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tojnrn fihr die von ihnen ausgehenden Postanwttmngen imd Zah! satten beim Postamt bis zur Höhe der Einzahlungen Sicher» >t qttttstrt haben, Die von öffentlichen Behörden, Kaffen und ?ln statten sonne von Sparkasicn der Kreise, Stadi- und Landgc- meinden ausgeliefetten, mit Schecks beglichenen Postanweisungen and Zählkarten werden ohne Sicherheitsleistung vor der Gutschrift der 'Schecks abgesandt, wenn iich die Behörde uiw, mit der Poft- anstalt über das ein für allemal zu beobachtende Einliefcrungs- versahrcn verständigt hat,

** Der Transport d es lebenden Geflügels auf dem Wochenmarlt gtt'chiehr noch vielfach in recht unzweckmäßiger und tierquälerischer Weife, was aber von den meisten gar nicht er­kannt, mindestens nicht bcabfichtigt wird. Man dars die Tiere nicht an den Flügeln oder an den Beinen mit dem Kopse nach alnvätts tragen: denn das verursacht ihnen entsetzliche Pein Die­jenige» handeln schon richtiger, nvlchc das Geflügel in Netze stecken: jedoch, wenn das Netz keinen Holzboden hat, dann bleiben die Titte in den Maschen mit ihren Fußkrallen hängen, Alio die Hausfrauen mögen das hier Gesagte beherzigen! Noch besser wäre es, wenn aul jedem Wochenmarkte eine Tötungsbude wäre, in welchtt Ge­flügel und Fische sogleich schmerzlos vom Leben befreit werden könnten, wie das btteits in eine» grösttten Reihe von Städten der Fall ist, wo die Tierfchutzvttnne mit Beihilfe der Stadt solche Tütnngszeltc errichtet haben. Dann brauchen die gekaufte» Hühner, Tauben usw, nicht lebendig nach Hause geschleppt zu werden, dtt Hausfrauen sind des unangenehmen Tötungsgeschäfles enthoben, und die Titte finden durch Betäubung und schnelle Enthauptung den leichtesten Tod,

* Kleine Mitteilungen In Frankfurt ve übte ein 28,übriger Arbeiter, namens Fttedttch Konrad aus Hom­berg iPfalzi, an einem Mädcktcn von 8 Fahren ein Sitilichkttts- verbrerbcn und fügte ihm sehr schivcrc Bcr'e.'tmgm zu, Bor etwa 1-i Tagen stürzte am Brückenbau der neuen Rheinbrücke Bingen-Rüdesheim der 20iährige Zimmermann Josef Benz aus Weibersbrunn bei Aschaflenbnrg von eineni Gerüst in den Rhein und ertrank, Ern jetzt konnte die Leiche dieses ersten Opfers der Rhcinbrücke bei Bovvard gelandet werden, Sic wurde auf Kosten der den Bau ausinbrenden Firma in die Heimat gebracht, wo sic bcstatic werden soll. Im Rheine bn Trechtings­hausen wurde die Leiche eines etwa 8lOjährigen Mädchens gelandet. Aller Wahrsckeeinlichkeit handelt es sich um das 8jähttge Tächtttchen des Pros, Kreisel aus Bingen, der seit etwa drei Monaten verschwunden ist. Die glc chzeitit verschwundene änß-rst nervöse Mutter wurde vor einigen Wochen im Rheine btt Kalten- Engers gelandet, Wie aus Banse gemeldet ward, kam cs dort zwischen Stclnbrucharbeitttn imd dem Unternehmer zu Strei­tigkeiten, Ms dieser sich bedroh: sah, schlcudtttc er einen Meistcl gegen einen Arbeittt, der infolge der erhaltenen Verletzung starb,

Kreis Schotten,

8 Schotten, 7, Mai, Die am 23, und 24, Mai in Aussicht genommene Kreistier scha u findet aus dem sog, ,,Bockzahl" statt. Es sind etwa 1800 Quadratmeter Boden­fläche erforderlich,

