rechliiche deren Jfcfd)u)t?
'betrieb sich über mehrere O»«besft-.tten erstreckt, der Ans- Istcht des Kaiserlichen Anssichtsamts unterstellt ivrrSen, und welche in runde sind ve>t>--i:ient>cnfalls sür den Herrn Reichs kanzler maßgebend? Ich dcgnüqe rnich mit einer jehrift- lichen Antwort
Das prcuß. Herrenstans ist für den 8. Jmruar zu einer Plenarsitzung «unberufen worden Ans der Tagesordnung stestt die Wahl der- Präsidenten, der beiden Vizepräsidenten und der Schriftführer.
Eine Reujnhrssitznng der Kommandierenden Generale mit dem Polizeipräsidenten b. 3aflom als Gast. Im Hotel Adlon zu Berlin hat, wie das Äolsssche Bureau mitteill, am Freitag abend das Iahresscstessen der zum Neujahrsempsangc in Berlin anwesenden Kommandierenden Generale stattflefunden. Den Vorsitz sützrte Generalscldmarschall v. Bock und Po lach. An den Polizeipräsidenten v. Jagow war eine Einladung ergangen.
Auszeichnungen in Bahern. Die „Korrespondenz Hossmann" meldet aus München: Der erste Präsident der Kammer der Rcichsrätze Graf Fugger von Glött iourde in den erblichen Fursdenstond, der Vorsitzende des Mimsterrates Freiherr v. Herkling in de,^erblichen Graicnstand versetzt. Staatsminister v. S o d e n - F r a u en- stosen erhielt das Großkreuz des St. Michael-Derdimst- ordens, der Kriegs minist er Las Oftoßkreuz des Verdienstordens der bayerischen Krone; Justizminister v. The- lcmann und Finanzminister v. Breun ig wurden in den erblichen Adelsstand versetzt. Der Präsident der Kammer der Abgeordneten v. Orte rer erhielt den Titel und den Rang eines Geheimen Rates mit deni Prädikat Exzellenz.
Der sächsische Gesandte an den süddeutschen Hosen, Freiherr v Friesen, tritt am l. April in den Ruhestand Seili Nachfolger wird der gegenwärtige Gesandte an den thüringischen Höfen, Stieglitz.
Das bayerische Königspaar cmpsing am Samstag mittag in der Residenz in Gegenwart des Ministerpräsidenten Freiherrn v. Hertlrng das am hiesigen Hofe beglaubigte diplomatische Korps, das zum Jahres- tvechsel und Geburtstage des Königs seine Glückwünsche darbrachtc. An den Empfang schloß sich Hostofel im Hofballsaal der Residenz an.
Zu dem Anschlag aus den P o st c n i » Z a b c r n teilt das Generalkommando des 15. Armeelorps dem Dolsf- schcn Tel Bur. mit: Die Meldung, daß auf den Wachtposten des Infanterieregiments Nr. 105 im Zchloß.garten in Zabern am 26. Dezember 1913 zwei scharfe Schüsse abgegeben worden seien, hat zur militärgcrichtlichen Feststellung des Tatbestandes geführt. Die Aussagen des Postens und zweier Zivilpersonen haben zweifelssrei ergeben, daß zwei scharfe Schüsse aus nicht zu großer Entfernung vom Posten gesallcn sind. Beide Geschosse sind über dem Bereiche des Postens tvcg- gefloge», das eine und erste so nahe, daß der Posten über, zeugt war, cs werde aus ihn geschossen. Die Annahme verschiedener Zeitungen, es handle sich um einen Unfug unter Verwendung einer Schreckpistole, ist nach den uiigcstcllten Persuchen und den Aussagen der Zeugen vollständig haltlos geworden. _
Prinz Hein rich dcr Nicder la ndc reift am 7. Jan. sür einige zseit noch dem Taunus.
Poincare geht »ach Rußland. Der „Marin" meldet, daß Präsident Poinearö voraussichtlich im Laute dieses Sommers eine Reise nach Rußland umernehmen werde. Der genaue Zeil- ,'punkl der Reise lmde insbesondere wegen des Gesundheitszustandes -der Kaiserin von Rußland noch nick« bestimmt scftgcstellt werde« können Jsiovtski und Minrftcrvräiidenl Kokowtzow hätten dem Präsidenten der Republik mitgeteilt, daß sein Besuch in Petersburg lkbbaste Freude Hervorrufen werde. Präsident Poincarö, der dieser Reise einen moglrchn glanzvollen Charakter verleihen motte, luetbc wahrscheinlich von einem Teil des Mütelmceraeschwaders begleitet sein und den russischen Heeresmanöoern beiwohnen. Man dürfe annetmcn, daß der Zar den Besuch Poincarss erwidern werde.
