J&rtfirrtf«*»" ein feste Vnrg — damit aber freilich auch eine der kost- jt^ ? in iraK'v \ £«•: r i a'‘ ' .-.-rdmgZ bat Prozessor
£ i»i Dre-.'v u auch bah nicht nur das Sftetii»,
jonbeni auch ber mebrstimnuo.' Satz roit , r %n moriar fc> vi i un" von sfurtx'x selbst faerrülut Was die Meister in der Muftk schufen, daraus vlickte er mit inmqer Berehruitg und mir brm Gefühle zu- rikfftK'.’tenbei' Bescheide,i heit. So bervunderte er z. B. den Tvnseper Lut-mg Senrel in botxm ()>rade, und als man einstmals „ctlick-e Mut'ten ' diües Meisters gesunken strtte. da rief er ans: ..Eine solche Matrle verni>.ichte ich rricku zu machen, wenn ich mich auch Gerreiß n sollte." Man Ju^ f r diesem Ausspnrckie an, mie b-meidens- wert Suiij:c der Mann erschien, der seinem Kerzen in edler Ton- sprach? Luft nrachen bormte Arrch ihin ist die Mnsik Herz-ensbedürs- rns und Herz<»slrost gewesen, und in jMichten Worten hat er ihr ein h>b?s Loblied gesunken: „Music-r' vt das belle Labsal eines betrübten Merrschen. Tie Jugend soll man stets zu dieser Kamst aennchnen. denn sie nia: : v feine, geschickte Leute Mon must Musi ca von düvt wegen in den Sei ulen d.brlten. nnd ein Schulmeister must singen tonnen, so.. st ' ch: ich : nicht an. .st nige, Fürsteil und Herren müssen die Bticsicam erhallen."
VerrnUlchtes.
* Luther- und M cla n.chr v n-H an d schr iften in Riga Durch die Eroberung Rigas sind einige Luther- und MelPutton-Erinn-ernngcn wieder zugLnglick geworden, die lange in russischer Hand tqaren. Jtr der Rig -st -Dn Sladtbiblioih.k werden namlick, einige Luther- und Melmichiton-Handschriften aus- henxrhrt, worüber der b-ekannte Msornmtions- und Lileraturgc^ schickst ler O. Elemen, denl man in jüngster Zeit eine Reihe vonj glück tist-rn Funden und Mitteilungen ans baltischen Archiven verdankt, in der „Wilnaer Zeitung" nähere Mitteilungen macht. Von Luther n»exden in der Stadtbibliothek drei Schriftstücke aufbewahrt; das eiste ist ein Brief, den Luther am 25. August 154Q. an den Rot von Riga geschrieben hat: der Inhalt i fvine Empfehlung beP Magisters Engelbert Schkelken, der als Nachfolger von Andreas Knovtt., an die Petrikivchg germeu worden war. Der zrvette Lnther- drieft ein Trostzbries an den vom Teuftl übel. geplagten Georg Goarat eus in Hannover, ist nur eine Abschrift, bas dritte Stück jedwae si wieder eine echte Handschrift Lltthecs, und zwar der Erb- Hertrag ..i'chen den Lvtherschen Geschwistern vom 10. Juli 1534. Nach . eband Streitigkeiten halte Liither selbst diesen Vertrag
Icnrigefet t Dach der zuerst envälinte Lutherbries, der ja nach Riga gerächter war, fick) heilte bori beftnbet, ist nicht weiter venmmderlich; wie aber kommt Luthers Erbvertrag ins Baltenland? Aller Wahr- schkiniickkeit nach ist diese Littherhandschrift gleichzeitig mit einer kNelar : :vn .Handschrift dorthin gelangt, einem .an König ChriAan III. von Dänemark gerickateten Brief, der aus Wittenberg wom 1b. Jauuar, doch ohne Jalnes^ahl datiert ist, und, wie der Inhalt schließen läßt, im Jahre 1516 geschrieben ist. Diese Melanchton Dcmds4 ist amd der Luthersche Erbvertrag tragen beide den gleichlautende.' Vermerk „Gesstpui nu.nn-es Oh als, des k^st. em. Benjamin Bergmann d. 5. -?lov. 1 852". Beide Schriftstücke müssen aus dem gleichen deutschen Archive stammen: beide sind nämlich zuerst veröffentlicht durch Jol-ann Peter ixm Ludcuiig, ben Uu rühmwn Rechtsge! ehrten, der 1704 Aum Archivar am Magdeburger Archive ernamlt wurde und 1743 m Halle starb- E-- hat nicht nilv das Magdeburgijcke Archiv durchforscht, sondern aus Studienreisen auch. Gelege:.heit gehabt, die .Archive von Stettin. Halberstadt, Dessau und verschiedenen süddeutschen Städten zu besuchen, (ilemeu nimmt an, daß die beiden Schriftstücke ursprünglich dem Anhaltischen Geiamtarchive zu Dessau angehört haben.
