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s Damit soll eine Warenausstellnng der verschiedenen 9frtifct wt

| fmtiiett fein. Der Zutritt ist mich Nichkmitgliedern gestattet , Die Sefrfmgung findet von 1012 unb 25 Ufrt statt.

, . . Kreis-Rechner verband. Ter Verband der 0c- Kreises Gießen stielt am Donnerstag imSeifen* 'euer unter dem Vorsitze des Gemeinderechners Arnold (lstrü nmgen, ferne Hauvtversammlung ab. Ter Vorsitzende begrüßte besonders den Reqierun^sverireter Regiernngsrat Langer mann^nno die Geschäftsführer der allgemeinen Krt** und Land- krankenküssen des Kreises Grehen, B e ch t o l d und Schuvv. Ter Krersvcrein zählt jetzt 72 Mitglieder, von denen 65 erschien, n w^^rn ^.er Schriftführer Brücke! lLang-Göns) verlas den Jahresbericht für das Jahr 1613 und erstattete ausführlichBericht Uber die vauvtversatntnlung des Landesverbandes im Jahre 1913 zu Nieder-^ngelheim. Ter Landesverband zählt jetzt 713 Mit­glieder, in -starkenburg 227, in Obcrhesscn 321 und an Rhein- >Hessen 162. Nach der Rechnungsablage des Verbandsrechners lUran, (Gedern; betrugen die Einnahmen 1070 Mk, die Ans- gabcn .1045 Mk. das Vermögen stieg auf 2640 Mk. Den Ge- mcinderechnern wurde die Versicherung gegen Einbruch dringend entvsohlen. Die nächste Hauptversammlung findet Ende August oder Anfang Ievtanber 1914 in Vilbel statt.Ter Vor­sitzende Arn old stellte fest, dast die Fürsorge und unwidcrnis- liche Anstellung der Genre,,ldcrechncr geregelt ist und erstattete in längeren Ausführungen Bericht über die Tätigkeit des Kreis* Rechnerverbanües seit der letzten Versammlung. Das Kranken, kassenwesen wurde vom Vorsitzenden, von Regicrungsrat Lan­ge r,tt a n n und den GeschästAührern D c ch t o l d und Schupp besvrochen. Zur Grundlegung der Dienstanweisung wurde ein Auslchust gebildet, der aus den Seiten Arnold l Grüningen), Form- hals iAttendorf), Berlin (Londorf) und Sohl 'Rübbingshanien) besteht. Die sollen sich mlit dem Versicherungsamt und den Ge- schänssührerstellen in Derbiichuug setzen. Die Ausführungen des Regierungsvertreters und der Geschäftsführer fanden lebltzislen Beifall und klärten bisherige Unklarheiten in genügender Weise aus. Die Jahresrechnung für 1913 wurde von dem Rechner verlesen, die Herren Graulich iBersrod) und L i n n c - st r u t h (Treis a. d. Lda.) zu RechnungSvrüjern bestimmt. An­träge für die Hauptversammlung zu Vilbel sollen dem.Vorsitzenden Arnold zur weiteren Einreichung übermittelt werden. Tabei soll namentlich die kostenlose Stellung des KreisblaUcs für die Ge- meinderechner in Anregung gebracht werden. Der Versamm­lung wurde ein Entwurf des Hilsstagebuchz nach dem neuen Vor- anschlag vorgelegt, nach eingehender Prüfling der Regierung soll dieser zur Begutachtung vorgelegt werden. Der Vorsitzende teilte iill lAnstrage der Behörde mit, dass das neue Rechnungswesen von Hans Reiset nach den neuen Boranschlagsbestivimuiigcn er­schienen ist, es soll in den ersten Tagen den Rechnern zugestellt werden. Die bis jetzt noch nicht sestgelegten Satzungen für den Krcisvcrband solle» der nächsten Versammlung vorgelegt wer­den. Ter Vorsitzende schloß nach sünsstündigen Verl>indlungen mit dem WunscheAuf Wiedersehen i» Vilbel!" die Versamm­lung. Ein gemeinsames Mittagessen schlotz sich an.

