wurden, beschlagnahmt So Halle er sich noch vor einigen Togen rrnen Stempel in einem diesigen Geschäfte Nischen lassen, der sich aus die Fvrliftkation bezieht. Es wird vermutet, das; er direkt oder nitt Helfershelfern mit dem Auslände in Verbindung gestanden, »der treten nwllte, MN diesen Pläne oder sonstige Papiere, vielleicht gcsälichtc, wozu er sich der Stempel bedienen wollte, zu vcr- lanicn. Tic Untersuchung wird Licht in die 5«(f)e bringen.
d Mainz, 25. Mai Der Mittelrheinische S> ch ü tz e n b n n^h, der über 3400 Mrtglieder zählt, hielt gestern vormittag im Schühenhause unter dem Vorsitz des Oberschützcn- meisters Herrn Landtagsabg. Heerdt seinen ordentlirlicn schützcn- tag ab Von 60 Vereinen waren 13 Vertreter erschienen. Nach den, Kassenbericht bleibt ein Bestand von 7610,31 Mark. Anträge von Gießen, betresiend Satzungsänderungen, landen nach leb- haster Ausivrachc crnstimmige Annahme. Im August ieicrt die Schützcngesellschast in Büdingen ihr 500iähriges Jubiläum. Dem Berern wurden 100 Mark als Ehrengabe zuin Jubiläumsschießen belviNigt.
Kreis -Büdingen.
8 Ortenbcrg, 25. Mar. Der hiesige Barsch uß- und Kreditverein hatte in seinem 40. lheschästsjahrc einen Reingewinn von 6784 Mk. und konnten 10 Prozent Dividende an die Mitglieder verteilt werden. Dem Rcservc- iapital wurden 3000 Mk. zugeschrieben, so daß dasselbe nun mehr 60 000 Mk. beträgt. Das Gesamtvermögen des Vereins beläuft sich aus 103 000 Mk.
= Lorbach, 23. Mai. Bcr der heutigen Bürqcr- mei st erwähl erhielten der bisherige Beigeordnete Ludw. F a u i, 36 'und die beiden Gemeindcraismitglieder Ludwig Nagel und Heinrich Faßbinder III. 21 bezw. 20 Stimmen. Es findet somit zwischen den beiden erstgenanmen Stichwahl statt. Von 82 Berechtigten hoben 77, abgeftrmmt.
Kreis Wetzlar.
—m. Krofdorf, 25. Mai. Ter hiesige 24jährige Kaufmann Isidor Simon, Sohn achtbarer Eltern, hat sich in der Nacht von vergangenen Freitag ans Samstag in seinem Bett erschossen. Was den Lebensmüden in,den Tod trieb, ist unbekannt, jedoch scheint ein schweres Leiden die Ursache zu sein. _
Sport.
Wetter->»cr Rcitcrfest zu Friedbcrg i. d. W.
m. F r i e d b e r g , 25. Mai.
Das Rcitersest hatte auch in diesem Jahre seine Anziehungskraft sowohl aus die Bewohner der Stadt, als auch, ans die ländliche Bevölkerung ausgcübt. Die nach tausenden zählenden Zuschauer harrten trotz des strömenden Gewitterregens, tvelchcr während der Veranstaltung cinsetztc, bis zum Schlüsse aus. Die Ergebnisse waren folgende:
Schausahren fürEin-, Zweispänner nndTan- dem. a) Einspänner: I. Preis Karl Brückmann, Burghof Groß-Karben, Schimmelwallach Kuckuck, Fahr. Bes. 2. Preis Hugo Väth, Banernbeim, Fuchs Wallach Matador. Fahr. Bes. 3. Preis Niemann jr., Gießen, Rothschimmel-Ttute Queen, Fahr. Besitzer. 4. Preis Wild Breidenbach. Melbach, Fahr. Bei bi Zweispänner: 1 Preis Louis Brückmann. Neuhof b. Gießen. Rapp- Wallach und br .Wallach, Fahr. Bes. 2. Preis Karl Brückmann, Burghoi Groß-Korbcn, zwei Schimmclwallache, Fahrer Besitzer, o) Tandem IZ w e i s p ä nm crl: 1. Preis Karl Brückmann, Burghos Groß-Karbcn 2 Schimmelwallache, Fahr. Bes. d) Tandem 12 r e! s p ä n n cr>: 1. Preis Karl Brückmann, Burghos Groß-Karben 2 Schimmel lind l Ravvwallach, Fahr, Bes. Die Damen-Reitkonkurrrnz wurde wegen des Wetters ausgesetzt.
