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In» ix« Berch »oh Stur du üatcbo fhtitia. Weitem Ptbaiu»- trtett K'ibr Tritf btcfcTbfit Stellungen bis wnn 'Xbmb

2f> frittiere ffiKH-orbiiftP. bic auf ö v r r t« s Befehl feit dem 10. Cftpber tnt (%'länflTU< sich beiuibcn, sind «m qtltriqen ftrcitaq CMttttfffti roorbot, natbbom die Richter des Bezirksgerichts die gegen sie erhotvne Anklage tvegen Aufruhrs als unbegründet »«rückwiesen. >

An» Stadt und Land»

Gießen, 3. Januar 1914.

Dir Streupflicht bei Glatteis.

Endlich har der Winter sich nu» doch wieder cingefunde» ^ dazu mit ganz gefährlichem Charakter: bald Cie- und Schnee, bald Tauwind und Rege». Bon größtem Interesse ist deshalb die Frage der Regelung der Hastpsttckit bei Unfällen, die infolge oon Eisglätte aus ordnungsmäßigen Gehwegen eintreten. Tie Streupflicht dei Glatteis ergibt sich für den, der einen Berkehr nicht eröffnet hat und deshalb nicht ivie der Gastwirt oder der Kaufmann aus Grund eines einem Vertrage ähnelnden Verhältnisses als haftbar erklärt werden kann, aus de» ortsvolizcilichen Verfügungen. Wer gegen eine solche Perfügung verstößt und das Streuen unterläßt, verstößt gleichzeitig gegen Absatz 2 des 8 823 des Bürgerlichen Gesetzbuchs. Tanach luirb der haftpflichtig, der gegen ein den Schutz eines andern bezweckendes Gesetz verstößt. Zu solchen Schutzgesetzen gehören auch die polizeilichen Verordnungen. Vielfach besteht die irrige Mei­nung, daß der Hauseigentümer durch Observanz 'Orls- übung, verliehene Rechte) von der Rcinigungspslicht utid Streupflicht der Straße trotz der polizeilichen Verfügung de freit sein könne. Bezüglich der Tlraßcurcinigungspflicht trifft das zu, dagegen hat das Reichsgericht ausgesprochen, daß die Polizei ungeachtet der be st ehe »den Observanz rechtsgültige Verfügungen zum Schutze von Leben und Gesundheit des Publikums erlas­sen kann. Zu solchen Verfügungen gehören auch die, die den Grundstückseigentümern und Straßenanliegern die Pflicht zum Streuen bei Glatteis nuferlcgen.

Nunmehr hat das Reichsgericht wieder ein Urteil des Obcrlandcsgcrichts Breslau aufgehoben, das^die Ansicht vertritt, daß eine polizeiliche Verfügung zum Streuen bei Glatteis nichtig sei, weil der betreffende Hausbesitzer durch Observanz von der Straßenreinigungspslichr befreit sei. Das Reichsgericht hat zur B e g r ü n düng ausgeführt, daß es dort, wo cs sich um den Schutz von Leben und Ge­sundheit d e r M i t m e n s ch e n bandelt, nicht darauf an kommt, ob eine Obiervanz besteht, die durch die polizeiliche Verfügung umgestoßcn wird.

"Tageskalendcr. Sladttheater: Sonntag nach» mittaq 37, Uhr: .Jilmzanber": abends 77, Uhr:Tie spanische diene."

Karneval-Konzert in Stein? Garten.

Lichtspielhaus: Täälich Vorstellung.

Union-Theater: Täglich Vorstellung. (Dienstags und Samstags neues Vrogrannn.l

Das M n s e »I» a», Brandvlatz ist der Kälte Ivegcn bis a u l weitere? g c s el> l o I l e n.

