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Mi'ificit foll. Die Ehefrau lut sich jedoch verpflichtet, aus den

Emkniisten ihres Vermögens einen angemessenen Beitrag zur Bc- irrc;t:mg des eheliche» Aufwandes zu leisten. Gütertren­nung haben vereinbart: ttzerhard »fuchs, Spenglermeister Zn Lollar, unb dessen lies ran Margarethe' geh. Schlapp; weisender Jakob Walter MelShcimer und dessen Ehefrau Alm» grd. Ii d.'lrus zu B a d R a II h e i m.

Konkurse i» Hessen. lieber das Vermöge» des Zimmer- nieisleis Johann Heinrich Görch in Langen ist am 30. Avril das Konkursverfahren crössnet morde Ter Rentmeister Friedrich Küster in Langen ist zmn klonkurSverwotter ernannt. Konturi- iardernnge» sind bis zum 23. Mai 1914 bei dem Gerichte anzu­melden. Es wird zur Beschlußfassung über die Beibehaltung deS ernannten oder die Wahl eines anderen Dermalters usm. au> Freitag, 29. Mai 1914, vormittags 8' 2 Uhr, vor dem Amts­gerichte Langen Termin '»beraumt. Allen Personen, welche eine zur Konkinsmass« gehörige Lache in Besitz haben oder zur Konkurs­masse etwas schuldig sind, wird aulgegeben, nichts an den Gemein- schnldner zu verabsolgen oder zu leisten, auch die Verpflichtung anlerlegt, von dem Bentze der Cache und von den Forderungen, lür welche üc aus der Cache nbgelondrrte Beriedigu ig in Aulvruch nehmen, den» .tloukursverwolter bis zum 23. Mai 1914 Anzeige zu machen. In dem Koukursoerlabre» über das Permögen der Frau Lina Perroi, Witwe vo» Heinrich Liidivig Perrot, Kurz- wai en in Neu- Isenburg, ist z,ir Abnahme der Schlußrechnung des Verivalters, zur Erhebilng von Eiilweudnng » aegei, das Schluß- Verzeichnis der bei der Verteilung zu verückstchtigendeu Fordernugeu ii iid zur Belchliisisassung der Gläubiger über die nicht vcrivertbareii BeriiiüqeiiSstücke der Cchliisztermi» und Terniiiii ziir Prüsuug der iigchträglich augenieldeteii Forderungen mir Freitag. 2!. Mai 1914, vormittags 10 Uhr, vgr den Grobb. Aiiitsgcrtcht Osseubgch be- siiiiiiiil. In dein Konkursveriahren über dos Vermöge» der David David Witwe. Eliriede, acb. Eohe». m Darins!adt, Inhaber bei Jiirmn .,E. Code»' in Tarmlladt, n't zur Abnahme der Schluß- lechiiiing des PcrwalterS, ziir Erhebuilg voii EimvendiiNgeil aeaeii das Echluüvcrzeichiiis der bei der Perteituiig zn der akstchllgeudeu Fordernugeu der Schlußtermin aus CaiiiStaa, 23. Mai Ist«, vor- »iillags S Uhr. vor dem-Gronh. Amtsgericht Tnrnisiadt bellimmt In dem Konkursverfahren über das V.'rmögen des Schul,inochers iin d Schiih'varenhändlerS Matthäus Iosei R a ch o r in Selige n- il a d t (Hessen) ist iniolae eine? von den, Gemeiu'chuldner geniacht'ii Vorschlags zu einem Zwangsoerglelche Pergleichsteiiuii, aus Tiens- taa, 19. Mai 1014, vormittags 9 , Uhr, vor den, Groüh. AmtS- geiickil'Seligenstadt anberaiiiiit In dein llonkiiiSverkohren über das Dern'öaen deS SchmiedemeisterS Nikolaus Wohlig in F e h I- dei ii, ist »>!olge eines von dem Gemeiiischuldiier gemachten "or- leblias z>i einem Zwaugsveigleiche Bergleichstermiii aiit Freitag, 22. Mai 1914, vornilltags IS Uhr, vor Den: ttzroßh. AmlSgerichl IN Zmmgenbeig anberauuit. Dieser Bergleichllerinii, wird mit dem allgemeinen Prülnnasterniiii verkninden. In dem Konkiirs- veriabreil über daS Vermögen der Firma'lteckert Sr E o " in '.Mistel!) jit infolge eines von der Gemeiuschuldnerin gemnchten Vorschlags zu ciiici»ZivaiigSvergikiche PergleichStermiu aus eiens- !ag, 20. Mai 1914, voimitiags 8J4 Uhr, vor dem Großh. Amls- gciicht in Alsseld auberaiuut worden.