** Im Arbeitsnachweis der Herberge zurHei- ma t werden zurzeit Landarbeiter, Schuhmacher und Schneider ge­sucht. Sckiwer nntcrzubringen sind Baustandwerker nicht auch Schuhmacher und Schneider, wie es in unserem gestrigen Bericht, durch einen Druckfehler »eranlatzl, irrtümlich lautete.

** Im Lichtspielhaus, Bahuhofstratze, wird, wie man uns schreibt, von Samstag ab ein interessanter Film,K lieg dem Kriege" vorgeführt werden. handelt sich bei diesem Film um die Darstellung eines Zukunstskrieges zwischen zwei grasten Völkern, bei deine das Flugzeug eine hervorragende Waise bildei. Tie Bilder dieses Militärschansviels fesseln schon an sich .durch die prachtvolle Kolorierung und durch die wildbewegten Klempsszenen. Was die moderne Kriegs- und Flugtechnik errungen hat, wird hier inmitten des Schlachtengetümmels höchst wirkungs­voll vorgcsührt. Neu sind auch die bei den .Schlachtenbildern verwandten Aufnahmen eines Artilleriegefechts beim Mstcuern und beim Einschlagen der Geschosse. Der Film wird .nur vier Tage bis Dienstag einschliestlich vorgeführt. i

** Güterrechtsregister. Die Errnngcnschasts- g e m e i n s ch a s t als Güterrecht ihrer Ehe haben vereinbart am 21. April 1914 Händler Hermann Bender und Ehefrau Elise geh. Besser, Landwirt Ferdinand G ö III c r t und Ehefrau Mar­garete geh. Gerhard von Ettingshausen; am 24. März 1914 .Landwirt Eduard Schombert in Lardenbach und Ehefrau Marie geb. Lein; am 29. April 1914 Maurer Rudolf Ester und Ehefrau Marie geb. Zimmer in Vi Hingen; am 26. Scp- itember 1913 Landwirt und Händler Wilhelm Mäscher II. »» Lardenbach und Ehefrau Lina geb. Schombert und Landwirt Wähelm Keller daselbst und Ehefrau Marie geb. Mölckicr; om l. Mai 1914 Schnhmachermeister Karl Oppcrtshäiiser zu Wetter selb und Ehefrau Elise geb. Weber; am 21. April 1914 Bahnwärter Ludwig Jost in Ettingshausen und Ehe­frau Katharine geb. Rahn, Steinbrecher Karl Derzberger .und Ehefrau Marie geb. Pfeiffer und Landwirt Ludwig Vogler und Ehefrau Johannette geh. Formhals daselbst. Am 20. April 1914 haben Landwirt und Wagner Heinrich Becht III. in Gonterskirchen und Ehefrau Elise geb. Lind an Stelle der Errungenschastsgemeinschaft völlige Gütertrennung verein­bart. Ludwig Henkel, Bäcker zu Gießen, und dessen Ehe- ifrau Lina geb. George und Kaufmann Hermann An g stein uich 'seine Ehrsrau Else geb. Caselitz in Alsfeld haben Güter­trennung vereinbart.

** Grund st ücksverkehr. Ein Grundstück zu Hirzen­hain, das aus den Namen des Hermann Nies von Lollar um Grundbuch eingetragen war, soll Montag, den 6. Juli 1914, vormittags 9>'» Uh,, durch dos Amtsgericht Ortenberg im Wege Iber Zwangsvollstreckung ans dem Ortsgericht zu Hirzenhain ver- ssteigert werden. Grundstücke zu Vonhailsen, die ans den Namen des Taql. Johs. W o l s III. in V o n h a u s e it eingetragen waren, sollen Montag, den 29. Juni 1914, nachmittags 4 Uhr, durch das Amtsgericht Büdingen auf dem Dienstzimmer des -Ortsgerichts zu Vonhausen im Wege der Zwangsvollstreckung versteigert werden.