Kreis Friedberg,

- Bad-Nauheim, st Mai, Tie Großh, Knrkapellc ititter Pros, WindttsteinS Leitung lLeipziger Philharmonisches Orchester' Hot für hie kommende Tailon ein sehr anSgewähltcs rcich- hnttiges Programm vorgesehen. Es werden anher dem lausenden Tagesprogramm 12 Sinfonie- und 8 Künstlerkonzerte (Solisten- Abende' stattiindcn. Für die letzleren sind gewonnen Mme, Char­les Cahier aus München^ Tr, Ludwig W ü l l n e r (Rezi­tator!: Frl, Magdalcnc Seche von der Dresdener hosovcr: Jose» Szigeti Violine: Frau Ellp hogstraaten /Klo vier>: Frl, Man Pctcrfon von dtt Opsra comrgue in Patts, Dienstag, den l2, Mai findet ttn von Felir v, Weingartner geleitetes arostcs Festkonzert statt. Als Solist wurde dtt Grosth, Hess, hr-'konzertmeister Pros,»Gustav havemann gewonnen. Das Orchester besteht ans 100 Künstlern von der Grosth, hos- kapekle Darmstadt und der Grosth, Kürkavelle Bad-Nauhttm, Cs kommen dieFrttschütz--Ouvtttürc" von C, M, v, Weber, das Violinkonzert in 6-ckur von F, v, Weingartner und die Sinfonie Nr, 8 (Eroika/ von L, v, Beethoven zu Gehör, Während dtt Bad-Nauheimtt Woche (1,7. Juni werden die st, Sinfonie von Beethoven mit Chor unter Leitung des Kgl, Professors Hans Minder st ein, sowieParia" und der 137, Psalm von Prof, A, Mendelssohn unter Leitung des Komponisten ausgeführt wttden,

,e ' Starkenburg lind Meinhcsscn,

Die Stadtverordnetenwahlen in Mainz.

Mainz, 7, Mai, Bei sehr lebhafter Betesligung der Bürger ging heute die zweite Wahl der Stadt­verordneten vor sich. Gegen die am 4, Dezember statt- gefundene Wahl war bekanntlich Einspruch erhoben worden, der zn einem neuen Wahlgange sührke. Während am 4. Dez, 10 973 Wähler ihr Wahlrecht ausübten, waren es heute 12 386 Wähler. Bon diesen gaben für die vereinigten bürger­lichen Parteien 4137 ungestrichene und 1523 gestrichene Wahlzcttcl und für die sozialdemokratischen und fortschrittlichen Kandidaten 6376 Wähler ungestrichene und 340 gestrichene Wahlzcttcl ab, Tie Kandidalen der letz­teren sind also init einer Mehrheit von rund 1000 Stimmen gewählt. Bei der am 4, Dezember 1913 abgehaltenen Wahl wurden illr die Kandidalen der vereinigten bürgerlichen Par­teien 4121 unaestrichcne und 333 gestrichene Wahlzettel und für die der Sozialdemokraten 5709 ungestrichene und 333 gestrichene Wnhlzetlel abgegeben. Gewählt wurden heute 16 Sladlvcrordnetc,

Als gewählt sind folgende volkspart etliche Kandidaten zu betrachten: Weinhänditt Berne», Kaficchändler Christ, Tmnn- mristcr Klober, RechtSanivalt Mäher, Kolmiialwareugroßhändler Schneider jun, und Bankier E, Simon: ferntt sieben Sozial­demokraten: Landiagsabgcordnttcr Ade ung, Kaufmann Feses Bauer, Redakteur Schildbach, Sekretär Seel, Dr, mcd, Sprenger, sowie die Herren Weist und Zeeh: schliestlich dernationallibc- ralc Obcrpostassistent Mariner, Bittbrauttttbesitzer Gcyer und Dr, Phil, Thilo. die sich bis jetzt noch feiner Fraktion angcschlosscn haben. Unter den Nichtgewähltcn, die glttchzeirig aus dem Stadt- verordnctenkollcgium ausscheiden, befinden sich zwei MUglicdcr der neuen Fortschrittlichen Bolkspartei.Landtagsabgcordnettt Heerdt und Geheimer Justizrat Wolf, sernn der nattmalliberalc Hotel­besitzer Wcistmülltt, Die Wahl hat insosern pnnzipielle Bedeu. tung, als nunm'hr im Stadthaus der entschiedene Liberalismus mit den Sozialdemokraten die gleiche Stimmcnzahl (25) hat wie die rechtsstehenden Parteien,

