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Nr. 73

Zweite; Blatt

1b§. Jahrgang

lüqljch mit Au-Z nahmt Le« Sonntags.

TicGjetzcner <ramilit*blätttr" werden dem .tUtijeigcv* biennal wöchentlich beigelegt, Las Kretjblatt für Len Krtis ftiegnt" zweimal

wöchentlich. Dierandwirtscho,nicht» seit­tragen" cricheinen monatlich zwenna!.

Giehener Anzeiger

General-Anzeiger für Vberheffen

Srettag, 27. März |<H4

Rotationsdruck und Verlag der Arühl'scheu Universitäts-Buch- und Steindrnckerei.

R. Lange, Gießen.

Redaktion, Expedition und Druckerei: Schul- flraßc 7. ' Expedition und Verlag: Redaktion: 1 ] 2. Tel.-Adr.: AnzeigerGreßen.

2lus ßcHcn.

Vom Kinaiizausschuh ftrr Ersten Mumm«.

rb. Tarmstadt, 26. März. Tor Finan; au s s ch u st der Ersten »ammor hielt gestern und heute unter Vorsitz bei h> raten zu Erd ach - 71 n r st eimi eingehend? Beratungen über den Staatsvoranschlag ad. Dem Berne!,men iiach haben sich nnr geringe Anstpnde gegen die Beschlnßsässung' er­geben. So soll beantragt werden, die Mehrforderung von '>3 100 Mark für die L a n d w rr t s ch a , l o l a in m c r um einige Tausend Mark zu vermindern, weil für Kaninchen lucht usw. auch bereite an anderer Stelle Mittel angesor- dert werden.

Tiätenerhhftnnz für dir Valkivertreter.

rb. T arm stad t, Si. März. Das Grosth. Staats - in i n i st e r i u in hat zunächst der Zweiten- Ständeiaimner eine Regierungsvorlage zugehen lassen, in welcher bestimmt wird, dost für die nicht durch Geburt berechtigten Mitglieder der Stände die ihnen bisher geivährtcn Tagegelder dyn ,) auf 17) M! erhöht und für jede Uebernachtnng 7, Ml. i'ftatt bisher ö Ml.) gewährt werden sollen, in Summa also 20Mf. gegen bisher 12 Mk. Neben den Tagegeldern' erhalten' die Nbgevrdneten Ersah der Eisenbahn oder Tampsschisfahrt, loweil freie Zahlt und freie Gepäckbeförderung nicht gewährt ist. iBelaniitlich haben die Abgeordneten aus den Linien der preußisch hessischen Ei seit bahn gemein schaff jrcfe /vnfii'M Tie tu Tannftaot wohnenden Äaniinerinitgliedcr erhallen ein Tagegeld von in Ms. als Entschidigunst für die'Bclstn dcrung und Beschränlung in der 'Ausübung ihres Berufs, was die Regierung in der Begründung mit Recht als ein Gebot der Billigkeit bezeichnet. Weiter wird darauf liingc- wiefen, Last in Württemberg ebenfalls 17> Mt. Tagegeld und 7, Mk. llebernachtnilgsgebfthe, ohng Unterschied.der Auiijsig feit, in Baden ebenso eine Tagegeld von 17> Ml gewährt wird, den in Karlsruhe Ivokmendeit Mitgliedern'eine Ent- ichädignng von 10 Mt. Seit dein Erlöst dcS'jctztgen Tiäteil- gesctzes seien nahezu 20 Zahl e derftailgen ultb in dieser'Zeit sei eine Berteucrtmg aklcr Lebeik7>bedürfnisse'eingetretrit, wo durch die Erhöhung der genannten Sähe geboten erscheine. Der Aeltestenrat der »irtminer hat einstimmig beschlossen, dast bas i'äefcf erst mit Beginn des neuen Landtags in .graft treten, also teine rückwirkende grast erhalten soll.

