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Nr. 02

Drittes Blatt

164- Jahrgang

Erschein! täglich mit Ausnahme des Sonntags.

TieSießener Zamilienblätter" werde» dem .Anzeiger' viermal wöchentlich beigelegt, das Krcisblaft für den Kreis Sieben" zweimal

wöchentlich. DieranSwirlschasllichen Zeil­sragen" erscheinen monatlich zweimal.

Giehener Anzeiger

General-Anzeiger für Gberhejsen

bamrlag, H. März M4

Rotationsdruck und Verlag der Brühl'sche» Universitälä - Buch- und Sreindruckerer.

R. Lange, Gietzein

Redaktion, Expedition und Druckerei: Schul« slraßc 7. Expedition und Verlag: 2Rebnftion:i® 112. Tel.-Adr.:Anzeigcr(Sn:keii.

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Der KabincttS£Dci)fcI in Italien

Roni, 13. März. Tcr König Hai heute Sonnino onpsangcn. In den Wandelizänqen der Kammer glaubt man, der König habe ihn anfgcsordcrt, die Kabinettsbil­dung zu übernehmen, doch habe Sonnino ab ge lehnt.

Giornalc d'Italia" schreibt: Der Rat der befragten Parlamentarier war fast einstiminig dafür, den, König als den zur Bildung des Kabinetts geeigneten Mann Sonnino zn bezeichnen. Sonnino glaubt jedoch, bei der gegenwär­tigen parlainentarifchen Lage den Auftrag nicht annehmcn zu können, da eine Mehrheit herrsche, der er nicht angehörc, inährend cs logischer erscheine,das; ein Regierungschef aus dieser Mehrheit hervorgehc.

Au» 6 ci 5 cn.

rrn. Darn, stadt, 13. Marz. Tie Abgg. .K o r c l l - Angen­rod und Genosieu haben bei der Zweiten Kammer einen Antrag Rngcreickt, in toclcher die Gr. Regierung ersucht werden soll, im Bundesrat auf baldige Verabschiedung des im Reichstage angekündigten Gesetzentwurfs über den Handel mit Düngcrmitteln, Futtermitteln und Sämereien hinzuwirken, unter siimaemäßer An Wendung der Grundsätze der RahrungsmiKclgcsct-gcbunq zum Schutze der Landwirtschaft und des reellen Handels. Der Abg. Breitend ach bat bei der Regierung einen Antrag aus Errich­tung einer Gcstütsstation in Reichelsheim i. Bett ein gereicht und in der Begründung darauf hingeivieicn, das; bei dem in den letzten Jahren erfolgten bedeuten'cn Ausschtoung der Picrdc- zuckt gerade in der dortigen Gegend das Bedürfnis für eine neue Station sehr groh sei.

Deutsche» Reick».

Der Acltcstcnrat des- Reichstags trat am Freitag vor der Plenarsitzung zusamiucu und beschlos; dem Wunsche des Budgetausschusses entsprechend die Plenar­sitzungen bis einschließlich M i tt >v o ch der näch­sten Woche auszusetzen. Die Osterferien sollen am 28. März beginnen und bis 28. April dauern. Vor den Osterferien sollen noch die zweite Lesung des Kolo­nialvoranschlags und womöglich die ersten Lesungen der cingebrachten Gesetzentwürfe (Getverbenovellc betref­fend die Schankkonzessionen von Kinos und die sogeuanute kleine lex Heintzef, sowie Bittschriften aufgearbeitet werden, viril Bndgetansschns; wird man sich bestreben, bis zum Be­ginn der Osterpausc noch den Militärvorcrnschlag ldurchzuarbeiten. Das Plenum wird dann in der Zeit vom 28. April bis 21. Mai den Voranschlag ansarbeitcn und so­weit cs die Zeit erlaubt, noch die vorhandenen Gesctzent- Imirfe zu erledigen suchen Am 21. Mai soll bereits die Vertagung bis z n m Spätherbst erfolgen.

