■geteflt und auch sonst noch Borbereitunqe,-. zu treffen find -Den, jetzigen Bnvgerineistcr mcrden die Nebrncinnabm"» als pensionsfähiges Tiensicinkoinmen angerechnet Die Bewilligung der Kosten von der Bürgermeis,-rei Atzbach für die zwangsweise auszusührenden «orarbcit-n -um Bin einer Wasserleitung rn der Gemeinde Atzbach wurde ab- gelehnt. — Bon der Bürgermeisterei Launebach wurde für den in der letzten Sitzung gewätzlten und vom gql «anb* ratsamt Wetzlar nicht bestätigten Zwilanw irrer Christian
Adolf P e
Karber von Oden Hausen der Militäranwärler tersen von Hannover gewählt.
Hessen-Nassau.
— 8 i d) e r t ? ft n u |i e n , 18 Avril. Der Milchsahrer Hcinrick, d« von Sichertshausen ist h-ul-30 Jahre in- Fricdclbansc»
, b- B a t t cnh - uscn. 17. Apr.b In Battenhausen starb bif fct Tage im Alter von 80 Jahren der Bürgermeister Johanne« Bo mm , crn kcrndcuiicker Bauersmann, der sich durch seine maun'- lialtcn Antworten und Aussprüche des größien Ansehens erfreute Als der Landrat einst aus den, ZwangSwege eine neue Schuiaciae für die Baltci,Häuser Schule vom Bürgermeister Bomm vertangic und deswegen selbst auf das Dorf kam, sagte der OrtSgewaltiqc die alten Geigen seien besser als die neuen. Der Landrat - ,§ie verstehen doch nichts von einer Geige!" Worauf er die -Antwort erhielt- „Mehr jedenfalls als Sic!" Und dann stimmte Bomm die Geige glockenhell und Ivielte ganz vortrefflich aus ihr. Tic Geige überdauerte nun noch 30 Jahre. Bemerkenswert ist, dast Bomm im Gegensatz ,» den meisten seiner AmtSgcnofsen ein scharjcr Geg, indes in Lbcrhejsen vor Jahren blühenden AiUisemilisniuS ivar.
Ir. Jranliuct a. M., 18. Avril. (Telegramm.) J„ der Wirtschaft von Beck kam cS heute früh zwischen Zigeunern und Arbeitern zu einer Messerstecherei. Dabei wurde der 22jährige Arbeiter Ludivig Wotf durch einen Stich in den Kopf getötet. Ferner erhielt der 26jährige Korbmacher Engel an? Ottcnberg (Pfalz) lebensgefährliche Stichwunden >n die Schläfe. Ein dritter junger Mann wurde gleichfalls schiver verletzt. Er entwich der Polizei und konnte noch nicht anjgefundcn iverden. Von der Polizei wurden bereits drei der mutmaßlichen Täter verhaftet.
Uiiivcr?itäts»Z 7 achricbten.
— Der trübere Kurator der Universität Al ar bürg, Geh. Lbeijustizrat Prosehor Dr. S eh o l I m c g e r, ist gestorben.
vermisste«.
* Stiftung. Ter Rentner Karl Weiler hat seiner Vaterstadt Düsseldorf 700000 Mark letztlvillig vermacht. Diese Summe soll zur Uuterslützung vo» Arincn und Witwen und für den Stipcn. dienfondS der Kunstakademie vcnvandi werde». Außerdem fallen 40 000 Mark als Grundstock für ein H c i n c d c n k in a l dienen.
* Schlägerei zwischen Soldaten und Zivilisten. Aus G l a tz , 17. Skpril, meldet ein, Privat-Telegramm : Verschiedene Zeitungen bericht eien über eine Schlägerei zwischen Soldaten des 38. Jnsanterie-RegimcntS und Zivilisten, bei der ein Soldat getötet und sechs schwer vcrwun.dct worden sein sollten. Tie polizeiliche Darstellung über diesen Vorfall besagt I Am 14. Avril nachts gerieten in dem Stadtteil Halbcndorf vor istncm Gasthaufe eine Anzahl Soldaten in Streik, der in eine größere Schlägerei ansartete. Alle Fensterscheiben des Hauses, Biergläfcr, Flaschen und daS Mobiliar tvurden zertrümmert. Drei Soldaten wurden verletzt; einer erlitt einen Beinbruch, einem zweiten wurde die. Pulsader durchschnitten. Alle drei wurden ins Lazarett ge- schaiit. Eine Menge Unbeteiligter wurde in Mitleidenschaft gezogen. Die Untersuchung ist eingeleitet.