Schausahren für Arbeitsgespannc im Oeko - nomiewagen. Offen für Arbeitspierdc jeden Schlages, al Zweispänner. 1. Preis Louis Brückmann, Ncubof bei Gießen, Fahrer 'cockmeid. 2. Preis Richard Bäth, Gronauer Hof, Fahrer M. Weiß. b> Vierspänner. 1. Preis Richard Bäth, Gronauer Hof, 4 Fuchssmten: Ilse, Olga, Nora, Marta, Fahrer M. Weiß.
Prcisreiten, Offen für Mitglieder des Wetterancr und Gießencr Reitcrvcreins. Hürde 70 Zentimeter hoch. 1. Preis Kurl Brückmonn-Großkarben, Fuckswakl. Harold, Reiter Besitzer. Zweiter Preis Karl Brückinann-Groß-Karben, Fuchswall. lliikaS, Reiter F. Holzhauer. 3. Preis Ferd. Fischer-Gießen, br. Wallach, Reiter Besitzer. 4. Preis Fritz Schlüter-Gießen, Fuchswallach Hcincrle, Reiter Besitzer.
Trabsahren. Distanz 2000 Meter. Offen für Norddeutsche Pferde (Halbblutpscrdcj. Blntpserdc ausgeschlossen, l. Preis Friede. Rris-Deikliheim, br. Wallach Mars, Fahrer Besitzer. 2. Preis Otto Hcnsel-Bruchcnbrücken, br. Stute Thekla, Fahrer Besitzer. 3. Preis Heinrich Fauerbach-Nicdcr-Wöllstadt, Mohrcnschimmel St. Marn, Fahrer Besitzer, al Spring-Konkurrenz. 6 verschiedene Hindernisse. 1. Preis Wilh. Leonhard- Wisiclsbeim. Fuchs-Wallach Hastings. Retter Hugo Bäth. Zweiter Preis Adoff Bausch-Niedcr-Wöllstadt, hcllbr. Stute Hanno, Reiter Besitzer. 3. Preis Adolf Fischer-Gießen, br. Wallach Olaf, Reiter Besitzer. 4. Preis Wilh. Locher-Gießen, Schimmel-Stute, Reiter Besitzer. blPatrouillcn-Svrinqcn. l. Preis Karl Brückmann-Burghof Großkarben, Fuchswall. Unkas, Reiter Besitz.
Trabsahren, osjen sür alle Pferde, mit Vorgabe. Distanz 2000 Met. 4. Pr. Fritz Reuter, Obersteten, braune Stute Bianka, Fahr. Bes. 2. Preis Karl Bvückmann, Groß-Karben, Schimmelwallach Puvpchen, Fahr. Bes. 3. Preis Hermann Stern, Nieher-Wällstadt, dunleibrauner Wallach Ali right, Fahr. Bes.
Trabreiten, osten für norddeutsche Pferde, Distanz 2000 Meter. I. Pr. bcnsel, Otto, Brilchenbrücken, br. Stute, Thekla, Reiter Bes., 2. Fricdr. Reif, Beienheim, br. Wallach Mars, Reiter Th. Fleischhauer, 3. Friedr. Kaz, Okarben, br. Stute Paiila. Reiter Ludwig Heß.
Trabreiten, offen sür alle Pferde. Distanz 2000 Meter. 1. Preis Hermann Stern, Nieder-Wöllstadt, dunkelbrauner Wallach Mlrigbt. Reiter H. Best. 2. Preis Karl Brückmann, Groß-Karben, Schimmclwallach Pnvvchen, Reiter Mart. Kroner.
