163

tzas wäre nach Ihrem Gelbe ein Jahreseinkommen von über Liner halben Million Mark!"

- Der Hauptmann sprang abermals hoch,

(Fortsetzung folgt.) * .

ver dreWgjährige «rirg in EberWe«.

Nmn dreihrmderch-ähvigen GKenken anid-em! Beginn des großen Krieges.

Uon Hans! Otto Becker.

Ter 23. Mai 1618, der Tag des Prager Fbrstersturzes, gilt «W Beginn des fürchterlichsten und längsten aller .Errege, den unser Vaterland gesehen hat. Heule, im WÄtkrieg, da rvir noch rm 8rtesten, aber siegreichen Kampf« mit den Großmächten^dev GLe Mge--, ist eftr Rückblick auf den Weltkrieg des i7. JdhchundeM wn hohem I nteresse, denn er Zeigt mE, wie unser Land euch unter der .chriegsfürie gelitten hat, als DeutfchlMid, z«rMttert und ohn­mächtig, das SckLachlfeW sstr die mtdewn Staaten Europas sein mußte, die hier ihre Händel ausfochtem . . .

Der dreikigMckge Krieg hat fernen Wlsgang rn Bchmein, wo die feindlichen Brüder ans dem Hause Habsourg, Kar.er Mldols 111. und Matthias, um die Herrschaft stritten mb bezoe ftchdieGunst der Protestanten, die in Bömneii weitaus die llebermachtLefaßstt, LN sichern suchen, indem sie ihnen Religivusfrsshett Ku,i-che.r»en»

Als M atthias die Oberhand 1 .| ^ "" ~ w fA

mehr sein'Versprechen gegen aaunen Bedrückungen der Protestanten, ^ ftlrchten Netzen, wenn erst Ferdinand, der Reffe Kaiser Mltchra der, von den Jesuiten erzogen, als stirenger Bmckreter hes Katho^ kbismns galt, seiir Mchsolg« würde. Der bohmmhe Wel, andert- hali-tmlfend Familien, empörte sich offen gegen das Harus Oester­reich. das fett Jahrhunderten die Wentzelskrone trug, ulD MAt ward onc 28 Mai 1618 die kafferlicherr Räte Marttnitz rmd Slavaha mit ihrem Schreiber Fabrtcins M Prag a"f.deiN Hradschm MM Fenster hinaus. Unter der Führung dev Grafen Matthias Tmnn organisiert« der bühnttsche Gel eine seMändige Mgrerung.

' Der Streit hätte eine innere MMifch-ostierrmchM« Angelegen hei! bleiben können, trenn nicht die böhmischen TttAdP. als Ferdi­nand II. seinem Oheim Matthias folgte, Äesem! die Äsnerkennnng vertveigert und fturtt König einen anderen Fürsten, den KurfürfE Friedrich V. von der PfaU ge'yähll hätten. Der Ppuzgraf mar em mergielvser Mann, der stark unter dem Gmffiiß sckrer Gattin, m Tochter König Jakobs I. Mt ®mA >nd; strebte nach der König Krone. Friedrich V. war das Haupt der evangelifchm FiirskenveremiMug, der Union, der auf katholischer Seite der Bund der Liga unter FriedriM BMter, dein Hewog Dtarimilian von Bayern, gögenüberstano. Zlmschen beiden Par­teien. bestand schon eine Längere Spannung, dre srch rn dem Konflikt besl Psalzg rasen mit dem Kaiser entlud. %u\ der Leite des Kaisers! stand noch sein Beiter, .König Philipp III. von Spamen

Die LLndgrassthäft Hessen blieb in dem Krieg neutral; Lauch rat* Ludwig V., der Getreue, gehörte, obwv-hl er lnthertschens Glaubens war, der Union nicht an. Leine Neutralität falnd aoer kerne Beachttmg durch die KrieMhrendM tzM> wach sogar Anlaß m kriegerischem Einschreiten, und so hat Hesten wce alle andere döntsEr Lande Wmre Leide-N zu tragen. gehMt. ^ettgenofftsa)« SchDermcgsn darnb-ac hat .Fritz Hermann jjn Bans 26 uch 2 c der Hessischen VolksbücherAns tiefer Rot',' verofsentttcht m der Schlacht am weiWn Berg rm Iaovember, 1620, hie LernWinterkönig" die .Krone Lostche der, Krieg m die Mslz getragen ivnrde, wo die Spaitter aus den Nnderlanberr und

Stadt Larmstadt Einlaß gswähsmr; -er floh MieMch, wurde ab« fangen genvnünen und von Mansfeld in Lsr Pfalz festgchaiteir.

mm folgte der zweite Einfall destollen .Herzogs", .der Hessen, nn Gegensatz W dem Kasseler Land, dessen .