Enver Bei zum Kriegsminister ernannt. Das Jrade. durch welches Enver Bei zum Kriegsmimüer ernannt worden ist, befördert ihn gleichzeittg zun, Briqadeqencrat. Ter Sultan empfing am Samstag abend Enver Bei in Audienz, wobei Enver Bei den Amlscid leistete.
her Allgemeine Schriftsteller-Verein stiftete einen silbernen Blumen korb als Taselaussatz. Heute veranstaltetete der graste Deutsche Schiiftstellerverband zu Ehren seines Präsidenten ein Festtnabt im Zoologischen Garien.
— Ein Heiligtum d e s P t u t o. Aus Rom, 4. Jan., n»rd gemeldet: Pwiesior Boni teilte dem Unterrichtsminister m,:. haß « mir dem Palatin, dem Mittelpunki des ältesten Ra.n, ein Pluto und Proicrpina geweihtes Heiligtum gesunden
N. Shacklctvns geheimnisvolles Schlitten me lall, sir Ernesl Sbacklewn wird aus seiner nächsten, diele Tage viel erörterten Südvolfabrt Ivahrscheinlsch nicht Schlitte auS Holz, sondern solche aus Metall verwenden, wie er soebc einem Vertreter der „Dailu Mail" mitgeteili hat. Er zeigte dei englischen Zeftmigammiue iiämlich ein Metallrohr, das so lest! wie ein Blasrohr ist, und mit dieser Leichtigkcü doch die Stär' und Widerstandsfähigkeit des Stahles vercinigi. Um was für ci Metall oder was für eine Metallmischung es sich dabei Handel ist vorläufig noch sein «Geheimnis, icdensalls sollen Schlitten -ni b,e,em Metall etwa bald so schwer ^sein, wie Holzschlftte». ivc rstr eine «rchlitteniabrr über das Südvolareis gcwist eine q. waliige Ersparnis a» (Kewicht wäre: Sbacklewn glaubt auf die Weise sür 20 Tage mehr Mundvorrat zu einer Schlittenfahrt mi nehmen zu können, als bei der Verwendung der schwere» Hol schlitten unter sonst gleichen Bedingungen. Einstweilen ioird d< geheimnisvolle Metall durch Fachleute noch eingehend aus seii vbll,italischen und chemischen Eigenschaften imtersucht- vor alte handelt es sich darum. seftzuftcNen, ob es bei besonders liesi Temperaturen nicht unangenehme Eigenschaften entwickelt , . ^Tas Glashaus oo» K ö l n Die großen Mögllc ketten, ine in eine, Verwendung des Glases als Baumaftriol schluo mein, haben die Dichter schon oft insviriert: min ioird inan ! acutschland binnen kurzem Gelegenheit haben, zum erstrnm > ein rast ausschließlich aus Glas bcrgestelltes Gebäude zu sch. mrd sich ein Bild oon den manmqfachen reizvollen ^ich: ui ,varbenwnckungkn zu machen, die durch lhlasbaitten erzielt iwrfr rönnen. SS bandelt sich um das von dem Architekten Brnr Laut entwonenc qrs^-- Glasbau«, da« bei der DrrkbundaussteNv, m Wln erstehen nwrh und üf*r das die ..Baumelt^ in ihr neuesten Nu-vrmkr einige interessante Mitteilungen macht. D Kölner Glashaus rem-asentiert sich als ein von cmrr machtia Dippel gekrönter qrofter Pavillon: die Nuvve!. die in der Z-or etn es R homboeders an .Vnftatt^ncn erim^ert. ist aus Glastaie zusammengesetzt, die durch ein Tisengerwve steftützt werden A Sockel des Baues dient Beton: im übrigen aber herrscht übe« ^ a ? bildet iit Form von gläsernen Bausteinen d Wände, selbst der Fußboden ist <nr* OHa-5 konstruiert Der grv Glassaal wrrd eine Breite vo» 10-, Metern und eine Höhe v, <\i Metern -ufweisen und durch die Tönung des Glases werb hier ganz eigenartige und reizvolle Lichtobstuftingen erzielt loden Sin tcsonderer Ornamentramn wird dann noch zciae in wie oielMKger Weste das Gl-S im modernen Hausbau künstle rischen Farben und Lichtwirk,ingen verwrmdet werden kan
Der Kabinetts Wechsel in Bulgarien. Der König Ferdinand emvsing am Sonntag den Präsidenleir der Sobrame Watschen, IN Audienz, um mit ihm über die Lösung der Ka dinettdorbre ,i, beraten. Aut Enwsehlung Watschews wurde Ra- d'a s t a »• w mit dev Neubildung des Kabinetts betraut. Am Montag nachmcktag muß das Uabrnett k-mstituiert sein. UNI sich der S-brame oorzustelle», die nach der (Montag-) Sitzung in die Wcihnachtssericn geht. 1
