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Kr. T\ Zweiter

Erscheint täglich mit Ln-nahme deS LonntagS.

^ic ..Aie^ener .'samilienblätter" werden bcm r 5Injeiner - viermal lvoctieiulick beiqele^k, das XreiLdlatt fvr den Kreis Hieben" zweimal

'vöcbenttich. Die ..LandiVirtschastlichen Sei!

fragen" erscheinen monatlich zweimal.

Blatt W4- Jahrgang

Gietzener Anzeiger

Seneral-Anzeiger für Gberhejjen

Mittwoch. 25. März

RotationSdnlck und Verlag der Brühl'jche.» Universitäts-Buch- und Steindrucierei. R. Lange. Licken.

Redaktion, Expedition und Lrnckerei: ^chnl« 'rraße 7. Expedition und Verlag:^§>51. Redaktion: e^K 112. Tel.-ASrnAnzeigerLießen.

Au» ücficn.

'Bett. öcu Ausbau des Landmirtichaftlichcn Instituts der Landesuniversität

hat Äbg. G r ü n c w a l d (Gießen in der Zweiten Hnimnct folgenden Antrag eingebrachl:

Zeit Stellung meines Anträge- rom 20 Februar 1912 (ml »ich. die Frage geklärt, in welcher Weife' das Landwirtichaitlichc Institut der Landesunircriitäi an-szubaucn ist. Gegenwärtig lehre» Landwirtschait : I Ordinarius. 1 Assistent, 1 zweiter Assistent, Im 'Etat 19t 1 ist »cu beantragt ein Laboratorinmsassistcnt. Nach den Anträgen der Universität sind sür die Zukunft nötig: I Or dinarius schon dai. I Ordinarius -neu', l Ertraordi- nariils -neu. I Lehrauftrag luii-, 3 Assistenten schon du,

Dieser Bestand bczw. diese Forderung seht voraus, dass die t-ndwirtscl astliche Versuchsstation von Darmsladt noch Gießen verlegt wird, Geschieht die-.- nicht, daini würde in Gießen ein Personalbestand nötig sein: l, t Ordinarius (alt 1 , 2 1 Ordi nariIIs lne »- »iöOO '.Al. ;!. 2 Extraordinarien (neu' ä 4500 Ml 9000 Ml., 3 2 Lehraufträge iteu- ä 1200 Morl 2500 Ml., 3 Assistenten (all), ii. 3 Assistenten ln eit 3000 Ml.

Es müßten in diesem Falle (der Nichtverlegung der Versuchs­station nach Gießen» sachlich sür die neueren Professuren kleine Etats gcschaiien werden. Es würde ein Mehrbedarf, das Sachltche und Persönliche zusammcngcnommcn, von jährlich 31 ti00 Ml. criorderlich sein.

Die Verteilung der Lehrfächer könnte etwa in der Weise erfolge», daß I Ordinarius Betriebslehre und Tierzucht, I Or dinarius neu) Pilanzcnban, I Extraordinarius Aarikullnrchenrie, I Extraordinarius -neu) Pilanzen imb Tierzüchtung, 1 Lchr- auftrag Maschinenlehre, 1 Lehranstrag Obst und Gartenbau bc- handelt.

Ich bttle, die Äammcr wolle an die Regierung das Ersuchen richten, oni der Gruiidlngc obiger Angaben entsprechende Beträge in den Etat cinziistellc».

Die p a r 1 a in e n 1 a r i s ch c Lage. Unser T ärm­st ä d t e r Mitarbeiter schreibt uns: Infolge des bevor- stellende» Abschlusses dcS laufenden Voranschlags j ah res müssen die Beratungen dcS neuen Staatsvoran­schlags it, derstveilen Kammer, die sich toidcr alles Er­warten atich bisher schon über die Gebühr in die Länge ge­logen haben, jetzt so beschleunigt werden, daß sie ant kom­menden Mittwoch abend ;n Ende kommen. Alsdann findet noch in dieser Woche die vorgeschriebcne gemcinsanic Pe ratung der Finanzausschüsse beider Ständekamincrn statt. Der Finanzausschns; der Ersten Kammer hat inzwischen ebenfalls schon seine Boranschlagsberatmige» so ivcit vor­bereitet, daß sich am Montag und Dienstag nächster Woche auch das P I e » u m d t r Erste n K a in m e r mit der Er ledigung des StaatsvoranschlagS beschäftigen kann. Gleich­zeitig niii der Ersten Kammer kommt alsdann am Dienstag, den 31. März, auch die Zweite Kam in er wieder ztnsam- tntn, um etwaige Meinungsverschiedenheiten mit dem an­dern Hanse über den Staats-Voranschlag sofort erledigen zu lönnrn. Es ist unseres Erinnerns seit dem Bestehen des ein- tährigen Staatsvoranschlags in Hessen noch nicht daqewcscn, daß beide Ständekammern erst am letzten Tag vor dein Ab- laus des alten Boranschlagsjahres den neuen Staatsvoran­schlag zuni Abschluß gebracht haben,