LantzkreiS Gienen.

in. Großen Bus eck, L. Mai. Seit einigen Tagen ist die Damps walze hier, um säst sämiliche Orts st ragen neu einzuwalzen Dazu wurden vor einiger Zeit zirka 450 .Kubik­meter Chausseesteine, sowie Kleinschtag und Sand angesahren. Für die Walzarbeit sind etwa 30 Tage vorgesehen. Gestern beging Lehrer Wagner sein 50jähriges A m t s j » b i l ä u IN in voller Rüstigkeit. 48 Jahre ist er ununterbrochen in Großen- Bnierk tätig.

Kreis Büdingen.

S>. Büdingen, 1. Mai (G c m e i n d e r a t s s i» u n g.) Da- Groszh. Kreisamt Gießen regt an, das; in Zuknnsi die Gehälter der Volksschnllehrer, soweit sie ihr Gehalt aus der Stadt- kasse bekommen, gleich den übrigen Staatsbeamten im voraus aus- bezahlt werden. Ter Gemcinderal ist damit einverstanden. Gleich­zeitig gibt der Gemainderat seine Zustimmung, dasl auch den Ge- meindcbeamten, wie dies in der vom Grossh. Ministerium genchmig- leu Ortssatzung bestimmt ist, der Gehast im voraus ausbezatztt wird. Ter Vcrkehrsvercin beantragt, daN ihm wie im voriaen Jahre von der Stadt ein Betrag zu R e fI n m e j w c rf e n zur Beriügung gestellt wird. Im Voranschlag für 1914 ist dieser Betrag bereits vorgesehen und genehmigt. Tor seitherige Modus, nach welche,» das Dürgerbolz unter die berechtigten Ortsbürger verlost wird, !;a! schon ojt zu mancherlei Klagen und Beschwerde» Anlaß gegeben. Tie Alimente besteht bekanntlich aus 13 Meiern Bucken £ Adlet, 2 Meter» Buchen-Knüppel, 2 Metern Buchen Störte oder 60 Buchen-Wellen. Ta aber nur >/» Lose mit Stöcken zur Der sügung stehen, ist cs vorgekoaimen, daß nach den, seitherigen Modus Orisbürgcr 34 Jahre hiutcreiuander Storl und umgekehrt andere Wellen erhalten. Es wird deshalb beschlossen, daß die vorhandenen Stäle, soweit sie ausreichcn, vom nächsten Jahre ab unter die Ortsbürger dem Namen noch von dem Buchstaben A ab ansgelosi weiden, im nächsten Jahre wird dann im Alphabet weiter sort- gesahrcn. Cs tvird dann innerhalb 3 oder 4 Jahren jeder Orts bürget einmal ein Los mit Stöcken erhalten. Der Gemcinderat be schließt weiter, daß im Büdingcr Stadtivald, Tistrikt Steinröde, nachdem der bisherige Bruchbctricb ergeben Hai, daß die dort lagern­den Steinmassen sich zum Abbau im Interesse der Gemeinde eignen, ein B a sa l t st ei n b r n ch angelegt würde. Mit Christian G ö ck e l, Büdingen, der sich um die Erlaubnis zum Abbau bewirbt, soll ein Vertrag abgeschlossen werden. Zur Ausarbeitung des Vertrags wird der Finanzausschuß unter Zuziehung der Großh. Obersörsterci Bü­dingen bestimmt. In beit Verwaltungsaussch'. werden Schrei- nermeisler Hrch. Schwarz und Zimmermeistcr Wilhelm Menser II. gewählt. Zum Schluß iverden die neuausgesiellten Satzungen für die Armcnpslcgc in Büdingen vom Bürgermeister vor- actragen und genehmigt. Als Bezirksarmciipsleger werden bestimmt die Gemeinderäte Klein, Scheid und Schulz, sowie Tchreincrmcister August Mcuscr,

Kreis Lautcrbach.

