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Nr. 154

Zweites Blatt

W4- Jahrgang

Erscheint täglich mit Ausnahme des Sonntag?.

Ti-«ießener Zamiliendtält-e" werden dem .Anzeiger" viermal wöchentlich beigeleg«, da? tkretsblaN füc den Kreis Stehen" zweimal wöchentlich. Di- landwirtschaftlichen Zeit­sragen" erscheinen monatlich zweimal.

Giehener Anzeiger

General-Anzeiger für Oberhessen

Samstag, 4.)uli

Rotationsdruck und Verlag der Brühl'schen Universuäts - Buch- md Steindruckerei. R. Lange, Gießen.

Redaktion, Expedition und Druckerei: Schul- straße 7. Expedition und Verlag: e^5*f>l. Redaktion: 112. Tel.-Adr.: AnzergerGießen.

Die Lage in Albanien.

.Durazzo, 3. Juli Ter gestrige Tag ist ruhig »er- Ittirien. -x-a rn der nächsten Umgebung der Stndt und in der «sbadl selbst Diebstähle oorgekommen sind, wurde der Sicherheitsdienst verstärkt Prenk Bibdoda be ubsichtigl, in den nächsten Tagen in Turazzo einzutreffen, um dem Fürsten seine Bereitwilligkeit ausziffprechen, aber- mals gegen die Aus ständischen vorzurücken. Seine Mannschaften sollen bei Älessio sich wieder sammeln. Der vor drei Wollten aus einer Reise ins.Innere Alba­niens von Aufständischen bei Albassan gefangen genommene englische Journalist Dell ist gestein von den Rebellen un> versehet von eochrak nach Turazzo gebracht worden. Siche­ren Nachrichten zufolge sind im Lager der Rebellen Zwistigkeiten ausgebrochcn. Etwa 1000 Teilnehmer an der Ausstandsbewegung aus Albanien sind daraushin heim- gekehrt. Am Dienstag soll sich infolge der Uneinigkeit unter den Rebellen ein K a m p i entsponnen haben, wobei sünszchn von ihnen getötet wurden. - Achmed Bei Mali befindet sich noch immer bei Kruja.

Abreise der Fürstin nach Rumänien.

DieNeuc^Freie Presse" läßt sich aus Turazzo mel­den, daß die Fürstin von Albanien sich infolge der kri­tischen Lage mit ihren Kindern nach Rumänien begibt.

SiHlanS.

Zwei französische Flugzeuge über die deutsche Grenze geflogen. Aus Metz vorn .'l. Juli tvird gemeldet: Zu der Blättermelbung, wonaäz am 30. Juni zwei Flug zeuge die deutsche Grenze bei Fentich eine Strecke weit überflogen haben, erfährt das SB. T B : Es bestätigt sich, dast zwei iwnzöiische Flugzeuge a» dem genannten Tage bis etwa 7 Kilometer über deutsches Gebiet aeilogen und nach einiger Zeit nach Frankreich zurückgekebrl sind Cb es sich dabei um iran- zösiche Militärilieger handelt, konnte nicht sestgestellt werden, doch wird dies daraus gefolgert. dast iim die bctreiiende Zeit an der sranzönichen Grenze militärische Flugübungen stattgeiundcn haben.

Deutschfeindliche Kundgebungen in Ga­lizien. DasNeue Wiener Tageblatt" meldet aus Stanis- lau: Am Donnerstag fmiden antideutsche Kund­gebungen statt. Eine tausendköpsige Menge warf Steine gegen die Wohnung des Pfarrers Zäckler, des Führers der Deutschen in Galizien und zer­trümmerte die meisten Fensterscheiben des Pfarrhauses und der evangelischen Schule sowie der unter Leitung des Pfar­rers stehenden Wohltätigkeitsanstalten. Auch die evangelische .Kirche wurde nicht verschont. Das Geschäft eines deutschen Kaufmanns wurde verwüstet Die Polizei verhaftete mehrere Unruhestifter. Die Kundgebung soll die Rache für das den Polen in Bielitz angeblich zugesügtc Unrecht sein.

Ern Streit an der rumänisch-bulgarischen Grenze. Wie dieAgenee Bulgare" mittcilt, begannen am Donnerstag vormittag drei rumänische Soldaten mit vier Ar­beitern an der Grenze aus bulqarischer -Seite Holz zu fällen. Ms zwei bulgarische Soldaten sie aufforderien, die Arbeit ein- zustellen, antworteten die Rumänen mit Schimpfwvrten. Einer von ihnen fluchte einem Bulaaren das Gewehr zu entreißen, während ein anderer den zweiten Bulgaren zu erschießen versuchte. Die Bulaaren erschossen darauf in der Abwehr die beiden Angreiter. Die Leichen befinden sich noch aus bulgarischem Gebiet. Untersuchung ist eingeleitet.