3< a d) einer Erklärung des Präsidenten W i t s n n hatte seine Beipreckmng mft dem Sondergesandten Lind keinen Wechsel in der Politik der Regierung gegenüber Mexiko zur Folge. Auch sei kein neuer Plan oder Schritt in der gegenwärttgeu Lage beschlossen worden. , ,
24000 Hinrichtungen in einen) 3 ® 6 JJ-
Tschengtu (Provinz Tschrtichuaitt, 3. Jan , wird gemeldet: üach einer Schätzung haben in der Provinz Ti'chetschiian im Zaure l.slo 24 000 Hinrichtungen meist von Räubern stattgetnnden Eine große Zgh! ist der nationglen Umwälzung, den hodcii prciseii lur Ovmm und der Uebervälkerung zuzuschrcibcn. Die wncklichen Zissern überschreiten naihrscheinluh noch dicse^chatzunä_
An» St«»t an*
Gießen, ö. Januar 4S14.
Die Eta lübersck reituntzen bei der städtischen Ueberlmdzeutrale,
Die recht wir batten, als wir cs bemängelten, Satz so wichtige und weiteste Kreise interessierende Dinge lvie die lleberschreitunqen der Etatsumme für die städtische Ucberlnnd- zentralc in geheimer Sitzung verhandelt und „erledigt" wurden, beweist uns folgende Zuschrift:
In Rl. 306 des Glkßcner Anzeigers wird über eine „ge- hennnisvottc Stadtvcrordnctenversammtung" berichtet, die sich mit den Ileberschrcitungen bei der Ueberlandzentrale beschäftigt hat. Zu diesem Bericht bemerkt die Redaktion einleitend, „daß er von dem Berichterstatter rosig gefärbt worden sei!" Ein ähnlicher Bericht besand sich auch in der „Frist. Ztg.". Es ist also nicht schwer, den Verfasser beider Berichte zn erraten. Damit kann man denn auch ans die Quelle schließen, die sür beide Berichte die Unterlagen geliefert haben muß. Nach dem, was mm in letzter Zeit aus dieser Stadtverordneteniitzung durchgesickert ist, ist das Resultat dkl Versammlung ein wesentlich anderes gewesen, als man es lesen konnte. Ist da nun nickst die 2lnfragc berechtigt: wie kommt cs, daß eine leitende Stelle Berichte ver
anlaßt, die den Stempel der Willkür und Tendenz an der Stirn tragen? Oder ivarunl berichtigt sie nicht, falls sie salsch verstanden sein sollte? Sind die Stadtverordneten in einem Falle, wo die Leitting der Veriammlung sich nicht an ihre Sckyoeige- vfticht gebunden hält, sondern „rosig gefärbte" Eingaben unterstützt, vervslichtct, zu sästveige», um dadurch verdächtig zu werden an der Jrresührung der Bürgerschast. oder dürfen iie in einem solchen Falle unwahre Berichte der Wirklichkeit entsprechend be- lichstgen? Vom inoratischen Standpunkt aus ist doch wohl das letztere das Richngcre. Eine weiicre Frage ist: ivird es sich die Stadtverordnelenveriannnlung gciallen lassen, daß die Bürgerschaft össentlich irrcgesührt werden soll, oder wird sic dagegen in energischer Weise Front machen? Nach meiner ?Insicht batt sie sich eine solche Behandlung nicht gefallen lassen. Drittens ist doch auch wohl die Frage berechtigt: warum werden derartige Beratungen übcrhanvt gehetm gehalten?: warum wird nicht öfteutlich verhandelt? Der Einwand, daß die „Biiueru" criadrcn, wie teuer sich die Stromherstcttung für die Stadt Gießen stellt, ist nicht stichhaltig uird kan» nicht stich- hallrg sein. Die Stadt soll nur richtig rechnen. Sie soll vor ollem nicht vergesjcn, die ?lmorti>ation der Anlag,- ftir die llehertand- zcntrale und die Abschreibungen richtig einzuictzeu, dann wird sich schon zeigen, daß nicht eimnal die hierfür unbedingt anfzubringeudeu Beträge cingehen, von den Herstellungskosten ilberhaupt nicht zu reden. Tann luerden die Bauern sehen, lvas die Stadt Gießerr an der Stromlieserunq «ährlrch »nsetzr» muß. und was die Bürgerschaft Gießens demnächst für Fehtbetrgge auizubringen bat. Ohne eine erhebliche Sreuererhölning ioird das nick« ahgebeu. Tann wird