R. Lauterbach, 1. Mai. Die I u n g v i e h w ei d e des kandwirtschastlichcn Vereins der Provinz O b e r h c s s c n bei Lau­terbach wurde heute sür die diesjährige W e i b c s c i t g c ii f in c t. Zum Austrieb gelangten 46 ein- und zweijährige »Johlen, 2 weitere sind noch angemcldei. Seit Bestehen der Wüde ist diele Zahl noch »ie erreicht worden. Es ist dies ein Beweis, daß die Picrdezucht im Vogclsbcrg im steten Ausblühen begriffen ist. Einige Tiere wurden der Jungvikhweide bei Hungen wegen Ueliersüllung der hiesigen Weide überwiesen. Im vorigen und den vorausgegangenen Jahren betrug die Zahl der auigetricbenen Johlen höchstens 20 bis 2,. Ter Austrieb der Rinder ist dagegen im sortwährenden Sinle» begriticn. Während cs im vorigen Jahre »och 62 Stück waren, ge langten in diesem Jahre nur 46 zur Anmeldung. Ter Grund hierfür ioli darin liegen, daß im Vogelsberg vorwiegend Simmenthaler Vieh gezüchtet wird, dieses aber gegen die meist kühle und oit raube Kebirgslust nicht widcrslandssähig genug ist. um Tag und Nacht >a, Irrten zu sein. Zur,au sind aus der Jungviehiveide 3 Bullen der Vogelsberger Rasse untergebracht, die als Stationsbullcu ver­wendet werden sollen, um diese Rindviehrasse, die gegen die Witte­rung widerstandssähigec ist, wieder neu auslebcn zu lassen. Tic Weidegelegenbcit der Tiere ist durch die seitherigen warmen Tage lehr günstig und das Futter von guter Qualität.

Krris Fricdbera.

Bad-Nauheim, 1. Mai. Aus Anlaß der 25jährigen Tätigkeit als Vorsitzender des Kur- und Verschönerungs-Vereins wurde dem Lehrer August Wagner von einer Abordnung des Vereins, besteheird aus den Herren Bademeister Kittel, Stadt vcrordneter Knipp und Verwalter des Vcrkehrsbureaus Wilhelm D a l l m a n n eine Ehrenurkunde und eine Palme in seiner Woh­nung überreicht. Der zweite Vorsitzende, Herr Knipp hielt eine herzliche Ansprache, in der er die Verdienste des Jubilars um ; ie Entwicklung des Vereins und des Bades in beinahe 45j ihriger Tätigkeit hervorhob.

k. B u tz b o ch , 3. Mai. In der gestern abend im hessischen Hol abgehaltenen Monatsversammlung des K r i c g e r v c r k i n s hielt Hauptmann Di hm vom 1 . Bataillon des Jnsanlcrie-Rcgimcnls

Nr. 168 einen sehr interessanten Vortrag über:Die hessi > che Division vor Metz 1870". Durch Lichtbilder wurden die einzelnen Stellungen der Dstnsion während des Feldzuges den Kameraden vor Augen gestibrt Tcr Vorlragcnde erntete von den zahlreichen Zuhörern lebhailen Beisall Hieraus wurde der geschäst- iiche Teil erledigt. Zur Vertretung des Vereins bei dem Bezirkstag IN Holz heim ivurden die Kameraden Georg und Langbein be­stimmt. An dem Ende Juni in Cleeberg statttindenden JnT soll vom Beiein der Einladung der Cleebrrger .Kameraden Folge geleistet und zu dem Feste in Tarmstadt am 10. Juli toll eine Vertretung entsendet werden.