_ Das bulgarische Ministerium des Aeußern hat der rumänischen Gesandtsckmit eine Verbalnote überreicht, in der unter dem Aus­druck des Bedauerns über den unglücklichen Grenz,Ivischen- ö-ll.das Ministerium die Geiandtschast dahin verständigt, daß die bulgarische Regierung bereit sei. ihrerseits im Einvernehmen mit der rumänischen Regierung Mitglieder für einen gemischten Aus­schuß zu ernennen, die die Untersuchung an Ort und Stelle vornehmen und die für den Zwischenfall Verantwortliche» test­stellen fall.

Gute wirtschaitliche Lage Bulgariens. Ter bul- aarischc Finanzminister Tontschew mies in der Sobranic in einem Ervose aus die ständioen wirtichaitlichen Fortschritte des Landes bin, aus das Anwachsen des Nationalvermögens. die fortaesetztc Zunahme der Svarcinlaaen. Die Staatseinnahme des an Rumä­nien abgetretenen Dobrudicha-Gebietcs von 300 Quadratkilometern Flächeninhalt wies eine Jahresproduktion von 76 Millionen Lei aus. darunter 47 Millionen für Cerealien Dagegen besäßen die 23 000 Quadratkilometer Neuerwerbungen eine bedeutende, noch entwicklungssähiae Tabakvroduktion. Das Budget von 251 Mil­lionen sei um 60 Millionen höher als das des Vorjahres. Infolge der notwendigen 'Aufwendungen für die neuen Gebiete, die Armee und den Schuldendicnst bat sich die Staatsschuld aus 627 Millionen konsolidierte Anleihen, 132 Millionen Schatzscheinc und 150 Millio­nen Reauisitwnsbons erhöht Serbien und Griechenland hätten eine sehr viel geringere wirtschaitliche Kraft und eine viel höhere Staatsschuld. Tie Regierung vertraue aus die Entwicklung des Landes.

Deserteure der Fremdenlegion. In Mar­seille wurden zwei Fremdenlegionäre verhastch, die von Bord des französischen DampfersMaine" desertiert waren. Einer der Verhafteten gab an, daß er ein Deutsche« namens Wicregge aus Lübeck sei und nackt seiner .Heimat zurückkchreu 'wollte, um seiner Militärpflicht zu genügen Ter andere Deserteur soll ein Italiener sein.

Sport-,

Gießener Ruderregatta.

Am Donnerstag abend fand im Bootshaus der Gießener Ruder-Gesellschaft die Eröffnung der Meldungen für die am Sonntag, den 19. Juli er., hier stattfindendc Ruder- Regatta statt. Es wurden von 15 Vereinen 51 Boote mit 260 Ruderern gemeldet. Sämtliche Rennen mit Ausnahme des Doppelzweiers ohne Steuermann sind zustande gekom­men. Ter Vierer um den Wanderpreis des Prinzen Eitel- Friedrich sowie der Zweier ohne -Steuermann bringen Ein- ^elfahrt, alle übrigen Rennen sind sehr gut besetzt, sodatz interessanter Sport zu erwarten ist. Leider sind die Vereine von Mainz, Kastel, Hanau usw., die sonst regelmäßige Be- sucher der Gießener Regatta sind, mit Meldungen säst nicht vertreten, doch sind dafür außer den übrigen benachbarten Vereinen Meldungen von Essen, Witten, Dortmund, Berlin usw. abgegeben worden.

Das Ergebnis der Meldungen ist folgendes:

Vierer: Jean-Kirch-k Gedächtnis-Rennen. Weillmrger R.-B., Limburger R.-V., Gießener R.-G. 1877. Junior- Ach^cr: Franks R.-G. Germania, R.-G. Worms, hellas- OssLkchach, Offend. R.-G. Undine, Lffenbacher R.-B. wr

Einer: Lahnpotal, gestiftet vom Deutschen Ruder Verb Rnderriege des Essener Turn- und Fechttlubs, R. Kl. Witten, Mainzer R.-V., Hansa Dortmund. Vierer: Wander preis, gestiftet von dem Prinzen Eitel Friedrich Ruder­riege des Essener Turn- u. Fechtkl. Achter: Limburger R.-B., Gießener R.-G. Zweiter Vierer: R.-V. Cassel, Franks. R-G. Germania, Hellas Offenbach, Franks. R.-G. Sachsenhausen. Jungmann en-B ier e r: Casseler R -V., Rnderriege des Essener Turn und Fechtkl , Csicn bachcr R.-B., R.-G. Worms, Franks. R.-G. Sachsenhausen.