Ter 2t u s f ch n st de r r e cht s st e h e den P a r t c i e n in Hessen, der feit Jahresfrist zahlreiche Beratungen ge- uflogcii hatte, trat am 2.3. März in Frankfurt unter dem Vorsitz des LandtagSabgeordneten g o r c l l - Angenrod zu- sarnmett. 2llle in dein Ausschuß ziifainmengeschlossenen Par­teien waren vertreten. Nach dem Bericht des Vorsitzende» habeit die Berhandlungen mit der nationalliberalen Partei wegen eines ZilsainniengehcziS bet den Landtagswahhen. int sdeichlt aus der Grundlage des bisherigen Besitzstandes zu keinem Ergebnis geführt. Der Änsschust nahm hier­von mit Bedauern Kenntnis und erllärtc cinstiinmig ein 2lbkoninicn lediglich für einzelne Wahlkreise snr auSgeschtos seit. Es wurde einmütig beschlossen, vereint in den Wähl kamps einzulreten und alsbald zwei LandeSversammlungen der rechtsstehenden Parteien nach Tarmstadt (26. 'April) und Fricdberg oder Gießen >7. Mai, cinzuberusen.

Aus öcn Aeichslagsausschüffen.

:- Berlin, 26 März.

Im B u d i, e I o u s i ch u st des Reichstags wurden die jüngst sunt Voram'cklag des '.'(n-jitmiiigcn Amtes von Mitgliedern des Zentrums, der Rationalliberalen und der Bolksvartei cingebrack- ten Entschließungen zurückgezogen und in veränderter Form wie der eiitgcbracht Ter ReickSlatnIcr wird hierdurch zum Erlast einer Verordnung ersucht, durch die die Ernennung zum LegationSsckrc- tär und Vize gonsul vom Bestehen einer Prüfung abhängig ge­macht wird. Sie soll umiasien I das Völkerrecht, die dcutiöic und auswärtige Voltsivirtichasi, die ksaiidclswiNenschaiten, Geschick.e und Svrachenluttdc. Bei Bewerbern, die bereits die zweite juri stische Prüsung oder die Prüfung sür den höheren Permaltungo dieun bestanden haben, soll sie lick aut Voltswirtschait, .baudclr- toiisenickiasieit und Svracheiitunde beichrünteii. Ter Prüiungsaus- ichust .all bestebeu aus dem Staatssekretär oder dem ihn vertreten­den Uirterstaatsielretär des Auswärtigen Amts, als Varsitzendcn, je einem ordcntlicheit Professor der Rechislvisieiiichaitcit und d?c Volksmirtschaitslebrc, einem ordentlichen Proiciivr einer .Siandels - bochickule, zwei Vertretern des prattifchen wirtickiaitlicheii Lebens und ie einer der französischen und englischen Sprackie mächtigen Persönlickiteit. Ferner wird eine Verordnung verlangt, die die br- sondcre D c r üi s kon sII l a t s v r ü s u n g cbcniatls dem _ er wähnten Prüiuiigsausichust unterstellt Eine weitere Eutichliestung ersucht den Reichskanzler, die Errichtung oder den Ausbau einer zentralen Lehranstalt für Weltwirtschaft und die verwandten Lchrgcgcniländc entweder in selbständiger Form oder in Anlehnung an bestellende Lehranstalten in die Wege zu leiten. Ein stlationatlibcratcr führte gegenüber den Regierungsvertretern aus. dast eine Prüfung-aut ein Minimum bestimmter, besonders volkswirtschaftlicher gcnntnissc berechtigt und notwendig >ei. Wenn der Staatssekretär dieser Forderung zustinimc, könne man auch die Besoldnngsrciorm genehmigen Ter Staatssekretär er­klärte. dast noch Verbandlungc» mit dem vreustil'chen gnttusministcr

criorderlich seien, dast er aber bereit sei, eine.Prüfung nach Mast­gabe der in der Entschließung ansgesührten Grundsätze einzusnhren Ein K o n ser» a t i v c r wandte sich aus staatsrechtlichen Grün­den gegen die Eutichliestung. Im weiteren wurde über mgugeliide .Kontinuität i» der Beiehung divloutgtiicher Posten gtgge getichrt.'

Tie Entschliestung betk. die diplomatiiche Prüiintg wurde dann gegen die Konservativen angenoiiimeit. Tie Entichlicstnug bctrcsseiid die Ltuslandhochschute wurde durch eilte ZuiatlSmehrhcit vvn So- fialdciiiolraten und Konservativen abgelehnt. Ter Ausschulst ging daun zur Etatsberatung der einzelnen Gesandtschaften über. Lau gerc Erörterung ries die Gesandtlckzait in 2ldis 'Abeba hervor. Im Anschlust daran kam der Fatl Schliebcii-Gricsingcr zur Sprache, zu dein sich der Staatssekretär vertraulich äuster.e.