k. Butzbach, 1. Mai. Beigeordiieler Heil brachte solgen- dcn dringlichen An,rag ein: Das RegenIvaiser, welches durch da» lieberlautrohr (am Pfaugarten, zu Tal stießt, mul; aus verichie- denen tristigen Gründen von dem gröbsten Unrat bclreii werden. Es läßt sich dies sehr leicht in der riniachlten Meile in dem vorhandenen alten Schlanimsang durchführen. Da der Herr B»r- germeister dessen Schleisung dieser Tage verlangt lmt, beeile ich Mich, dem .Gemeinderat folgenden Antrag zu stellen, damrt er über dessen Dringlichkeit entscheide; ., . . ^

Ter Gemerndcrat wolle den Vollzugsausichnß der strdd- bereinigung ersuckwn, die Sststeisting aulzugeben und den Be­hälter sür fraglichen Zweck herznrichten." .

Durch diesen Antrag sollen die Wiesen vornnotiger Verunrei­nigung beivalstt iverden, damit das lbeld sür die Wiesenvewanc- rungsantagen nicht unnötig ausgegeben ist und ein Belvassern mit Regenwasser wirk.ich möglich ist. Auch dürste lür unsere Feldwege etwas getan werden. Aus Vorschlag des Bürgermeisters Flach wird dieser Antrag dem tcchniscknm Ausschuß überwielen. Tr. Vogl schlagt nach vor, eine» diesbezüglichen schrisilichen Antrag an die Großh. Kulturinspektion Friedberg zu stellen. Tem Vorschläge wurde zilgestimmt. Dr. Vogt berichtet für den Bauausschliß über die Notwendigkeit der Erbauung eines S ch u l'ha usk s. Nach Ansicht des Äauptlehrers Storch seien in längstens drei Jahren 16 Schnlsäle nötig. St. habe deshalb vorgischlagen; I. Füllt Räume im Lnhuiorschulhausc zu belassen, im Bereiushans den oberen Saal - Zeichens»«! mit dem Neben» zimaner zu zwei Sälen, das Lchrlingsheim »cbst Abortanlagk zu einem Saal und den großen Kleinkinderschulsaal zu einem Saal, zusammen 4 Säle cinzurichten und den kleinen Klein- kindi'ischulraum als Garderobe zu rcrwenden. 2. Das Langgasje schulhans sür die Kleinkinderschulc und Zeichenichulc zu benützen. 3. Einen Neubau mit sieben Sälen längs der Pfades^ am Rkitz- schen Grundstücke zu erbauen, denn zurzeit seien 12 Schulklassen vorhanden, die in etwa 3 Jahren aus 16 vermehrt werden müßten. Um den Plan zur Aussübrung zu bringen, miißlk von Reitz ioWe'l Gelände angekaust werden, NM die Straße in genügender Breite hcrziiftellcn und noch für den Bau selbst. Der BanauSschust schlägt dem Gemeindcrat eine Ortsbesichtigung vor. Ob der Umbau deS Beteinshauses sür Schnlsäle zweckmäßig erscheine und welche Ko­sten der Umbau verursache, müsse durch Sachverständige sestge- stellt werden. Dr. Vogt empfiehlt, durch den Bausachverständigen Louis Krch eine Skizze über den beabsichtigten Umbau an- scrtigcn zu lassen. Metzger schlägt »or, auch den Kreisstraßen- mcister M e» g e r hinzuziehen und von diesen beiden eine ckizze und rrnen Kostenansch'ag anseriigen und sic alsdinn durch die Großh. Kteisbaninspek.