Akademischer Vierer: heraussorderungspreis, ge- stiftet von der Universität. Rnderriege des Akad. Turnv Ar­minia, Berlin, Gießener R.-G. 1877. Zweier ohne Steuermann: Gießener R-G. Jung man neu- Einer: Rnderriege des Essener Turn- und Fechtkl , Gic- ßener R.-G., Limburger R.-V, Wiltencr R.-Cl. Jung- man n en-V i e r er: Weltbürger R.-V., Limburger R.-B., Gießener R -G. Vierer: Wanderpreis, gestiftet von der Stadt Gießen. Gießener R.-G. Rnderriege des Essener Turn- und Fechtkl. Junior-Vierer: Rnderriege des Essener Turn- und Fechtkl, Franks. R -G. Germania, nasse- ler R.-B., R -G. Worms, Lffenbacher R.-V., Gießener R.-G.

Doppel-Zweier ohne Steuermann: süllt aus.

Ermunterungs-Vierer: Offenbach. R -G. Undine, R.-G. Worms, Gießener R.-G., Franks. R.-G. Germania, Casseler R.-V., Rnderriege des Atad. Turnv. Arminia, Ber­lin. Großer Achter: Wanderpreis, verliehen von dem Großherzog. Offenbach. R.-B., Hellas-Osienbach, Frank- surter R.-G. Sachienhailsen.

Ausschreibung zu den leichtathleti­schen h o ch s ch u l m c i st e r s ch a f t e n von Deutsch­land 1914. Ter Akademische Sportbund (MSB.) erläßt als Mitglied des Tcutsch-akädemiickien Bundes für Leibes­übungen iT. A. B. f. L.( zu den leichtathletischen hochschul- meisterschailen von Deutschland solgendc Ausschreibung: M e i st e r s ch a f t e n: I. Hochschulmeisterschaften von

Deutschland. 100-Mcter-Lausc», 400-Metcr-Laufen, 1500- Meter - Laufen, Hochjprung, Weitsprung, Diskuswerfen. II. Akademische Fünskamps-Meisterschast: 100-Meter-Lausen, Hochsprung, Weitsprung, Tiskiiswersen, Speerwerfen (Mit telgriff. Offene Wettbewerbe: Stabhochsprung, Speerwersen (Mittelgriff >, Kugelstoßen, 800-Meter-Lanscn, 30M-Meter-Laufen. Mannschastsläufe: 1. Stufe: 4xl00-Meter-Stafette, Olympische Stafette (800, 200, 200, 400 Meter). 2. Stufe: 4x100-Meter»Stafette, Schweden- stasette (400, 300, 200, 100 Meter). B c st i m in u n g e n: 1. Die Wettbewerbe finden nach den Wettkampfbestimniun- gen der D. S. B. s. A. am Sonniag, den 19. Juli 1914, in Berlin unter Leitung des Akad. Sport-Clubs an der Uni­versität (Abtlg. des Berl. S. C.) auf dem Hochschul-Sport- platz im Grnnewald statt. 2. Die Meldungen sind schriftlich unter Beifügung des Einsatzes zu richten an Herrn cand. ing. Brust Heckert, Friedenau, Niedstr. 36. Meldeschluß ist am 10. Juli. _

vereinsnachrichteil.

A Klein-Linden, 2. Juli Sein 60jähriges Be­stehen feiert nächsten Sonntag der P o s a u n e n ch o r und Missionsverein, 10 Nachbarvereine baden ihr Erscheinen zlugesagt. Festprebiger sind bei der Feier Dr. Vollrath- Gießcn, Piarrer Lenz-Tarmstadt, Mistionar Schilge-Herntanns- burg. Um !-> , Uhr wird an der Kirche ein Feitzug ausgestellt, der zum parkariigen WäldchenWoisting" führt, wo die Feier stattsindet.

X Mudersbach, 2. Juli. Atudersbach ist die erste Ge­meinde der Bürgermeisterei Hohensolms, in welcher ein Turn- verein begründet wurde. _

wandern und Reisen, Räder und Sommersrischen.

Bad-Nauheim, 3. Juli. Bis zum 2. Juli 1914 fiitb 17 551 Kurgäste angelouuneu. Bäder wurden bis jum 2. Juli 242 586 abgegeben.

