tigeu Bdreini g u n g I> e s Vcr b a n d s m! i de IN Hc f s
9? i d> t c nxtti n. Zur Vorbereitung tor »»eiteren Schritte wurde ein Ausschuß von 3 Mitgliedern gebildet. Mit großem Interesse wurden die Millciluwgcn über die Be. ratung der Besoldungsordnnng und tos Budgets enigcgen- genommen Man gab dabei der Hoffnung Ausdruck, das Größt». Ministcriuin »nöckite doch, um wenigstens eine kleine Besserung der finanziellen Lage der min bald 40jährigen Assessoren cintreten zu lasseir, von der Ermächtigung des Bora»ischlags Gebrauch maducu ugid die Endgetolic der Assessoren bis zum Ansangsgchali der Richter erhöhen. Ferner »mirdc der Wunsch ausgesprochen, daß die von den Ständen beschlossene Besetzung einiger bisher dauernd von Assessoren verwalteter Richter-'und Staatsanlvaltsslellen mit fest an« gestellten Beamten im Interesse einer kleinen Besserung der Ansteltnugsverhäliiiisse sobald als möglich stattsinde, und daß die Regierung tot Frage der Umwandlung einer Anzahl der seit 187!) bestehenden mit Assessoren besetzten Amtsan» waltc-stcllcn in dckretmäßige, wenigstens in den großen Städten, im nächsten Budget »rähcr trete
Ijccr Jinö Flotte.
Kronprinz Georg und Prinz Friedrich Ehrt stian von Sachsen sind am gestrigen Montag mitlas UV 2 Uhr zur Besichtigung »,nd Fnsormaiionszwccken i» M c K cingc- lrossen. Aus dem Babnhos wurden sie vom Obersten des hier garni- somerenden 12. sächsischen Fusartillcric-Regiments einvsangen und begaben sich dann sofort mit Gesolge, zusammen etwa 14 Herren, zu Fuß nach dem Hotel Ro»»al, »vo sic sür die Tauer ihres aus 5 Tage berechneten Aufenthalts Wohnung Nklniicu. In Aussicht genommen ist neben der Inspizierung des genannten RegimeMs eine Besichtigung der S ch l a ch t s e l d c r um »Metz.
Giehener Zugendlag.
— Gießen, 27. April.
Am Sonntag veranstaltete der I u n a - T e u t s ch l a n d Bezirk Gießen in der Turnhalle des Turnvereins eine D c r b e ve r i a IN m l u n g , die »II .Anbetracht des herrlichen Frühlingswettcrs gut besucht war. Namentlich hatten sich eine ganze Anzahl Freunde unserer Fugend aus der Provinz ein- getunden. Ter Be-.irksvertraucnsmanu begrüßte zunächst die beide»» Redner des Tages, die Herren vtzcneral ä la suite v 0 nHeI» l und Exzellenz Grneralieutnant Bernhardt, die Herren Per- tretet emer hohen Regierung, der Stadt, des Regiments, der Schulen und die Gäste aus der Provinz und erteilte dann dcin ' 1. Vorsitzenden des Landesverbandes das Wvr»,
Genera! v. Henl führte daraut folgendes aus» Alle Völker UIH uns Itaben neben einer hohen geistigen Enüvicklung auch eine sörperliche Krästigllng ihrer Fugend ins Auge gefaßt und in den letzten Fahren stärker als ,c gerade die zuletzt genannt« Ausgabe in den Vordergrund gestellt. Fn Tcutschland war es zunächst seit etwa 100 Fahren nur die Teutsche Turnerichail, die sich die gleiche Ausgabe gesetzt hatte, erst verhältnismäßig später kamen die einzelnen Spvrtverbändc hinzu. Alle aber gingen getrennt ihrer Wege und vermochte nicht die ganze d-ui'chc Fugend gn sich heranznziehcn. Tann kam Fung-Teuischlaud, das sich zur Pflicht »nachte, die gesamte de,nicke Fugend -war nicht, wie das Frankreich will, zu militarisieren, aber doch so auszubilden, daß aus ihr kräftige Männer werden, die geeignet lind, ihrer Militärpilicht