ä n Fri dberg ptüien zn lassen Oppen­heimer schlägt vor, die Skizze durch die Großh. Kreisbau- iusveklion direkt anseriigen zu lassen Dr. Bogt hält es sür richtiger, durch örllicho Vausachverständiae erst der Oiroßh. Kreis- bauinspckiion die Unterlagen zur Prüsmig zu verschonen iiiid dann ein Gutachten von dieser Behörde zu »erlangen. Ten beiden Vorschlägen des Dr. Vogl iinb Metzger Irird zugeskimmt. Ter Dauausschuß beantragt die Entwässerung der Grundstücke im Schießhaus, wenn die Grundbesitzer sich bereit crktärcu, einen Beitrag zu den Kasten der Entwässerungsanlagc zu leisten. Die Herstellung eines Zusuhrwegs sür diese Grundstücke lasse sich nur ermöglicheii, wenn die Gnindbesitzer sich darüber einigten. Der Bauaur-ichnß erklärt sich bereit, die diesbezüglichen Verband­lungen zu sülchen. Dein Antrag des Dauaiisschusscs wird zugc- stimmt. Ter Ortsbauplan teil südlich der Taunusstraßc und westlich der M»in-Wcser-B«lM hat in der Zeit vom 14. bis 27. März 1914 ans dem Räthause zur Einsicht der Inter­essenten ossm, gelegen. Wälnend der Ossenleguugssrist iourdc gegen den Gemeindet»tsbelchluß vom 18. Februar 1014 bezüg­lich der projektieile» Par»llelstrgße zur Kaiserstraße Straße Zwischen Taunus» und Hochweislerstraße Einspruch er­hoben von der Firma A. I. Tröster, von W. I. Küchel und von Heemann Küche! und Jo>»nn Hch. Häuser, Dr. Vogl berichtet, der Bvuausschnß sei geteilter Ansicht, der eine Teil sei sür Kai- sicrung, der andere Teil sür Beibehaltung der Straße. Darin sei der Ausschuß jedoch einig, daß die Waldstraße verlängert werde, imgesähr wie es Herr W, Küchel nach seinem vorgelegten Plane vorgeschlagen hibe. Würde dieser Vorschlag airgenvmmcn, dann müßlc die Waldstraße im rechten Winkel nach der Hoch- weislersttaß.e zu sortachetzt werden. Nach längerer Aussprache wirrde der Antrag;Aufhebung der Parallelstraße zur Kaiser- straße" wurde mit 12 gegen 2 Stimmen angenommen. Alsdann schlägt der Bauausslhuß vor, nach seineni Projekt die Waldstraße zu verläugeni mit der Abänderung, daß die Straße imch ihre!» östlichen Auslaus etwas nach Süden gerückt wird, jo daß die Dausluchtlinie nach der Nordseite mit den Parzellengrenzen von Flur VIII Nr. 630 und 640 znsammensalleii. Dieser Vorschlag wird genehmigt; dadurch sind die Einsprüche der Herren W. I. Küchel, Hermann Küchel und Ioh. Hch. Häuser als erledigt zu betrachten. Der Antrag Metzger; Befreiung stcigerpsüchtig-r Personen von der Gemeindesteuer bei Einkommen von 100499 Mark wird angenommen und der Finanzausschuß mit der Aus­arbeitung des diesbezüglichen Ortsstatuts bcaustragt.

t. Vilbel, 3. Mai. Am Samstag morgen fuhr das Lastauto einer hiesigen Backsteinbrennerei im schnellsten Tempo den steil abschüssigen Schallberg herunter. In der Mitte des Berges verlor der Führer die Ge­walt über das Fahrzeug und fuhr über die Rand­steine ans den Fußsteig. Zwei dort angepslanzte Bäumchen ivurden umgesahren. Personen tvurden nicht verletzt, und das Automobil erlitt keinen Schaden. All derselben Stelle sind schon mehrere Fuhrwerke und Automobile durch zu rasches Fahren oernnglückt.

r. Reichelsheim, 2 . Mai Bei der Umwandlung unseres seit 49 Jahren bestehenden Vorschuß - und Kre­dit v e r e r n s in eine Genossenschaft mit beschränkter Haft Pflicht wurde die Haftsumme sür das Mitglied ans 1500 Mk. und der Pflichtteil aus 500 Mk. festgesetzt. Die Mitglicüer- zahl beträgt 335. ,

Starkenburg und Rheinhessen.