«u m w OVM. 1 IV**.« vviiw.. Landgraf Moritz

trat der Union befreundet war und deshalb v>on aller Laschn perschoatt blieb, mit Ktkeg übersog; Alsfeld, Schotten, Nidda wurden emgenommen, der Bogclsberg und dre Wet- teran gLvlündert. Wicherum legte eift SiLg Dillys bei Hhchst ijit J'M 1622, dem BrmMschwMer M Mverch Wndernrs in derc'Weg; nur Mit dem Rest eines gesMagenen Heeres konnte er stch zu MausM in di,e Malz rette-rr. Darauf hielt Kürfürst Fried- M es doch für geraten, den gefangenen Landgraftn wieder foei- rngebeu. IM WMter 1623 lag Tttly in der Wetter an mch Wug dann Christian M Münster m .Westfalen, woraus die 8ideu Helfer Friedrich vf Deutschland verließen. DerWtttter- Wrttg" hatte «wgÄtig verspielt.

Für einige Jahve, während !das Kriegsgewitter sich nach Mrd- hLutschland 'verzog, hatte nnsere Gegerd mm, aogeichkir von MuppenduMügen. Dafür sollte sie nM so Mrchterücher biatn Kriege heimgesucht wevden, als Sch>ir«dM und Frankreich .auf

eite 6er ÄangeliMn in den Kampf gegen den Kviser >essen-Waffel schloß sich alsbald dem LchwedeMirlG

während DarmMü seme Reutvalrtat zugunsten ^chveoens erst später aufgab. Äs nach dem Siegeszug Gustav> Adolfs und dem frühen Tod des KÄrigs bei Lützen die schwedische Macht rn der fürchterlichen Schlacht Mr Nördlingen 1634 gebwmen war, zog sich der Krieg wieder nach! Hessen. Die geschlagenen Lchweden unter Herzog Bernhard von Meiurar flüchteten nach rhrem Mn Platz Mains, verfolgt von den Kaiserlichen.. 1634 und 1635 hatM Bergstraße und W>etterau wieder entsetzlW zu leiden. In der Wette rau hatten im Herbst 1634 HestenMlfelsche und Brau'w- fchweiä-Lünebnrg.schle Truppen' gelegen, die Bernhard von: Wnmar KU Me kommerl sollten. Mch ihrem Abzug erschien der Katt)rnÄ- Jusant Ferdinand vvn Spanien, der hei' RördlrnE im Berttn Mt seinem Schwager, de'nr KaifersstlM König Feramand vvn

Braunschweig, Bischof von H-albechadt. Letzterer wollte, von Mrd- deutschland kommend, sich mit Mttnsfeld der in der Pfalz lag, vUrernigen und mußte dazu durch heslpches Gebret zrehen., Land­graf 'Ludwig hatte schon die Leiden des Krreges ourch dre,,be- irerrndslerr" Spanier des Älarquis Lprnola, die vom R hc.ru. her öfters plüirdernd in die Obergrafschast einsielen, kennen gelernt und wollte deshalb demtollen Chrrstian"^ den Trwcthug durch Oberhessen verwehren. Cr konnte aber oen .Emsall des Braunschweigers in das B us eck er-Tal Nrcht Verhindern, ^vo die Dörfer geplündert irmrden; auch Homberg an der Ohm und Alsfeld waren bedroht. Ta schickte Tilly, der berühmte Feldherr der Liga, dem bedrängten.Landgvasen den General Graf von Anholt zu Hilfe, der den Herzog Christian aus seiner zwis chen Alten- und Großen-Bus eck aufgeschtagenen WWenbnrg PvanMckte und zum Mckzulg über Aucöneburg nach Westfalen

^Mchdem aber Tilly 1622 bei WieÄvch von Mansfeld ge- " Ke der Halberstäoter aberrnals dre

Wagen worden war, veriue,,^ -,

Vereinigung mit Graf Mansfeld. Letzterer rückte nrtt dem Psalz- grafen Friedrich dt« Ber-gstpaß« Mtlang irr dl« ObergMi schaff, um Landgraf 'Ludwig. Wr sein« Neutralität Kr bestrafen. Er sollte gezuumgen werden, sich vom Kaiser toszusagen strch di« FestiuW MsselshckM anszrrltefern. Er mußte MMrst MedrW m m