Tic A n l a g e n i» u s i k findet bei gutem Wetter morgen vormittag kl Uhr in der' Süd-Anlage statt, l. Marsch der Beriag- lieri von R Eilenbcra. 2. Ouveristrc zur kl »er ..Tie meine Tome" v. SB. Koildicu. 3. Einzug der Götter in Wallnrll aus dem Musik­dramaTas Rhcingold" von R. Wiagner. 4. Int Tchnincl der Wassen, Marsch von B. Garlepp.

" O s seu e L eh r er stell e n. Erledigt sind 13 desini- tiv zu besetzende Stellen an der Volksschule zu Mainz ^Stadtbezirk und Vororte!, von denen 7 mit katholischen Lehrern, 2 mit evangelischen Lehrern. 3 mit katholischen Lehrerinnen und eine mit einer evangelischen Lehrerin be­setzt werden sollen. Eine mit einem evangelischen Lehrer zu besetzende Lehrerstrllc an der Volksschule zu Schwa bs- burg, Kreis Oppenheim. Eine init einem katholischen : Lehrer zn besetzende Lehreritellc an der Gemcindeschule zu

Weinolsheim, Kreis Oppenheim. Mit der Stelle ist ' Organistcndienst verbunden.

** Iic Führung der 25. Division wurde an Stelle des nach Kassel zum kommandierenden General des 1 l. Armeekorps versetzten Generalleutnants v. Plüskow dem Generalmajor Frhrn. v Lütt Witz, bis jetzt Ober- guartiermeistcr im großen Gencralstabe der Armee, über- f tragen.

** Zeutralkasse der hessischen l a » d w i r t - ' schaftlichen Genossenschajten (eingetragene (tze-

- nossenschaft mit beschränkter Haftpflicht). Eine außcrordent- l liche Hanptversammlung findet am Samstag, den 10. Ja- -J nuar, nachmittags 2 Uhr, ini Städtischen Saalbtu zu s Tarmstadt statt. Es ist folgende Tagesordnung ausgestellt J worden: 1. Aendcrung bezw. Ergänzung des Statuts durch f Annahme des aus vielfachen Verösfentlichnngen bereits be­kannten Abkommens mit der Großherzoglichen Regierung,

' betrcssend ein Tarlehen von einer Million Marl und einen .Kredit bis zu zwei Millionen Mark und die Aufsicht der Re - ^ gierung über unsere Zentraltasse. 2. Geschästliches: a) Mit : teilungeu des Vorstandes, b) Anfragen aus der Versamm-

; lung

S t a d t IIi o n t c r. Aus die beiden morgigen Vorstellungen,

. nachmittagsFilmzaubcr" bei steinen Preisen, abendsTic ; f v.a nisch e Flieg c", die bei den bisherigen Aussübrungen so ^ außerordcnllich gcsalle» haben, sei auch an dieser Stelle hingewiescii.

** Obcrhcssischer Ku n st v e r e i n. Tic neue Aus- ' steltung derFreien Verrinigiing Darmstädter Künstler", welche sehr reichhaltig ist, und durchweg gute

- Bilder ausweist, ist von morgen, Sonntag, an geössnet.' In ' der Ausstellung sind vertreten: G. Althcim-Tarmstadt, E. : Beithan Buchschlag, A. Bertrand-Tüsscldors, A. Be>,er- . Tarmstadt, Anna Beyer-Beckcr-Tarmstadt. E. Bracht-TreS-

den, R. Hoelscher-Tarinstadt, Ludw. von Sofmann-Wcimar, ; 5a. Kötelböhn-Willingshauscn, L. Kanicr-Tarmstadt. M. : Kern-München, E. Küstner-München. £>. Otto Tüsseldors.

« W. Prectorins München, M. Schmoll v Eisenwerlh-Sluitzart,

- H. Suttcr Neustadt, 2. Ubbelohde-Goßfelden, W, Waentig .Hohenschästlarn, I. Weiuheimer-Tresdcu und H. Zcrniii- Tarmstadt.