rm, Darmstadt, 7, Mai, In der heutigen Sitzung dtt Stadtverordneten wurde mitgtteüt, dast der s, Zt für Heranziehung der Ausstellung des Wandermnicums für Städtebau, Siedelungswcsen und Wolmwesen bewilligte Kredit von 3000 Mk, nicht in Anspruch genommen werden soll, da die Ausstellung im Frühsabr nicht mehr slatlsinden konnte »nd erst im November wieder da? Mtsstcllungsgebände zur Verfügung steht. Die Ver­waltung steht daher ans den Standpunkt, dast mit Rücksicht aus die zur Dimerzoit notioendigen, beträchtlichen Heiz- und Belench- tungskosten von der Ausstellung ganz abgesehen werden soll, da diese Kosten in keinem Btthältnis stehen zu dem, was durch die Ausstellung erreicht und bezweckt weiden kann,

rm, Darmstadt, 7, Mai, lieber die u r s a ch e des gestrigen Automobilunglücks zwischen Scehcim und Ebttstadt cr- sabrcn wir, dast in erster Linie dem raschen Fahren des Chauffeurs, der an dem aus dem Walde kommenden Fuhnvttk vorübttsahrcn wollte, die Schuld bttzizmesscn ist. Da er jebcn-

falls das Fuhrwerk von weitem geichen hat, hätte er rechtzttti'g abstoppen oder halten können, sobata er den Anhängcrwagen des ttuhrwcrkS bemcrtte. Wahrscheinlich Hai auch der durckmästte Erd­boden ein rascheres halten verhindert. Möglicherweise ist auch die wegen des senchten Wetters angelaufene Glasscheibe des Autos der besseren Beobachtung dtt Chaussee hinderlich gewesen,

ch, Bingen, 7, Mai, Seit inehrercn Tagen besteht zwischen den Metzgern in Büdesheiin ein Preis­krieg, Nachdem billigere Biehpreise eingetreten waren, machlc ein Metzger einen Preisabschlag bekannt, Nach länge­rem Besinnen mußten die anderen Metzger wohl oder übel diesem Beispiele folgen. Nunmehr hat der erste aber noch­mals einen Preisabschlag vollzogen und verkauft das Pfund Rindfleisch 68 Psg,

rm. R n i s e l s d e i m, 7. Mai Aus Veranlassung der Staats­anwaltschaft stellte heute Kriminalkommifsar Daniel Ermitte­lungen über ein angeblich hier vorgekommenes Verbrechen statt, Jn> Rochus Hospital ist heute früh der 29 Jahre alte in den Öpclwcrken in Rüsselshcim beschästigte Schlosser Joses Bost ge­worben, der am letzten Dienstag früh mit schweren Ver­letzungen in, Gesicht und an dem Kops in de»! hoi seiner Woh­nung aufgcsundcn und bttvusttlos in das Rochushospital cingclicsett worden war. Er hatte sich am 2, Mai vttlobt und wollte demnächst heiraten. Beim Aufräumen der Wohnung vermißten NU» seine An- gehöttgen sein Sparkassenbuch, aus dem sonderbarerweise nach den Crkunhignngen bei der Sparkasse in Mainz der B e t r a g v o n 7 0 M k, a m M o n t a g a b g c b o l> c n worden war. In Ver­bindung bitter Umstände vermutet man, dast ein Verbrechen an Bost vorkag, Tic heutigen Ermittelungen ergaben, dast Bost am Montag abend mit noch 2 Männern nach einem Wirtshausbcsuch nach Hause gegangen nndz di er den Torlchlüsscl vergessen hatte, übtt das Tor gestiegen war. Anscheinend ist er auf der Innenseite hcrabgestürzt und liegen geblieben, ohne dast seine Begleiter dies von außen merkten, Tic Angelegenheit mit dem Sparkassenbuch hat sich dahin auigeklärt, dast ein verheirateter, in Mainz tvvhnender Kollege des Bost sich heute nach dein Tode des B, meldete, mil der Angabe, dast er, wie schon wiederholt von B, der Kosten sparen wollte, bcaustragt war, mit Rücksicht aus seine Verlobung durch seine Frau den Betrag von 70 MK abholeu zn lassen. Er wollte heilte das Geld mit dem Buch dem erkrankten Bl, in das Hospital bringen. Durch diese einwandfrei icügesreltte Tatsache haben die Gerüchte über ein angebliches Verbrechen, die in RüsselShttm allgcmttn umliefen, ihren Boden verloren,