Die Wirkung des Gencralpardons. Tie Abg. 'Bafscrmann und Schiffer iMagdel, urgl haben im ; Reichstage folgende A n f r a g c gestellt : Durch Urteil vom 5. März 'b. Ja. bat das Kgl. Prcutz. Knmmcrgericht dahin erkannt, daß der Geucralvardo» aus ij 68 des Gesetzes über einen einmaligen außer- ordcmlichen Wehrbcitrag vom 3. Juli 191.3 auch in denjenigen Steucrsache» Antveudung finbet, in denen bei Abgabe der Wehr- chcitrogserktärung ein Ttraiversahren bereits cingcleitct war. Durch .eine höchftrichtcrlichc Entscheidun» ist also der gegenteiligen Por- schrist des 8 l.b Abs. 2 der Allssühruiigsbesiiminungen des Bundes- rats vom 6. November-1913 die Rechtsgültigkeit gesprochen. Welche Stellung nimmt der .Herr Reichskanzler zu dieser Entscheidung ein? :3ft er bereit, mit den cinzclstaatlicheu Regierungen in Verbindung zn treten, um sic zu veranlassen, von der Einleitung und Durch tsiihrung von Strasvcriahrcn aus der gedachten Bestimmung sorla» mbzusehcn ?

Tie erste .h a i, p l v e r s a m m l u » g der Liga zur Verteidigung Elsaß-Lothringens hat am Freitag im Landtagsgcbäudc zu Strasburg sta tgefundcn. Si- loar von etwa 60 Personen besucht. Tic Statuten wurden mit kleinen redak­tionellen Aenterungen in der bekannten Fassung angcnommc». .Präsident Dr. R i ü l i n teilte mit, das strasrechtlichc Virsolgungen gegen Zeitungen nur in den allerseltensten Fällen erfolgen wür­den und zwar nur dann, wenn sie die Aninahme von Berichtigungen verweigern würden. Die Versammlung wandte sich entschieden gegen die Bchauvtnng, di^von zwei clsässischcn Blättern gebracht woroc» irar. nämlich das das Ziel der Liga das gleiche ieiwie das des früheren Nationalbundcs. Es gelangte eine Entschließung des Landtagsabgcordncten Dr. Bro hm einstimmig zur Annahme, worin erklärt wird, die koiistituicrenbc Versammlung der Liga zur Verteidigung Elsaß-Lotlringeiis w:iic entschiede» die Unterstellung zurück, das sie mit dem früheren Nationalbundc und seinen Be­strebungen in irgend einem Zusammenhänge stehe. Unter den der . Liga als Mitglieder Beigetretencn bcsindet sich auch der Abge- !ordnete Äonrad Hausm min.

Auslanv.

Der französische S e n a > s a u S s ch n ß für die iE i n ko m men st euer lehnte einstimmig den vom Finanz- ininistcr unterstützten Zniatzanlrag Michel, der eine Be­steuerung der Kupons der französischen Rente anstrebt, ab.