** K a r » c v a l i st. Konzert. Wir werden gebeten, nochmals auf das karneval. Konzert, das morgen in Steins Garten von der Großen Gießcner Karneval-Geskllschafl veranstaltet wird, auimcrk- sam zu machen.

* * Militär-Sondcrzüge, welche die Urlauber wieder in die Garnisonen znrückbringcn, kreuzen tagsüber wieder unsere Station: Gestern passierte vormittags 10 25 Uhr ein Zug BerlinFrankfurt a M.-Straßburg, ein lug 11.30 Uhr Frankfurt o M., nur mit Gardemannschaften »ach Berlin, nachmittags 2.35 Uhr Kasse, Ticuze, 2.55 Uhr Hannover-Metz. .Heute verkehren nachmittags 2 08 Uhr HannoverStraßbnrg, 2.45 Uhr Hannover -Mörchingen Morgen tommen als letzte Transporte vormittags 10°0 Uhr BerlinStraßbnrg, 12.10 Uhr Frankfurt a M - Ber- liit und nachmittags 2.10 Uhr HannoverStraßburg kahl- reiche Mannschaften, die mit der Lahnbahn und den ober-

heitischen Linien angekommen waren, stiegeit in die Son-

dcrzügc ein. Vom 2. -4. Januar sind Militärpersonen, welche die Berechtigulvg haben, mit MMtürbillets Eilzüge benutze» zn können, trotzdem aus verschiedenen Linien, dar­unter «auch auf der Strecke Frantsurl- Gießen- Kassel Berlin, von de, Fahrt mit MilitärbillctS in diesen Zügen ausgeschlossen. Sie tonnen diese Züge nur gegen Entrichtung des vollen Fahrpreises benutzen.

"Der Sonderzug für Winterfporttrei­ben de zwischen Nidda und Schotten ist auch für nrorgen vom Schiklub erbeten worden.

** IS i n Einbruch wurde tu der letzteu Nacht gegen 4 Uhr im S p r i ii g ril a n n s ch e n S ch u h h a u s auf der Bahnhofstraße verübt? Die Diebe drangen von hinten über das Dach der Waschküche hinweg in das Haus ein, nach­dem sie ein Fenster zerschnitten hatten. Sie erbrachen die Ladenkasse, fanden aber nur den geringen Betrag von drEi Mark darin vor. In Ermangelung dessen nahmen sie 10 bis 15 Paar Stiesel im Werte von etwa 200 Mark mit. Durch den Garten haben die Diebe das Weile gesucht, wie inan an den Fußspuren im Schnee deutlich erkennen kann. Eine Frau aus der Nachbarschaft horte um diese Zeit ein verdächtiges Geräusch. Die Nachforschungen der Polizei haben noch keine bcstinimtc Richtung angenommen,

** Unglücksfall infolge der Külte. Auf der oberen Bahnhosstraße kam am Freitag nachmittag eine al­lere Frau, die ui der Credncrstraße wohnhaft ist. auf dem Fußsteige zu Fall und war nicht imstande, sich wieder zu erheben. Vorübergehende brachten sie in eine naheliegende Gastwirtschaft, wo ihr SanitätSmannschasteii die erste Hilfe leisteten. Sie stellten einen sehr schweren O b c r s ch e n t c t ° brudi fest. Tie Bedauernswerte wurde nach der Klinik ge­bracht.

- Goldene Hochzeit. An, 2,1. Dezember begingen die Ebeteute Metzgerviciüer Georg Törn e r und Frau das Fest der goldenen Hochzeit. Aus diesem Anlaß wurde ihnen vom Grvßbcrzog eine Photographie mit eigenhändiger Unterschrift zum Geschenk gemacht.

" Die silberne Hochzeit feierte an, gestrigen Freilag der Königliche Zugführer Hcinr. Scherz im engsten Familien­kreise.

Landkreis Gießen.