Eine P r o g r a in m r c d c des n a t i a n a l l i b e r a 1 e n F ü h r c r s D r. C i n n n. Der ?!akionallibcrale Ver ein Darmstadl hielt dieser Tage eine Versammlung ab, in der Landtagsabgeordncter 2r. O s a n n über die v o l i l i s ch e Lage in Hessen und im Reiche sprach. Er führte n. n. aus:

Wie haben in der Besoldiingsvorlage Gutes geschoiicn. Es mag darauf hingcwiescn Iverden, daß allsäbrlich hier Ausgaben in Höhe von 3 300000 Mark zugunsten der Beamten, Lehrer usw gemacht werde», ein Betrag« der schon in seiner, für »unter Land außerordentlichen Höhe in Betracht zu ziehen nt. Ich gestehe Ihnen osten, daß cs meine 'Absicht war, eine ge­schlossene Zweite »am»,er zu schassen in einer Frage, die auS politischen Gründen gm besten einheitlich und einstimmig bc bandelt wird. Ich tvotlie dadurch einen Wcitlans um die Gunst -der Beamte»,ichasl und Lchrcrschast hintanhallcn, und damit .der Geiaht einer Ablehnung der ganzen Vorlage begegnen. i"iY-nn diese Gefahr lag bei einem Uebertrmnpsen der Forde- Irungen turch die einzelnen Parteien vor. Der Vorteil dieser Ein möligkeit lag darin, daß in den meisten Frage» der Zwcttcn. Kammer tiachgegeben lonrdc Ich bin nrir bewußt gewcien, dag in der Lehrerbesoldniig der materielle Vorteil allein m den Lehrer kreisen nicht das Entscheidende war: die möglich,tc Annäherung an die mittleren Beamten nmr hier das streben. Allein sollte- man, da dies, itidlc erreicht wurde, die ganze Vorlage zum Scheiter» bringen, denn im Falle der Nicht,mnabme drr lebten Vorschläge siet' das Ganze Ein solcher slandpunkt lonnte ui»,o 'weniger aufrecht erhalte» werden, als w,r damit eine Mmiftcr kriie herautbcichworen hätten und trotzdem iur die Zultiut: In lierlci Aussicht bestand, zu einer für die Lehrer gnnmgcren Vorlage z» kommen. Von einem höheren Standpunkt Hai die Partei biete Tinge betrachte:, von dem 'Ausgleich derGegensätze au> einer mittleren Linie. Wir sind leine Intcrenen-, leine Kl-ssenvcrtrcluiig: mir habe» das ganze Volk zu vertreten und dem ganzen Volke zu nützest. Wir gehen den Landtag sw ah ken in' Herbst entgegen und da bebaktes eines Blickes au, die allqemcinc politische Lage in Hessen, unc kann inchi betrackitei werden ohne Rücksicht ani die PethälMtise des Reiches. Wir geben deiner Täuschung darüber b,n. da,; in unseren

ationallibcralcn Kreisen nockt Nachwirkungen der Praitdeuteu wabl und der Bebandlnng der Angelegenheit .-.adern Itch heute -eigen Ich will offen aus einen Mangel ammerffam machen, ohne einen persönlichen Vorwurf zu erheben: m.unserer Retchstags- iraltio» fehlt leider an einem testen Bestand alter, cnahrc- ner Mitglieder, solcher, die Träger der Tradttwnen der Partei sind "djchcrltck. baden wir solche ui der orraftto», allem >m all gemeinen sindcl eine fast völlige Ernetrerung bei den Neuwahlen i al, -w,- unsere Stellung bei den Reich-lagswahlcu von.iclbn ,r der Gegnerichast gegen die Sozialdemokratie gegeben ist, ,o .wird diese auch bei. den Landtags.vahlen dre W-HU-mng m.

bietet um Diitcn uu uunuj -

Gastlichen Grundanichauungeu, die in der chmzwicllc,, Kamptes- stellung im ganzen Lande Ausdnrck aemiiden haben.