Tic französische .Kammer beriet die Artikel des heercsbudgcts und nahm init 31l> gegen 260 Stimmen entsprechend den Aussordcrungcn des Berichterstatters und des Kriegsnimistcrs den Abschnitt über die Erhöhung des Gehaltes der Obersten »nd Generale an. Tic Kammer nahm sodann mit 500 gegen 30 Stimme» einen Zusatzantrag zum hecresbudget an. der dafür eiiltritt, das; -wes Millionen Francs bewilligt werden zum Ersätze des Schadens der de» Familien durch de» Tod ihrer Kinder, ihrer Oberhäupter oder ihrer Ernährer verur­sacht wurde, die bei dem Militär iniolge von Epidemien oder an­deren Kranlbeiic» verschieden sind. Tiefer von dem Tozialdemo- kralen Ehcsgniäre eingebrachte Antrag war vom Ausschus; und der Regierung bekämpft worden. Ministerpräsident Toumerguc tvandtc sich gegen die von dem ronalistiichen Abg. Telahave vorg.- schlagene Entschlietzimg, die ein rein politisches Vorgehen dankcllc, das sich gegen die den demokratischen Reformen günstig ge­sinnten Minister richte. Iaurös warf Telabapc vor. daß sein handeln niebr von der Politik als von der Gerechtigkeit ausgchc, war aber immerhin der Ansicht, daß es richtig wäre, den Ministern die Mitgliedschaft im Ausnchtsratc der Finanzgcsellschafte» zu untersage». Traissinct brachte dahinlantende Anträge ein. Ton mcrguc nainn die einfache Tagesordnung an und stellte die Per tranenssrage. Tiefe Taqesordnung wurde mit 360 gegen 135 Stimmen angenommen. Tic Abstimmung über den Antrag Traust net wird später stattsindcn. Taraus wurde die Sitzung aufgehoben

Ein Gefecht der Italiener in Benghaii. Aus Bcnqhaii vom 13. März wird gemeldet: Tie Kolonne Latin i wurde in dem Lager bei Z u st i tt a an der Küste der Provinz .Benghaii an, 11. März morgens 2 Uhr von 1500 bis 2000 M alt n überraschend a » g c g r i s s c II. Sie ging zum stiegen stoße vor und zivang den Feind nach tünivicriel Stunden zur Flucht. Gegen 1 Uhr lvars und zerstreute sie den Feind noch ein­mal, her anscheinend Tote und Verwundete holen wollte. Auf

dem Gescchtsscld nmrden 263 Leichen des Feindes, darunter einige Führer, Wasien und Munition gesunde». Tic Verluste der Italiener betragen an Toten ztvei Offizierend ein Soldat und 42 Askaris, neun Oisizicre, sieben Soloatcn mid 93 Askari wurden verwundet.

Studentelumruhen.

Mehrere hundert Militärveterinärc versuchten nach­mittags zum tierärztlichen Institut zu gelangen, fanden aber die Brücke, die den Zugang zn dem Gebäude vermittelt, von Schutzleuten bewacht. Die Studenten versuchten, die Brücke zu stürmen. Schon hier mußte die Wache energisch cinschreiten. Als jedoch die Studenten trotzdem ans Umwegen zn dem Gebäude gelangten, zogen die Schutzleute blank und hieben auf die Demonstranten ein. Von den Studenten wur­den fünf verletzt, davon drei schwer. Einer der Studenten erhielt einen hieb über den Kops, welcher einen Bruch der Schädelbasis zur Folge hatte. Der Wache gelang es schließ­lich, nachdem sie noch >1 Demonstranten verhastet halte, die Ansammlung zu zerstreuen. Daraufhin versuche der Kriegs- ministcr die sofortige Schließung des Semesters.

In einer Versammlung der 'Hörer der Tierärztlichen Hochschule machten die Abordnungen des deutschen Hochschul- Ausschnsscs den Vorschlag, die .Hörer möchten bis Montag demonstrieren, woraus am Dienstag als Abschluß der Kund­gebung ein allgemeiner Umzug der gesamten Wiener Stu­denten stattsindcn soll. Dieser Vorschlag wurde angenommen.

K un d g c b n n g c n italienischer Studenten.

Wien, 13. Mürz. Heute vormittag fanden vor der Universität Kundgebungen italienischer und südslawischer Tlndenten statt ivegen der Errichtung einer italienischen Fakultät. Etwa 400 italienische Studenten besetzten unter Absingen nationaler Lieder die Ulliversitütsrampen. Die südslawischen Studenten beabsichtigten, die Rampen im Sturmlauf zu nehmen, wurden jedoch von der Polizei daran gehindert. Hieraus wollten die Südslawen durch ein Seitcntor der Universität eindringen, aber auch hier trat ihnen die Polizei entgegen.