Hessen-Nassau, h, Frankfurt a, M 7, Mai An der täglich von rtwa 4500 Automobilen befahrenen Land st raste »ach Wiesba­den liegt das Tors Erben he im. Der sehr eng gebaute Ort hat naturgemätz unter dem Verkehr sehr ztt leiden, ebenso ist es für die Kraftwagen schwierig, sich durch die schmalen Straften hin­durch zu winden. Zur Beseitigung die'er Miststände hat Regie­rungspräsident Dr, von Meister fWiesbadnn jetzt die Gemeinde Erbcnlnini zttm Bau cintt besondc.en Antomvlristrastc für etwa 300 600 Mk, aufgesordert. Da die Gemeinde sich weigert, diesem Verlangen stattzugebc», Hai dtt Präsident die Zwangsetati­sierung von 300 000 Mk, angevrdnct. Die Gemeindevertretung Hai gegen das Ansinnen das Ber.oattungssttei rccsahrcn erhoben, Dtt» ülaisgang des Prozesses, dtt der erste seiner Art und deshalb von grostc, Tragtvcite für die Regelung des Straßen- bezw, Auto- inobilverkehrswefrns ist, sicht man in allen Kreisen mit groster Spannung entgegen.

Uinvcrsitäts-Ncrchrichten.

I» der Zeit bom ll, Mai bis 4, Jult wird in den Räumen der Akademie für Handels- und Tozialwissenschasten zu Frank­furt a, M, wiederum lin Fortbildungskursus abgehalten wer­de», der sich diesmal hauptsächlich mit Fragen der Konimunal- wirtschast und des Kvinmunalwesens beiastt.

Gericytesnal.

Eine unsinnige Koirkurrcnzklaiiscl, d, Mainz, 7, Mai, Znm ersten Male, so lange das hiesige Kausniannsgericht besteht, wurde ttne Konkurrenz kl aufel für ungültig erklärt: Ter Fall ist folgendtt: Ter Expedient Karl Ziemke war btt der hiesigen chemischen Fabrik Traine II, Hanfs seit 4893 tätig. Er trat mit einem monatlirlfen Gehalt von 60 Mk, ttn, wobei er einen Bkttrag mit der Konkurrenz- klauscl »nterschriclb, daß er hei scinsm 'Austritt aus deni Gr- schäftk gegen eine Strafe von 20 000 Mk, innerhalb Deutschlands und auch im Auslande, an den Ortet,, an welchen die Firma Filialcii unterhält oder reisen läßt, bei keinem Konkurrenrgc- schästc einireten dürre, Ziemke, der inMischen einen Gehalt von 2700 Mk, bezieht, ist jetzt bei der Firma ausgetreten und klagte beim Kausniannsgericht aut Ungiiltigcrklärung der Konkurrenz- klauiel, da dieselbe gegen die guten Sitten verstoße. Das Kaus- mannKgcricht war der Ansicht, daß der im Jahre 1903 ab­geschlossene Vertrag als ungültig zu erklären stt, da tt die zu­lässige Grenze überschreite, Dtt» Kläger sei sein weiteres Fort­kommen mit dieser Vereinbarung vollständig unmöglich gemacht. Der Vertrag verstoße auch gegen die guten Sitten, den 8 138 des BGB,, indeni dem Kläger der Eintritt in eine Konkurrenzfirma für die ganze Welt unmöglich gemacht worden sei. Auch sei die Festsetzung der Strafe von 20 000 Mk, bei Abschluß des Ver­trages, ais der Kläger das Minimalgehalt von monatlich 60 Mk, gehabt, vollständig unbillig.