dem Batcrlande gegenüber zu genügen Tas Programm von Fimg-Teutichland zeigt uns drei Ausgaben: Werben, Bereinigen, Ergänzen. Anerkannt wurde bisher allseitig, daß dc^Griuidgrdanke unseres Bundes ein guter ift; schon deshalb müssen wir rür Om »verben. damit er in nnierenr Bolle volles Verständnis und ivertcsle Berbrciluiia sinder. Schon umfaßt nach erst 2säheigem Bestedeu unser hesjischcr Land-sreiband rund 600 Vereine mir 1000 Führern und 17 000 Jugendlichen Und doch kann lind muß bicr noch vieles gcichchen. Redner geht dann ■aul die Jugendarbeit anderer Staaten ein, insbesondere zeigt er an einem setzt in Frankreich eingebrachlen Geietzenvvurs, welche Bedeutung man dort der Fugeudpslege bcimjßt und die Jugend direkt aus den Militärdienst vorbereitet
Aber auch das Vereinigen aller Verbände und Vereine, die Fugcndpstege treiben, hat einen bedenkenden Zweck. Nicht nur mildern sich beim Zusammenarbeiten die Gegensätze, auch die Stoßkraft des gemeinsamen Grundgedankens wird eine orößere urst» dadurch die Derbekrait eine belfere. Wo solche Vereine bestehen, will Fung-Teutschland nichts neues gründest, ihnen auch ihre Selbständigkeit und Eigenart nicht nehmen, aber sie zuiommen- »ühren, vereinigen zu gemeinsamer Arbeit zugunsten der gesamten ortseingesessenen Fugend,
Auch ergänzen will Fnirg-Tentschland zunächst durch Gründung von Vereinen, wo solche der angeschlosienen Verbände nicht bestehen, dann aber vor allem durch Jereitstellnnq kr Mittel, die erforderlich sind, um Turn- und Spielplätze, ünter- kunstsräumc Lesehallen, u. a m.^pröglichst in jeder Gemeinde zu schassen. Hier soll den nngeschloncnen Vereinen in erster Linie geholfen tverden. Tic Landesregierung hat die hohen Ziele von ^!Ung. Deutschland erkannt und deshalb eine größere Staatsbeihilfe
die kraftvolle unvergleichliche Charaktenstik. Das „Zerlinchen" sang Lola Artot de Padilla 00 m Berliner Königliche« Opernhaus 01 gleicher Vollendung, und die Wirkung des ersten Liebcs- duetts wurde durch den rtaliemichcn Gesang der beiden noch er- Ijoljt. Als dritter Gast des Abends fang die Kammersängerin Berta Schelger vom Frankiurier Opernhaus die Tanna Anna", und auch sic errang mit ihrem louchtigen wohllamenden Organ einen vollen Ersolg, D.'N den heimischen Bübnenkrästcu enlzuckten besonders Frl. Genersbach als „Donna Elvira" und Herr ^.chsttzendors als „Leporello". Tie größte Anerkennung gebul,rr auch d?r ganz he»orragenü gclmigeneu Neuini.enierung der Over, tur drc nach de» Beispiel anderer großer Bühnen die Drei- lerlung torchgesührt Mmi: dadurch wurde uor allem eine Be- ichleuiugung der kvnrvilziertcn Vertvandlungeii und eine größere Getchloisenl-eit in der muiikaliicheu Wiedergabe der Oper erzielt uere neuen Tekocationen von Eurt Sfrapin zeichnen sich durch eine prächtige poenicke Stimmung au«. Das Großherzogspaar wohmc mit den sürstlich Battenbcrg'schen und Erbach - Schönberg »chen Herrschastcn der ?luisühru,ig in der großen Ho,löge ber. Sowohl der geniale Dirigent, wie die illustrcn Gäste und die he,muchen Tarttcller wurden am Schlüsse mit mindestens cmenr Dutzend stürmischer Hervortust ausgezeichnet Ir h - 7 Ic!" l ra „ nf ' urtet Künstlersest. Aus Fran k