T r i e st, 13. März. In einer Staatsschule kam es heute nachmittag infolge nationaler Reibungen zu einem Zusam­menstoß zwischen italienischen Hörern cinericits und zlvischcn kroatischen und slovenischen Hörern andererseits. Ein Kroate gab zwei Alarmschüsse ab und verletzte durch einen dritten Schuß einen Italiener leicht am Oberarm. Auf die Schüsse hin drang sofort die Polizei in das Gebäude und trennte die Studenten. Ter Zusammenstoß ist auf einen Vorfall der vorigen Woche zurück,zusiihrcn, Ivo die Italiener slavische Hörer aus dem Hörsaal drängten, weil diese untereinander kroatisch sprachen, was die Italiener als Herausforderung aufsahtcn.

U n r u he» i n L ö >v c n.

Brüssel, 13. März. Seit einigen Tagen manifestie­ren die Studenten der Universität in Löwen gegen den Vizercktor, den sic beschuldigen, einen Ueberwachungsdienst eingerichtet zn haben, den sie sich nicht bieten lassen könnten. Tie Versuche des Rektors, die Streitigkeiten bcizulegen, scheiterten gestern, weil die Studenten angeblich die Ab­dankung des beschuldigten Vizcreltors verlangten. Jnsolge dieser nicht erfüllten Maßregelung scheint d,e Bewegung aus alle studentischen Kreise in Löwen übergegrisfen zu .haben. Etwa 1700 bis 1800 Studenten begeben sich heute nachmittag nach Mecheln, um den Erzbischof zur Vermitte­lung zu veranlassen. In später Nachtstunde sollen einige Studenten sogar das Bild des Vizerettors auf einem freien Platze verbrannt haben.

LonSwirticiiott.

Kopfdüngung der Wintersaaten. Tas säst schnccsrcic Froslwcttcr des Januars hat den Wintervslonzcn im allgemeinen und dem Wintcrgctrcidc im besonderen ziemlich cinv iindlicken Schaden zugciügi: an manchni Stellen wird man ein stärkeres Auswintern der Winlcrhalmfrüchle beobachten tonnen, das dem Landmannc nahcleg!, die geeigneten Mittel zur Kräfti­gung seiner Saaten anznw »den. Als eines der besten Mittel in dieser Beziehung erweist sich eine Kovsdüngung mit Kaliialzen und sck ncseliaorem Ammoniak gegen Ende Februar bis späte­stens Mitte März. Was die Kopfdüngung mit Kalisalzen über­haupt bctiisst, so galt dieselbe bis IN die neuere Zeit vielfach nur als ein Notbehelf, wenn nämlich die Kalidüngung vor der Bestellung aus irgend einem Grunde nicht vorgenommcn wer­den konnte, und zwar benutzt: man :n diesem Zwecke (und benutzt auch beute noch last ausschließlich den Stair.it. Neue Bersuche in dieser Richtung scheinen zu der Annahme zn berechtigen, daß speziell Korst üngungcn mit 40vrozcntigcm Kalidüngesaiz höhere Erträge auiwciien als das Untcrbringcn der Kali atze vor der Beslellung: diele Versuche ergaben auch die Ueberlegenheit des 40vrozcntigen Kalisalzes als Kovioünger vor dem Kaimt. Lassen diese Versuchscraebnisse auch »och keinen allgemein gültigen Schluß zu, so dürsten sie doch geeignet sein, zu weiteren ähnlichen Ver sucken anzurcgen. Jedcniatls wird dem Landivirte anqeratei, werden iönnen, statt des Kainits mal das 40prozentige Kalisalz als Kopfdünger anznwenden. _ Wie ick vorhin schon andcutele, dient eine 'Kovstüngnna mit Kali'alzen zur Kristigung der ausgewin- tertcn Saat: man verabr ihe daher etwa 10--1520 Kg. 40- vro,',einiges Kalisalz: war die Kalidüngung im herbste unterlassen worden, so gibt man gtwa 30' 35 10 Kg. 40prozentiges Kali