Lttstjcisiffahrt.

Berlin, 7, Mai, Laut Berliner T, T, konnten die gestern aus Rußland zuttickgctehrten deutschen Luftschisstt über die Be Handlung, die ihnen stttcns der Polizei und der Gttichte »uteik umrdk, nicht klagen. Der Deutsche Luiliahreroerband beabsichtigt ein Beriahrcn auf Herausgabe des BallonsS, S,", der sttn Eigentum ist, und ttnen Wert von 10 000 Mark repräsentiert, anstrengcn.

Hannover, 7, Mai, Der militärische Stcrnflug nach D ö b c r i tz, dtt auf Veranlassung der Gcncralinspektio» für das Militär Kraflsahrtvcscn am Dienstag von sämtlichen Militärslicgttstaiioncn aus criolgte, fand heute mit ttncm G» l'chwadttslng von Döberitz nach hannovtt seinen Abschluß, Bon den in Döberitz ttngclroffcnen Flugzeugen waren heute »rüh in der Zeit von 7> - bis 8 l'.'ar 22 gestartet, Bon bitten sind 20 btt ziemlich starkem Gegenwinde nach einer Fahrt von durchschnittlich drei Stunden ans der Bahrenwalder Seihe gelandet. Um 11h. Uhr stand noch die Ankunft von zwei Flugzeugen aus,

Hannover, 7, Mai, lieber das Schicksal der beiden letzten Flugzeuge des Gcschwadcrflngcs DöberitzHannover, die bis auf die um 11.30 Uhr vormittags festgesetzte Zeit nicht eingetrofien waren, ist noch zu mel/aen, daß das eine noch in der festgesetzten Zeit hier gelandet ist, während das andeec btt Plockhorst sin Kreise Peine eine Notlandung vornahm und nach dem Wiedttauistieg einen Provellcr- bruch erlitt, so daß cs mit ttnim Automobil nach hannovtt gefd>afrt werden mußte.

3um Unglück des Uolumbian.

Ter Knnard-TampferFranconia" ist mtt den Ueberlebenden desKolumbian* in Boston angckommen. Die Knnarh-Gesell- schait Hai von Kapsiän Miller von derFraneoma" solgcndcn Be­richt erhalten: DieFranconia" sichttte das gefundene Boot am Montag nachmittag. Die Insassen waren in wenigen Minuten an Bord gebracht. Das Boot enthielt 3 Mann und ttne Lttche, Sechs der Ueberlebenden haben schtvttc Brandwunden erhalten, und lvoren so erschöpft, das; sie in das hospsia! gebracht ivttden muszten. Der Schifsszinimermann, dtt sich unttt den Ueberlebenden besindet, erzählte, daß dos Feutt am Sonntag um Mitternacht ausge­brochen stt. Er begab sich auf da? Alarmsignal hin ans Teck, wurde icdoch durch ttne Explosion von Bord geschleudert. Er wurde von einem Boote gerettet. Der TteucrmannSmaat bettchtet, daß drei Boote flott gemacht wurden, als die Explosion sich ereignete. Er wisse nicht, ob die Boote alle überhaupt abgttahrcn sttcn.