Galoppr eiten, offen sür norddeutsche Pferde. Distanz 1500 Meter. 1. Preis Öch. Brückmann, Nonnenhos, brauner Wallach Fritz, Reiter Th. Fleischhauer. 2. Preis Wilh. Bleidenbach, Melbach, Fuchs-Wallach, Reiter Richard Marlosf.
Hindernisfahren, offen für alle Pferde, für Ein- und Zweisvänner mit fünf verschiedenen Hindernissen, l. Preis Will,. Leonhardt, Wisselsheim, br, Wallach Fritz, Fahrer .W Holler. 2. Preis Hugo Vätl. Vaiiernlieim, Fnchswollach Matador, Fahr. Bel. 3. Preis Richard Väth, Gronauer Hof, Rapp-Wallach Tänzer, Fahrer Besitzer.
Jagdrennen mit Auslauf. Offen für Reitpferde. Distanz 3000 Meter. Führer Hugo Väth. l. Preis Karl Brück- . mcmn-Großkarbcn, Fuchsiv. Unkas, Reiter Besitzer. 2. Preis Wilh. Lconhardt-Wissclsheint, Fnchsiv. HastingS, Reiter Hugo Bäth. 3. Preis Karl Brücknmnn-Großkarbcn, Fuchsw. Harald, Reiter Ferd. Holzhammer.
ltniucriität»<nacforicbtcn.
— ProliflorenauStausch. Wie wir hören, hot Pro- lessor vr. phil. et meä E. B a u r, der Leiter des an der Berliner Landwirllevailüchen Hochschule neii zu errichtenden JuktitntS sür VererbliNgsiorichung einen Rui als Austauschpeolessor «Karl- Schurz-Vroleffur- an die Universität von W i s e o n s j n in Madtsoi, <U. E. A.) erhalten und angenonunen. Prolcssor Vanr wird „» konimcnden Winter in Madifon Vorlesimgen und Uebungei, ab- hallen,
— Ter Mathematiker und Naturwissenschaftler Geh. Regie- rnngsrat Georg Seltner, Prolessor der Universität und der Technischen Hochschule in C h a r I o i t e n b u r g , ist g e st o r b e i>.
Wissenschaften an der dortigen Universität Dr. Emnnnel Leser im Alter von 65 Jahren g e st o r b e n.
— Der Privatdozent Dt. Ernst Hellin ger m Marburg hat einen Ruf als Ettraordinarius sür Mathematik an die Universität Frankfurt a. M. erhalten. Dr. Hellinger ist 1?8Z zu Striegau in Schlesien geboren und wirkt seit dem 1. Mat 1900 in Marburg.
— Aus eine 50 jährige Dozententätiykeit kann am 27. Mai
der ordentliche Professor an i>er Berl i n e r theologischen ?ya?nltät Oberkonsisdorialrat a D. Tr. theol. et plnl. Paul Kleinert zurückblicken. Sein Lehrfach ist altteiiomentliche Eiege,e und prak- tiid>€ Theologie. Prof. Kleinert steht im 77. Lebensjahre und stammt aus Vielguth in Oberschlesien.__
Ztirchc und Schule.
— Die „R e i ck, § - S ch » l k o in m i s s i o n" ist nm gestrigen Montag unter dem Vorsitze des Wirkt. Ged. Oberregiernngsrols Präsidenten K e I ch zusamme„aelieten, Es nohmeu 'olqende Herren als Mitglieder teil: Preußischer Geh. Oberreg,eriuigsrot und Bor- tragender Rat iin Kultusministerium Reinhardt, der bäurische Ged. Rot und Prolessor an der Technischen Hochschule in München Ritter v. Dyck, der sächsische Geh. Schulrat und Vortraaender Rat in, Kultus»,iiiisteriu», Lange, der Präsident der würtiem- bergischen Kultnsmiuisterialabteiluug sür di« höheren Schulen v. 'Hb leitet, sowie der mecklenbur nsche Geh. Lberschulrat T tr e n q e - Schwerin und der mecklenburgische Oberkonsistoriolral P r ä se ck e - Neustrelitz. Ter Ausschuß besuchte nach seinen Be- ralntigeii emige Cchulaustolte».