* / ,X er Mangel des Kitteliacks". Die „Zeit" bringt allerlei Notizen „AnS dem Tagebüchel" von Peter Rosegger, darunter auch eine über die Taschenlosigkeit des Damenkleides, über
die Roleggcr einige sachlich sachliche »crständniSvolle Wörilcin zu sagen weist I „Bei allen Unbegreiflichkeiten der Frau ist mir die
unbegreiflichste — der Mangel des Kittelsackes. Kittel hat die Tome ja gar keinen an, sondern eine Robe oder wie inan d.iS Ding sonst nennt. Aber selbst die bekntelic Bäuerin hat ihre machen. so etwa das Geldtäschchen, im warmen Versteck geborgen zwischen Buseniuch und Brüllen. Weil im ganzen Kleid keine Tasche verbanden ist. Tie Tasche! Ter Schneider tut- nicht, sie würde den schönen Wuchs stören. Tic Taille, die Modeialten! Für Kleinigkeiten, die man immer bei sich haben mng, hat die Tanic ein Handiäichchcn, bac- nicht etwa mit schmuckem Kettchen am Gürtel hängt, sondern daS sie frei in der »and trägt. Ein Ledcrtäfchlcin, gar „eit und zierlich und lieblich — viel lieolicher als das vor Schreck und Aergcr em- stclltc Antlitz der Dame, wenn sie plötzlich diese Handlaiche per loren bat. — Gestern sah ich eine solche Unglückliche. Sie schätz durch die Herrengassc von einem Wachmann zum anderen: Jhr Dandläschchen sei ihr gestohlen worden. Mit Gelb! Ihr sonst sehr seines Angesicht war schrecklich anzuschanen: lodernde Wangen, wie wahnsinnig rollende Augen, fletschender Mund mit Jammergeschrei. Unweit hinten eilte ein innqer Mensch, barhaupt, ohne Ueberrock, ein Platicnbrnder! dachte ich, und der hatte bas staandtäschchen. Aber anstatt von der verzweifelten Dame hinweg,, eilte er ans sie zu, übergab ihr die Tasckw, die sic in einer Tetikatcsscnhandlnng liegen gelassen batte. Fünfzig Kronen Finderlohn soll sic gegeben haben. — Tann ging sie zu ihrem Schneider. Um sich einen Sack ins Kleid nähen zu lassen? „A, beifei nit." An der Taille satz eine Falte nicht richtig. „So tragt man's nimmer! Ucbermachcn!" Was wir Männer dock, Philifterscelen sind! Ich habe >n meinem Anzug vierzehn Tasche». Znwi in den Hosen, zwei in der Weste, fünf in der Jacke, süns im ilcbcrrock. In jeder ist was drinnen - Taschenmesser, Kamm, Geldtäschchen, Bleistiit, Sacktuch, Notizbüchel, auch ein Stück Brot manchmal, usw. Die innere Jackeniasche ist so grast, hast sie kein Schneider macht. „Unförmig! Paßt nit!" Selber matz ich mir sie „cinhängen", wie der Fachausdruck lautet. In dieser grasten Tasche trage ich stets irgendeinen guten Kameraden bei mir — ein Buch. Sic kichern alle, auch die eine, so morgen schluchzen wird, weil sie daS Handtäschchen mit dem Schmuck vermißt. Nicht allemal ist ein Jüngling zuwege, der ihr'S nachträgt . . ."
* U n g c f ä br d aS j r 1 b c, „Saften Tie gestern das Erdbeben wabrgcnommen?" — „Nein, ich iubr gerade in der Autodroschke!"
*DicWiederkehrderDingc. „Der junge Blake bleibt aber recht lange abends zu Besuch, Tora. Was sagt denn Mutter dazu?" „Ach, sic sagt nur, dast sich die Männer auch nicht ein bistchen verändert haben, Papa."
'Immer konscauent. Jean, der sich ein Hufeisen an die Haustür geschlaaen bat, wirb »cm seinem Nachbar gefragt, ob er denn den Aberglauben an die e.i, Fetisch teile. „Ich glaube zwar nicht daran," erwidert er piiüafophisch, „aber es ist ja möglich, daß das Ding auch denen Glück bringt, die nicht daran glauben."
Kleine Cagerchromk.
Die Ehefrau Eiislcr in Law olde schlics beim Stillen ihres Säuglings ein. Als sie erwachte, iand sic das K l n d e r ft i ck t vor. Aus Vcrzweiilung ertränkte sie sich im Toriteich.
In N c w f) o r f ist das Hotel Henriette, das meist von Schauspielern bewohnt wird, n i e d e r g c b r a n n t. 11 Personen nmrdcn getötet, vier .andere schwer verletzt.
Amtlicher Wetterbericht,
Wetteraussichten in Hessen am Sonulaa, de» lg. Avril 1014 : Fortdauer der bestehenden Witterung; etwas wärmer; südöstliche bis südliche Winde,
Letzre nocbrlcM-ctt.
Gin Erlast des Kaisers zum Gedenktag von Düppel.