Ter Llnsschust sür das Submission? und Lieic- rungSwesen beschlost mit 11 gegen 12 Stimmen, dem Planum die.Annahme eines Gesetzalltrages zur reichsgcsetzlichcn Regelung des Gegenstandes zu empfehlen. Für den Fall der 2lbleh»uii-r dieses Antrages wurde eminmiuig eine Entschliestung vorgeschla­gen.' Sie ersucht den Reichskanzler, in den Verwaltungen. für die ev zuständig ist. aut dem Wege der Verordnung die i» dem Anträge nicdergelegkeii Grundsätzc durchzuiührcn und auch bei den einzet staatlichen Regierungen haraitf hiitutlwrfon, dast sic beobachtet werden.

Ter Ausschuß zur A c n d c c u n g d e S Militär st rat - g e i e hbuchcs begann heute die zweite Lesung. Ter vreustiiche .Kriegsminister betonte seinen früher dargelcgten Standpilnkt, der in dem Sähe gipfelt:Tie straffe militärische Tiszivlin ist nicht nur'ein Vorzug unserer 'Arnice, ionderu gnch ein hohes Gut unseres Volkes." Ein sorlschrittlichcr 'Antrag, int s 66 den strengen Arrest zu strcsthcti. Ipurde angenommen. Tabri i'vroch sich der Ausschust mit Llusuahmc der Kviii'crvakiveti und Ngkionglliberaleit grundig» klch 'geg'en dcü strenge» '.Arrest als militärische Slraie aus. Eine tangere Erörterung entivann sich nochmals über die Frage der. Geltung der Militärgeschc iür den ganzen Tag der g* nt roll v c r sa ni m l u i! g. Ter Kricgsminister erklärte sich gegen 'di:' Verbindung diei'er Frage mit der Aenderimg de-5 Miütärstrgigcfeh. bucheS, denn sie gehöre zum Reichsniilitäcgeieß von 1874. Ein Ngtionalliberater beantragte, dast die Strasbestimmnitgeii zur Äuz- rechterhaltung der Til'zipliu >ür den ganze» Tag gelten iotlcit, wenn die strafbare Handlung sich gegen solche Personen richte, die in der Koutrollvcrlaminlung Vorgesetzte deö Täters und durch ihre Uniform als solche kenntlich waren. Von mehreren Rednern wurde die von der Heeresverwaltung behauptete gesetzliche Grundlag: sür die Geltung der Mititärgeietzc sür den ganzen Tag bestritten. Ter nationattiberate 'Antrag wurde abgelehnt und die Fassung der ersten Lesung Geltung nur sür die Tauer der Kontrötlvez - sommlung: ausrechterhalten. Ter Krfegsmiuistcr erktärie, dast das Gesetz in dieser Form sür di: stiegierungen unaiinehiubar sei.

Aus Stadt und Land.

Gicßei:. 27. Mär; 1914.

* 3 *- Wird e r ein Fortschritt aus dem W c q e de r Gas beleucht u u g. Es wird uns geschrieben: In der Fachpresse werden die im Dauerversuche erzielten Ergebnisse einer neuen, sehr ökonomisch brennenden Gasglnblicht-Hängelampe. des so­genannten M:mduslichts, bekannt gegeben. Die Lichtstrahlung die ser neuen Lamve ist nach unten außerordentlich groß, die seil liche Strabltkng entspricht den'Nnsorderungen einer guten Be lcnchtung. Eine solch? Lichtvüteilung ist als äußerst^ giinstlg zu bezeichnen. In der rivali'ierendcn elektrischen Industrie niachen sich neuerdings Bestrebungen geltend, eine solche Lichtvcrtcilnng irie sie die neue Hängelampe zeigt, zu erreichen. Rach dfu Untersuchungen, die in der der technischen Dochschule in Äarls- rilhe ungegliederten Lehr und Versuchsanstalt ausgesnhrt wurden, hat die neue rnit Niederdruck arbeitende Hängelampe eine dau­ernde Lckonomie von 0,69 Liter Gas sür Kerze und Stunde. Es ser noch beinerki, daß die Lampen in jeder Größe rcnd Lichtstärke ge­liefert und das; vorhandene Hängelichtapparate mit geringen Kosten umgcarbeitet werden können.

^ Rindvieh - u n d Pferd e m a r k t in G i e ß c n Bei dein am 24. und 2.',. März abgehaltencn Markte tvarcn ausgetricben 1.927 Stück Rindvieh, Z39 Schweine, 292 Pferde und 14 Fohlen. Der nächste Biehmartt findet ain 7. und K.April statt.