Kleine Mitteilungen. Bei Großauheim stürzte der 14jährige Johannes S ch ä d e l in den Main und ertrank, bevor ihm Hilie gebracht werden konnte. Das fünfjährige Töchttrchen des Bildhauers Kirchner in Schimborn kam beim Spielen dem Herdfeuer zu nabe. Die Flammen ergriffen das Kind und verzehrten es. Durch einen Zufall wurde am Mittwoch in einem Frankfurter Manusakturwa, cngeschäst ein großer Dieb- st a h l entdeckt, der in seinen Ansängen um Jahre zurückreicht. Ter in dem Geschäft seit 15 Jahren angestellte 33jährige Kaus- mann David Grünebaum hat in ungezählten Fällen Kleider- stofse, Wäschestücke, Tischtücher und Stickereien heimlich den Lager­räumen entnommen und sie ebenso heimlich mit in seine Woh­nung, Elbestr. 22, genommen. Von hier aus verkaufte er die Sachen um einen Spottpreis an ein ganzes Heer von Händlern, Hehlern und Privatleuten. Selbst an die Kunden des eigenen Geschäfts ver­kaufte Grünebaliin die Waren, wobei er die Frechheit hatte, sich in der Nähe des Geschäftslokals ein Zimmer zu mieten,, von wo aus er die Kundenbediente". Die Angelegenheit dürfte weite Kreise ziehen, da schon heute sestaestellt wurde, dast der Dieb auch in zahlreichen Städten der Nachbarschaft weitverzweigte Verbin­dungen hatte. Bis heute abend konnten schon für annähernd 16 000 Markgestohlene Gegenstände festgestellt werden, doch schätzt die Firma ihre Verluste noch weit Häher.

Landkreis Giestcn.

k. Sternbach, l4. Mai Vor fünf Jahren wurde hier die ß. Schulstelle errichtet. Durch das starke Anwachsen der Schülerzahl ist die Errichtung einer 4. S ch u l st e 11 e nötig geworden Tie neue erstelle soll am 1. Juli in Kraft treten. Voraussichtlich wird die Klasse jm Rathaussaal untergebracht

Ullendorf a. d. Lira., 14. Mai. Die bisher hier bestehende Ortssperre wegen Schweinepest ist jetzt a u s - gehoben. Der Krankheit sind sechzig Ferkel, welche vier hiesige Schweinezüchter in Hannover gekauft hatten, zum Opfer gefallen. Eine llebertragung der Seuche auf cinhei- mijche Schweine ist nicht vorgekommen. Die Sperrmaß­regeln haben sich demnach bewährt,

--- Holzheim, 15. Mai. Am Sonntag nachmittag hält D. Kirchner aus Gießen aus Veranlassung hiesiger Einwoh ner bei Gastwirt Sames eine» Vortrag über das n e i, c Krankender s icheru ngsge setz. Ans-Hi testend a» den Vor­trag findet eine allgemeine Aussprache sowie unent­geltliche Beratung auch über Unfall - und Jnvali- denversicherungsan gelegen heilen statt.

Kreis Alsfeld.

v - Alsfeld, 14. Mai. Am Freitag findet hier im Holest Tentsches Haus" die Eröffnung der von der Zentral- ftir Mutter- und Säugtiiigsiürsorgc in Hessen veranstaltete Wanderausstellung Das Kind" stait. Die Niissiellung ist dann jeden Nachmittag für jedermann bei freiem Eintritt geöffnet.

Kreis Schotten.