Bad Sooden a. d. Werra ,Gchcimrat Tr. Sipvcll in Sooden a. W. schreib! uns : Aehnlich wie dem altrenümmierten Ems mit seinen tonangebenden Jnholationscinrichtungen durch den Bau moderner Inhalatorien neuesten Stils in Bädern, die über eine der Behandlung katarrhalischer Erkrankungen der At- mungsorganc in wirksamer Weise dienende Sole verfugen, eine große Konkurrenz erwachse» ist, so ist es auch in neuester Zeit den kohleniäurehaltigcn Thermalbädern ergangen, die in der Haupt sache Herzkranken und Blutarmen zugute kommen sollen. Findet man doch in den meisten Solbädern, denen die Natur die natürliche Kohleniäure versagt hat, heutzutage vortreffliche Einrichtungen zur Bereitung künstlicher Kohleniäure-Solbäder und erzielt damit die­selben Erfolge als mit jenem. Ein nicht zu unterschätzender Vor­teil ist unbedingt darin zu erblicken, daß sie hier größere Ruhe linden, zumal, wenn ihnen, wie in Soden a.W. . Gelegenheit gegeben wird, in eine nrunmitteibar an den Kurort anstoßenden, mit wenigen Schritten zu erreichenden Wald unter schattigen Bäumen, oder IN einer Mit behaglichen Liegestühlen ausgerüsteten iLegehalle am Gradierwerk, fern von dem unruhigen Badcleben, eine erquickende Wald- oder Gradierlust zu atmen.

--LadisbciLandeckinTirol. Angesichts der schlechten Weiterberichte sei darauf hingewieieu, daß diese keineswegs überall zutreffen. In devi bekannten reizenden Alvenluitkurort La dis in Tirol z. B. weiß man nichts von schlechtem Wetter, im Gegenteil, dort ist herrliche Zeit, die Lust überaus mild und wann und die sonnigen Almen prangen in üppigstem Blumen- slor. Das macht die sehr geschützte Lage des romantischen Berg­dorfes, daß trotz seiner 1200 Meter ii. d. M. tauin je einmal etwas von dendraußen" herrschenden Wetteninbili«» spürt. Interessenten, Ivelchc jetzt ihren Urlaub antrelen müssen, seien aus diese Perle der Alpenwelt mit ihren seit alten Zeiten be­rühmten heilguellen aufmerksam gemacht: illustrierte Prospekte können sie von der dortigen Kurverwaltung >ederzeit kostenlos erhalten.

Landwirtschaft.

ZurRaupenplage.

Um die Raupeiipjagc auch behördlicherseits nach Möglichkeit zu vermindern, ergeht alljährlich im Frühjahr von den Kreisämtern eine Aufforderung an die Ortsvorstände, daß diese die Landwirte zum Verbrennen der Raupennefter a» den Obstbäunien, Hecken und Sträuchern usw. anhalten sollen. Daß dieses geschieht, ist von den Flun'chützen zu kontrollieren und sodann über den Befolg zu berichten.

Wie steht es aber nun in Wirklichkeit mit der Ausführung dieser gutgemeiwen Anordnung aus? Ein Gang durch die Felder und Obshliniagen Ivird uns bald belehren, daß in der Vertilgung der Raupeniwul leider sehr wenig getan ist, denn ein großer Teil der Obsitd仫e hängt übervoll vou awsgxjchtüpsten Raupen, Wohl

mag ein gcwiiser Prozentsatz der Obslbaumbeiitzer, auch ohne A»i- iorberung. eine gewissenhaite Vertilgung der Raupennefter aus eige­nem wiriiäiailtlchen Interesse vornehme», aber viele lehren sich »>chl an den guten Rai und lassen lieber das Ungezäeier an den Bäumen zu ihrem eigenen Schabe» hängen Ebenso lässig wird IN manchen Gemeinden die Kontrolle hierüber gebandhabt In größeren Gemeinde» mit guibezohltem Feldschutzpersonai mag das Rachschauen über das Verbrennen der Nester wobt durchgeiührl werden, aber in »einen Gemeinden, m inan zwar einen Feldschütz t-em Namen nach kennt, ledocki wegen u ^genügender Bezahlung he» Dienst nur oberilächlich bei Gclegenhen ausübt. wird die 'Ausiuh- rung der Anordirungen kauni gehandbobt. So kann man sich nick» darüber Wundern, ivenn >» diesen Gemarlungcn die Baume kahl gefressen werden und das sunge Obst frühzeitig abiällt. R.