Große» Linde», 2. Jan. Eine öijentliche Ge- meindcvertretcrsitzuug siudct am Montag, de» 5. d. Mts,, abends 8 Uhr, im Rathause mit folgender Tagesord­nung statt: I, Einführung der neu gewählten Gemeinde- ratsmitglieder. 2. Wahl eines Kontrolleurs und eines Ae- mcindcgütcrpslcgcrS. 3. Wahl, der Bevollmächtigten zur Kreistagswahl. k. Erweiterung des Burgwegs. 5. Ankauf von Karbid. 6. Die in die Geineindeläsfe abzuführenden Bür- gcrmeisterei Gebühren.

k. Geilshausen, 2. Jan. Unsere im Lause vorigen Jahres crsolgic Bürgermeislcrwahl hat jetzt die behörd­liche Bestätigung erhalten. Die Verpflichtung des neuen Bürgermeisters Lndivig Wagner dürsie auch in den nächsten Tagen erfolgen und unsere Gemeinde wieder ein Ortsobcrhanpt erhalte».

Stangenrod,!. Jan. Ans Einladung des Ziegen- zuchtvereinS hielt M. S ch m al l-Gießen im Gasthaus Klüs eiiicu Vortrag über das ThemaWoran erkennt man eine gute Milchziege »lib wie kann ich das Alter der Ziege fest stellen?" Ter Bürgermeister rröfsnete die Versa,nmlnng und ermahnte am Schlüsse die anwesenden Züchter, die sach- mndigen Ausführungen des Redners in der Ziegenzucht zur Anwendung zn bringen.

Inheiden, 3. Jan. Wie wir dieser Tage berichteten, geht das Gerücht NM, daß in der Spar- und Tarlehns- t a s s c zu Inheiden ein F e h l h c t r a g von 7000 Mark scstgestcUt worden sei, der auf den Zusammenbruch der landwirtschaftlichen GenoisenschaitSbank zn Tarmstadt zurückzuiühren sei. Tic Spar­und Darlchnskassc erklärt in einem Schreiben an uns das Gerücht für unwahr. Sie säneibt:ES ist durchaus kein

Fehlbetrag von 7000 Mark scstgestellt, sondern der Vorstand der Spar und Tarlehnslasse zn Inheiden hat seine Forderung an die Genosscnschastsbank in Tarmstadt bis a»i eine Mark abgcschriebcn, um nicht unsichere Werte in seine Bilanz einstellen zu müssen. Ter dadurch entstehende Verlust wird durch die Reserven und Geschäftsanteile völlig gedeckt, so daß auch nicht von einer Zubuße von 30 Mark vro Mitglied die Rede sein kann. Kein ?1!it- glied hat auch nur einen Pfennig nachzuzablen."

Kreis Büdingen.

Büdingen, 1. Jan. Sein 4vjähriges Jubi­läum als Stadtvorstandsmitglied seierte Gemetnocrat Wtttctind. Bürgermeister Fendt überreichte ihm im Namen der Stadt einet, Blumenstrauß. Willekind war ^Al­terspräsident des Stadivorstands, in den, er 40 Jahre im Dienst der Gemeinde stand. Mit Rücksicht auf sein hohes! 'Alter tehnte er eine Wiederwahl ah. Ein Opfer des Unwetters wurde ei» Mann in Molserborn, Er war aus dem Wege in den Seemcnbach geraten und ertrunken.

.1,110 e nuii l VNNI.