Berlin, 18. April. Tine Sonderausgabe des Armecverord- nnngsblattes bringt folgende Kobinettorder 1 An mein Heer! Zum f>0. Male haben sich die Tage verjährt, i» denen der Kamps um Deutschlands Nord marken entfacht wurde. Heute
vor 50 Jahren erlag D üvpel, das festeste Bollwerk des Fein !dcs, dem unwiderstehlichen Sturm meines lapscren Heeres. ES
solche der RuhmeStag von Alse», die Eroberung der sriesischcn Inseln. Erreicht war damit das erhabene Ziel: Lange von dem gemeinsamen Vaterland getrennt gewesene Siämme. die die Bitler niste srenidcr Herrschaft batten erdulden müssen und doch im Füh len und Handel» deutsch geblieben waren, für Preusten und damit für Tcuijchland wieder- zu gcwinneii. Ein Werk von weltgcschicht lickier Bedeiitung war vollbrachi, für Preußen eine neue Zeit an gebrochen. Rach vielen Jahren der Schwäche war Preußen sich der ihm ruhenden gewaltigen Kraft jetzt wieder bewußt geworden. Gestützt ans sein in allen Kämpjcn zu Lande und zu Wasser bewährtes von berchtigieui Stolz und Selbstvcrirancn erfülltes Heer bunte Preusten sich alten weiteren, auch den größten Ausgaben gewachsen suhlen und diese Zuversicht ist in Ersüllnng gegangen Aus der Morgenröte der Tage von Düppel und Allen ist noch schweren blutigen Käinpsen al§ SiegcSvreiS die lang ersehnte Ein, gung DeutschiandS erblüht, Kaiser und Reich erstanden. Heute allen denen meinen königlichen Dank zu vei-kllndcn, die vor einen, halben Jahrhundert Leben und Blut für Preußens Grütze und Ehre eingesetzt habe», ist meinem Herzen ein tiesempiundciicS Be- dürsniS. Die Tate» der Väter leben >m Gedächtnis der Söhne Und Enkel. Ich weist, daß diese cS jenen in treuer Hingebung an mich und das BatcrlandLlcich tun wcroen, wenn jemals F-ei» dek'hand das mit jo teuren Lpsern Erreichte antastcn sollte. Achil- lcion lKorsu), 18. April, gcz. Wilhelm.
Ein englischer Tanipscr gestrandet.
Montevideo, >8. April. Der cn<jlifef>e Dampier „H i g h l a n d Piper" ist bei der I n g l 0 S Wandbank, nabe bei Montevideo, gestrandet. Der Dampfer hat 100 Personen an Bord Hilsc ist bereits von hier unterwegs.
Selbstmord eines MarguiS a»S Furcht vor Strafe.
Paris, 18. -April. In -Staus erschoß sich in der Kaserne der Soldat des 8. Hularcn-RegimcntS, Moronis de Re veucl, weil er wegen Ueberschrcitung seines Urlaubes mir Arrest bestraft werden sollte.
Ein Deutscher in Frankreich verhaftet.
Paris, 18. April. Nach einer Meldung auS Nanctz soll dee in der Nähe deS Forts F r 0 u r d vcrhoitetc junge Mann ein Deutscher sein. Er gab a». daß er Novaliki beiße »ich »ach Naneü gekommen sei, um sich ia der Fremdenlegion anwcrbcn zu lasten.
Sichere Dir eine gute Nerdauung.
Wie wichtig «S ist, der lSärmlg des SbeiscbreicS im Magen vorzubcuacn.
Eine gute Berdaunng bildet die Grundlage guter Gesundheit. Solange der Magen richtig innktioniert, wird drohendenBesdiwev- dcn die Stirne geboten, und die übrigen Organe. Leber, Nieren» Eingeweide, arbei en normal und gesund: stimmt eS dagegen einmal mit ocm Magen nicht ganz, dann kann die nicht richtig durchvcrdaute Nahrung mitunter alles Mögliche nach sich sieben. Was nun den Magen am meisten zu stören vermag, das ist die übermäßige Rtl- dung non Magensaure, hervorgerufen durch Gärung des Spene- breieö. Gärung ist ein chemischer ZersehungSvorgang in der Nab- rung selbst. Sie bildet <^ate, und damit Blähungen und Satire, welche die inneren Magenbäntchen angreisen.
Wie behebt man nun einen solchen Zustand am betten ? Juden man dem Störensried ans den Leib geht, die Gärung behindert, die überschüssige Säure unlchädllich macht. Dazu bedarf es keiner Medizin, sondern man nimmt einfach »rach jeder Mahlzeit einen halben Teelössel voll biserirter Magnesia in etwas warlnem oder- kaltem Wasser. Biserirte Magnesia ist deshalb zu empfehlen, weil sie die Gärung beseitigt und ihr vorbeugt und die Säure neutralisiert, d. h. milde und unschädlich macht, ohne dabei irgendwie nachteilig aus den Magcu wirken. Kaufen Sie sich etlvas biserirte Magnesia ,n der Avotbeke oder Drogerie »md vrobieren Sie es das nächste Mal, ivenn Sie die Anzeichen von Gärung spüren nild Magenbeschwcrdc befürchten. Sie werden sehen, wie rasch dadurch der Sveisebrei entsäuert wird, und bald nichts mehr von Bedrückung spüren. I5022ss
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