inan aber auch wefterbin verlangen, daß die E t a t s ü b e r s ch r e i l n u- qcn, die mit 600 000 Mark als nnalanbtich zu bezeichnen sind, soraiällig geprüft lverden inusien. und daß man die Stellen, die dafür veranlwontich sind, auch in energischer Weise zur Rechew- sckiatt zieht, und sie iolrtv Ueben'chreftunaen decken läßt Als un- asmrblicki muß cs bezerckmei lverden. daß allein sür die städtziiche elek- triirfve Beleuckstung etwa 14 000 Mk mehr ausaeasben worden snrd, als im ckGranichlaa stehen. Kr-ranttvoirlich für »lche Wirtschaft sind der Oderbirrgermeistcr und der Direkror der Glektrizit.ätswerkc Was würde Wohl eine Aktrenqeiellschast tun, wenn die leitenden Direktoren so wirtschaften würden, und was würde die Generalveriamm - bmg solcher A -G. mft dem Aussiehtsrat tun'.— in diesem Falle die Stadtveroednelenoenammlimg — wenn sie nicht strenge ihre Pflicht tun würde? Bestie, Auftichtsrat lvie Direktorium, lvürhen durch die Hleneratversammlung glatt zum Rückftftt vev- anlaßt -werden. Soll »IM in eineni Falle, bei deni die Olcwmteinwodnerfchgil Ofteßens die Kosten zu tragen bat — etwa 2 000 000 Mark sind litt die Ueberlandzentrale bereits aufgewendet ivorden — nicht verlangt werden dürfen, in breitester Oes- ientlichkeit zn verhandeln, damit endlich Klarheit und Ruhe einftilt? Zu der UeberlandzeMrale Gieße» gehören die qc- ringsten Orte der Provinz, deren Stromabnahme in keinem Verhältnis zn den hohen Anlaaekosten steht. Außerdem sollte man Pläne wie die Anlage der elektrischen Bahn nach Kroidori möglichst bald rückgängig machen. Was^acsvart werden kann, muß gespart werden, damit der anqerichtctc Schaden nicht noch größer ivird.
Von mehreren Seiten wurde uns bestätigt, daß der in die Oeffentlichkeit gelangte Bericht nur tendenziöse Ent- stellungeu enthalte. Wir meinen, die in den vorstehenden Ausführungen gestellte Frage: was die Stadtverordneten nunmehr tun sollten, ist leicht zu beantworten. Sie werden den Oberbürgermeister veranlassen müssen, alsbald eine Klarstellung eintrelen zu lassen durch Verössentlichnng eines eingehenden Berichtes über die -Vorgänge, die zu der ungeheuerlichen Etatüberschreilnng geführt ha
ben. Namens der iOeffentlichkeit vertreten lvir dieses Verlangen init aller Entschiedenheit. Wir Ivollen ilns eine Kritik der Einzelheiten für später^ Vorbehalten, >venn uns die vollständigen und richtigen Grundigen zur Hand sind. Schon heute aber dürfen wir sagen, daß die Schlußfolgerung, es sei eine größere Rentabilität zu erwarten, weil nicht für 2V, sondern schvn für 8 Teilnehmer ein Anschluß hergestekli lverden müsse, geradezu doll- kühn genannt werden muß Jedenfalls wirken solche Vorspiegelungen, ivenn dabei die anderen so tvesentlich mitspie- lenden Tatsachen verschwiegen werde», einfach lächerlich. Es kommt da dach sehr tvesentlich <rnf die Grüße und Wohlhabenheit der beteiligten Landgetnctinden an. und unseres «tssens gehören die Landstädte der Provinz nicht zu detn städtischen Netze. Daß von Rentabilität nicht gesprockxn tver- den darf, tvenn nicht zugleich von Amortisation und Abschreibung die Rede ist, darauf wurde in der vorstehenden Einsendung schon treffend hingewiesen. Warum lassen die Stadtverordneten es sich gefallen, daß die Stadtverwaltung so hohe Ausgaben für einen fragwürdigen Zweck eingestellt hat, ohne daß sie v v r h e r über ihre Meinung befragt worden find? Wenn kleine Ueberschreitungen bei in Submission vergebenen Arbeiten von Handwerkern und Gewerbetreibenden vorgekommen find — nne lebhaft hat man da
über solche Vorkommnisse debattiert und Abstriche vorgenommen! Verdient eine Stadtverwaltung, die einen belvil- ligten Voranschlag in so erheblicher Weise überschreitet, eine andere Behandlung?