kurt a, M., 26. Avrrl, wird uns geschrieben: Frankfurt stand gestern »ich kulc unter dem Zeichen eines „Wäldchcstaqes von Anno Tazumal". Fn der Festhalte hatte die Frankiurter Künstler- tchatt den Frankiurikr ^-tadtwald mit himmelstrcbenden Bäumen lau,ch,gen z-chnersen, sprudelnden Quellen, dem bürgerlich-behäbigen Forsthaus, den Schießstöndeu, der von blühevder Baumes prach, umsponneue» Sachscnhäuser Warte, dem Apselweinhügel und viele» lausend anderen Sachen aufgebaut. Eine vieltauiend- köpsige Menge i» den schönen ansprechenden Trachten ,e„cr Tage mil Krinolinen, gelben Fräcken, grauen Znlindern, Vatermördern und Ringcllöckchen durchwogtc in ununterbrvchenein Trrvm diese Fdvllc und verlieh denr Feste ein überaus farbenfrohes, Wechsel - volles Bild, das sich trefflich in die grüne Waldesvrgcht eiu- sügte. Die » 0 » den Künstlern einstudierten Arrlzüge ,md Ausführungen, bei deneir insgesamt 1200 Personen minvlrkten, wäre» Glanzleistungen in jeder Beziehung Den meisterlichen Dstrbie tungcn entsprach auch der finanzielle Ersolg des Festes. Wenn man die Unkosten, die das Fest verschlang, in Erwägung ziel»:, so kann schon heute von einem Riesenerfolg gesprochen tverden. Schon gestern abend ivaren die Unkosten — die Festhallendeko- ration kostete allein 30 000 Mark — durch die Einnahmen ge deckt. Was der Sonntag bringt, dürfte unverkürzt in den Unter-- stüyungssouds der Künstler stießen. An der EröfsniMg des Festes nahmen gestern auch der Großhcrzog von Hessen, das Prinzen
km Landesverband gewährt, der zu diesen Zwecken Verwendung sinkt. Unter dem lebhaften Beiiallc der Versammlung schließt der Redner mit einem Tank sür die gute Arbeit, die in der Pro vinz Oberhessen schon geleistet worden sei, und fordert alle, die cs mit unserer hessischen Fugend wohl meinen, zur tätigen Mitarbeit im Landesverbände aus.
Nachdem der Versammlungsleiter dem Redner kn besonderen Tank der Versammlung ausgesprochen und Einzeichnungslisten ausgctcilt hatte, erteilte er Herrn Generalleutnant Bernhardt das Wort. Zunächst erläuterte der Redner in großen Zügen die Organisation des ganzen Verbanks, um an Hand derselben die Tätigkeit der einzelnen Organe zu zeigen. Alsdann vstderlegte er mit klare,r 8-ünden die unrichtigen Einwendungen, mit denen die verschiedensten Gegner unseren Bund zu bekämpfen versuchen. Ulnser Bund, so führte der Redner aus, ist nicht politisch. Daß er aber die schulciitivachsene Jugend zu Männern erziehen will, die ihr Vaterland lieben und achten und zu Opfern sür dasselbe bereit sind, mag manchen Politikern unaugenehm sein, ist aber dock» keine Politik. Unsere Arbeit ist auch keine Soldatenspiclerci, tvic so manche glauben. Wohl aber »oll sie eine Vorbereitung sür den Dienst im Heere sein, soll unsere Fugend diensttauglich erhallen und sie vor der Gefährdung schützen, die ihrem Körper durch die meist völlig einseitige Tätigkeit ihres Deruies droht. Auch der Kirche »vollen wir die Fugend nicht rauben, im Gegenteil sie zu deren Bei,ich anltalteu, i,c zu sittlich und moralisch guten, ckiarakier- seften Männern erziehen. All diese und nock» viele ankre salsche Ansichten über Junqkutschland müssen wir richtig stellen. Dies kann auf allgemeine» okr örtlichen Fugcndtagen, in Werbevcr sammlungen und durch auiklärenk Artikel in den Tages blättern, am besten aber durch c»ic osiene Aussprache geschehen.