iaiz als Kovibünaer (die Mengen gelten für ein Morgen gleich "5 Ar ob"c T'alldung: die schwächste Gabe gilt für nährston reiche, befiele Böden, die mittlere für angehend gute und die stärkste Gabe für nährstonarme in ichlcchttwer Kultur bciindlichc Böden. Tie ruhige, trübende .Krait, die bekanntlich dem ichioc- icliauren Amnioniak innewohnt, macht letzteres im hervorragenden Maße zur Stickiiosidüngnng der .Halmfrüchte überhaupt geeignet. Seine Anwendung zu Wintergetreide erfolgt in der Praris ge­wöhnlich io, daß man ein Drittel (Ende Februar oder Ansang März) als Kovfdünger verabreicht. In diesem Jahre dari die Ammoliiak-Kovwünguug ans keinen Fall verna-blässigt werden, man verabreiche lohne Stallmistdüngung ctioa 30-35 40 Kg. ichweielsaures Ammoniak pro Morgen. Bei Siallmistdüngnng -sind die Kaii-Ammoniakinengcn ungefähr um ein Trüicl Heiner zu nehmen.

Enftictsincilir».

Scharfschießen desL. Z. 5".

Berlin, 14. März, lieber dem Töberitzer Truppenübungs- platz >nnd gestern ein T ch a r i s ch i e ß c n des Militärlust ichiisesZ. 5" statt. In der Nähe des Ortes Tatlgow war ein Trachcnbatlon hoch gelassen worden, unter dessen siorh als Ziel in einer höhe von cltva 300 Metern ein mächtiger, etwa

10 Meter langer und fünf Meter hoher viereckiger Kaste» an­gebracht loar. Tcr Kasten hatte ungefähr die Länge und Breite eines Fiugzxngcs. E-- handelte iich darum, vom Lustschiss aus dieses Ziel zu treffen. Tas Tchisi umkreiste das Ziel, das bei starkem Wind heftig hin »nd hcrgcworscn wurde und gab aus einer Entfernung von 1500 Meter ans dem Ballongeschütz mid ans einem Maschinengewehr 15 Schüsse ab. Der Trachenbatlon wurde dann bcrabgczogen, um die Tresser des Lustichiil'es sestzn- slcllen. Tie Tchicßwirkungcn des Geschützes und des Raichincn- gcwehrcs waren gut.

Berlin, 14. März. Durch eine Ersindung, die gestern in Johannisthal vorgcsührt wurde, ist cs gelungen, die Nach- richlenüberinittclnng ans den Flugzeugen zu vereinfachen. Es handelt sich _iim einen von Professor T o n a t h crfuttbcncit elek­trische n S i g n a l i v i c g c I, der mittels einer Glühlampe von 10 4400 Kerzenlicht starke auf eine Entfernung von 8 Kilometern eine Verständigung zwischen dem Flieger »nd dein Beobachtungspostcn ermöglicht.

Paris, 13. März. Alle Nachsorschungen wegen des geheimnisvollen Flugzeuges, das gestern tit der Nähe des Waldes von Mondon nicdergegangcn sein soll, sind bisher vergeblich geblieben. Mehrfach tvird daraus hingewiesen, daß einige in Lpon aufgcstiegenc Militärflieger, die sich nach Nancy begeben wollten, ivegen des Sturmes ihren Flug unterbrechen mußten. Vielleicht hinge die Meldung über das geheimnisvolle Flugzeug damit zusammen.

Paris, 13. März. Aus Santiago de Chile tvird gemeldet, daß der chilenische Militärflieger Leutnant Bella einen Flug unternommen habe, um das Flugpatcnt zu er­langen. Er ist seither verschollen und man befürchtet, daß er ins Meer gestürzt und ertrunken ist.

