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wallte dem Freunde das Avnde Haar die SckMeni, der Schnurrbart hing ihm in bett Mu:w ME L gefallen waren die BaHen, groß die grauerr Mgen. m niedriger, schmieriger Kragen und ein Schlips, dw ermnal rvt genesen sein mochte, hing um fernen langen Hals, der, hellkarierte brenne Anzug sah aus, als haLe er dfter Reger: vushalten müssen, als ihm dienlich war. ManschEnehl- ten, daftw waren die Hände nrchD weniger als sauber. Also niedergeb rochen, der klügste Kopf im ganzen Gym„Warte, Jungchen, ich werde dir erst mal waA zu essen Und zu trinken holen!" Den Burschen wollte er jetzt i^eber nicht hereinlassen. Der mochte ein. Bad, zurecht mache::. „Und da stehen Zigarren! Entschuldige :nich einen Augen- vlick!"
Draußen rieb sich Krohlow den Hinterkopf. Was würde er da M hören bekommen?... Wie konnte ern Mensch! mit solchen Geistes gaben so elend vor die Hlurde gehen?. Run hatte er ihrr hier und mußte natürlich! dem Freunde Üelsen, soweit er dazu imstande war — und der es ver- frtcTttc f
„© 00 , imein Sühnchen, da, was die JUivggesellen- wirtschaft hergibt! Und nun lang ordentliche zu!"
Wellenamp legte seinem Wolfshunger keiwn Zwang an. . . Als er endlich, fertig war, lehnte er sich beyagllch im Stuhle zurück, zwinkelte listig, mit den Augen, wie er s damals als Tertianer und Sekundaner getan, in den Flegeljahren, wem: es galt, einem Lehrer eine Nase zu drehen,
„Kann mir vorstellen, was du jetzt denkst! . . > W:e werd ich ihn auf gute Art Weder los? . . . Solche alte:: Freunde Werden in erneut reduzierten Zustande unbequem. Ich svill dir auch durchaus nicht lästig fallen, Herr LeiÄnanN Schließ fich ist nmn doch aber auch ein bistcheu Meufcheukenueä aetvorden, wenn einer: das Leben so, durch die Straße:: gezogen Hut, wie mich! Im übrigen zjii deiner Beruhigung, jtid} bin immer noch unbestraft, und anhängig ist beim Staatsanwalt gegen mich auch nichts!"
„Jünge, sei doch nicht so verbittert," rns chm Krohlow zju, nur um irgend etwas zu sage::. ^
„I Gott bewahre, bin ich gar nicht! Freilich sieht man nrir's he::te nicht an, daß ich v>or zwei Jahren achtzigtausend. Mark verdientes Geld in der Brusttafche spazieren trug!"
„Bitte, lieber Wellerkamp, flunkere nicht!. Es ist wahrhaftig unnötig! Denkst du denn, ich laß dich rn diesem Zn- Land wieder raus ans meiner Wohnung? Ich! bin kern Mwßkapitalist, immerhin, sterben tu ich nicht „daran, wem: PH dich ern bißchen auspoliere! Also bleib! hübsch bei der Wahrheit und erzähle, wie dir's ergangen ist!"
„Nachher! Erst ivill ich wisse::, ob ich d:r einen Dienst leisten kann. Sonst saa ich Masten Dank sür das Abend- bwt, und wem: du mir das Billett vierter Güte bis Iserlohn und ein paar Zchrgroschen borgen willst — borgen, Woldsohn —, also dann mag dir's Gatt rm Himmel danken, «alls ich auf meinem Erdenspaziergang nicht mehr dazu
rmnmen sollte!" , ^ ^ ^
Ja, was sagte er nun? Die Wahrheit? . . . Wellerkcmip rannte womöglich, wie er da saß, zu Klausner. Dem war es amu tr auen. Das Schlaueste w>ar wohl, er warf ihn: erst einmal den Angelhaken hin, biß er an, dann mußten, hübsch vorsichtig, ein Wort das andere geben.
„Ich wollte dich nach> einer tüchtigen Kraft unter euch Chemiker:: fragen, die könnte ich! nämlich hier Unter- Irinnen V*
„Aha — bei Klausner!"
„Richtig! Genießt die Firma einen guten Ruf in eurer
Branche?" t . .
„Gott ja! Es gibt größere, d::tz-endwe:se, rm übrigen Wht mich das nichts an, unabhäygig muß einer sein, der Was Anstmwiges erfinden soll. Iw'Laboratorium rumstehmr — ich danke! Wer in das harte Brot beißt, ist meistens' aufgeschmissen. Die sind Taglöhner, großartige Erfinder werden's nie!" Wellerkmnp rutschte mit den: Stuhle näher an den Freund heran, seine Augen glänzten. , „Durch die Straßen muß man gehen. Hier stehen bleiben, da d:e Ladenfenster ich ansehen, das Treibe:: um einen herum, da kommen die guten Gedanken! Und wenn man erst einen beim Rockkragen hat, festgehalten und experimentiert!"
K-ohlow merkte, so kam er mit dem Phantasten nicht
ß Ziel, also ihn gefragt, was er denn erfunden habe, der lachte auf die Frage.