Zur Erreichung unteres Zieles brauchen wir wie zum Krieg führen Geld und nochmals Geld. Deshalb müssen u» terstützenk Mitglieder gewonnen »oerku. Aber auch Führer sind nötig Und gerak hier begegnen wir einer
großen Schwierigkeit. Zwar bat uns die Armee
geeignete Offiziere und die dcuiichc Turncrschast ihre Vorturner zur Verfügung gestellt. Tas rcichi aber nicht aus. Auch sür die organisatorische und werbende Tätigkeit sind bedeutende Kräfte nötig. Hier können uns die Herren Lehrer, namentlich ans dem Lande, viel nützen und belien. Auch größere Industrielle, indem sie geeignete Beamte und Vorarbeiter in unsere örtliche Organi- iaiivncn entsenden, lim unsere Führer aus dem lausenden zu erhalten und weilerzubtlden, werden Führerkursc eingerichtet, ist die ' uiig-Deutlchland Post als Halbnronatsichriit und rin großes Nach- »chlagcbuch vom Bunde herausgcgcben. Von den angeschlosienen Vereinen werden nur geringe Beiträge verlangt, dem ganz bedeutende Vorteile gegcnükrstehen. So können ihnen zur Errichtung nnd Unterhaltung von werbenden Anlagen, wie Turn- und Spiclvlägen, Heimstätten, Turnliallen, Büchereien usw. geldliche Beihilien g, s der V«roaird«kassp gewährt werden. Die Eisenbahn ermäßigt bei Vereinswankrungen den Fahrpreis 3. Klasse aus sie Hülste sür alle Fugend.iche unter 20 Fahren. Aut »christlichem Antrag des Vereins werden dessen sämtliche gemeldeten Fugcnd- führcr. wie Vorturner, Spiclwarte usw, unentgeltlich gegen Hastpslicht und cigeuvtr Unsallschadeu vom Bund versichert. Feder Jugendliche kann sich iür 20 Psa. Fahresprämie gegen Unsall- solgeu schützen, wobei 500 Mk. im Tndessolle, 5000 Mk. bei völliger Erwerbsuniälngfeit und 1,50 Mk. sür jeden Tag vorübergehender Erwerbsuntähigkei, bezahlt tverden. Alle Garnisonen beherbergen und verköstigen zu biliigeu Berpslegungsgeldsätzen die wailderndc Fugend. Generalstnbs und Manäverkarteu können zun, Selbstkostenpreise bezogen werden. Auf Antrag wird die Benutzung der militärischen Turn- und Uebungsplätze sowie der Badeanstalten kostenlos gestattet. Und viele andere Vorteile sind de» angeschlosienen Vereinen geboleu. Ter Staat erkennt die große Bedeutung unseres Bundes gn und sördert dessen Arbeit, wo er kann. An uns ollen, die wir unser Vaterland lieben, ist cs nun, direkt okr indirekt unsere Bestrebungen zu Gunsten unserer deutschen Fugend zu unterstützen, dann wird auch der Ersolg nicht ausblciben.
Nachdem kr Bcjirlsvertrauensmann dem Redner iür seine klaren Ausführungen gedankt hatte, wies er noch einmal aus die Bestimmungen über die Versicherung gegen Daitpilicht und II n soll st,in und empfahl ir dringend der bcionkren Beachtung. Fn kr nun solgendcn Aussprache kam Herr Forstrat Diesenbach iLich) aus die Führersrage zu sprechen, woraus Herr Reqierungsasskssor Pabst Atisklärung über die Führerkursc gab und deren Besuch empsahl.
Nunmelw teilte der Versammlungsleiter mit, daß dem Bezirk Gießen-Stad: seit km I. Januar 1014 insgesamt 6 Vereine mit 2000 Mitgliedern, darunter etwa 000 Jugendliche und 7EinzettNitqlieder beigetreten seien, ivährend sich heute 2 Vereine mit 250 Mitgliedern und >0 irinzelmitglieder »eugemeldet tzätteu. Nach einem Tank an alle Erschienenen schloß er die Vcr- tommluug mit einem begeistert ausgenommenen Hoch aus das deutsche Vaterland.