Vereinsnachrichten.
— K r o n e u - B u s e ck, 22. Mai, An, Hiniiiielfghrtstog uuter- nal»» der Svnr-Verein Knvveu-Klub gemeiuschaitlich mit dem Verein Wandervogel eilten 'Ausflug. Tie Tour ging mit der Babn bis Edingen, von hier aus den GreHenstei», Wold- hos Elgershausen, Tianaburg, Hcisterberg, Leu», Bahnboi Brouu» >els. Bon Vroiinsels zurück mit der Bahn nach Großen-Buseck. Tie Wandervögel stelllcu die Musilkovelle.
— Der Bcrcin ehemaliger Ilster feierte am Sams
tag abend im Saale des Hotels Grvßhcrzog sein dreijähriges Bestehen in Gestalt eines H erre n ko m m e r s es, der vorzüglich vorbereitet war Und einen sehr schönen Verlaus nahm. Die Musi, — ein Quartett — stellte die Regimentskapcllc. Herr Bokos trug eine Reihe von Rezitationen ernsten und heiteren Inhalts in geradezu hervorragender Weise vor und fand dabei dankbare Zuhörer und lebhaften Beifall, Die Festrede hielt der erste Vorsitzende Rechtsanwalt Kansmann, die in einem freudigen Hurra gut das Regiment „Kaiser Wilhelm" ausklang. Musikvorträgc und gemeinsame Lieder belebten die Stimmung. Im zweiten Teile erfreute Herr Straub als Humorist die Anwesenden mit seinen vorzüglichen Darbietungen. Kamerad Reitz brachte ein Hoch aus Iden ersten Vorsitzenden, K. Haupt ans die Gründer und 2. Loeb ein solckres aus den Vorstand aus. Ans Anregung des Vorsitzenden wurde eine Reisekasse gegründet, in der die Mittel zu einem Be- sncktz' der Schlachtfelder in Metz angesammelt werden sollten. 25 Kameraden tralen alsbald dieser Kasse bei. Lange saßen, die alten Ehemaligen noch zusammen und tauschten ihre Erinnerungen aiis der aktiven Dienstzeit aus. • i
l. Mainzlar, 25. Mai. Am Sonntag machte der Gesangverein ,,S ü n ge r kr a n z" seine diesjährige Frühiahrswanderung. Morgens um 7 Uhr wurde vom Vereinslokal über Stauseiibcrg, Ruttershausen nach dem „Forsthaus Waldhans" abmarschiert. Nachdem man sich leiblich gestärkt hatte und einige Lieder vor- getrage nwaren, wurde die Wanderung nach dem Dünsbcrg fortgesetzt. Oben angekommen, sorgte der Dünsbergwirt für Speise und Trank, der Turm wurde bestiegen, mehrere Lieder gesungen und weiter ging es über Krumbach, Kirchvers, Altenvcrs nach Lohra, von wo aus mit der Bahn die Heimreise angetreten wurde.
(fl t c [? e n , 25. Mai. Auf den Artikel vom 20. Mai unter (flerichtssaal ist mitzuteilen, daß die betreffende spanische Wein- Handlung feit Jahresfrist in (fließen keine Weinstube mehr besitzt, sondern nur ein Ladengeschäft. Tie Weinstube wird von diesem Zeitpunkt ab als „Teulsche Weinstube" von dem Besitzer Ferdinand Schott in gewohnter solider Weise geführt.
Deutscher Journalisten- und Schriftftellertao.
Leipzig, 22. Mai. Der Verband Deutscher Journalistcn- tind Schriftstellervereine trat heute zu seiner Tagung zusammen. Die Leitung des Kongresses übernahm Redakteur Dr. Ö b st - Hamburg, der gegenwärtige Verbandsvorsitzende. Der von diesem erstattete Geschäftsbericht ergibt eine günstige Entwickelung des Verbandes.