8 Schotten, 14. Mai. Ein heiteres Vorkommnis, das viel belacht wurde, spielte sich dieser Tage zmisckxw Schotten und dem Nachbardorfc R. ab. Zwei Bauerleute luden ihre gemästeten Schweine, drei an der Zahl, in einen zu einem kurze» Transporte einfach hergerichteten Wagen und snhren vergnügt nach der Kreis- Hauptstadt. Jm Hole des Metzgerhauscs angekommen, erkundigte sich der Geselle nach den gemästeten Vtersützlern. Aber siehe da, sie waren verschwunden. Sic hatten während der.Fahrt die hinten am Wagen angebrachte Tür hinausgedrückt und die Flucht et» grissen, ohne dast cs die Fiihrlcute durch das Wagcngerafscl ge­merkt hatten. Der an der Straste beschäftigte Straßenwärtcr hatte die Flüchtlinge zusammengetiicben und in das Dorf zurückgcbracht. Nach einiger Zeit kam auch der leere Wagen wieder von List. und nun wurde der zweite Transport vorgenommen, aber diesmal mit fest vernagelten Brettern.

-- Ei ch e ls d o r f (Oberbessen), 13. Mai. Wie uns die Tpar- und Tarlchnskasse mittcilt, beträgt die Kasse nach Abschreibung aller Verluste bei der Landwirtschaftlichen lßenoffenschaftsbank und Hauptgenoffenschaft Friedberg Aktiva 127 373,62 Mark, Pas­siva 126 363,29 Mark. Mithin bleibt rin Ueberjchuß von 1010,33 Mark.

A Aus dem Dogelsberg, 13. Mai. Tie Apfelbäume steben jetzt in voller Blüte. Was aber der Reisnacht vom I. Mai nicht^i»n Opfer gefallen, das gebt jetzt durch die Nässe zu Grunde. Tic Stcnipcl i» den Blüten werden schwarz, damft ist die Frucht vernichtet. Tie kalte, nasse Witterung vereitelt dazu jeglichen Jnseltenflug, so das; eine Befruchtung der jetzt »och anfbiechenden Kvospen fast ausgeschlossen erscheint Tie Aussichten für die dies­jährige Obsternte sind Mithin wirklich minimal. Ten Maikäsern cs sollte doch ein Maikäferjahr werden hat allerdings das kalte Wetter den Garaus gemacht. Man sieht keinen fliegen. Sehr schlecht sind die Honiganssichten ftlr die Imker. Tic Bienen haben noch nicht einen Tag im Mai den reichen Blütenflor richtig ausnützen können. Sic sind in ihre Stöcke gebannt, während brausten Raps- und Avielblüten vergehen. Ein Honigjahr gibt cs dies Jahr nicht, vstlleicht ein reiches Schwarmjahr.

Kreis Frievbera.

--- Friedberg, 15. Mai. Für das am Sonntag auf dem Sportvlatz der Seewicse um Bk Uhr beginnende 4. Reiter fest des Vctteraner Reiter-Vereins sind bis jetzt 80 Anmeldungen cin- gelausen. .

eff Butzbach, 14. Mai. Die 8. VerbandÄottcrie der Kricger- kamcradschaft Hassia hat einen Gewinn von 9279 Mark ergeben.

Slarkenbiirg unö Rhein Hessen.

Darmstadt, 14. Mai. Frcigesprochcn wurde der wegen tätlichen Angrisscs auf einen Vorgesetzten angcllagte K. S. aus Rüsselsheim. Er kam freiwillig zum Art.-Regt. Nr. 25 und hat sich bisher gut geführt. Eines Tages kam er mit Kameraden in angetrunkene,n Zustand aus die Stube. Der wiederholten Auf­forderung, ins Bett zu gehen, folgte er nicht, und wehrte sich, als er von dem stellverttetcnden Stubenältesten, einem Gefreiten, dahin gebracht werden sollte. Erst als der Wachtmeister kam, fügte er sich. Der Anklagevertreter beantragte ein Jahr Gefängnis. Doch kam der wegen der Schwere des Falles mit zioei Kriegs­gerichtsräten besetzte Gerichtshof zu der Ansicht, daß St. auch mit Rücksicht auf das Verholten des Gefreiten für die Tat nicht ver­antwortlich zu machen sei lind sprach ihn frei.