--- Tarmstadt, 3. Mai. In der dritten Jahressitzung der Grotzherwglickik» Handelskammer Darmstabl kam man aus de» neuen Sommersahrvlan zu spreche»; Ter Handels- tamnier i» aus eine umsassende Eingabe wegen des Sommerfahr Plans von der Eisenbahndireltion Mainz ein Bescheid zuteil gc worden, wonach von den Wünschen der Hondesskanimer lxiupilächlich tolgende Berücksichtigung gesunden haben: Es wird zur Herstellung einer besseren Verbindiiiig vom Rheinland über Mainz nach Tarm­stadt vom 1. Ma, ab a», der Streck- KoblenzFrankiurt (Main ein neuer Erlzug gesabren, welcher in Mainz »m t 04 Uhr an- kommt Die Weitersahrt nach Tarmstadt erfolgt dann t 23 Uhr gegenüber einer Wartezeit von bisher über< Stunden' Weiter' wird die zeitweilig in Frage gestellte Morgeiwerbindung Franksnrt G > ee n KasselHannover -Hamburg au den Eilzug 7t

ab Frank,urt 8,52 Uhr wieder hcrgestclll werden. Auch die'Brr brndung von Sprendlingen (Rheinland) über Mainz nach Darni stadt wird eine Verbesserung ersalrren. Endlich ist hauptsächlich emem langgehegten Wunsche der Einwohner des Obenwaldes aus bessere Zugverbindungen mit der Residenzstadl der Art mib Weise ReckmilNg getragen worden, daß künsiighin morgens ein Eilzug ab Ebeibach 7,30 Uhr, an Tarmstadt 9,18 Uhr verkehren wird und hierzu als 0>cgezug abends ein Eilzug ab Tarmstadt 7 05 Uhr, an Eberbach 8,50 Uhr eingelegt wird. Umcr denjenigen Wünschen der Handelskammer, iDetrije leider für den kommenden

Sommcrsahrplan noch temc Berückstchttgiing gesunden haben, sinl Verbesserungen der Z>)gverbiildu>igen mit Paris, sowie mit Wien, Wnrzburg, München,* Kiisingen, weiter Verkchrsverbessernugen BenslreimWurms, Groß-GerauFrankfurt (Mains, und Rüssds- heim bezw. Kelsterbach-Frankiurt (Main), sowie auch der Morgen» anschluß von der Ldenwaldbabn nach der Bergstraße Izervorzuheben, Htsstli-Nassau.

^ sc, Wiesbaden, 1, Mai. In der heutigen Sitzung der Stadtverordncien wurde mit der Gemeinde Kloppen- hc i NI ein Vertrag über die L i c s e r II n g v o n e l e k t»i sche IN Strom «bgeschlosscn. Tas dort bisher von privater Seite be­triebene Elektrizitätswerk, das in Schwierigkeiten ge­riet, wird die Stadt Wiesbaden von dem Erwerber Tr. Schneider in Frankfurt a. M. sür 13 500 Mark erstehen. Der Gemeinde soll die elektrische Kraft sür .50 Pscnnig sür die Kito- wattstnnoc überlassen werden.

k«nr<^virtscliast.