O rt m a nn-München sprach über die Schritte, die seit vorigem Jahre zur Beseitigung mancher Mißstände aus dem Gebiete des Kinowesens getan worden sind. Ter Redner beantragte, im Namen des Münchener Journalisten- und Schriststellervereins den Reichstag in einer Eingabe zu eriuchen, in den in Vorbereitung befindlichen Kino-Entwurs eine Bestimmung einzufügen, die eine Handhabe zur Regelung der Zensur biete, und ferner in einem Nachtrag zum Verlags- und Urheberrecht den Filnridcen und Filmstückcn den gesetzlichen Schutz zu gewähren. Es wurde beschlossen, diese Eingabe an die Regierung zu richten.
Prager- München berichtete über die Entwicklung der P e n - sionsanstalt deutscher Journalisten und Schriftsteller, dicdurch- aus zufriedenstellend gewesen ist.
Das Thema „Theater, P r es s e und S ch r i f t st e l l e r" wurde von Schümm» Hamburg eingehend behandelt. An der Hand zahlreicher Beispiele geißelte er die Versuche, die Freiheit der Kritik zu beeinträchtigen. Er wandte sich gegen irreführende lobende Vornotizeil der Theaterbureaus, gegen Rachemaßnohmen wegen abjälliger Kritik, gegen Herabsetzungen der Kritik durch Darsteller, Direktoren und Autoren. Das Ergebnis der sich an den Vortrag anschließenden Aussprache war das Einverständnis über solgende vier Punkte:
1. Die Herkunft der aus den Theaterbureaus kommenden Notizen soll gekennzeichnet und diese Notizen sollen aus ihren tatsächlichen Inhalt beschränkt werden.
2. Die Theaterdirektoren dürfen keine Einlagen bringen, ohne sich mit dem Autor des ausgesührten Stückes ins Benehmen zu setzen^damit Plagiate vermieden werden.
3. Die Sclbstkostcniheaterdirektoren srnd ebenso zu verurteilen wie die Selhstkostenvcrleger.
4. Dle Freiheit der Kritik muß unangetastet bleiben.
Es wurde beschlossen, diese Punkte dem Vorort als Material
sür die zu ergreifenden weiteren Ecktrilte zu überweisen. Ten Hauvt- teil der heutigen Verhandlungen bildete eine Besprechung von Ol- ganisationsfragen, bei dmen es sich um den Plan eines alle großen Organisationen des Schrifttums und der Presse zusa m m en s ass end en Kartells handelt. Es wurde ein Beschluß gefaßt, in dem der Vertretcrtag der Gründung eines solchen Kartells im Prinzip zustimmt. Die in Frage kommenden Verbände sollen zur Teilnahme an einer vorbereitenden Vertrcterver- sammlung bis spätestens zum Herbst ersucht werden.
Am zweiten Verkandlungslage des Verbandes deutscher Journalisten und Schriftstellervereine wurde zunächst auf 'Antrag des Vereins Berliner Journalisten dem Bdrort die Frage zur Prüfung überwiesen, ob und wie etwa auch die tatsächliche Nachricht gegen Nachdruck geschützt werden kann.
Ein Antrag des Münchener Journalisten- und Schriststellervereins verlangt, daß das Honorar sür fenilletonistische und novellistische Beiträge bei der ?Innahnre zu zahlen und da, wo die Höhe der Vergütung sich nicht gleich bei der Annahme in der vollen Höhe jcststeNen läßt, eine der voraussichtlichen Höhe
des Honorars annähernd entsprechende Mschlag^ahkung zu gewähren ist.
Giescn-Frankfnrt beantragt, die vorgcschlagenc Zahlungsbe- ichleunigung nicht auf fenilletonistische Beiträge zu beschränken, soichern aus alle schriststcllcrischen Beiträge auszudehnen mit Ausnahme solcher, die regelmäßig bei kurztristiger Bezahlung geliefert werden. Pcit dieser Erweiterung wurde der Antrag »ach längerer Aussprache angenimimen.