Ossa und #300 kaiserlichen Reitern. Dann kam Mttte OVober Bernhard von Weimar mit seinen Schweden für ernen Monat. Grün borg wurde dmnals von den SchwÄmc. geplündert, die 1000 Taler von der Stadt erpreßten, weil ber Landgraf es mit dem Kaiser halte. Ans den Herzog folgt« «ne mtserl

«'s *v.... _nVuiIi^MU luuiv«. Wi£> TvtS

msi wcu ww. |V^ kaiserliche Armee unter Feldmarschalt Philipp vvn MiansfÄd, W bis Mai 1635 blieb. Mle diese Scharen hausten entsetzlich M Lande, und dazu forderte die Pest Noch ihre Opfer unter der verzweffelten Bevölkerung, Tie Bewohner flüchteten, im die festen Plätze Gießen, Grünberg Lanbach, Lich, Nidda, Büdiirgen, Hnnge:', Friedberg, Butzbach, die , wie Inseln aus der verwüsteten und verödeten Wetterau heraus­ragten, die im Jahve .1635 den traurigsten Anblick bot. Dre Felder, die bis dcchin unter allen Drangsalen nochl bebaut worden waren, konnten jetzt nicht mehr bestellt werden." Tie Folg« war Hun­gersnot und Teuerung; Mit Laub, Gras, Leder, Mäusen- me 4 Gulden kosteten füllten die Menschen ihren Hunger. 163 < evging auf kaiserlicher Befehl durch, den General Grafen Gallas erne Verordnung, wonach die Lande des Lcyrd^rafarr von Hessen-^arm^ städt von allen Enrq'nartierungs- und Kriogslasten frer fern sollten. Der Landesherr erlich auf drei Jckhre alle Abgaben mch d«r Bauer ging wieder an die Bestellung der Aecker. Kurze Jett hatte unser Land wieder einutal Ruhe.

Bon 164-5 -ab aber bekam Heessen den Krieg no^ch einmal schwer zu spriren und hatke bis zuM FriedenssWuß von 1648 sehr zu Leiden. Der Grund dafür, daß die Knegsstwie noch «n letztes Mal über unsere Heimat kam, war der Strert mtt Kasfel über dre Marüu rger Erbschaft, der schließlich zum sog. ,Hessen- Lr m. g" führte. Mitten in den Jammer des dreißrgrahrrgen Ki'iegvs füllt'dieser unselige Bruderzwist i'M Hause Hessen.

Als der zweit« Sohn Philipps des GroßmWgen, Lmidgraf Ludwig IV. der Aeltere, der Marburg erhalten hatte, 1604 ohne Erben gestorben war, fiel an Kassel Marburg und Bleomkopf, an Tarnistadt- Gießen, GRinberg, Msseld, Homberg,. Nwda. seinem' Testament hatte aber der verstorbene Fürst verfugt, raß ein Erbe, der deur lutherischen Bekenntnis untreu werde, der Erb- .schaft verlustig gehen solle. Ms nun Landgraf Morch von Kassel die Calvinische Lehre «Mführte und 53 lutherische Geistliche und Professoren, die sich nicht fügen wollten, des Landes verlmes, beanspruchite Landgraf Ludwig von TarnrUadt dre andere Hattte der 'Marburg« Erbschaft, die Moritz erhalten hatte. Ter. Ltrett darüber wurde vom Reichshosrat in Regensburg geführt und da­selbst durch den Reichstag am 1. April 1623 zugunsten ^armstadts entschieden, das nun das ggnze Marburgor Larrd erhielt. Für dre Nrrtzungen und Einkünfte, die Mssel irr der Zert von 1604^-1622 bezdgeir Battet »vnrde DarmMdt erne EntsetHdrgung , von 1 350 000 Gulden zngesprochfin, die Kassel ab^x Nicht aufbringen Mmte. Tilly wurde beauftragt, die Ränin'ung Marburgs, Bre-wn^

Otott Kassel und Georg II. von Tarmstiadt den L-trett durch den Hauptvergleich vvn 1627. Nach 16 Jahren aber erneperre di« Atwe , Unalle, best uver dw

parbnrger Er

MlMii'e, wn «i'u

' Georg' di« von ihr veauspruckx-