Prcisausschrcide» für F r ii b f o r t o i i 1 1 n Unter de» Preisausschreiben, die inr die 28. Wanderausstellung der Deutschen Land» irtickaits-Geiclffchist, Breslau, Juni 1915. bereits erlassen worden sind, läuft das kur frühe Sveisekartoffeln bis >5. August 'reisend schon am 2 0. Juli dieses Jahres ab. Tie Gruppe umfaßt weiße runde Kartoffeln mit weißem Flcffch: weiße ovale oder längliche mit weißem Fleisch: weiße

runde lind ovale mit gelbem Fleisch: rote mit weißem mid gelbem Fleisch: blaue Kartoffeln. Die Anmelduirg muß eine nähere Be­schreibung der Kartoffel, des Bodens. de>- Vorfrucht und der Dün­gung usw. enthalten, sowie eine 'Angabe der Erntemenge auf ein Hektar, die, wenn bei der Anmeldung nicht möglich, bis zum 15. Septeniber dieses Jahres »achzuliciern ist. Ferner muß eine Bescheinigung von zwei einwandfreie» Zeuge» beigebracht werden, daß die beteiligte Frühkartoiietlorte aut mindestens <nn Viertel Hektar angebaut ist.

Von jeder angemeldeten Sorte sind zehn Kilogramin in un- aewaschenem Zustande frei nach Berlin und zwar bis zum 20. August 1914 einzuliesern. wo noch >m Lause dieses Monats die Prüfung erfolgt. Tic zur Prüfung angemeldeten Kartoffeln wer­den in besonderen 'Ausstelluiigsmustern auf der Breslauer Aus­stellung im Juni 1915 ausgestellt.

Tie näheren Bedingungen sind von der hauvtstelle her Deut­schen Landwirtichaits-Gesellichait, Berlin SW. 11, Dessau er

Straße 14, kostenlos erhältlich.

eb. Ober-Ingelheim, 2.Juli. Durch die Maul und Klauenseuche sind hier 30 Ziegen im Werte von rund 4000 Mark geiallen. Es ioird für Ziegen eine Entschädigung nicht gewährt, während für Rindvieh eine Vergütung bezahlt wird. Die Besitzer von Ziegen sind aber durchweg kleine Leute, die durch de» Verlust ihres Tieres härter getroffen werden, als dies meist bei dem Besitzer von Rindvieh der Fall ist

Spidolan des Grotzh. Rurtl eaters vad-Rauheim.

Sonntag, den 5. Juli: ^Die svanisckie Fliege." Montag, den 6. Juli:Der fidele Bauer/ Mittwnch, den 8. Juli : ^Eine Frau olzne Bedeutung." Freitag, den 10. Juli:Wie einst im Mai/ Sonntag, den 12. Juli: ^Der müde Theodor/

Spielplan de; Rönigl. Rurtheaters Sad-Lms.

Montag, den 6. Juli: .Der Beltelitudent." TieiiStag, de»

7. Juli: ,1001 Nacht." Donnerstag, den 9. Juli: .Hoheit tanzt Walzer" Samstag, den II. J»U: .Ein Watzerlraum." tAnlang der Vorstellungen 8 Uhr.i _

Eingesandt.

(Für Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik steheichen Artckei übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.)

Als dieser Tage in einer Gemeinde der Umgebung Gießens ein junger, I9jähriger Mann beerdigt wurde, trug sich folgender, den größten Teil der Trauerveriammlung sehr veinlich berührender Zwischeniall zu. Svsort nach Beendigung seiner Amtshandlung, als er sah, daß verjchiedene Vertreter von Vereinen .welche zum Teil in eorporc erschiencn waren-, sowie der Arbeitskollegen des Verstorbenen, Kränze mit kurzen Oiedenkworten am Grabe nieder- legen wollten, verließ der Geistliche mit den den Leichenzug be­gleitenden Schulkindern in iast demonstrativer Weise den Friedhot. Dadurch wurde die ganze Trauerveriammlung dermaßen in Ver­wirrung gebracht, daß cs niemand möglich war, ein Wort der nun­mehr nacheinander iprechenden Herren zu verstehen. Es wäre zu wünschen, daß der betr. Geistliche in Zukunft seine bekannte Mneigung gegen verschiedene, in durchaus vaterländischem Geiste wirkende Vereine zügeln würde. h.

<A n n, e r k u n g der Redaktion: Es ist ober auch zu beachten, daß es nur in den seltensten Ausnahmesällen einmal an­gebracht erscheinen könnte, am Grabe eines so jungen Mannes große Bereinsreden halten zu lassen.)

Müllersche Badeanstalt.

Waller wärme dec Lahn ain 4. Juli 18' 11.

Meteorologis che B eobachtungen der Station Stehen.

Juli

1914

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Höchste Temoeratur am 2.-3. Juli 191« -- -s- 28,2 Niedrigste , , 2.-3. , 19U = > 17,3.

Niederschlag 20,0 mm