* Wer nicht liebt Wein, Wcib und Gesang. Man schreibt bekanntlich) Luther den Spruch zu: „Wer nicht liebt Wein, Weib und Gesang, der bleibt ein Narr sein Leüenlang," aber es fragt sich, mir welchem Recht, und die Antwort lautet, er ist nicht sein Urteer. Es ist :edoch sehr intereffaut zu verfolgen, wie sich die falsche Meinung einbürgern konnte. Die Verse ftnden sich zuerst 1775 in deur von Heinrich- Voß herausgegebenen „Wandsbekev Boten" mit der Angabe von Luthers Verfasserschaft und gingen zwei Jahre spater in. den Bo suchen Musenalmanach über. Al^ der Theologe Hprrentzck>midl Voß Vorwürfe miacht, daß er zu Uu- reckch Luther als Autor genannt habe, konnte.dieser seine Angabe nicht begruirden und verteidigen und man ni^htf, daß er einfach ein italienischos Sprichwort „Wer nicht liebt Wein, Weib und .Gesang seunto), ist erttweder ein Narr ^oder Heiliger (santo)" frei übersetzl habe. Ejiil Eiilklang au den Spruch ftndet sich allerdings bei Luther, nämlichi in als Serotina bezeichneten hand<- schristlick cn Sammlung von Tischreden. Theodor Lantenbach uuil Wolter haben da aus dem Jahre 1536 folgendes sck wzhafte Gespräch verzeichnet: „Morgen muß ich über die Trunkenheit ix* Nr-a lesen, also werde ich heute abend tüchtig trinken, damtt ich ans Ermlwung über das böse Ding reden kann." „Keiileswegs", sagte Doktor Cordatus, „sondern das Gegenteil muß geschehen." Da sprach Luther: „Mnn muß ja einem jeden Lande ,ein Gv- brvcken rugute halten. Tie Böhmen ftessen, die Wenden stehlen, die Demschtkn saufen getrost. Derm, lieber Cordate, wie wollt Ihr
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jetzt anders einen Delltsckf.m vor tun, denn ebrietat«, praescrtim talem, qui non dilirrit nius-cam et mulieres? <Als durch Trunken-, heit, znuial einen solche!:, der Mpjzk und Frauen ni.ht gern, hat)." Das würde allerdings heißen, daß nach Luther- ?lnsicht die Deut- scheu jene Drcilwit lieben, diejenigen aber, die von Gesang undt Weib nichts wissen lvollen, wenigstens dor Wein.
* Der Wettbewerb um eine neue National- Hymne. Wie der „Berl.Lok.-Airz." berichtet, sind in dem Wettbewerb um eine neue deutsch: Nationalhymne 3200 GSdichte ein* gegangen, die von sieben, in verschiedenen Städten wohnenden Sachverstürrdigen geprüft werden.
Süchertisch.