K o n st a n t i n o p c 1, 13. März. Ter dritte türkische Militär­flieger S a 1 i m, der hier zu dem Fluge StonstantinovelKairo aulgestiegen war, ist heute vormittag bei Earcmid abgestürzt. Ter Apparat wurde zertrümmert. Saiim und sein Passagier blieben unverletzt.

LingcfaitSt.

(Für Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik steheuden Artikel übernimmt die RcOaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.)

§§ S ii fr e I i i n b c n , 8. März 1914. Am Freitag abend fand hier eine L a n d v e r st e i g e r u u g statt. Bet dieser zeigte sich, wie <tuch bei den bisherigen Versteigerungen, der E i n s l u st der Feldbercinignng. Die K a u s p r e i s e sind bct diesen Ver­hältnissen für den kleinen und mittleren Landwirt faum n o ch erschwingbar. Sv wurden für eine Wiese von 10 Ar 2o Qua­dratmeter 2700 Mk. gezahlt. Wenn man bedenkt, das; dieses Grundstück ungefähr einen guten Wagen Heu und vielleicht die Hälfte cm Grummet liefert, so bedarf es keiner grosten Ueber- legung, um zn ersehen, das; das Geld, als verzinsbares Kapital angelegt, mindestens den zweifachen Ntttzen bringen würde, da man dann mühelos das Heu in die Scheune geliefert bekommen formte und dabei noch ein schönes Stück Geld in der Tasche be- baltcn. Zu begreifen ist das ebensolvcnig wie Nachstehendes: Tie Gemeinde baute ein schönes geräumiges Rathaus. Die Bezahlung erfolgt durch sic selbst und jedes Gemeindemitglied must doch wohl seinen Anteil dazu beitragen. Nun hält man aber erwähnte Versteigerungen in kleinen Wt r t s l o k a l e n ab, ob­gleich ein Gemeindesaal für solche Zwecke zur Verfügung steht. Wie verlautet, sollen vom Privatmann iwch extra 3 Mark für Benutzung des Raumes abgegeben werden.

Märkte.

Gjestcu, 14. Mär;. Dt a v f t b e r t cf) t. Aul denn heutigen Wochemnarkte kostete: Butter das V'und 1,601,13 Dlk.; Hühner­eier 1 Stück 70 Pfa., 2 Stück 15 Big.; Enteneier 1 St. 89 Pta., 2 St. 00 P'g : Gänseeier 1 St. 0-0 Pfg., 2 Sl. 00 Psg.; ftetie

das Stück 6 8 Psg.. 5iäiemaite 2 Stück 56 Psg.: Tauben das Paar 0.801,00 Mk., Hühner das Stück l/'01,60 Mk., Hahnen das Stück 1,502,50 Mk-, Enten das Stück 2,503,56 Alk,, (Smifc das Pfund 7585 Psg.: Schsenfleiich das Pfund 92-100 P'g, Rindfleisch das Psnnd 90 94 Pfa., Kuhfleisch 80 Pfg., Schiveine- fleisch das Pinnd 75-9098 Psg, Kalbfleisch das Pid. 9094 Pw., Hainmelslcisch das Psd. 7096 Pfg. ( Ziartosseln 100 5lg. <-,00 bis 6,50 Alk ; Weiükraut da? Stück 1020 Pfg.; .^iviebeln der Ztr. >2,0015.00 Alk.: Alilch das Litec 22 Psg.: Aeviel der Zentner 25 30 Alk., Birnen das Pfund 2530 Psg., 9lüsse 100 Stück 50-00 Psg. Marktzeit von 8 bis 2 Uhr.

Meteorologische veobachtungen der Station Rieften.

Marz

1914

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Sonnenschein

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SSE

2

10

Regen

14. 7**

748.9

9.6

8,8

96

SE

2

10

Bed. Himmel

Höchste Tenrveratur am 12. bis 13. März 1914 = -f 12,6 0 c. Niedrigste . , 12 . , 13. . 1914 = -f 4,9' ,

Niederschlag: 2,7 mm.