** Aiuifiirji' in Hessen ' Ueber das Vermögen des Frihr- unternehmers Jakob Fischer I. in M a i n z - K a st e l ist am 23. Rlärz das l^onknrsve»fahren erössnet worden. Der Rechts- vraktikaul Karl K a l t a u f in Mainz mürbe zum Konkursverwalter ernannt. Konknrskorderungen sind bis zum I I. ?lvril 1914 bet dem Gerichte anznmelden. In dem Konknrsveriabreit über den Nachlaß des Kaniinanns Karl Gnttav Hermann Öeinrich Diebin zu Dar nt st a d k soll die Cchlichverteilmig erfolgen. Dazu sind Pik. 2293,76 verfügbar. Hiervon entfallen Nck. 76,69 auf bevor­rechtigte Gli'ubiger, Mk. 2217,07 auf nnbevorrechtigle Glänbiaer, berat Forderungen Mk. 71 623,0? betragen. lieber das Ver­mögen der Firma Gebrüder Reu bald, Gesellichait mit be- schränkter HaKuua zu Michelstadt, ist aut 24. März 1914, vor- nlitlaas 11 Uhr, der Konkurs eröffnet worden. Verwalter: Herr Rechtsanwalt W indisch in Mlchei»'tadl. Erste Gläubiger-Ver­sammlung und allgetneiner PrüfnngSternnn: Riittwoch, 22. April 1914, nachmittags 3 Uhr. Das Konkursverfahren über den Nachlaß deS Jakob Wagner II. in A4 a i n z - K a ft e I ist auf­gehoben. Das Konkursverfahren über das Vermögen der Firma E. H. H a m m aitit ui C ff c :t b a ch a. M. ist aufgehoben.

Kreis Büdingen.

H. B ü d i n g e n . 24. März. G e m e i n d e r a t s f i ß n n g. Anwesend: Tie gesamte Gemeindevertretung sowie der Vertreter' des Fürsten. Frau Wilhelm Hemming Wwe. eriucht um käuf­liche Ucberlassung eines Teils des früheren abgestclltcn Iuntern- Hofwegs, der an ihrem Anwesen vorbcisührr. Ter Gcmeinderar

ist bereit, dem Gesuch stattzu'geben. Gemcinderat Eckert er- tlän. daß der gan^e.Weg- nicht revtanil nn'rdcn könne, da darüber der' Iugang zu seinem hinter seinem Attwesen liegenden Gründe stück führe, hieraus nnrd beschlossen, an Frau Hemming soviel abzugeben, daß für Eckert noch ein 'Meter breiter Zugangs weg verbleibt. Der Kaufpreis beträgt für den Quadratmeter ! Mk. einichl. Hebernalmtc sämtlicher Erwcrbskosten und die Kosten nie Anfertigen der Meßbriefe. Der S ch ü p c n g e j e l l s ch a i t Büdingen, die in ^einigen Monaten ihr strOOsähriges Jubiläum feiert, werden als Stiftung einer Ehrengabe der Stadt Büdingen für die Fe ft scheibe Büdingen 000 Mk, zur Verfügung gestellt. Die Rechnung der Arnrenkasse Büdingen n-.ir von Gemeind?- ral Scheid geprüft und sür richtig befunden worden. Der Ge meindcrat schließt sich diesem Gütackien an. Das wiederholte Gesuch der Feld g c s ch w o r c n e n um. Erhöhung ihrer Tage­gelder lrird unter Hinweis aus ?'ie geführten Verhandlungen in der vorigen Sipung nochmals, a b gel e h n t. Ein Geiuch des Will). Gläser um Kanalisation der Öipmnasiumstraßc nnd An­schluß an das vauptrohrnep wird' ^ertggt, bis ein Gulachteu des Bausachverständigen vorliegt. Aus ein Gesuch des Karl Metz wird beschlossen-, daß die vor kurzem in'dcn Graben, der durch fein Anwesen führt,- eingelegten Rohre--wieder entscrttt werden, tvenn Med das frei, nordende. Olrab.engeläyde dep Quadratmeter zu 2 Mart von d«r Stadt erwirbt und den. Graben ans seine Kosten .znwersen und-verebnen läßt. Die sreiwcrdewden Rohre werden nach.Mitteilung des Bürgermeisters zur Zulegung eines Grabens in der Glimnasiumstraße Bcrw.'ndnng iiiwen. Die nächste Boche feiert der hiesige Gewerbcoerein sein 7öjähriges Bestehen. Der Gemcinderat beschließt, daß die Starr Büdingen eine S trf- tu n g begründen solle, indem innerhalb 10 Jahren ein Fonds von 1000 Mk. gebildet würde,.ans dessen Zinserträgen ein in Büdingen geborener und hier rrohnender unbemittelter, aber würdiger .^and- ncrkslehrling ein -Stipeitdium erhält znm freien Besuch der hie sigcn Hmrdw-erksschule. Wird vor vollständiger Bereitstellung dieses Fonds ein Stipendium verlangt, dann wird der Betrag von 40 Mark für das Jahr jetzt schon alis der Stadtkassc Ziir Bersüggng gestellt.