„Flammentod! Haft du was davon gehört ? . . . Mensch, ganz große Augen machst du ja!"
„Das FeuerlöschmitteL? Wir haben's in der^Kaserne ans allen Korridoren und in de:: Ställen und Schuppen
hängen!"
'„Siehst du wohl! . Ich! bin derjenige, welcher gei- wesen! Dafür Hab' ich achtzig Tausender bekommen!"
„Und wo sind diese geblieben A'
„Haben sich in chemische Bestandteile aufgelöst! . . •, Hast du 'ne Ahnung, wie sich das Geld bei::: Experimew neren verflüchtigt!" , ^
Krohlow rieb sich die Stirn. Noch immer nahm er den Freund nicht ernst. . ^
„Wer ich versteh nicht! ... Das muß doch ern Bombengeschäft sein. Die Käufer dürfen dich doch nicht so durch die Welt lausen lassen!"
Wellerkamp zog die Augenbrauen hoch.
„O, ich brauchte das nicht! Anstellen wollen sie mich mit 12000 Mark Jahresfixum und Tantiemen sollt ich von allen Erfindungen haben, dazu ein Laboratorium, in den: ich falle Versuch auf Generalkosten machen konnte —, aus gelacht Hab ich fiel"
Krohlow machte immer noch ein ungläubiges Gesicht. Da griff' Wellerkauip in die Brufttasche. „
„Hier, ließ den notariellen Kaufvertrag, ungläubiger Thomas!"
Wahrhaftig, es stimmte! Tief atn:ete der junge Offizier auf. Da lief ihm doch der Zufall in glänzender Ausstattung über den Weg. Der Mann freilich, der if)nt den Himniel auf Erden hermiterzanberr: sollte, sah vorläufig noch aus wie ein Brrwer von der Laudstraße. „Junge, warum nimmst du denn so einen guten Antrag nicht an? Zwölftausend Mark, und was drum und dran hängt!"
„Erlaube! Erst brenn ich mir noch eine Zigarre an!... So—o! . . . Hab dir doch gesagt, warum ich's nicht kann! Bin eben kein Herdenvieh! . . . Examen Hab ich natürlich Ui'chj nicht gemacht! Weißt doch, wem: ich über was Vernünftiges weglas, halt' ichfs verstanden! . . . Was .der Mensch nicht in sich, hat, närnlich den richtigen Drang, also da kann er sich einbalsanneren lassen! llebrigens verstanden das die alten Aegypter besser, wie wir heute! Meinetwegen! . . . Hab' gedacht: Hast du die achtzig Tause:p> der in der Tasche, was brauchst du vor Kommerzienräten Und ähnlichen Leutchen zu katzbuckeln? . . . Frei ist der Bursch ! . . . Ja," wieder zwinkelte er listig die Augen, „ich bin, glaube ich, auf 'ner richtigen Führte. Mich würde es wUnderu, wenn ich in drei Jahren nicht Millionär wäre! . . . Mach du nur ein langes Gesicht. Hier fitzt der Flammentöt er!" \
Krohlow hatte das lange Gesicht aus ganz anderen! Gründen gemacht, als Wellerkanrp vermutete. —
„Um was hcnidelt es sich denn?"
„Bind' ich keinem ans die Nase! Ganz ist das Pnlverchen iiämlich noch nicht fertig! .... Ja—a, bin ich nicht ein lieber Kerl? . . . Setz mich vierter Güte mit gepumptem Kapital ans die Bahn urid sause zu dir, obgleich in meinet dürftigen Bude die Millionen schon ziemlich ausgeprägt: aus dem Tische liegen."
Da erhob sich Krohlow, rüttelte den Freund tüchtig ab.
(Fortsetzung solgt.)
Aus einem alte» Suche.
Bon Maria Stör: a.
Mir hat der Zufall ein vergilbtes Buch in die Hand gelegt! „Ter Kern und das Wesentliche entdeckter Geheimnisse der! Land- und Hauswirtschaft von dem bei sünfzigjährigsn Erfahrungen ergrauten Land- und Hauswirtsich:ster Christian Bau manu der Churpsälz-BayristlM, Fränkischen M mehr anderen Gesellschaften in sittlicher: und ökonomischen Wmenschaftmj Mitglied und Professor. Mit Erlaubnis der K. K. Hofzensur.
3. Auflage. Brünn 1803.
Dies — nur ein Teil des Titels. Als ich das Buch aufschlug und zu lesen begann, war es mir, als sprach: einer aus der Not unserer Tage zu uns. Die Ratschläge, die Christian Baumcknn unseren Urvätern gab, könnte:: nicht besser für die Gegemoart ge- schrieben sein. Seine Warnungen.würden im Munde eines Ernährung sMinisters als Worte der Weisheit gepriesen werden. Ter Krieg hat uns vieles entbehren gelehrt, was wir ehemals für unentbehrlich gehalten haben, er hat uns von: Weltverkehr ab gesperrt nird darpn: gezwungen, viele Werte im eigenen Laude zu suche::. war es auch vor 115 Jahren, als der ergraute Fachmann als«, schrieb: „U eberall ertonqu hie bitteren Klagen: es ist kein Geld im