R Eichenrod, 2. Ja». Ein Pächiee der hiesigen Fische, kam vor einigen Tage» n»l seinem Auto vor die Twifschenke a gesahren, um sich die nötigen Forellen für den Felertagsti ZN angeln. Tie Angelgeräte wurden in Stand gesetzt und mit de Köder versehen. Aber es war kalt, und man mußte sich nock, ctnr in der behagliche» Wirtsstube wärme» und stärken, denn es dau« osi lange, dis io ein scheues Fischlcin anbcißt. Trr Angrelru mi, dem Köder wurde daher solange an die Mauer gestellt. 'Ab kaum hatte man sich niedergelassen, so hatte auch schon einer a gebissen. Es gab ein Geschrei im Hose und wie der Pächter itti ieiner Angel iah, zappelte der Feiertagsbrale» icklon an der Ru! aber zu seinen, Erstaunen ivar es keine Forelle, sondern ein H u h das den leckeren Köder auigeivüri und danach aefchnavvt Halle. 1 iich.dic Slngel nickst mehr aus der Kehle des Tieres enlsernen lic inuiite dieses sein Leben lasien und wandcrte nun anstelle d Forellen als Feierlagsbraten auf den Tisch des Pächters. T Braten soll aber doch clwas lenerejr gctonnnien sei», als man q wöhnlich ,ür ein Huhn zu verausgaben vslcgt.

.Kreis Schotten, st. Schotte», 3. Ja». (Verspätet eingcirossen. In t Genie,ndeiatsntzung am Monrag sand die Beratung des Bora lchlags für 1014 statt Ter Enlwuri der Bürgcnncistcrei loui voigeirage» und IN allen Teilen genehmigt. Ter Umlaqenbede wurde an, 4.000 Mk. gegen 45 000 Mk. in I!tl3, feftgestel D,c Kosten de, ^trastenbeleuchttmg betragen bis jcht 32 Mark r.,c Bürgermeisterei wird beauitragt/Erhebungen an, stellen, >v,e hoch die Kotten kommen, wenn Verbrauch nach M> iung cvrolat und dann Vorlage zu machen. Ter Bürgermciü teilt I»tt, das, die Einwodner von Schotten aus 4 Rm bar, Holz als Lvsbolz Anspruch machen können. Ta bisher 3 .Km. hartes Holz gelieiert^wurdc», habe er eine bezügliche A trage an die Oberiorstcre, schotten gerichtet, die aber bis he, nock, unbeantwortet ,st - Tie Summe der Einnahmen I, Ausgaben des VorainchlagcS beträgt 104 142,83 Mk.

. 11 Schottcn, 2. ,t*i. 3« der Wahl zum Kreistag ivi

den von den Hochstbestcucrtcn Kammerrat B i r n b a u m - «auba Sanitätsrat xt. Vogel-Laubach und Forstmeister Klinge h os, er löcdern gewählt.

e> iLF. d '-> c ! b!! 'r-h ??"- dem Eise brach der Sohn t Landwincs Friedrich Schäfer beim Schtittfchuhlauicn einen Ar § odjottcn, 1. Jan. Tie Schweinepreise si) wieder gestieqen. In der Woche vor Weihnachten za.

ten die hiesigen Metzger 84 Pfg. für das Psinid SchKlcht- gewicht, jetzt zahlen sie 70 Pfg.

§ S ch o t t e n , l Jan. Der Oberpostschafsner Johani,eS

Hell wi,g und Frau Elise geh. Löber feierten die silberne Hochzeit.

Kreis Friedberg.

L. F r i e d b«r g, 2. Jan. Der in T o r h e i m nwhnende Arbeiter W c st p h a.l, der ain Germaniabrnnnen beschäftigt ist, erhängte skelz heute morgen. Er ist verheiratet. Sein Vater solvie eine Schwester begingen seinerzeit auch Selbst­mord

L. Friedbcrg, 2. Jan. Ein Teil der hiesigen Apiclwein- vroduzenten hat den Preis des 'A v i c l w e l n s erhöht. Tas Glas Apfelweiii kostet seit gestern statt 10 nunmehr 11 Pfennig.

h. Vilbel 2. Jan. Ein D ic n st ni ä d ch e u, das in seinem Leben noch keine Schnßlvasfc in Händen gehabt halle, schoß gestern mit einem Gewehr ans Lpcrllngc, Schon der xrstc Schuß traf, leider aber einen Arbeiter, dem die Schroltadung in den 5g i n t e r k o p s ging. Das Mädchen wurde zur Anzeige gebracht.