Nidda, 2.i. März. Die Schlnßseier d?r G e iv e. r b e - tchnle fand heute nachntinag ün Schulgebäude der Anstalt statt. Der Leiter der-Sämle, Hauptl»hrcr i.^.ö h n. schilderte in seiner Ansprache die Ziele der Anstalt. Gkwerbeschulrat Meyer aus Tarmstadt und Beigeordneter M e n g e l von hier hielten ebenfalls Ansprachen. Eine eingehende Besichtigung sand^die umfangreiche Ausstellung von Zeichnungen und Modellen der Schüler. Sie gab ein übersichtliches Bild von bat tüchtigen Leistungen wer Schule, di? 1841 gegründet wurde und seit 1891 unter üaallicher t'lniiicl't steht. Im letzten Winter wurde di? Bau und Gewerbeschule von

Schülern und einer Schülerin beinel r. die in> Klassen wöcheitt licl) 4.7 Stunden Unterricht .von drei .Fachlehrern und zwei Hilfs­lehrern erhielten. Die getverbliche ForrbildnngsschnK' zählt eben falls *> Klassen mit 60 Schülern, die zur Gesellenprüfung rwrbe- rcitct nwrden.

Kreis Fricdberg.

L. Friedberg, 25. Mär;. Heute morgen um 11 Uhr iand im Feftiaale des ev. Bredigersennnars die feierliche Ent lassung der Kandidaten des Seminars statt. Viele Geistliche Hessens, besonders aus dem Dekanat Fricdberg, mit dem Dekan, die Geistlichen Friedbergs, Bertrcter der Behörden mrd Lehran stalten, n ie Mitglieder der Geineinde wohnten der Feier bei. Dii 1 I Kandidaten, die Professoren und Lehrer des Seminars lvaren erschienen. Als Vertreter des Dberkonüstoriums lvar Prälat 17. Fl ö ring von Darmstadl anwesend. Nach dem (Kesangc sprachen Pros. I). D i e h^l, Direktor I). scheel. Prälat 17. F l ö ring und der Sprecher der Kandidaten. Nach der Entlassung fand ein Festessen flott 7 Kandidaten gehen ab, 7, bleiben noch ein Jahr. Dieser Tage fand in der Landwirtschaftsschule die Prüsung der A ct e r b a u s ch ü l c r statt. Als Vertreter der Regie- riing war Sber Regicrungsrat Spanier erschienen. Drrektor S v i e s; richtete herzliche Worte des Abschiedes an die Abgehen­den. Von den 64 Schülern verlassen 25 die Anstalt. Die Sbstban- ableilung wurde von 136 Damen und Herren besucht. Den Baum» wärlerknr'us besuchten 6 Baumwärtcr.

Hessen-Nassau.

h. Fulda, 25. März. Zu dem viclerörtcrtei: Plan einer n e u c n B a h n in d e n B o g e l s b c r g nahm Heine der Kreis­tag des Kreises Fulda einen 2lntrag an, der sich gruirdsätzlich sür beit Ban einer Bahn von WeidenauGroßenlüderFulda anssvrach. Die Linie lrird eine Länge voit nahezu 40 Kilom.'tcnt besitzen. Durch das neue Projekt erhalten zahlreiche Ortschaften, die bisher fernab vonc Verkehr lagen, 2lnschluß an das große Eisen­bahnnetz Hessens und KurhesZ'ns. Ein nenngliedriger Ausschuß wurde mit der sofortigen Bearbeitung der weiteren technischen uild finanziellen Angelegenheiten betraut.

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