aliee-Fraueuvereius

Fra« Geh. Fustizrat Gebhardt.

Der Vorsitzende des Zweigvereins vom Roten Kreuz

LmrdgerühtSnrt Wrerrer.

v