Gin Wort noch zu unterem Verhältnis zur ,.ori,chritt ! ! ch e n Volks Part ei. Betrachten wir die Verhältnisse zm Rewt io zeig, sich klar utrd deutlich eine Narke Neigung zur Cazurldeinokratic. von dein i-nwien. T-mpsungs-bkommen hzs zu dem direkten Eiulrcieu iui die Sozialdemokratie, iu Reichstags mahl in Jerichow Hai ö.e Berliner Partetlettnng zu einer Parole

gegen den bürgerliche» Kandidaten zugunsten des Sozialdemokrat,'» veranlaßt: in deni Wahlkreise des Herrn v. Liebcrl ist ein gleiches zu erwarten. Aber auch in br'iden Kreisen ein starker Verlust liberaler Stimme» zugunsten des rechtsstehenden Kandidaten Das sollte auch uns im Reich zu denken geben. Weiter aber auch die Tatsache, daß eine große Anzahl sorlschrittlichcr 22ahler die Wahlparole der Parlcileitring einfach nicht bnolgt. Und i n Hessen, hier tuallri ebenso der Radikalismus in d c r F o r t s ch r i t 11 i ch e n Volksvarlei i» ihrer Porlcileitung, und mir haben von ihm mancherlei lumdgreiitichc Beweise er­halten. Durch iortschriltlichc direkte Unterstübniig haben wir un seren. Wahlkreis dreimal an die Sozialdemokratie verloren.

So sehen wir seit langem ein insiemaliichcs Bekämpfe» n» iercv Partei durch die Fortschrittliche Volksparlci, und. dies Bekämpfen erstreckt ijch bis weit gegen unseren linken Flügel hin. Da.haben mir bei den lehien Siadlveeordnetenwahlen einen Harke» Strich gezogen, haben uns aus eigene Füße gestellt »nd an die Bürgerichast appelliert, mir vollem Erfolg. Nicht altcin lin­iere 'Anhänger haben sich uns begeistert gnacschlojsen, und die freisinnige Wählerschast hat den Vorschlägen der eigenen Partei­leitung den Gehorsam verweigert. Wenn wir selbständig in der Landiagsivahl Vorgehen, io bedeutet das nicht Herrschsucht, son­der» Wahrung des bürgerlichen Slandpnnttcs gegenüber der Sozialdemokratie und denen, die sich zu ihr hingczogcn suhlen. Wir haben die Macht des Bürgertums achten und schätzen ge­lernt, und unser energisches Vorgehen hat uns nur Erfolg gebracht.

Aus den Reichstogsaus-chüfien.

Berlin, 21. März.

Der B ud g et au s ich u ß des Reichstages bcichäiligic sich biule nur mit Einzelheiten des Voranschlags des 'Auswärtigen Amtes, da die Erörterung der allgemeinen Lage erst nach Ostern vorgcuommen werden soll. Ter Berichterstatter Basier mann erörterte zunächst die Dcnlichriil über die Besoldung der Beamte» des 'Austvärtigcn Amts und betonte, im Zusammenhang mit der Besoldungsresorin müsse auch die ganze Frage der Vor- und Fort­bildung der Beamten und die Errichtung einer Auslandhochsckmle, die ein »ationalliberaler Antrag fordert, zur Besprechung kom­men. Der Staatssekretär des 'Auswärtigen, von Iagow, äußerte sich kurz über die Grundsätze der neuen Bcioldungsordnung. Tic von, Rcichslogc gewünschte Tcnkichrifl über die Begründung einer Auslandhochschnle habe noch nicht ferliggestellt tocrdcn können. Es sind manche Bedenken von vornherein vorhanden. Eine Ans- lairdhochschnlc würde sür das oricnialiichc Seminar und die Handelshochschnlcn eincn erheblichen Wettbewerb darstcllc». 'Auch die Kostenfrage spiele eine große Rolle, ferner die Frage, was mit den aus der Auslandhochschule vorgebildclen Personen ge­schehen soll, die nicht in den auswärtigen Dienst ausgenommen Iverden können. Bei der Vorbildung der Beamten könne ans die juristische Grundlage nicht rnnzichtcl werden. Aus das Bestehen bc- stimmtcr Prüiungcn solle man allerdings nicht übertriebenen Wert legen. Der Werl der Persönlichkeit, werde gerade im dipio matiichen Dienst insbeimrdcre maßgebend sein. Ein Zent rums- Mitglied erklärte die Klagen über den divlomaiischcn Dienst im wesenllichen sür berechtigt. Geringer sei die Zahl der Klagen libcr den Koniulatsdienst: lieber die Anslandhochschulc tollte endlich eitmtal die Enischnjdignng fallen. Unerträglich sei der torlgeictzic Stellenwechsel. Nach weiterer Aussprache, in der sich die Sozial­demokraten und Konservativen gegen die Anslandhochschule aus- sprachcn, vertagte sich der Ausschuß.