Huth-Bcrlin referierte dann über die Pressebureaus der Aris- steltungcn. Er erkennt die stlotwendigkeit solcher Bureaus und ihre Zweckbcstimmuiig sür informatortsche Mitteilungen an die Presse an, wendet sich aber dagegen, daßl sic in IlLherspannungl ilwer Ausgabe die Tätigkeit der freien Schrffffteller durch G»io-> tislieicrung von umfangreichen Berichten so gut wie unmöglich machen.
Die weiteren Verhandlungen betrafen innere ^hngclegenheiteü des Verbandes. Ein Antrag des Vereins Berliner Journalisten, statt des wechselnden Vorortes Berlin als ständigen Sitz des Vlvr- bandcs zu bestimmen, wurde abgclehnt. Dem Hamburger Verein wurde auch sür das neue Geschäftsjahr die Leitung der Der» bandsgcschäfle übertragen. Zugleich wurde Hamburg als Sitz des Verbondstages >m nächsten Jahre bestimmt.
veutsche vunsen-Gescllschast.
Leipzig, 22. Mat. Die heutige Sitzung der Deutschen Bunsen-Gcsellschast sür angewandte physikalische C!tcmie galt in ihrem wissenschastlichrn Teile dem durch die buchgewerblichc Wclt- ansstkNnng gegebenen Thema „Physikalische Chemie und Buchgewerbe", das von vier Rednern erschöpfend behandelt wurde. Dr. Klemm lLeipzigl erörterte die Zusammenhänge von Papier und Chemie. Dr. Rübencamp lDresdeni ipraih über die Druck- farbett und legte die chemischen und physikalischen Erfordernisse für die verschiedenen Druckerzeugnlsie dar. Prof. Dr. G o l d b e r g lLeivzig! entrollte ein sehr anschauliches, durch Erperimente belebtes Bild der graphischen Techniken, Direktor Dr, P s a n - Häuser lLcipzig' behandelte den heutigen Stans der Galvano- l c ch n l k. Zum ersten Vorsitzenden für die Ilächlten drei Jahre wurde Professor Hans G o l d s ch m i b t (Essen , der Erfinder des Thermits, gcivählt. Tie nächstjährige Hauptversammlung ist zu 5himmelsahrt in Karlsruhe.
Lcnrön»irt?chaft.
kl. Blutlaus an den Obstbäumen. Ern Obstbaum- züchtcr schreibt 'uns: Dieses Jahr haben die Obstbänme: sehr unter der Blutlaus zu leiden. Man findet dieses Nngezieser in großer Zahl an. Die Blutlaus ist ein sehr gefährlicher Schädling der Obstbäumc und tritt seuck>enl)aft auf. Sie bildet weiße, slocktge Urberzüge an Obst und Zweig. Wenn nmn sie zerdrückt, so gibt sie einen blutroten Tropfen von sich, (Nameü Me Larven, die nuS den Herbsteiern kriegen, überdauern den Winter. Sie sitzeiy in den Wunden und Rissen des StamweS. Vertilgung: Man zerreibt im Frühsahx die Larven mit einem Lappen und behandelt alle Riffe nnc> Wunden des Baumes mit einer Lylollösung von 100 Gramm Lysol aus 10 Liter Wasser. Stark befallene Aeste beseitigt man am besten durch Verbrennen. Jeder Obstbcmm- züchter versäume deshalb nicht, feine Bäume alsbald nach diescnit Schädling nackizuscl-cii, nötigenialls ihn sofort zu beseitigen. Auch die Obstbäumc der Kreisverwaltung sind stark von der Blutlaus befallen.
Zur Fördenmg der Landwirtschaft in den bäuerlichen Betrieben des Großherzogtums veranlaßt die Landwirtschastskammer die Prämiierung ganzer bäucrlickter Wirischasten bei mnstcrhasten Leistungen. Zur Teilnahme an dieser Prämiiening sind alle andL- wirte berechtigt, deren landw. bewirtschaftete Fläche nicht größer wie 150 Morgen ist. Für das Jahr 1914 ist für Oberhessen die Teilnahme beschränkt aus Landwirte in den nachfolgenden Wahlbezirken: 2. Wahlbezirk: Großen-Buseck, 6, Wahlbezirk:
Lautcrbach-Schlttz, 13. Wahlbezirk: Vilbel.