Aus Stavt und LarrS.
Gießen, 28. April 1014.
Die Gieszencr Sladlverordnetenwahl,
Wie wir bereits gestern in einem Teil der Auslage melden konnten, wurde von Bauunternehmer Johann Georg Pfass gegen das Urteil des Kreisausschusses vom 80, März, lvclrües die Stadtvcrordnctenwahl in ihrem ganzen Umsairge aushob, Einspruch erhoben, ES hat sich nunmehr also nochmals der Propsnzialausschrttz mit tor Angelegenheit zu desasscn. lind da anzunehmcn ist, daß sich Herr Johann Georg Psafs auch bei diesem Urteil nicht beruhigen wird, so ivird voraussichtlich als höchste Instanz noch tor Krosth. BerwaltungSacrichtSlws in Tätigkeit treten. Wann dann endlich die heikle Frage gelöst sein, wann eine Neuwahl stattsindcn und tvann die Stadtver-, ordnetett-Bersammlung wieder vollzählig fein wird, das mögen die Götter wissen!
Herrn Psasf wird niemand für diese Tat dankbar sein, sti die unangenehme Angelegenheit hatte der .Kreisausschuß durch sein Machtwort „Tie ganze Wahl ist ungültig!" endlich einen Hoffnungsschimmer hineingetragen, so daß man glauben konnte, daß nun bald die Neuwahl erfola-n würde. Damit wäre jedem Unzufriedenen Genüge geleistet gewesen. Daß die Wahlen chiöglichst beschleunigt würden, dafür hatte schon Oberbürgermeister Keller Vorsorge getroffen.^Schvn zum Tonnerstag »vor eine außerordentliche S t a d t v e r 0 r d n c t e n s i tz n n g in Aussicht genommen, die den Termin tor Neuwahl festkegen sollte. Herr Keller mußte mit der Einbcrusnng zur Sitzung bis zum Montag warten, da erst am Samstag das Urteil des Kreisausschusses rechtskräftig tvnrde. Da erhob Pf. am Freitag, kurz vor Torschluß, durch seinen RcchtSbeistand, Rechtsanivalt Fischer, Einspruch nnd gab so der Angelegenheit eine ganz neue Wendung
zu
Es verlohnt sich, einen kurzen Rückblick auf alles das tverfen, was bisher in der Sache geschehen ist:
t erfolgte bekanntlich am 18. November 1913. oction bald nachdem das amtliche Ergebnis seststand, erhob der Kreisral und mit ihm Karl Kumps und F. G. Psass Ein- ipruch, da Unregelmäßigkeiten toi dem Wahlakte vorgekom- mcn seien. Es dürste sich erübrigen, nochmaks auf die einzelnen Punkte dieses Rekurses näher einzu-gehen, die zu dem Ergebnis führten, daß tor K r e i S a u S s ch n ß in seiner Sitzung vom 10. Dezember 1013 die Wahl der drei Lctzl- getvahlten, des Franz Drück. Heinrich Fourier und «ugujt Haggenmüller, für ungültig, die übrigen Wahlen aber für gültig erklärte. Tiefe Enlsetoidung wurde .. . . .. . P r 0 v i n zi a l a us s chuß nicht bestätigt, vielmehr
paar Friedrich Karl von .helfen und andere Fürstlichkeiten „nt^iob er IN seiner Sitzung am 21. Februar das Urteil aus und hochgestellte Persönlichkeiten Ml, »wies die Sache zur nochmaligeii Berhändluirg an den
Kreis aus schuß zurück Wie bekannt,, hob darmil ber Kreisausschuß am 28, März die Wahl in ihrem ganzen Umsange aus» so daß die Bahn sür eine Neuwahl freigelegt worden war.