Ter S o n n 1 a g s r u h e a u s s ch u ß nahm heule zunächst die Bestimmung an, daß durch die Beschäftigung an Sonn- und Feier­tagen der Angestellte nicht gm rechtzeitigen Besuche des öiientlichcN Gottesdienstes gehindert werden düric. Ein iortichritrlicher Slntrag fordert bei dreistündiger Arbeitszeit den Ladenschluß um 2 Uhr. bei vierstündiger um 3 Uhr: ein nationglliberaler Antrag den Zwei- nhrladenültlui; bei zweistündiger und den Trciuhrschlnß bei drei­stündiger Beschäftigung. Außerdem verlangt der Antrag, daß den 'Anacstcllten der einer Befchüstigung über 2 Uhr hinaus eine ange­messene Mittagspause zu gewähren sei. Ter nationalliberale An­trag wurde angenommen. Ohne Erörterung angenommen wurde ein 'An--gl,'ichantrag der bürgerlichen Parteien, der nach Ablauf der zu- lässigcn Beschättiqungsdauer in den oisenen Berkaussstellen die Be- dieming der im Laden amvesenden Kunden noch sür eine Viertel stunde sreigibl.

Der 'Ausschuß für die N c I, r c g c 1 n n g d c r Z c u g c n I, II d Sachverständigei»gebühren beendete heule die zweite Le­sung. Tic Beschlüsse erster Lesung wurden zumeist ausrcchlcrhalten. Nur die Zcugcngcbiihren tourden aus 20 Psg. bis 1,50 Mk. pro Stunde bemctien, und gegen die Fortschrittler wurde beschlossen, daß sür mündliche nur znm Terntin erstattete Gntachlen lediglich eine Bergütung nach der Stundenzahl zu gewähren sei. Das Gesetz soll am 1. Oktober 1914 in Kraft treten.

Ter Ausschuß für ein L » i I v e r ! c b r s g e s e tz trat heute

einer kurzen Sitznna zutanimcn und beschloß, die Regierungen um Vorlegung eitler Statistik über die bishcriacn llniäklc und um das ausländische einschlägige Geseytnalcria! zu ersuchen, che sie in die sachliche Beratung cintritt.

Ter 'Ausschuß für das Submissions- und Siete- riingswescn beendigte heute die zweite Lesung, wobei die Be­schlüsse der ersten im locicnllichcn ausrechtcrhalle» wurden. Zu einer Entscheidung darüber, ob die Beschlüsse in Form einer Ent­schließung oder eines Gesctzcsanlrags vor das Plenum gebracht werden sollen, kam es noch nichk.

verhastung einer bayerischen LandtagrabgeorSneten.

Aus Mapnheim wird gemeldet: ES bestätigt sich, daß der bayerische Landtagsabgevrdnete Ab re ich im Zn- jainmcnhgng mit der Affäre Abresch-v Harder in Untcr- fuchungshast genommen worden ist,

Abm-sch soll die Tochter des Mannheimer Rechtsanwalts v. Harder entführt haben, um sich in de» Besitz ihres Ver-- mögcns zu setzen. Er soll nun des Betrugs beschuldigt sein, gegen seine Festnahnic aber Beschwerde erhoben haben.

Wir erhalten noch folgende Meldungen des Wolff- Lnrcaus:

München, 21. März, lieber die parlamentarische Bc- handlung des Falles Ab re sch wird noch bemerkt, das; das Direktorium der Kammer keine Schritte zur Präzisierung des Rechtsstandpunttes unternehmen tvird, da dicscr hier klar liegt Abg. SlbresciWwurde seinerzeit vom Zentrum »nd den, Bund der Landwirte in den Landtag gewählt.