J r Friedberg, 3. Mai. Der Obst- und Garten- b äußere in F r i c db^r g - F a u e r ba ch hielt am 1. Mai im Saale des Hotels Travp seine zweite .Hanptversammlnng ab, tvelche von etwa 300 Personen besucht tvar. Der Vorsitzende, Dr. .Hosfmann, begrüßte die Erschienenen, insbesondere den Präsidenten des Obcrh, Lbstbauvereins Großh, Krcisrat Freiherr Schenk zu S ch w c i n s b e r g. Als Vertreter des & ic R c n e r Vereins waren Stadtverordii. Simon und Malermeister Schä- s e r anwesend. Der vom Vorsitzenden erstattete Jahresbe­richt gab ein Bild der rührigen Arbeit und der Erfolge des Vereins; Die Mitgliederzahl stieg um 141 Mitglieder, verstor­ben ein Mitglied, ausgetreten 10, so daß der Verein eine An­zahl von 386 Mitgliedern besitzt. Die engere Dercinstätigkeft erledigte skll) in tl Versammlungen mit Vorträgen und ctzratis- vkrlosungcn, 3 Vorstandssitzungen, 2 praktischen Demonstrationen im Freien, 2 Gartenbejichtigiingen, 3 kleineren Spezialansstel- lungcn; Herbstblumen, Obstsorten und ltzemüse, t ordentlichen und l außerordentlichen Hauptversammlung. Vo» geselligen Ver­anstaltungen, welche der Verein aus dem Grunde durchsührte, um auch die Mitglieder einander näherzubringen, wurden mit gutem Ersolg abgehalten; ein Sommerjestabend im Garten des Ritskcllrrs, ein Ausslug nach Homburg zur Besichtigung einiger interessanter Gärten, besonders des Gartens von Herrn Leon­hard (Rer'-Konserven-Gesellsckiofti und eine Aeihnachtsscftsitzung. Zur Blumeiipslcge durch Schulkinder (Mädchen) wurden an 214 Kinder ie zwei Topfpslanzcn verteilt und im Herbst konnten 104 Kinder Prämien erhalten, die Schillerschutc sür beste Gc- samtlciftung ein Ehrendiplom. Für vorzügliche Leistungen im Blumenschmuck erhielten 15 Damen oder Herren Ehrcndiplome; für schöne Borgärten 3 Besitzer, sür Fenstevschmuü 2 Herren und sür Balkonschmuck 6 Damen, nach Fauerbach sielen außer diesen 4 Tiplome. 3 Mitgliedern wurden größere Entwürse sür ihre neu anzulegenden Gärten gcliescrt. An Stiftungen gingen dem, Verein namliasie Beträge zu, im ganzen 232,50 Mk. Nach Ausstrtlling des neuen Programms und nach Mitteilung ver­schiedener interner Vereinssachen hielt Herr ltzartcngchilsc Sie­ber einen Vortrag überTas Bepslanzen der Bal­kon - und Fcnsterkästen". Besonders anerkannt wurde auch die praktische Vorsührung. Nachdem noch die Wahl des .Herrn Lehrer Arnold als 2. Schristführcr vollzogen nmt, schloß eine reich ausgcstattetc Gratisvcrlosung die ädauptversammlung.

Das neue Pfcrdegestiit in Alteskid.

E s ch w c g c a. d. Werra, 3. Mai. Die preußische Regierung beabsichtigt die Verlegung des Grabitz er Haupt-P f erde­ge st ü t s nach A l t c f e l d im Kreise Eschwege. Wie der Landrat deS Kreises Eschwege in der letzten Kveistagssitzung mitteiltc, wird die Verlegung im Lause nächsten Jahres ersalge», mit Errichtung der ersorderlichen Neubauten, Anlegung von Weideiläckivn, Zusithr- wcgcn usw. ist bereits begonnen worden. Das Gut Ackescld liegt auf denr Ringgaiigebirgc, aus einer Hochiläche, die durch die Flüsse Ist» und Netra in zwei ungleiche Hülsten zerteilt wird. Die mäck)- tigen Eckpfeiler bilden nach Norden der durch seine herrliche ?lus- sikht weithin bekannte Heldrastein, 501 Meter hoch, und nach Nvrdwestcn die 512 Meter hohe sagenreich: Bovnebnrg. Der bisherige Besitzer von Alteseld war Landgral Chlodwig von Hessen in Herleshausen. Der preußische Fiskus hat von ilfin im ganzen 2450 Acker Land und di- landgräflichen G»ts- gcbäude in Alieseid und Lüderbach für 1000 000 Mark gekauft. Außerdimi hat er sich noch zur Abr»nduna der anzulcgenden Ge- stütsweiden die Ennerbung von 550 Acker bäuerlichen Besitzes in den Feldiluren der angrnizcndcn Dörscr Lüderbach und A r ch- seld sür 350000 Mark gesichert. Das etwa 450 Micker hoch gelegene Gelände eignet sich ganz vorzüglich zmn Weide- betrieb. Zur Berbcsserbng der Berkehrsverhältnisse der von den Vcrkchrsstraßen weit cntsernl liegenden Gegend tvird aller Wahr­scheinlichleit nach von Kreuzburg a. d. Werra Eisenbalm­strecke EschwegeEisenach nach Hoheneiche Eisen bahnstrrcke Bebr aG öttingen eine Eiseirbahnncubaustrecke gebaut werden.__