** Tageskalender für Montag, den b. Januar: vD ü rg « rvere in Gieheu: »lieber de» Welirtzeitrag »nd Feaoe- eantwortuug'. Finanzanttmami Meyer. Abend» 8'/, Uhr im Hotel »Einhorn'.
?! a t i o » a l l i b e r a l e r Verein: »Die Stillung der Frau »I öhenlliche» Leben". Vro'esior Dr. M o l d e n h a I, e r - Köln. Abends 8'/» Uhr im Hotel „Großherzog".
Trinker-Fürsorge st eile sür Stadt und Landkreis Gießen öließen SIsterweg 8. Sprechstunde jeden Dienstag abend 6 1 /, bis 8 Uhr.
** Ernenn u n g. D-r. Dreher- Friedberg ist von der Regierung zum K r e i s u r ku n d e n p fle g c r des' Kreises Friedberg ernannt worden.
** Zum Wechsel im Kommando der Grvsth. Hessischen (25.) Division Der mit der Führung des >l. Armeekorps in Kassel beauftragte bistserufe Komman- >deur der Großh. .Hess. (25.) Division in Darmstadt, General- leutnmii v. Plüskow. Ivar der 17, .«ornmandeur der seit 71 Jahren bestehenden hessischen Division Diese wurde am 20. Dezember 1842 als Infanterie-Division geschaffen. Tie Kommandeure der Division ivaren die Generale Prinz August zu Sayn-Wittgenstein-Berleburg (1842—1848), Frei Herr Schässer v. Bernstein (bis 1858), v. Weitershauscn <biS 1864), Klingelhösfer (bis 1866), Freiherr Pergler von Perglas (während des Feldzuges 1866). Prinz Ludwig von Hessen und bei Rhein, der spätere Großherzog Ludwig IV. (bis Juni 1877), die Generalleutnants v. Wrchmann (bis 1879), Prinz Heinrich von Hessen und bei Rhein, der Ohein, des jetzigen Großherzogs und Bruder des Großherzogs Ludwig IV. (bis 1887), v. Wißmann (bis 1890), v. Bülo,v (bis 1895), v. Goßler (bis 1896s, v Müller (bis 1898 , Freiherr Schilling v. Eanstatt (bis 1900), v. Perbcmdt (bis 1902), Freiherr v. Galt (bis 1906), v. Strantz (— 1911), v. Plüslow vom 23. April 1911 bis 1. Januar 1914). Sein Nachfolger ist, lvie wir bereits inittzeilten, eftenerälmajor Freiherr v. Lülwitz, bisher Oberguartiermeister im Generalstabe in Berlin.
" Eütcr-U,»gehun.gSbahn Gießen — Klein- Linden. Zur Erbauung der Güter - Umgehungsbahn bei Gießen—Klein-Linden wird ein Teil des Wäldchens »Hoppc- stein" abgeholzt und abgetragen. Die Gemeinde Llllendorf bekommt für den Boden rund 200000 Mk. und der größte Teil des Geländes bleibt in ihreni Besitz. Auch das gefällte Holz gehört der Gemeinde.
** Preisbewegung. DaS Kupferblechst> ndi kal in Eassel hat die Preise von Kupserblechen um 4 Mk. auf 165 Mk. h e r a u s g e s c tz t. — Schnittblumen, die zurzeit nur aus dem Ausland zu bezicben sind, haben ini Preise eine Steigerung von 20 bis 25 Prozent ersahren. Der Bedarf ist für den Winlcr in Deutschland so groß ge worden, daß die Produzenten in den südlichen Ländern den Bedarf kaum decken können.