— Ter V ö l Te r fr i c g. Eine reich illustrierte Ehwnik der Ereignisst seit dem 1. Juli 1914. HerausgegHben von Tr. C. H. Baer, Verlag .von J.ulius Hossrnaam. Stuttgart. Heft 143/144, Preis je 40 Pfennig. — Tie Darsiellung des Krieges über das rein Tochnisth: hnlouszuhebsl, ihr die Farbe und Friscl-e des persönlichen Erlebnisses zu verleihen, tvar von jeher die be^ sondere Ausgabe, die sich die Hefte des ,,Bölieckrieg" gestellt und die sie mit immer Doht'nnnk:irren Mttleln und Mech>deir ersittlt h.'.bcn. Dian darf aui Grund ihrer Leistungen logen, daß sie für die pc-pnlär- wessen n as.ttich^ Gescl'ick-tsichr-eiimng des Kriegs einen neuen, höchst -airziehenden Weg gchunderr haben. Tie Vorzüge dieser bcsturdercu Art treten bei der Schilderung des italienischen Kriegs im piernvi Krie-g^halbjahr (Februar bis An-, gust 1916) itl sehr an-ieh-nder Weise hervor. Selbst das Lesen der an und für sich schon sehr schätzenÄverten ZirsammeustelluiiA der österreickisch-ungnrischen Generalftabsmcldmrgen ist, man dcrrs geradezu sagen, spannend und reizvvll gemacht durch gelegentlrche Parallelen aus den italienischen MoldinrgOr und Erwiderungen von seilen dos K. K. Kriegspresstgnartiors. Was dann aber an Einzelschilderirngen über die Kämpst «auf der blutgedränaün Hochebene von Tvberdo, über den Lalvstrenkriog. die Lusttampfe im Hock:gebirge»u. a. gegeben wird, ergebt sich zu glänzenden Leistungen. In vvllk:tmme.!ivM Einklang mtt dem Wort steht in diesen^ Hcsterr das Bil^: nicht wertiger als 16 M-bNdungcn, im Gegmr-< stand dbeiijo abwechselnd als vorzüglich irr der .Arrsft'ihrung, schmücken jedrs Heft. Der in Heft 144 beaiimcnde.i Darstellnng der österreichifchen Ofterrsioe vom Mai 1916 ist ein Uebersichts- lärtchen beigegeben. ^
— Inder Nr. 38 7 7 der Leivziger „Illustrierte n Zeitung" (Bericht.I. Wobei) liefert Tr. Karl Peters, wohl der gegenwärtige beste Sfemter des Engländertums, eina| beackchens'.verten Beitrag „England im Mettkrieg^b De« Berständk- gungsPolitikern gegenüber betont Dr. M-ers, daß „nicht der 9hisl- gleich. Mt uns, fordern die Vernichtung des Deutschen Reicks das« Ziel lct britischen Politik" ist. Ueber ,.Äe sächsischen Prinzen im Felde" plai-dert Rickard Broiting in einem illustrier-ten Aussatz. Seine Ersahrmngen über „Stadtkinder in Land^lege" schildert Raul Georg Dlünch- in einem mtt Zei lnungen Erich Gruners ge- schmückten Artib!. Der Vers-nsser gibt dann seine, Eindrücke von;, sleiner Reise durch, DeutstUand wieder, die er im Auftrag verschiedener Behörden unternomlmÄr hat::, ftml über die Ssmdtkinder, dis aui dem Lande -als Sommergäste mtterg.chra.cht waren, vom pädagogischen Standpunkte aus Au berr-ftlen. Den Wert der Sckmpimpftmcj legt Pros .Dr. sttj-Mu an der Hand eines reich illustrierten Bei- ttages ü.er die i-r.j [Kj iiserin-FriedrichpHai l 5 in Berlin fcerarn stilwte Ausü llung ü'er Pocken und Jmpjn'e-'N dar. Die Sammlung gotischpr Skultsturen Tr. Karl tt'rüger's in Männchen würdigt sGustav Lcverrng in einem ebenfalls mtt vielen Abbildungen versehenen Artikel. Das «erste Wartburgfest am 18. Oktober 1817 bringt Dr. W. Bruckiwüller in einer anziehenden Plauderei in Erinnerung. Der Krieg tornrni in Zeicksiungen von Paul Henschel, Richards Astnran, Th.'o Matejko, Georg Kretschmar sowie in einer Reihe photographischer ?lusnahmen von den verschiedensten Kriegsschauplätze:! zur lebendigen Mrschauung.
— T ie Weltliteratur, Heft 43: Friedrich Gerstächer: Ter tote Chaussce-Ettmehmer.
Teilrätjel.
Zuerst was fort trägt nach unserm Begehr,
Was viel auch bringt von iernerber.
Sodann, was der Brie er, der Beter spricht,
Zum Schluß das Ende vom jüngsten Gericht.
Dies Alles vereint steht hoch und lest Und trägt des Künstlers Werk a»lis Best. — 1i.
(Auflösung in nächster Nummer.)
Auslösung der Schach-Aufgabe in. voriger Nummer:
M. Ke7, Da8, Ld3, Sd7, e8. Tc6, BdG.
Cchw. Kg8, Dd4, Ld2, Sb5, Tc 2, h8, Bb3, e'i, r'4, 6, h7.
1. Dal Dal : 2. Tc3, Dc3: 3. Lc4f Dc4: 4. Sd^ßf Matt.
Echrn'tl^uung: 73. Meyer. — Zwilimasrniuddruck der Brüh ('scheu Nn v.-Bnch- und Steindrurckerei. R. Lange. Gicstn.


