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gleichgestellt sein sollten Würde die Maßnahme doch hurchgeführt werden, so dürste sic sich keinesfalls auf die Großbanken' allein ctftnden, sondern mühte allgemein au, alle Bankinstitute, Spar­kassen und Genoffenschaften ausgedehnt werden. Der Lwndelstag möchte m dieser Angelegenheit Stellung nehmen.

Die Erdölwerkebannover bohrten, wie aus Obers- hagen-Nienhagen gemeldet wird, im Forst Brand in der Nabe der Kiliauanschlußbahn eine neue Oelader bei geringer Diese an. Die Bohrung ergibt jetzt schon täglich 1 Waggon Rohöl.

DercinDeutscherEisengiehcreien. Tie Hessen­nassau,sche Gruvve beschlo,, jüngst in einer Ätzung zu Frank­furt a. M. an den bisherigen Preisen für Landelschchereien seft» zuhaltcn. Die linksrheinische Gruppe des Vereins faßte den gleichen Beschluß.

Universitäts-Nachrichten.

Ter Verein deutscher Studenten in Breslau ausgehoben,

Breslau, 28. Juli. Ter hiestge Verein deutscher E t >, d e n I - n wurde, wie es heißt, wegen Umtriebe hiesiger deutschvölkischer Studenten gegen den Rektor aujgelöf«

vermischte».

- * Drei Touristen erfroren Aus München, den 29. Juli, wird gemeldet: Die Münchener Touristen Martin S i r t , Rosa Leim sei der und Luise Öolzinger wurden gestern im K-isergcbirge bei Innsbruck erfroren auigesunden Sie Hallen am Montag trotz des Neuschnees den Predigerstnhl bestiege» und ivaren dort ostenbar wegen des Schneetreibens und des Neuschnees mcht mehr weitergekonrmen. Die Leichen werden vorairssichtlich heute ge­borgen werden können.

* Das Unglück ans der Zeche bausemann. Aus Dortmund, 28. Juli, wird gemeldet. Rach endgültiger Fest- srelliriiq sind bei dem Unglück auf der Zeche Lurusemann, das sich bereits gestern abend l0 Uhr ereignete, 13 Bergleute getötet und drei Bergleute durch ausströmende Gase schwer oergiiter wor­den. Sic wurden in bedenklichem Zustande in das itzrankcichaus gebracht Bon den (Getöteten sind sieben bereits geborgen worden, während sich sechs noch in der Grube bcstndcn. Man hofft, deren Leichen norli am Rackrmittag zu Hergen Bon den sieben Verun­glückten waren zwei ledig, einer verwitwet, die anderen verhei­ratet. Die Verletzungen der Toten sind verhältnismäßig leicht. Sie sind durch Einatmen giftiger Gase schnell und toohl last schmerzlos gestorben.

Eingesandt.

(Für Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Bcrantworlling.)

Ueber den Wcttcrkartcnaushang am Scltcrswcg durch den Be r s ch ö n e run g s vcrc i n.

Gießen, 28. Juli.

Es ist sehr bedauerlich, daß seit 14. Juli die Wetterkarten am Torhäuschen des Selterswegs nicht mehr ausgehängt ivrrden. Sicher wurden sie nicht aus Mangel an Beachtung abgeschafft, denn cs gab wirklich viele Leute, die mit Interesse den Angaben der Karten folgten. Ich glaube sicher, daß cs im Interesse des

Publikums liegt, wenn die Karten wieder erneuert werden, da wohl der Preis ihrer Anschaffung kaum ins Gciviclit sälli. Das Siammpublikum, denn ein solches hat sich rm Lause der ,sell hcrausgcbilder, wird dem tzerrn Borsitzenden des Verichöncrungs- Vereins sehr dankbar sein, ioenn er den Aus ding der Karren wieder ermöglicht, und einer Menge Wissensdurstiger grstallel. hier am Sclterswcg ihre mrtevrolvgi scheu Kenntnisse zu erweiiern.

Einer sür alle.

. Gießen, 28. Juli. Ter Einsenderin dieses Artikels ist es schon sehr häufig vorgckvmmcn, zuletzt erst am Sameiag, daß Butter, die an den Markttagen zum Berkgui h>cr scil- geboten wird, schon am nächsten Tage ungenießbar ist. Dabei wird sic von mir iosvrt tüchtig gewaschen und gesalzen. Ein klarer Beweis, daß die Ländler usw. Margarine oder Erjatz sür Butter darunter mischen Hier dürfte es doch von der U n l e r s u ch n n g s- volizei angedrackit sein, des öfteren die Bnller zu kontrol­lieren. Ebenfalls iindet man häuftg im Käse Stücke von Kar­toffeln und Brod. In anderen Städten findet ialche Konirollc an fast allen Markttagen statt, so daß es die Berläuier erst gar nicht wage», schlechte, ungenießbare Ware sür gute Eßbulter aul den Marft zu bringen. Auch müiicn dort, laut polizeilicher Vor­schrift, sämtliche Ttandinbaber ihr Namens- und Ortsschild an der Verkauisstellc ausgebängt haben, wodurch doch dergleichen Mischer schneller fcstgkstrllt werden könnten Warum nicht in Gießen? Eine für viele.