In den Wandelgängen der Kammer der 'Abgeord­neten wurde in der heutigen Sitzung die Verhaftung des sraktionslosen 'Abgeordneten Eugen Abresch lebhast erörtert. Ter in dem Hanse anwesende Minister des Innern, Freiherr v. Soden, erklärte in Pcivatgesprächcn mit den Skbgeord- netcn ans Befragen, daß auch ihm eine Bestätigung über die Berhaitunq des Abgeordneten Abresch zngegangcn sei. Er wolle den Oerichtdcsbadischen Ministerin ms des Innern abwarten. Auch habe er sich mit dem

bayerischen Iustizniinisterium in Verbindung gesetzt Dort sei ihm aber geantwortet worden, daß man höchstwahrg scheinlich an der Sachlage nichts andern könne, da der Hajtbeiehl von einem a n ß c r b a h e r i i ch e n G e r i ch t e und die Berhastung ans außerbayerischcni Boden, in Mann­heim. erfolgt sei.

Aircltc unS Schule.

Von der Ortsgruppe Ortcnberg der k i r ckt l i ckt - v'o s i t i v c n Vereinigung wird uns geschrieben: Zu den, »r der Runpner votn Freitag, dein 19. d. M., erschienenen 'Artikel sei folgendes bemerkt: Tie Bemerkungen Ihres Artikels über Schule und Religionsunterricktt können, aus dem Zusammenhang gerissen, leicktl zu Mißverständnitseil sührc». Der Redner, der übrigens sehr marin sür Schule und Lehrer cinlrat und beide vor ungercchletr Anglissen t» Schutz naht», führte Itickn aus,daß man non der Schule eine wesenllichc Hebung und Förderung des rcligiöscir Lebens kaum erwarten dürfe, sondern das; weder die schule noch Die Kirche allein.diese Pilegc zu treiben hätten, vielmehr in erster Linie dos Hans und die Familie, daß e» aber Sache der Gerechtigkeit iri, einen Lehrer, der behaupte, aus Gcwesiens- gründen de» Religiotlsunkerrickst nicht mehr erteilen zu können, von der gesetzliche» Vervilichtnng ZN diesem Unterricht zu bcircicn.

Märile.

tb. Gießen, 25, März. Ter gestrige R i n d u 11 ft in a i f t hatte «inen Vorrat von etwa 1100 Stück Grobvieh. 109 Innqtiereit und Kälbern. Es ieblten diesmal ant Marli die Kouicr ans der wetteren Umgebuna, tvelckte durch fcett Einkauf größerer Tratisporle das Geschält beleben ttnd durch bessere Preisaulagen de» Perkäuier mehr zulriedeirflellen. Außer cinigetr Au'käiiiern aus Baden war dee Morkt nur von der Knndschal! vom Rbei» und der Motel, aus der Gegend »nr Frankfurt a, "t ans Obsrhesseti und Kurhesten besticht. Schon in der vorigen Wollte wurden große Transporte schwarz­bunte 'Milchkühe aiis dem HantlLverjchett an unseren Platz gebracht mto auch so'ort am Babnbof zu guten Preisett ,ür die Frankfurter und Wiesbadener Mtlchverioraung verhatidell, darunter tvareu Stücke, die mit 756 Mk. bezahlt ivordenintt. Ter Normarkt fo- wobl iDte der vauptniarkt bat, tvas den Handel in tragenden »nd frifchtnellcitdetr Ktthcu a gebt, unter diesem schon vorher gemachten Gefchäft gelitten, der Handel darin war stockend und langlan, bei aediücktet, Preisen. Der Vorrat tot,nie mch! gaiiz imtevtommen. In sut,gen Rinder» und Eiteren zur Mast ttnd Zucht, die auch an Zahl nicht sonderlich stark vertrelen waren, latti kein vreisbildender Handel zustande, dagegen mochte sich der Handel in tlagendeu Rindern und in Fahrkühe», btc in nnJgezetchuetcr Qualität an« geboten wurden, recht gut. Gute fette JUi!)e ginge» nach den Rheiustädteu ab und konnten »och aus Preis halten, dagegen waren Miitclschlag und Wurstkühe nur bei billigen Preisange­boten anzubringc», obgleich die großen Wursimctzger ans dem Dill gebiet wieder am Markt tvareu und Einkäuic machren. Ter kleine Vorrat fetter Rinder wurde schlank und zu ititmcr noch Verhältnis mäßig hohen Preisen au den Mann gebracht. Der Kälbermarkt toar recht belebt. Die schwersten Tiere wurden sür Frankfurt angetanst und sür den Zentner Schtachtgcwicktt bis zu t00 Mark bezahlt. Auch die Gicßener Metzger deckicn diesmal ihren Bedarf, der nicht klein war, weil der cingeirciene kleine Preisabschlag sür Kalbfleisch die Nachfrage nach diesem Nahrungsmittel erheblich ge­steigert haben soll. Das Geschäik in Fahrochscn war sehr gering. Der kleine Vorrat dieser Tiere, die in schöner Ware aus der (»fegend von Wildlingen an unscrn Markt gekommen waren, lonnte nicht »er - lonti werden. Gehandelt wurde für das Stück: Kühe, frisch mel­kend und tragend, 1. Qualität <350 -700 Mk., 2. Qualität 500 bis (300 Mk., 3. Qualität 100175 Mk.: tragende Rinder I. Quali­tät 400 -500 Mk.. 2. Qualität 325 -380 Mk.: Fahrkühe 1. Qua­lität 525 - 600 Mk.. 2. Qualität 100- .500 Mk.. 3. Qualität 300 bi--- 100 Mk. Es wurde bezahlt pro Zentner Schlachtgeuncktt: Fette Rinder I. Qualität 85- 90 Mk., 2. Qualität 8385 Mk.: Kühe 1 Qualität 7880 Mk.. 2. Qualität 70 74 Vit., 3. Qualität kWurßkühe) 6568 Mk.: Kälber 1. Qualität 86-90 Mk., 2. Qua litat 8085 Mk., geringere Ware fehlte am Markt. Das- Paa, Ochsen wurde mit 10001050 Mk. in mittelschwercr Ware ver- tauir Uebcrstäudig blieben ctioa 80- 100 Milchkühe und einige Paar Och-cu. Nächster Markt 7.nd 8. 'April aber ohne Kramer markt.