A Ofl 1)ci,», I. Jan. Ein Landwirt 51t Hoch- Weisel fällte einen Birnbaum. Zn spät erkannte er, das; es der Baum eines Nachbars war. Ec mußte sür den noriz sehr ertragfähigen Baum 50 Mk. Schadenersatz zahlen.

h. Vilbel, l. Jan, Ini nahen Harbach trat heute der Oljährige Gemcindeschafhirl Kaspar Schäfer in den Ruhestand. Nahezu 80 Jahre, seit seinem letzten Schul­jahr, hat der greise Hirt seines Amtes gewaltet, bis ihn jetzt das hohe Aller zum Niederlegen des 5üirtenstctbeS zwang.

-t. B i l h c l, 2. Jan. Ter heute wegen BettelnS in Untcr- juchungshajt genommene Taglöhner Christian Zimmer- inann von Wellmünster versuchte in der Arrestzelle seinem Leben durch Er n g e 11 ein Ende zu machen. Er verwandte dazu ein Handtuch. Ter Gefangenwärter Debus, der ihn dem Gericht vorfül>rcn tvollte, betrat in diesem Augenblick dic Zelle.und konnte den Lebensmüden noch vom Tode er­retten.

Starkenburg und Rhcinhcjscn.

Tarmstadt, 2. Jan. Ter außcrordcnttiche Prv- sessor an der Technischen Hochschule Tr. Bernhard Ncu- m a l, n hat einen Ruf als »rdentlichcr Professor der an - organisch-chemischen Technologie an die Technische Hochschule zu Breslau erhalten und angenommen.

rm. Tarmstadt, Jan. Der Urheber des tödlichen Unglückssalles des 20 Jahre alten Buchhalters Peter Dörsam in der Liebsranenstraße ist noch ilicht ermittelt. Heute vormittag sand eine gerichtliche Augenscheinnahme statt, der auch Oberstaatsanwalt Tr. Schwarz beilvokmle Weitere Anhaltspunkte für einen bcstlmmten Täter haben sich hierbei nicht ergeben. Ta der Schneider P. Heiß und sein Neffe, der HilfSschaffuer .Heiß, ain vorigen Neujahr vielsach geschossen hatten, fiel "auf sic der erste Verdacht Sie wurden aber wieder aus freien Fuß gesetzt.

rm. Tarmstadt, 2. Jan. Zu dem Verschwinden de-Z Ko lonialwarenhändlcrS Gustav .Hebeimchl wird gemeldet, daß H. sckwn längere Zeit in ZadlnnqSichwicrigketlcn war,nd daß am Tage nach den Weihnochtsieiertagen eine Pfändung vorgc- nonimen wurde. Voraussichtlich lverden dic von ihn, hmtei- lassencn Verpflichtungen nicht unbedeutend sei». Da er die Ein­nahmen aus allen seinen Geschäften (Hiauptgeschäst und vier Filialen), die bis zum heiligen Abend eingingcn, mitgcnommeu lwben soll, kann der Betrag ziemlich hock, sei». Wie man hört, kommen als Gläntiger hauptsächlich auswärtige Firmen in Frage, darunter ein Kaiicegeschäst INI. etwa 15 000 Mk. Vorerst wird das .Hauvtgcickäjt durch leine Familie, die Filialen durch die Filialleiter weiter geführt. Aus der Kasse bat er olles Geld initgenvnime», dagegen einen Zettel zurückgclasscn mit den Wor ten:Es ist bestimmt in GvtteS Rat. daß man vom Liebsten, was n,a,i hat. muß scheiden . . ." Bis setzt hat inan keinen 'Anhaltspunkt über seinen Ansenthalt.

Kreis Wetzlar.