Ottawa, 6. Mai, (Reuttt.) Nach einer funkentelegraphrschm

Meldung, die hitt über Sable Island von dem DampferMan­hattan" cingetrosscn ist, besanden sich in dem zweiten der von dtt Manhattan" ausgesundcncn Boote desKolumbian" 14 Mann, darunter der Kapitän, der erste Ingenieur ptld zwei Offiziere der Marconigesellichast, Nach cintt Meldung des Dampsttshavcr- f o r d" hal dieser die Umgebung des Platzes, an dem die beiden Boote derKolumbian" ausgcstinden worden waren, sowie dtt Stelle, an der die Boote dieKolumbian" vttlassen haben, genmi abgesncht, ohne eine Spur von dem dritten Boote zu findtt. Mehrere Dampfer bttindcn sich noch auf der Suche,

Verinischte».

* Aus Schmerz in den Tod, Aus Berlin, 7, Mai,, meldet ein Privat-Telegramm: In einem Hause dtt sächsischm Straße IN Wilmersdorf wohnt der 55jährige Ingenieur Wilhelm 0! r o ß g o r t c » h a ii s mit cintt 20jährigcn Tochter und ttncm ISiährigcn Sohn, Tic Ehefrau tziroßgortttihaus ist vor einem halben Jahre gestorben, Ihren Tod hatte sich Großgortenliaus sotzn Herzen genommen, daß er gemütskrank zu werden bcfürchttte. Er beschloß daher im Einverständnis mit sttncn Kindern, mit diesen zusanimen aus dem Leben zu scheiden. Vorgestern, abend hat sich die Tochttt, gestern abend der Sohn und in der ver­gangenen Nacht dtt Vater vergiftet,

* Tödlicher llnsall dein, Exerzieren, Btt ttntt Hebung des Feldartillcrie-Regiments Nr 3 in Brandenburg übcrschtug sich die Laftttc ttncs Geschützes und begrub ttnen Sol­datenntcr sich, D,r ans dem Gttchntz sitzende Kanonier hcnnig wurde so schwer verletzt, dast er aus der Stelle »ot war, Ter Kanonier Pede tourdc mit lebensgefährlichen Vttlctzungen ins Garnisonslazarctt gebracht. An ieincm Aufkommen wird gezweisclt,

* Unaufgeklärter Todesfall, Aus Kalterher­berg lEisell wird gemeldet: Der 80jährige Führtt Arnol» wurde in seinem Zimmer als vollständig verkohlte Leiche aulgelnnden. Es wird angenommen, daß der alle httr ttnen Schlagansall erlitte» »nd dabei die Lampe vom Tisch gestoßen hal, i

* Z u m Fall Jastrow, Berlin, 7, Mai, Dtt Aus­stand an der Handelshochschule dauert fort. Das Dozcnlenkollcgtnm hat gestern wieder stundenlang über die Sachlage beraten. Die Bttchlüssc nrerden vorläusig geheim gehalten. DerVossischen Zeitung" zufolge wird voraussichtlich die Aussichtsbelzörde in den nächsten Tagen versuchen, den lttdigen Zustand ans dtt Welt zu schaffen,

* Die Kundgebungen der tschechischen ,Han­delsschüler, welche durch den Selbstmord des Handelsschülers h a i e k verursacht wurden, haben sich in verstärktem Maße wie­derholt, An dem Umzüge beteiligten sich über 800 Schüler nnid Schülerinnen, Tausende von Menfwen bildeten in den Straßen Spalier, Die Polizei hattemsassendc SieberheilSinaßregeln ge- «rofscn, Proscssor Lieibcschein, dem' die Schuld an dem Vor­kommnis zugeschoben ivird, hat seine Lehrtätigkeit eingestellt,

* Brände, In K i c d j a n h s sind int Judcnvitttel 150 Häuser durch eine Fiuttsbrnnst zerstört worden, Aus Bend - z i I, wird gemeldet: Durch eine F c u c r s b r u n st wurden in dem Dorsc Losin 100 Anwesen nebst zahlreichem Inventar vernichtet. Drei Kinder sind in den Flammen u m g e k o m m e n , 800 Einwohner sind obdachlos geworden. Aus Nowokicwst, 7, Mai, meldet ein Priv,-Te!egr,: Durch ein anhaltendes Feutt wurden 2000 Qnadratlpeist Urwald aus dtt Westtscheide zwischc» dem Ssnngar und dem Nonniula-Flnsse pttnichtet,