** Ernennungen. Ter Großhcrzog hat am 25. April den außeretatsmäßigcn außerordentlichen Professor Tiplom- Jngenieur Karl Eberhardt zu Tarmstadt zum außerordentlichen Professor für Flngtechnik an der Technischen Hochschule zu Tarmstadt mit Wirkung twin 1. Llpril 1914 ernaiml: am 25. April wurde der Assistenzarzt an der Lande§-Hcis- und Pfkcgeanstall „Philippshospilal" Tr. vnberl Rümpen zum Oberarzt an der LandeS-heil- und Pslegcanstalt bei Alzey mit Wirkung vom 1. Mai d. I. ernannt.
** Aus dem höheren Schuldienste. In den Ruhestand versetzt wurde am 18. April der Reallchrer an der Ludmrgs-Lbcrrcalschulc zu Tarmstadt Hcinrich Kolb auf sein Nachsuchen unter Anerkennung seiner langsährigcir treuen Tlenstc vom 20. Llpril ab. Aus diesem Anlaß wurde ihm die Krone zum Ritterkreuz 2. Klasse des Verdienstordens Philipps des Großmütigen verliehen.
** Personalperänderungen im Steuer» dien ft e. Ter Großhcrzog hat am 25. April den Hanpt- stcucramtsassistcntcn bei dem Hauptsteucranit Gießen Georg Ianson zu Gießen vom 1. 'April an zum Steueramtskontrolleur bei dem Stcueramt Benshcim und den Finanzaspiranten Georg Keck aus Lich vom 1. April an zum Hauplsteueramtsassistenten ernannt.
**Die Fe uersirene. Die künftig derFcucralarmie- rung dienende Sirene am Turmhaus soll morgen, Mittwocki, vormittag 10 Uhr probeweise in Betrieb genommen werden. Zur Vermeidung von Mißverständnissen werden wir gebeten, hieraus hinzuweisen.
** Tas Luftschiff Viktoria Luise über den, Vogclsbcrg. Nack, jahrelangem Hoffen kam endlich den Bewohnern von Lauterbach nnd des ganzen Vogelsbcrges heute das erste Z c p p ck i ,1 °L n f t sch i s ß zu Gesicht. Kurz nach 9 Uhr wurde man durch das eigentümliche Geräusch in den Lüsten auf das L istschiff aufmerksam. Es kam aus der Richtung von Fulda Und flog direkt westwärts über hie nördkichcn Abhänge tos Vogelsbcrges ungefähr über Stockhauscn—Ripfeld Ulrichstein. — Sck,on vor zwei Jahren hatte sich der damalige Krcisrat von B e ch t 0 l d aus Lauterbach an die Leitung des Zeppelin-Luftschiffs in Frankfurt gewandt mit der Bitte, in Llnbetracht tor OpserwWgkelli der Vogelsberger Bevölkerung bei der 'National-Flugspcirto, auch einmal ci'nen Besuch mit einem Luftschiff in den Bogeks- bcrg zu machen.
Lauvkreis Gieße».
Heuchelheini, 27.April. Ein Feuer brach heute nachniittag 4'/ 4 Uhr in den Echcnern der Landwirte Jakob Schmidt nnd Lllbcrt Kreiling neben dem Backhause aus. Zwei Scheunen »ebll Stallungen und ?!ebcngebä»den brannten nieder, ivobei eine Anzahl Obstbännie vernichtet ivnrde. Das Vieh konnte aerettet tverden. Die beiden Wohnhäuser der Einivohner Schmidt nnd Engelhardt wurden mit Mühe gerettet, ebenso die Hofrcitc Schlehenbecker, welche schon Feuer gefangen halte. Die beiden Hcnchclheimer Feuerwehren und die städtische Feuerwehr ans Gießen führten unter Leitung der alsbald von Gießen eingetroffenen Herren: Provinzialdirektor Echcinicrat Tr. Uji n g c r, KrciSfencrwehrinspeltor L 00 S und Branddirektor Brau buch die LüschnngSarbeiten ans. Die in der Nähe befindliche große Zigorrensabrik Rinn & ClooS war gefährdet. Der Brand scheint durch Jlugfcner entstände 1 zu fein. Nach '/j 6 Uhr war die Krast dcS Feuers erschöpf, Die beiden Schemien waren vollständig niedcrgebrannt, während die Nachbargebäude gerettet waren. Nachdem man die Wand? der Scheunen cingerissen hatte, konnten die Wehren wieder «brücken.