ic. Frankfurt a. M. Schweinemarklbet-i It' vom 2o. Marz. Anlaetrfeben waren 1979 Schweine. VollNeifthige Schweine von 86 bis 169 I:e Lebeudaewicht 48.act-51.06 P!k Schlachtgewicht tz-'.ÜOtil.66 Mk., vollsteischige Schweine »Itter 86 he Lebendgewicht 4-.0u49.00 Mk^ Schlachtgewicht 6 O. 0 O-62.00 Mk.: voll'leischiqe Schtveine von 109126 kg Lcbettdgcwicht 43.0051.00 Schlnckttgetvicht 62.0064 Pik.: vollsteischige Schweine von 12 c

bis ISO kn Lcbcndge,nicht 1S.00- 50.00 Mk, Schlachtgewicht 62i4.03 Mk. Geschäft la -alam. bleibt Iteberstand.

k. Frankfurt a. 25. 'März. lOrig.-Delcgr. derGteß. Ant."t Llmllichr Notierungen der- liei-tigcu Fruchtn'.arktprerse. Weizen (hiesiger) Mk 20.50-20.30, Krivbetsischer Mk. 20.4->20.S0, M-N-raner Mk. 00.00-06.00. Roggen (hiesiger) Mk. 16.2''16.60, öicrflc IWelleraner» Ml. 16.50-17.25, Gerste, Franken, Pfälzer, Ried Mi. I(>.5(t16 75, bafet- Mk. 16.50-17.50, Mais Mk. 15.o0 -00.00, Weizenmehl 0 Mk. 09.0000.00, Weizenmehl 1 Alk. 60,00 - 00.00, Weizenmehl III Mt. 00 06- 0000, Roggenmehl 0 Mk. 00 . 00 00 . 00 , Roggemneh! 0 I Mk. 00.0000.00, Roggemnehl I Mk. 00.0000.00, Wet-enkleie .Äk. 0.60 - 0.00, Weizenschalen Alt. 0.00 0 . 00 , Roagcn- llcic Mk. 'Xl.OO-(JO.OO. Malzkenne '."It. 00.0000.00. Biertreber 00.00-OO.fXt, Futtergerite Mk. 00 00 - 00.00. Alles per 100 hx- ab hier.

ko. Frankfurt a. 25. März tOrtg.-Delegr. dcS ..Gießener Anzeigers".) K'arloticlniarkt. Mat, notierte: Kartosieln in Wag­gons Mk. 4.00 - 4.50, im Kleinhandel Mk. 5.50-000 iur ,c 100 kg.

kirchliche Nachrichten.

Evangelische Gemeinde.

In der Stadtkirche.

Mittwoch, de» 2). März, abends 6 Uhr: 5. Passionsandacht.

Piarrer S ch m a b e.

Ein vernachlässigter Schtmpsen hat schot, manchem die Ge sundhcit gekostet.