* Ein an ständiger Preis, Aus London wird ge­meldet: Bei der Versteigerung der Sammlung von Dresdener Porzellan in Christies Auktionslokal erzielte ein Tafelaufsatz, der eine ovale Scklale mit chinesischen Figuren darstellt, den höchsten bisher gebotenen Preis von 25 740 Mark,

* Roosevelt will demnächst vor der königlichen Geo­graphischen Gesellschast in London eine Vorlesung über sttnc Expedition halten und die Richtigkeit ttnzelncr Angaben das cng- lisckfcn Forschers Landor über das Innere Brasiliens anfcchtcn (!).

Kleine Cagerchronik.

In Brauns chwcig starb nach langem schweren Lttden di- Witwe des Dichters Wilhelm Raabe im Mttt von 79 Jahren,

OandeL

§ Zur Einsührungeines Reichs-Zigaretten- in o n o p o l s, Bon einem Verbände deutscher Zigarettensabrikanten ist dem Bundesrat und einer Anzahl von Rcichstagsabgcordneten eine D e II k s ch r i s t vorgclcgt worden, wottn die Kosten eines Mo­nopols einschließlich der lausenden Betriebsmittel aus 346 Millionen berechnet werden. Davon ist den Fabttkantcn aus Ende 1914 be­rechnet, ttne einmalige Enischädigung von 215 Millionen zuge­dacht entsprechend dem letzten Jahrcsumschlag oder dem zehnsachcn Jahresvcrdicnst. Für Verzinsung und Amortisation dtt 340 Mil­lionen wären jährlich 20V-, Millionen erforderlich sein Die Ein- nahmcndes Monopols werden aus 1 6 l M i l l i o n en be­rechnet, während das Ergebnis des Rechnungsjahres 1913/14 (aus Steuer und Zoll) nur aus 76 Millionen angenommen wird. Die Denkschrift fügt hinzu, daß die Monopolttnnahmen um 2530 Mil­lionen erhöht wttden lönnten, wenn der Preis der billigsten Zi­garette aus 2 Psg, hcrausgesctzt würde, Wcsier wird ausgeführt, irgendttne Gefahr, daß der deutschen Monopolverwaltung die er­forderlichen Tabakzuiubrcn abgcichnitten werden könnten, stt ausge' schlossen, Tic männlichen Arbttier würden so ziemlich alle über­nommen werden können. Die ausscheidendcn Arbeiter und Beamten müßten natürlich entschädigt werden.

Aiullickicr Wettcrbt'richt,

Ocsfentlicher Wetterdienst, Gießen. Weileraussichtcn in heisen am SamStag, de» 9, Mai 1914: Keine ive entliebe Aeudernng der bestehende» Witterung, lebhal», nordiveltliche Winde, kühler.

- ' ...... - . . 1 1 11 1 .

Letzte Jlrtcbrichfcn.

Aus der Hess, Zweiten K a in m e r,

R, B, T a r m st a d t, 8, Mai. Die Regierung hat soeben - der Zweiten Kammer die schon angckündigte Geseyesvorlage über die Abänderung der Ordensgesctzgebung zugehen lassen.

Ein schweres Automobilunglück, Wiesbaden, 8, Mai Der Langenschwalbach ereignete sich infolge des schlüpsrigcn Weges ein Automobil­unglück, bei dem der Chesredakteur Dr, Gculicke schwer ver­letzt wurde, Ter Krastwagen wurde völlig zertrümmert.

Tie Training ber Tochter Wilsons. Washington, 8, Rlai. Ii» Weißen Hause sand gestern im kleinen Kreise die Trauung von Eleonore Wilson mit dem Sekretär Macatoo statt, der die Familien, die Kabi. nettsniitgliedec und das diplomatische Korps beiwohnten.

voll Bergmann & Co-, Radebeul, für zarte weiße Haut und blendend schönen Teint, ä Stück 50 Pfg. Überall zu haben.