m. Offcnbach, 16. Mai. Tie Verabschiedung des städtischen Hauvtvoranschl'ages für das Jahr 1914 erfolgte in der gestrigen Stadtverordneten sitzung nach einstündiger Beratung. Tie zu den Nebenvvranschlägen und zu dem Haiiptvvranschlog beschlossenen Abänderungen verbesscrii den Gesamtvoranschlag um 20 000 Mk., so daß die zur Ausbalaniie- ruug vorgesehene Entnahme aus dem Ausgleichsfonds von 360 000 Mark aus 360 000 Mk. herabgesetzt werden konnte. Tie Abschluß» zisscr des Haiivtvoranschlliges hot sich von 9 488 436,29 Mk auf

9 483 936,29 Mk. geändert. Die Stadtverordneten stimmten diesen Abänderungen zu und beschlossen die Kommunalsteuern mit 189 Pro;, der staatlichen Einkommensteuer und 34,5 Proz. des für die Besteuerung des Grundbesitzes, GeivcrbebetriebeS und Katnialvermögens scstgestelllen Wertes beizubehaltm,

Hessen-Nassau.

r. R odh ci m a. d. Bieber, 14. Mai. Hegemeister Wilhelm M ö h r i n g e r von Forsthaus Haiiia (Oberiörslerei Striivech) wurde heute nachmittag unter großer Anteilnahme seiner Behörde, seiner Kollegen und des Vereins ehemaliger Jäger und Schützen auf dem Rodheimer Friedhofe beerdigt. Ein großes Trauergesolge folgte schon von Bieber aus dem Leichenwagen, u. a. auch der Gesangverein Liederhain. Ter Verstorbene, ein geborener Huns- rücker, war in Renncrvd, Dexbach uich zuletzt 15 Jahre in Mr-ber tätig. ^

Frankfurt o. M 24. Mai. Von heute ab kostet nach einem Beschluß der Fleischerinnung nur »och Kotelett- und Zuiigenfleisch 1 Mk. bis 1,10 Mk. das Psuud. Sämtliche anderen Preise für Schweinesteisch (wie Bauchstcisch, Dörrfleisch, Speck, Schmalz und alle Sorten Wurst) sind uin

10 Pfennig billiger geworden.

Ir Frankfurt a, M., 14. Mai. ?ln dem Hausener Bahnübergang der Main-Weser-Bahn wurde durch die Geistes­gegenwart eines Fuhrknechtes ei» schweres Unglück ver­hütet. Ter Bahnwärter öffnete aus Gesälligkeit einem Back­steinfuhrwerk die bereits geschlossenen Schranken, als der Gicßencr Personenzug um die Ecke heranbraustc. Der Fuhrmann, der sich mit seinem Gespann mitten aus den Schienen befand, riß blitzschnell die Pferde herum, so daß der Wagen parallel zu den Gleisen stand. In derselben Sekunde fuhr auch schon der Zug, der auch Rückdampf gegeben hatte, mcfferscharf am Wagen vorbei.

Paris, 15. Mai. Die sechs Zweidecker des Geschwaders, das am 12. Mai Lyon verlassen hatte, um einen Rundsliig von 600 Kilometer vorzunchmcn, gingen gestern früh 8 Uhr -von Dünkirchen ab. In der Nähe von Blcville schlug einer der Appa­rate bei einer Zwischenlanoung und zerbrach. Ter Führer erlitt ernste Verletzungen. Bei D i e v ve stel bei einer Zwanqslandung der ZweideckerBille de Vichy" nahe aM>Strand ins Meer. !