** Viehhändler Hermann Jakob h. Gestern nachmittag wurde ans dem Friedhof am Rodberg die Leiche des Viehhändlers Hermann Jakob bestatte! Ein überaus zahlreiches Gefolge von Leidtragenden, darunter der Verein der 116er mit der Fahne, dre Union, die Altersgenossen 50er von 1908, Mitglieder der Metzger Jnimng, gaben ihm das letzte Oteteit. Rabbiner Tr. Sau > der hielt die Gedächtnisrede. Tie ll6er, die Union und die Lltterskollegen legten Kränze am Grabe nieder — Hermann Jakob entstammte einer sehr alten oberhessischen Viehhändler-Familie. Er wurde in Nieder Gemini den geboren. Der Verstorbene war ein Mann, der wegen seines einfachen Wesens und seines gesunden Humors bei unseren Landwirten und seinen zahlreichen Kollegen ein gern gesehener Gast war.
"Ein schwerer Unsall beim Rodeln ereignete sich am SomStag mittag aus der Frankfurter Straße. Ein bjähriger Knabe fuhr aus einer Rodelbahn von der oberen Dammstrahe in Klein-Linden zur Frankfurter Straße. Ta er den Schlitten nicht rechtzeitig cinhalten konnte, geriet er unter ein Fuhrwerk a»Z LIllendorf. Er erlitt eine stark blutende Wunde am Kopf und eine Quetschung des Fuße«. Der Fuhrmann fuhr den Jungen in die Klinik, wo sich glücklicherweise die Verletzungen als nicht gefährlich herauSsielltcn.
** Fabrik-Einweihung. Am Samstag sand zu Rri s- k i r ch e u die Einweihung der vergrößerten Zigarren-Fabril-Filiatc des Kommerzienrats S ch i r ni e r - Gießen statt, wozu sämtliche Ar beiter und alle, die mitgcholien hatten, die mustergültigen Arbeits räume scriigzustellen, cingelodcn waren. Kommerzienrat Schirmer mit seiner Familie und dem Gießencr Beamtenpersonal wurde von Werkmeister Schäfer und den 'Arbeitern in den festlich geschmückten Räumen empfangen. Nackidem man sich an de» reich gedeckten Tischen mit Speise und Trank gestärkt batte, ergriff Kommerzienrat Schirmer das Wort zu einer längeren LlnSillbrung über den Werdegang der Zigarrcniabrik, die unter der tüchtigen Leitung des Herrn Schäfer eine Vergrößerung unbedingt ersorderlich machte. Endlich dankte Herr Schirmer Herrn Schäler und sämtlichen Arbeitern für den hcrzlick-en Empfang und die schöne 'Ausschmückung der Arbeits- rä»n,e. Fräulein Bellcheu Schäler überreichte dann dem Kom - merzicnrat Schirmer^mit einem sinnreichen Eftdicht eine» Blumenstrauß. Werkmeister Schäfer dankte daiaui im ?iamen der Arbeiter schait sür alles Gute und Schöne, was sic bisher von ihrem Cbes eriäbren hätten und deutete auf das herzliche Einvernebmcn zwischen Arbeitgeber und 'Arbeitnehmern hin. - Drr mit den nioderusten gesmidheitlichen Errungenschaften ausgcstattcte Raum kann durch die Vergrößerung ,etzt 70 Personen fassen (früher 45). Als Nach scier wurde zn den Klängen der Kapelle Schön ein slotles Tänzchen veranstaltet.
" Verbrüht. Ein Unqlücksfall ereignete sich am Samstag abend aegen ?>/» Uhr in dem Hause eines Metzger- nieisterS am SeltcrSweg. Das Dienstmädchen wurde beim Putzen durch Unvorsichtigkeit mit heißem Wasser übergossen, so daß die Sanilätskolonnc die Verletzte in die Klinik überführen i»»ßte.
•' Vichmarkt. Interessenten diene zur Nachricht, daß der Austrieb zum morgigen Viehmarkt erst von 8 1 /, Uhr an beginnt.
Landkreis Giehe».
i Beltershain, 4. Jan. Bei der im Oktober vor genommenen G e »i e i n d c r a t s w a h l wurden die Land wirte Karl »ornntitnit, Statt Petri und Wilhelm A s i gewählt. Gegen die Wählt war von einem Ortsbürger wegen angeblicher Dahlbecinslussung Widerspruch erhoben worden. Die Haltlosigkeit der Angaben konnte jedoch nachgewiesen werden, und die Wahl wurde vom Kreisamt bestätigt Gestern wurden die Gewählten verpflichtet.
KreiS Büdingen.
8 Büdingen, 4. Jan. Tie hiesige Genossenschaft s m ol ke r e i m. ii. H. hat mit Jahresschluß den Betrieb cingeshellt. Sie tritt in Liquidation.