Zunr Zweck der Prämiierung werden die Wirischasten einer Vorbesichttgimg' und einer Hauvibesichtigung unterzogen. Der Beurteilung durch das Preisgericht unterliegt der gciarntc landw» betrieb. Die Höhe der Preise sind wie folgt festgesetzt: 1. Preis 100 Mk., 2. Preis 75 Mk., 3. Preis 50 Mk. Die Anmeldung hat bis spätestens 10. Juim bei »er Landwirtschastskammer ans Grund der von dieser zur Verfügung gestellten Anmeldcbogen zu erfolgen.
Meine TagerchronH.
Der Bund Deutscher Verkehrsvereine hält vom 3. bis 6. Jung in Köln seine 13, Hauptvgrsammlung ab.
Tie 44. .Hauptversammlung der Gesellschaft für Verbreitung von Volksbildung findet in Verbindung mit dem 3. Vortrags - und Uebungskursus für freiwillige Volksbildungsarbeit vom 1. bis 7. Oktober d. Js. in Berlin statt.
* Allzu viel ist iingesund. Kavallerie-Rekrut (dernicht auf sein P erd kommen kann, oder aber gleich wie:er heruntersällt) ; „Himmel, m nur — aber nicht zü viel!"
* Ein gesühlvoller Gatte. „Nm Himmelswillcn, Herr
Meyer, eilen Sic nach Hause: Ihre Gattin hat versucht, sich mit Gas zu vergiften!" „Na, das wird ja wieder 'ne schöne Gasrechnung geben!" __
Meteorologisch^ Beobachtung en der S ta tion Sichen.
Mai
1914
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Höchste Temperatur am 24.—2S, Ma! 1914 = -|- 14 5 Niedrigste . , 24,-25. „ 1314 = -r 3,8»,
Niederschlag: 16,5 mm.
12000 Mark für ein paar Worte! Jedermann kann durch einen einfachen Satz an dem Preisausschreiben der Providol-Gesellschast teilnehmen; er braucht nur in wenigen prägnanten Worten die enorme Wirkung der Provtdol- Seise als Schönheits- und Schutzmittel auszudrücken. Kosten durch die Teilimhmc an dem Preisausschreiben erwachsen gar keine, da die Frist so gestellt ist, daß jeder sich am eigenen Körper von der Wirkung der Seife überzeugen kann, indem er als t ä g l i ch c T »i - lettenfcife einmal Providol-Scise benutzt und der Pro- vidol-Gesellschast den leeren Karton zur Legitimation für die ^1» nahnic am Preisausschreiben cinichickt. ___ hv l9 />
Ein Mahnruf an alle Eltern.
Meine jetzt dreijährige Tochler, schwer erkrankt, nahm kein Essen mehr zu sich und erbrach fortiväirrend. Ich sah kaum eine Atöglich- keil, ihren Krästeversali aufzuhnlten und nahm aus Anraten meine Zuflucht zu Bioson. das mir den untrüglichen Beweis erbrachte, dah es für Kinder nichts Verläßlicheres geben kann. Ich freue mich über meinen Liebling, dah er heule wieder so munter, pausbäckig >lnd bei vorzüglichem Apvetit ist. er hat sich brillant und das nach dem Gebrauch von nur einem Paket zu 3 Mark aus unserer Nachbarapotheke. 23. Hofsmann, Rade beul b. Dresden. Serkowitzer- strane 13. Unterschrift begl.: 23.12. 1913. Walther, Kgl. Stotar. I4o76d
Vorzüglich geeignet zu
V Haustrinkkuren.
JialUrüthts
■^CBBKSS^
Man befrage den Hausarzt.
Literatur durch die Brunnen- Inspektion in Fachingen (Reg.-Bez. Wiesbaden).
Natürlichem ^»Äj^Mlnerah'ay'pr