Swakopmund, 15. Mai. Gestern veranstaltete die deutsche Flugexpedition, an deren Svitze Bruno Büchner steht, die ersten Schautlüge. Die Vorführungen verliefen ohne Zwischensall

Gcrichtskaal-

F. E. Biebrich a. Rh., 14. Mai. Die Krankenschwester K r i w i tz k y , die längere Zeit die Frau des Rcnmers v. Panvcr gcpstegi hatte, verbreitete nach deren Tode, Herr v. Pander habe den Tod seiner Frau dittch Ansteckung verursacht. Dies sagte sie auch noch, als zwei Aerzte die Unheltbarkeit ihrer Behauptung scstgestellt hauen. Wegen dieser schweren Verleumdung hatte has Schöffengericht auf 4 Wochen Gefängnis und 100 Mk. Geldstrafe erkannt. Tic Strafkammer setzte die Tttaje unter Berücksichtigung des hysterischen Zustandes der Angeklagten aus 14 Taae herab^

Wien, 14. Mai. (Priv.-Tcl.) In dem Prozeß gegen den

Baron Heinrich Stralendorfs und die Kammerfrau B o e j t y wegen Diebstahls des Tagebuches der Gräfin Vera Ester­hazy, das zu Erpreisungsverluchen benutzt worden war, wurde der Angcllagte Stralendorff wegen Diebstahls und Erpressung zu einem Jahr schweren Kerkers und zum Verlust des Adels vcrurkeilt. Die Kammersrau wurde s r eige­sprochen.

Vermischte».

* Die Presscvcrtrclcr auf der Vaterland. Aus Euxhaven, 14. Mai, wird uns gemeldet; Etwa 120 Presse­vertreter, die einer Einladung der Hamburg-Amerika-Linic zu der ersten Slussahrt derVaterland" gefolgt waren, begaben sich gestern an Bord des Dampfers, wo sie von dem Direktor H u l - derma NN mit einer Ansprache begrüßt wurden. Ehc'frcdaktcur Landau-Berlin dankte im Namen der Pressevertreter. Heute vormittag sand eine eingehende Besichtigimg des Dampiers statt, der Fahrgäste ftibeirnahm, und voraussichtlich gegen 3 Uhr nach- incttagS seine erste Reise antreten wird. Das Wetter ist kühl und regnerisch.

* Einen Grundstein beraubt. Aus Köln wird ge­meldet; Der Eirundstein zur Piuskirche in Köln-Zollstock, der om verflossenen Sonntag gelegt worden war, ist von Unb,- kannten durch Hammerschlägc zertrümmert lind der Behältm, der dic^Urkunden und Geldbeträge enthielt, beraubt worden.

* I m Riesengebirgc herrschten am gestrigen Donners­tag zwei Elrad Kälte. Auf den Höhen liegt der Neuschnee 6 Zenti­meter hoch.

*Z»dcrBluttatbeiKolmar. Slus Pa ri s, 14. Mai, nnrd gemeldet; Die wegen der Ermordimg $>r? Kalmarer Ehausse,,re­ff» d l e r von der sraiizösischen Polizei einqeleitete Unter- inchung hat ergeben, daß das Verbrechen -vahrscheinlich von zwei in Rainzy bei Paris stammenden 18jährigcn Burschen namens Louis Früh und Lambert verübt worden ist. Früh ist der Lohn eines reichen Bauunternehmer», die Vdntter des Lambert iit Kassiererin bist der Ostbahngescllschast. Die beiden jungen Lciitc sind in Rainzv schon seit langem als Tunichtgute bekannt »nd sichen in dem Verdacht, mehrere Einbrnchsdiebstähle verübt zu haben. Sie unternahmen vor 14 Tagen eine Reste nach Nancy und sticqen dort unter denl Namen Jaccmcs und Richard Ncröze. Studenten aus Paris, in einem der ersten Hotels ab, aus deni sie am 6. Mai berschwanden, ohne die Rechnung bezahlt zu lmben. Wie Fra» Früh einein Derichternatter erzählte, hat sic sich kür' lich nach Raney begeben, um dort eine Rechnnng zu begleichen und eine Summe von 300 Marl zu Iw'ahlen, die sich ihr Sohn von einer dort lebenden Tante geliehen Ijattr. In dem Nancyer Hotel und auf der Polizei Ivnrde ihr dann Mitgeteilt, daß Frutz und Lam­bert sich zunächst nach Strnßburg begciien hoben dürften, da sie sich wiederholt nach einem dortigen Hotel erkundigten.