wandern und Reifen, väder nnö Sommerfrischen.

Der 20. Jahrgang der Harzklub-Ronten- karte ist soeben erscknenen und wird auch dieses Jahr Hundert» tausenden von Harzrersenden ein unentbehrlicher Ratgeber sein, denn ein .Harzwanderer obne Routentarte ist kaumoch denkbar, sind dock, bis heute rund siebenmalhunderttausend Stück verkauft. Klare Ilebcrsichtlirbkrit, Zuverlässigkeit und Billigkeit Preis 25 Pfennig sind ihre Vorzüge. Ans der Rückseite findet der Wanderer die Fahrpläne aller Harz-Bahnen, der neuen Automobil- omnibus-Linien, und die Zusammenstellung der Sonntagskarten nach dem Harz. Tie Tatsache der großen Verbreitung bürgt stir die Güte und Brauchbarkeit der Routenkarte, die von allen Buch­handlungen oder diretk vom l. Schriftführer H. C. Hnch, Oucd- linbnrg, gegen Ein sendung vo» 30 Psennig vc r jendct wird.

Httiversltät»»Nacbri<rste«.

Tr. int. Hans Peters, Privatdozcnt in der Leipziger Juristensakultlit, folgt zum 1. Oktober d. I. einem Ruse als or­dentlicher Proscssor sür römisches Recht, rönnschen Zivilprozcß und deutsches bürgerliches Recht an die llniversität Frank- jurt a. M. Er ist am 19. Juli 1886 zu Hannover geboren.

EineDenkschriftüberdic Ansbild ii nginden strafrechtlichen Hilfswissenschastcn haben die be­kannten Juristen Tr. Lindenau, Tr. v. Liszt und der Mediziner Pros Dr. Straßmann den preußischen Ressorts übergeben. Die Vorschläge zielen dahin, in den Ilnivevsiiätsunterricht eine ein- semestrige Vorlesung einzuführen, welche den Studenten im An­schluß an die strasrechtlichcn und strasprozesslialen Kollegien eine einsührende llebersicht über dos ltzebiet der straftechilichen Hilss- wisscnschaiten gibt, ltzeiordert wird die E r r i ch t n n g c i n c s K r i- minalinstituts in B e r l i n , da Berlin alle notwendigen Vorbedingungen enthält. Dieses Institut soll auch von juristischen und Polizeibcamten, Geriästsärzten usw. bcsnchl iverden dürfen.

Lnftsclnfsnün-t.

Der sra » fische Lenkballon zerstört.

Verdun, 2. Mai. Im Lager von Chülons wurde die Hülle des lenkbaren LustschissesAdjutant Rean" während des Füllens zerstört. Tie Ursache des Unglücks ist auf das Zerreißen des Nepioerkes insolge zu starken Gas­druckes zurückzusühren. Personen wurden bei dem Unfall nicht verletzt.

Berlin, 2. Mai. Der Deutsche L u s t f a h r e r- »erband hat heute mittag den Liistschifsecn Berliner, Nikolai und Haase 6000 Nudel zur Kautions- lcistnng telegraphisch nach Perm übersandt. Von der Summe sind 4000 von den Familien der Luftschiffer zur Versüaung gestellt worden.

Nancy, 2. Mai. Drei von Saarbrücken nach Metz fliegende deutsche Luftschisfcr überslogen heute mor­gen die Grenze. Der Ballon lvurbc von starkem Winde ge-