i. Hungen, 27. klvril. Heute morgen 6,25 Ubr übcrslog ein Toppeldecker unsere Stadt. Da« Flugzeug kam aus südwestlicher und flog in nordöstlicher Richtung weiter.
Kreis Büdiugru,
^ Büdingen, 27. April. In Orleshausen bei Büdingen geriet heute der Förster Laubach mit Wilderern, die er auf frischer Tat ertappte, in Kampf und wurde von ihnen erschossen.
i. B e r st a d t, 27. April. In Berstadt weiden zurzeit die Orts st roßen mit einer Damvhvalze gewalzt. Auch die Krcis- straßc Utphe — Inheiden soll neu gedeckt und cingewalzt irmrden.
Kreis Lauterbach.
— Crainfeld, 28. April. Heute nacht ivnrde hier in der Familie des jüdischen Händlers Abraham Stein ein schauerliches Blutbad angerichtet. Der Mann ist tot, die Frau nnd vier Kinder s ch io e r verletzt. Bon dem Täter fehlt jede Spur. Die StaatSanwaltschast »veilt bereits hier.
Kreis Fricdberg.
I, Fricdberg, 27. April. Heule vornliiiag um tt Uhr fand im Feslsaale des P red >g ers cm 1 u a rS die scterllche Kr» off n «iifl des neuen Studienjahres stall. Außer dem gesamien Lehrkörper der Anstalt waren die Kandidaie» erschienen. Der Besuch ist dieses Fuhr nicht groß. Das Seminar zählt nur elf Kandidaten.
Friedberg, 27. Avril. Ein im Besitz von 75 deutschen Reichspsennigen befindlicher Bäckerlehrling eine« hiesigen Meisters wollte am Samstag zur Fremdenlegion auswandern. In Lkschas-? s en b n r g nalnn ihn aber die Polizei in Empsang und brachte das Bürschchen nach hier, wo ihm hoffentlich »ei» Meister 25 aus dem ff. auszählt, daß ihm die Lust zum Auswandern vergangen sein dürste.
r. Reichelsheim, 27. April. Am Sonntag fand im Gasthose zur Post die diesjährige ordentliche Hauptversammlung tos Vorschuß- und Kpc d i t v er e i u s zu Reichelsheim statt. Vom Vorstande wurde die Rechnung für 1913 porgelegi und ihm Entlastung erteilt. Aus der Vermögens-Bilanz ergibt sich ein Vermögen des Vereins von 85Ö00 Mk. Trotzdem wurde, auf Antrag ängstlicher Genossen, am 30. März 1913 in einer außerortonliickien.Hauptversammlung beschlossen, die Genossenschaft in eine solche mit beschränkter H a stung nmzuwandeln. Demgemäß »var das bisherige Statut unbrarichbar geworden. Die am 27. April laaendc Hauptversammlung nal»m das von dem Reichsverband landwirtschaftlicher Genossenschaften ansge. arbeitete Statut einstimmig an. Außerdem ivnrde beschlossen, aus dem 3813.38 Mk. betragenden Reingrirnnn eine fünspcozentige Dividende zu verteilen.
r. Reichelsheim, 27. April. Die Arbeiten an der Kanalisation hatten anfangs stark unter der Ungunst der Witterung zu leiden. Jetzt aber schreiten sie rüstig vorwärts, jo daß die Bauleitung hofft, am 1, Juli fertig zu sein.
Htsseu-Nassau.
Frankfurt, 27. April. Ter Grvß Herzog von Hessen hal km früheren Thealerdiretlor von Mainz, Behrendt, kr seit km 1 . Januar d Js. die Leiluug des Franffurter E-chau-