* 100 Frauen niedcrgctreten. Ans New Bork, 14. Mai, wird gemeldet; Während der Aufbahrung der Lstcheii von^ zwei Seeleuten in Boston und Chicago kam es zu einem großen Gedränge, bei dem viele Personen verletzt wurden. In Boston wurden etwa 100 Frauen niedergetreten; meh­rere davon sind schwer verletzt worden. In Chicago wurden etwa 12 Personen niedergetreten.

* Neue Erdbeben auf Sizilien. Nus Catania, 14. Mai, wird gemeldtt: In der vergangenen Nacht und heute Mor­gen sind in der Gegend von Milo, Linguaglossa, Santa V e n e r i n a und G i a r r e wiederholt Erdstöße verspürt. Die Erschütterungen, ivelche zum Teil ziemlich heftig waren, riesen unter der Bevölkerung große Slufregung hervor. Sckiadcn ist nicht entstanden. Ter Aetna stößt noch immer Rauchwolken und Asche aus.

Amtlicher Welterb-richt,

Wetteraussichten in Hessen an, Lamstaq, den 16. Mai 1914 Meist heiler und trocken, ivärmer, Winde aus westlichen Richtungen.

Letzte riacbeichten.

Presse st im m en über die Rede des Staats­sekretärs v. Jaaow.

Berlin, 15. Mai. DasBerliner Tageblatt" sagt:

Das Interessanteste war die Formulierung der Worte über Rußland. Sie dürfen wohl auf allgemeine Zustimmung in Deutschland rechnen. Tatsächlich hat die russische Presse nstl der deutschen Hetze angefangen, und es war durchaus nicht unnöttg, dc,ß der Staatssekretär einmal auf das Messen van zweierlei Mast lstnwies, die in Rußland gegenüber den deustchen unb den russi­schen Presscäußerungen geübt wird.

TicKreuzzeitun g" bezeichnet die Aeußerungen des Staatssekretärs in der bczeichneten Richtung als äußerst dankenswert und begrüßt insbesondere die Entschiedenheit des Tones, und hofft, daß man die deutsche Sprache ver­stehen und daß man gleichsam und im Interesse beider Länder gelegentlich Folgerungen ableiten werde. Das Blatt sagt:

Deutschland hat noch heute den Gedanken der traditionellen Freundschatt mit dem östlichen Nachbarn übernommen, aber Deulschland ist auch stark genug, um Rußland gegenüber seine Jnlercssen vertreten z» können. Auf die Dauer kann ein sreuird- nachbarliches Verhältnis unmöglich bestehen, wenn die russisä-e Presse weiter in dieser Weise hetzt. j

TicNeuesten N a ch r r ch t c n" sagen;

Olsen und ölsei,tlich ist Rußland und die russische Presse alz der Slörenfiitd hinzestrllt worden, auf des cnAl ion hin eine ve.hält- nismäßig maßvolle dculschc Rcaltion ersolgt sei. Osten undiöilcnt- lich ist klargcstcllt worden, daß die englische Presse nie von russi­scher Hetze, aber von deutscher Gegenwehr wie von einer will­kürlichen und ursprünglichen Hetze Kenntnis nahni, da sic uns nicht ^uzubilliaen schien, was sic den Anwohnern der Nowa und der Seine als selbstverständlich zubilligte.

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