O b e n h a u s e n. Lahn, 2. Jan. Am zweiten WcchnachlS- ieiertage leierten die Eheleute Ehr. Wagner das Fest der gol denen Hochzeit. Ter 78jährigc Jubilar versieht noch jede Nacht seinen Dienst als Nachtwächlcr. Ter GesangvereinLiedcr lranz" brachte ein Ständchen dar. Von den Vorsitzenden des tzle sang und KriegcrvcrcinS wurden löcldgeschenke überreicht. Der Ge mcinde-Borfteher überreichte ihn, ein neues Nachtwächterhorn und ein namhaftes Geldgeschenk.

Hesjeu-Rassau. h. u n t e r l l c d e r b a ch, 2, Jan, Aus eine Gruppe von jungen Leuten und Kindern lvurde am Silvesterabend ein R e v v l v e r s ch u ß abgegeben, der den eliiährigcn Schul knaben Re hm in den Oberschenkel traf, Ter schwerverletzte Junge mußte sofort dem Höchster Kraiikcnhause zugcsührl werden. Ter gewissenlose Schütze, der aus eineni Fenster dcS nahen Taumisgasthoses schoß, lvurde noch nicht ermittelt.

Kießener Strafkammer.

Gießen, 2. Ja».

Aui 0 Jahre Zuch t ha us und 'Aberkennung der bürgerlichen Ehrenrechte auf die Tauer von 10 Jadre» lautete das Urteil gegen de» Lehrer Wilhelm Schmidt in Lardenbach. Ichmidl, der 42 Jahre alt und verheiratet ist. halte Jahre lang Mädchen aus Lardenbach und Klein-Eichen, die zu ihm in die Schule gingen, in der schamlosesten Weise mißbraucht. Sein vcrbrecherilcheS Treiben gelangte nicht früher zur Anzeige, weil die Mädchen, die unter sich über das Vorgeiallene sprachen, aus Scknnn unterließen, ihren Eltern davon Mitteilung zn machen Als endlich im Oktober vorigen Jahres Anzeige erstattet und da? Stralveriahren eingcleitct wurde, llüchtetc Schmidt nach Luzem« bürg. Hier wurde er indessen verhaltet und nach Tcutschland aus qclieiert. Tcr Angcklagtc, der im wesenllichcn geständig ist, wurde in nicht weniger als l7 Fällen des vollcndcleii und in drei Fällen des versuchten Sittlichkeitsvcrbrechens sür schuldig befunden. Auf Zuchthaus wurde mit Rücksicht aus dic Schwere der Straftaten, daö Fehlen von StrasmilbernngSgründcn, den Bildungsgrad des An geklagten und den Mißbrauch des ihm anvertraulcn Amtes erkannt

Uttiverkitäts-Naedricttte».

Der auncroreentliche Prolehor Tr Hans ft» tep von der Universität Straßbnrg ist als ordentlicher Profeffor der Botanik ach W ü r z b » r a beriöen worden.

tiirtidiijfnbr!.

Ta » t 0 n lOhio., 8. Jan. Orville W right führte gestern einer Kommtsston des ainerilanischen Aeroklubs und einer größerer, Anzahl in und ausländischer Gelehrter ein neues sturzsichercSFlugzcug vor. Tic Leistungen des Apparates waren so bewnndernnqSwürdig, daß die Zu­schauer überzeugt waren, ein vollkommenes Flugzeug vor sich zu haben.

vermifchte».

* Tie Wetterlage zeigt ein einheitliches Bild. Aus dem deutschen Mittelgebirge und aus denr Südniesten werden erneute starke Schneesälle^ und teils strenge Kälte gemeldet, die vielfach Störungen im Eisenbahnverkehr hervorricfen. An anderen Stellen dagegen war das Wetter völlig umgcschlagen, so auhcr in Berlin in Hamburg und .Hannover. In Westfalen herrscht Tauwcttcr und Regen.

* Neuwahlen zur Berliner Handelskammer. Aus Berlin wird gemeldet: Tic durch den Rücktritt von Exzellenz