Man kann nur sein Erstaunen ausdrücken über die Eile, mft der die Verlegung der Bürgermeisterei nach der alten Klinik ge- sördert wird, vosseiitlich handelt cs sich in der Ttadtverordneien- sitzung morgen nur um eine Besprechung über die Beschaffung von Aniisräumen für die städtische Verwaltung, und nicht um eine Beschlußfassung. Pressiert denn das^ wirklich so? Kann man in einer so wichtigen und von großen Teilen der Stadt mißbilligten Angelegenheit nicht wenigstens warten. bis das Stabtvarlamenk wieder vollzählig ist? Ist denn in so ernsten Zeiten nicht auch ftädlll'chmeits äußorstc Vorsicht und Sparsamkeit angebracht, zumal, wie es scheint, ein trotz äußerster Beschränkung außerordentlich hoher Betrag in dieses alte Gebäude hineinverbam werden müßte, und dennoch nichts Ordentliches damit erreicht wäre? Gill denn das Urteil aller sachverständigen Architekten in dieser Angelegenheit gar nichts, die sich ohne Ausnahme gegen dieses Projcft aussprechc»? Muß denn die Entwertung der Besitztümer des nordöstlichen Stadt­teils und auch großer Teile der Innenstadt durch übermäßige Be­günstigung des südlichen Stadtteils, der durch Bahnhof und Uni- vcrsitätsbautcn schon genügend übcrwiegt, immer noch mehr ge­fördert werden?

Man sollte denken, cs sprechen schwerwiegende Gründe genug gegen diese Art der Verwertung der alten Klinik, und in i n d e - stenS sollte doch vor der wieder erreichten Voll­zähligkeit der Stadtverordnetenversammlung in dieser Angelegenheit keine Entscheidung ge­troffen werden.

Märkte.

k Ulrichstciu, 28. Juli. Dar traditionelle Iakobtmarklwetter: Regenschauer »nd Kälte, begleitete auch den heutigen I a k o b i > markt. Ter Schwei ne markt war schwach befahren. Ta

die Racbirage l-bha>t war, ging der Handel flott bei den bisher

niedrige» Breiten. Ta? Paar Ferkel geringster «orte kostete 20 dis 28 Mt., niittlerer 2040 Mk., bester 4050 Mk.

ch. Nieder-Fngclheim, 28. Juli. Obstmarkt. Stachel­beeren 1012 Mk., Jobannisbeeren 1214 Mk Aprikose» 16 bis 26 Mk., Pfirsiche 1225 Pik., Krühbirnen 1018 Mk., Frühäpiel 10 bis 18 Mk., Frübj,Veilchen 20 Mk., Pflaumen 1222 Mk. der Zentner.

F. C. Limburg, 21. Juli, Ter Oberpräsideni der Provinz Leffen-Raffa» hat die Abhaltung von zivei S ch io e i >i e m ä r k l e ii ,m Jahre >>» nahen Elz als dmiernde Etnriehtung genehmigt. Tieft Märkie sollen oon Mai 181b am drille» N lltwoch in, April und am dritte» Plitiwoch im Pfiff jeweils abqeh^ien werden.

Müllersche Badeanstalt.

Wasierwärme der Lahn a m 29. Jttli 12' K.

Meteorologische veodachtnngen &er Station Gietzcn.

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Höchste Temperatm: a,n 27.-28. Juli 1911 = -f* 17,5 * Sliebciqfte , , 87.-28. , 1S14 = + 10,9°.

Niederschlag 3»4 mm.

Verantwortlich für den politischen Teil i. B.: R. Lange.

Die Lommerbitzc bringt arohe Gefahr für alle mit Milch er­nährten Säuglinge. und treten Darmkrankheiten und Brechdurchfälle in erschreckender Weise aus. Wer seinen Liebling dieser groben Ge­fahr nicht auSseben will, beuge vor und verabfolge dein Kinde eine gleichbieibende. die Verdauung nicht störende Nahrung. Die beste Gewahr bietet hierin daö seit fahren altbewährte Nestle'sche .ikinder- mchl. weil dasselbe nur mit Wasser -übereilet rverden braucht. Probe und illustrierte Broschüre gratis und franko durch Neftle'S Kinder- ntehl G. ni. b. £> Berlin W. 57. S50

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Danksagung.

Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem schweren Verluste, der uns betroffen hat, sowie für die vielen Kranzspenden und die rege Teilnahme des Krieger­vereins, sagen wir allen Verwandten und Bekannten auf diesem Wege unseren innigsten Dank.

Die trauernden Hinterbliebenen: Familie Heinrich Schäfer Familie Heinrich Weller Familie Ludwig Pausch

Wieseck, den 29. Juli 1914 8860

Todes-Anzcige.

Nach langer, schwerer Krankheit verschied beule morgen 4 Uhr Eine liebe Frau, unsere gute Müller. Tochter, Schwester u. Schwägerin

Anna Mader

im 40. Lebensjahre.

Um stille Teilnahme bitten

Die trauernden Hinterbliebenen.

Namens derselben: Robert Mader. Gießen lSciterSwcg 35), den 28. Juli 1914.

Die Beerdigung findet Donnerstag nachmittag 2 1 /. Uhr oon der Kapelle des neuen Friedbvies aus statt, 18849

Danksagung.

Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme, sowie sür die trostreichen Worte ddr Herrn Dekan Gußmann und die zahlreichenBlnmenivenden bei dem uns io plötzlich bctroncnen schweren Verluste sagen wir aus diesem Wege allen herzlichen Dank, Die trauernden Hinlerbliebenen: Familie Lepper und H. Mohr II. Daubringen, den 26. Juli 1914. 8834

Vergebung vonVrückenbauten

Für die Feldbercinigiiugsgescllschast Lon­dorf, Kreis Gießen, soll die Herstellung von zwei Brücken in Eisenbeton vergeben werden.

Angebotsvordrucke sind gegen ganz freie Bar­einsendung von 1. Mk. ohne und von 2. Mk. mit Plänen und Bedingungen von uns zu beziehen.

Die Eröffnung der Angebote sindet Mittwoch, de« S. August, vormittags 1» Uhr, auf unserem Bureau, Frankfurter Straße 29, statt.

Freie Auswahl unter den Bietern bleibt Vor­behalten. Zuschlagsfrist 3 Wochen.

Gießen, den 23. Juli 1914. 8813t!

Grotzh. Kulturinspektion Gießen.

H. Sternbach.

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Bekanntmachung.

In das GenoffenschaftSregister würbe heute bei der Landwirtschaftlichen Bezugs- und Absatz­genoffenschaft eingetragene Genossenschaft mit un­beschränkter Haftpflicht zu Lich eingetragen: Die Genossenschaft hat sich in eine solche mit beschränkter Haftpflicht umgewandelt. Die Firma lautet jetzt: Landwirtschaslliche Bezugs- und Absatzgcnossenschaft eingetragene Genossenschaft mit beschränkter Haft­pflicht in Lich Die Haftsumme ist auf 300 Mk. festgesetzt. An Stelle des Statuts vom 13. Fe­bruar 1907 ist das neugesaßte vom 24, April 1913 getreten. Die Bekanntmachungen erfolgen jetzt im Hessenland.

Lich, den 28. Juli 1914. 88490

Großherzogliches Amtsgericht.

Bekanntmachung.

In das Handelsregister Abt. A. wurde bezüg­lich der Firma I. Mendclsohn zu Gießen einge­tragen : Das Handelsgeschäs! mit der Firma ist mit Aktiven und Passiven aus de» Teilhaber Louis Mendclsohn übergegangcn. Die Prokura der Thekla Mendelsohn ist erloschen. 88448

Gießen, den 23. Juli 1914.

Großherzogliches Amtsgericht.

Bekanntmachung.

In das Handelsregister Abt. A wurde bezüg­lich der Firma I Schmucker Nachfolger in Gießen eingetragen: Die Prokura des Kaufmanns Heinrich Böhringer in Gießen ist erloschen.

Gießen, den 24. Juli 1914. 88458

Großherzogliches Amtsgericht.

Für die Feldberemigung Lich sollen Chausfic- rnngsarbeitcn, veranschlagt zu 820 Mk., Freitag, den 31. ds. Mts., vormittags 9 Uhr, auf dem

Rathause vergeben werden. Berdingungsunterlagen liegen aus Großh. Bürgermeisterei offen, wo auch die Angebote, verschlossen, postfrei und mit ent­sprechender Aufschrift versehen, einzureichen sind.

Gießen, den 25. Juli 1914. 88880

Großh. KlUturinspettion Gießen.

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